DE2720776C2 - Katheter - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Katheter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eignet sich insbesondere
für ein Harnröhren-Katheter zum Einführen in die Harnblase durch die Harnröhre.
Patienten mit Gehirn- und Rückenmarkschädigungen wie Gehirnblutung, Gehirnerweichung odev Rückgratverletzungen
leiden bekanntlich häufig an Harnzwang oder an Harnfluß. Es muß dann ein Harnröhren-Katheter
in die Harnröhre des Patienten eingeführt und darin in seiner Stellung für die Harnableitung gehalten werden.
Harnröhren-Katheter werden außerdem zur Harnableitung für eine gegebene Zeitspanne nach Operationen
einer Vielzahl von Körperteilen verwendet. Diese Art von Harnröhrenkatheter werden als Dauerkatheter
bezeichnet und müssen für den wirksamen Gebrauch ausreichend weich und nachgiebig sein.
Während der Dauerkatheter für eine verhältnismäßig lange Zeitspanne in seiner Stellung in der Harnröhre
verbleibt, ermöglicht er das Eindringen von am Anus oder an der genitalen Scham anhaftenden krankheitserregenden
Bakterien durch die Harnröhre in die Harnblase, wodurch häufig Blasenkatarrh, Harnröhrenentzündung
oder Nierenbeckenentzündung als durch die medizinischen Instrumente »aufsteigende Infektion«
verursacht werden. Die Gefahr ist insbesondere bei weiblichen Patienten groß, da deren Harnröhre breiter,
kürzer und geradliniger ist als die der männlichen Patienten.
Die Verhinderung der bakteriellen Infektion ist auf verschiedene Weise angegangen worden. Eine solche
Bemühung besteht darin, den Katheter mit einer ein Antibiotikum oder ein keimtötendes Mittel enthaltenden
Salbe zu bestreichen. Weiterhin ist es bekannt, die Blase durch den Katheter zu spülen und den Katheter in
kurzen Zeitabständen zu waschen und gleichzeitig als Vorsichtsmaßnahme ein Antibiotikum zu verabreichen.
Das Angehen des Problems auf diese Weise ist jedoch mühsam und zeitraubend und verhindert nicht vollständig
ein erneutes Eindringen krankheitserzeugender Bakterien.
Die beschriebenen Schwierigkeiten mit dem Harnröhrenkatheter treten auch bei Röhren zum Anschließen
oder Verbinden verschiedener innerer Organe und bei Gummi-Ableitröhren auf, die in der Bauchhöhle
oder Brusthöhle zum Zweck des Abziehens von Flüssigkeiten oder Eiter angeordnet werden.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Katheter zu schaffen, bei dem Sekundärinfektionen
oder aufsteigende Infektionen aufgrund krankheitserregender Bakterien während der Benützung
des Katheters vermieden werden. Insbesondere soll ein Harnröhrenkatheter geschaffen werden, bei
dem auch dann, wenn er für eine längere Zeitspanne in der Harnröhre verbleiben soll, eine Infektion vermieden
wird.
Dies wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst Demgemäß ist also um das Rohr des
Katheters wenigstens ein Metallteil in Form einer Spule, eines Rings oder einer Beschichtung angeordnet, das
aus einem oligodynamisch wirkenden Metall wie Kupfer, Silber, Gold oder deren Legierungen besteht. In
Kontakt mit Flüssigkeiten wie Sekreten und Absonderungen wird das Metall des Metallteils teilweise zur
Erzeugung von Metallionen dissoziiert Eine Metallionenkonzentration von etwa 1 · 10-b genügt zum Abtöten
von krankheitserzeugenden Bakterien, die in den Körper des Patienten durch den eingeführten Katheter
eindringen können. Durch diesen Effekt kann der Katheter eine Vielzahl von chemotherapeutischen Maßnahmen
überflüssig machen, die andernfalls zur Verhinderung von nebenher-laufenden Krankheiten aufgrund
der Einführung des Dauerkatheters erforderlich sein würden.
Katheter mit einer Metallspitze sind allgemein bekannt. Auch die oligodynamische Wirkung von Metallionen
ist an sich bekannt (z. B. Reallexikon der Medizin undihrerGrenzgebiete,5.Band,Urban&Schwarzenberg
1973, S. 034; Zetkin-Schaldach: Wörterbuch der Medizin, 5. Auflage, VEB Verlag Volk und Gesundheit Berlin
1973, S. 555) und wird beispielsweise in der Wasserversorgung
angewandt. Im klinischen Bereich für Katheter ist diese Wirkung bisher jedoch nicht ausgenützt worden.
Gemäß der Erfindung wird diese Wirkung dazu ausgenützt, außen am Katheter aufsteigende Infektionen
zu stoppen, wobei die Bereitstellung der Metallionen durch das Ionen abgebende Metall in vorab bereitbarer
Weise geschieht. Die Außen-Desinfektion des Katheters
wird also mit einfachen und harmlosen Mitteln diesem bereits bei der Herstellung aufgeprägt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht mit weggebrochenen Teilen auf einen Nelaton'schen Katheter;
Fig.2 eine Draufsicht mit weggebrochenen Teilen auf eine andere Katheterausführung;
Fig. 3 eine Teil-Draufsicht auf einen Katheter mit einem Verankerungsballon;
Fig.4 in vergrößertem Maßstab eine teilweise quergeschnittene
Ansicht des Katheters nach F i g. 3;
Fig. 5 einen Querschnitt in einer Ebene V-V in Fig.4;
Fig.6 eine Draufsicht auf einen Katheter von andc-
rer Ausführung;
F i g. 7 und 8 schematische Darstellungen zur Veranschiiulichung
der Einführung des Ballon-Katheters in die männliche bzw. weibliche Harnröhre.
F.in Nelaton'scher Katheter 10 umfaßt gemäß Fig. 1
einen Schlauch in Form einer Röhre 11 aus Gummi oder
Kunststoff mit einem rohrförmigen Kanal 12, der an seinem einen Ende von einer Kappe 13 geschlossen isi,
welche so gestaltet ist, daß hierdurch das Einführen des Katheters JO in den Körper erleichtert ist Angrenzend
an die Kappe 13 ist an die Kacheterwand eine Öffnung 14 gestanzt, die eine Kommunikation zwischen dem Kanal
12 und der Umgebung des Katheters 10 herstellt Eine Öffnung 15 am der Kappe 13 gegenüberliegenden
Ende des Katheters bildet das Ende des Kanals 12. Wenn der Katheter 10 in die Harnröhre eingeführt ist
läuft der Urin durch die Öffnung 14 in den Kanal 12 und wird durch die Öffnung 15 gemäß einem in F i g. 1 eingezeichneten
Pfeil abgegeben.
Um die Röhre 11 sind an Stellen, die voneinander
entlang dem Katheter 10 einen Abstand aufweisen, Spulen 16 angeordnet. Jede der Spulen 16 besteht aus fadenförmigem
Draht aus Schwermetall wie Kupfer, Silber, Gold oder deren Legierungen mit einem Drahtdurchmesser
im Bereich von 0,05 mm bis 0,5 mm. Damit der Widerstand gegen das Einführen des Katheters in den
Körper des Patienten minimal wird und eine Verletzung der Schleimhaut und des Epithels vermieden wird, haben
die die Spulen tragenden Teile der Röhre 11 einen verminderten Außendurchmesser, etwa durch Einschneiden,
für die Länge der Spulen 16, so daß der Außenquerschnitt der Röhre 11 im wesentlichen über ihre
gesamte Länge gleich bleibt.
Die Spulen können zwar an sich an beliebigen ausgewählten Stellen an der Röhre 11 sitzen, vorzugsweise
wird jedoch eine der Spulen 16 in der Nähe der Öffnung 14 angeordnet, also in der Nachbarschaft eines Teils der
Harnröhre, der in die Blase mündet wenn der Katheter in den Körper eingeführt ist. Eine weitere Spule 16 wird
zweckmäßigerweise in einem Bereich angeordnet der sich in der Nähe eines Ausgangsteils der Harnröhre
befindet, wenn der Katheter in einen männlichen Patienten eingeführt ist. Irgendwo zwischen diesen beiden
angebrachten Spulen 16 kann noch wenigstens eine weitere Spule vorhanden sein, so daß der Katheter 10 auch
in der im Vergleich zur männlichen Harnröhre kürzeren weiblichen Harnröhre eingesetzt werden kann.
Bei so aufgebautem und in seiner Stellung im Körper festgehaltenem Katheter 10 stehen die Metallspulen 16
in Koniakt mit Sekreten, mit Schleimhaut oder mit dem Epithel der Harnröhre und werden teilweise dissoziiert,
wodurch Metallionen entstehen. Eine Konzentration von 1 ■ 10-h Metallionen genügt, um die krankheitserregenden
Organismen wie beispielsweise grr.mnegativen
Bazillus einschließlich Escherichia coli zu töten oder sein Wachstum zu verhindern. Diese Erscheinung wird
als »Oligodynamic« bezeichnet. Hierdurch wird also die bakterielle Infektion über die Außenfläche des Katheters
10 verhindert.
Bei einer anderen Ausführungsform nach F i g. 2 sind Mciallringe 17 um eine Katheterröhre 18 angeordnet.
Die Ringe 17 haben eine im Verhältnis verminderte Länge, damit die Flexibilität der Katheterröhre 18 selbst
erhallen bleibt, und sind so in die Röhre 18 eingebettet daß sie nicht über deren Außenfläche vorstehen. Eine
Metallkappe 19 aus Kupfer oder Silber ist am einen Ende der Röhre 18 befestigt und dient, wenn sie in der
Blase aneeordnet ist. dem Abtöten oder der Verhinderung des Wachstums der krankheitserregenden Bakterien
innerhalb der Blase. Die Metallkappe 19 ist auch insofern vorteilhaft als sie verhindert daß krankheitserregende
Bakterien in die Blase über den Kanal 20 der Katheterröhre 18 eindringen.
Die Erfindung ist auch auf einen Katheter 21 mit einem
Verankerungsballon 22 gemäß Fig.3 bis 5 an
wendbar. Dieser Ballon-Katheter 21 umfaßt eine Röhre
23 mit einem Primärkanal 24 und einem Sekundär- oder to Aufblaskanal 25, der an der Wand des Primärkanals 24
befestigt ist Ein Ende der Röhre 23 ist durch eine Kappe
26 aus Kupfer oder Silber abgeschlossen, die Öffnungen
27 aufweist, durch welche der Urin in den Primärkanal
24 eintritt Die Kappe 26 hat an ihrem unteren Ende einen in der Röhre 23 verankerten Ringflansch 28. Eine
einen Ballon bildende dünne Schicht 29 liegt unterhalb der montierten Kappe 26 und über einer Ausnehmung
30 in der Außenfläche der Röhre 23. Die Röhrenwand weist eine Öffnung 31 auf, die eine Kommunikation zwisehen
dem Aufblaskanal 25 und der äußeren Ausnehmung 30 herstellt Der Aufblaskanal 25 verläuft entlang
der Röhre und ist von dieser durch ein Aufblasrohr 32 abgezweigt Vom Aufblasrohr 32 wird über den Aufblaskanal
25 und durch die Öffnung 31 eine geeignete Flüssigkeit eingespritzt die die Schicht 29 zu einer ballonartigen
Gestalt gemäß F i g. 4 ausdehnt. Der Primärkanal 24 ist am anderen Ende der Röhre 23 für die
Urinabgabe offen. Unterhalb der zum Ballon aufblasbaren Schicht 29 ist eine Metallspule 33 um die Röhre 23
angeordnet Weitere Spulen 33 sind mit Abständen entlang der Länge der Röhre 23 aufgebracht. Anstelle der
Spulen 33 können auch die Ringe 17 der Ausführungsform nach F i g. 2 verwendet werden. Sie sollten jedenfalls
so eingebettet sein, daß ihre Außenflächen im we-
sentlichen flach mit der Außenfläche der Röhre 23 liegen.
Im Gebrauch wird der Ballon-Katheter 21 in die männliche Harnröhre 34 (F i g. 7) oder in die weibliche
Harnröhre 35 (Fig.8) eingeführt, woraufhin die Aufblas-Flüssigkeit
durch den Aufblaskanal 25 gepumpt wird, um den Verankerungsballon 22 in der in den
Fig.7 und 8 dargestellten Weise aufzublasen. Hierdurch
wird vermieden, daß der Katheter 21 versehentlich vom Patienten abgenommen wird, vielmehr wird er
in der richtigen Stellung zum wirksamen Gebrauch gehalten. Ist der Katheter 21 einmal so verankert, so kann
der Urin aus der Harnblase 36 bzw. 37 durch den Primärkanal entleert werden. Wird der Katheter nicht
mehr gebraucht, so wird der Ballon 22 durch Ablassen der Aufblasflüssigkeit entspannt und der Katheter 21
wird vom Körper abgezogen.
F i g. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Nelaton'schen Katheters 38 mit einer Röhre 39, die an ihrer
Außenfläche mit einem Anstrich beschichtet ist, der ein mit Kupfer-, Silber- oder Goldpulver vermischtes Bindemittel
enthält. Die Katheterröhre 29 ist im wesentlichen über ihre gesamte Länge mit einer zusammenhängenden
Beschichtung 40 bedeckt. Alternativ können auf der Röhre 29 eine Mehrzahl von Beschichtungen beschränkter
Länge unter gegenseitigem Abstand aufgetragen sein.
Gegenüber den beschriebenen Ausführungen sind verschiedene Änderungen und Abwandlungen möglich.
Beispielsweise können anstelle der Spulen 16, der Ringe 17 oder der Beschichtungen 40 auch Metallfolien oder
Netze verwendet werden. Außerdem können die Spulen 16, die Ringe 17 oder die Beschichtungen 40 zusätzlich
innerhalb des Katheterkanals angeordnet sein und so
den durch den Kanal fließenden Flüssigkeiten ausgesetzt sein, um auf diese Weise bakterielle Infektionen
über den Kanal zu vermeiden.
Kurz dargestellt, ist die Erfindung verwirklicht bei einem Katheter mit einem rohrförmigen Bauteil, das
einen Kanal und eine ein Ende des Kanals abschließende Kappe sowie ein angrenzend an die Kappe angebrachtes
Loch aufweist, das eine Kommunikation zwischen dem Kanal und der Umgebung des rohrförmigen
Bauteils herstellt, wobei wenigstens ein Bauteil aus Kupfer, Silber oder Gold um das rohrförmige Bauteil
angeordnet ist und bei Berührung mit Flüssigkeiten wie Sekreten Ionen abgibt. Dieser Metallkörper hat die
Form einer Spule, eines Rings oder einer Beschichtung so, daß die Biegsamkeit des rohrförmigen Bauteils selbst
aufrechterhalten wird.
Zur Prüfung der Erfindung wurden Ballonkatheter verwendet, bei denen Silberpulver von 300 mesh auf die
Röhre für eine Länge von 50 mm aufgetragen ist, und zwar in einem Abstand von 7 mm vom Ballon. Die Katheter
wurden acht Patienten für die Dauer von sieben Tagen und zweiundzwanzig Patienten für die Dauer von
vier Tagen vor Operationen eingeführt. Es wurden keine Antibiotika gegeben und das offene Ableitsystem
angewendet. Nach Kultivierungen für 48 und 72 Stunden wurden Koloniezählungen im Urin täglich überprüft.
Es wurden keine krankheitserregenden Bakterien gefunden. Weiterhin klagten keine Patienten über Beschwerden
oder Nebeneffekte während der Verwendung der Katheter. Bis zum Ablauf einiger Monate nach
der Benützung hatten die verwendeten Katheter noch keine Beschwerden bei den Patienten ausgelöst.
Die Erfindung wurde im einzelnen unter Bezugnahme auf Katheter zur Einführung in die Harnröhre beschrieben,
sie ist jedoch in gleicher Weise anwendbar für ebenso konstruierte medizinische Geräte wie Dauerdrainageröhren
für die Ableitung von Flüssigkeiten oder Eiter aus der Bauch- oder Brusthöhle, für Röhren
zum Verbinden innerer Organe, für Katheter zum Einführen oder Entnehmen von Flüssigkeiten in den bzw.
aus dem Magen, Darm, die bzw. der Speiseröhre oder die bzw. der Luftröhre oder für andere Katheter.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
45
65
Claims (8)
1. Katheter aus einem flexiblen Schlauch, in dessen Endbereich sich eine öffnung zur Kommunikation
zwischen dem Schlauchinneren und der Umgebung des Schlauchs befindet, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenfläche des Schlauchs (11, 18, 23, 39) ein bei Kontakt mit Flüssigkeiten
Metallionen abgebendes oligodynamisch wirkendes Metall (16,17,33,40) oder eine entsprechende Metallegierung
angebracht ist
2. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Kupfer ist
3. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metall Silber ist
4. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Gold ist.
5. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall (16,17, 33,
40) um den Schlauch (11,18,23,39) angeordnet ist
6. Katheter nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet
daß das Metall (16, 33) eine aus einem fadenförmigen Draht gewickelte Spule ist.
7. Katheter nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metall aus einem Ring (17) besteht
8. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall in einer Beschichtung
(40) enthalten ist.
30
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