DE1917829A1 - Polyvinylchlorid-Sinterpulver - Google Patents
Polyvinylchlorid-SinterpulverInfo
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Description
DR. A. KÖHLER M, SCHROiDER
PATENTANWÄLTE
gall 7-
Arfa-Röhrenwerke A. G.* Basel
Polyvinylchlorid-Sinterpulver
Die vorliegende Erfindung betrifft Polyvinylchlorid-Sinterpulver,
die haftfeste und korrosionsbeständige Überzüge ergeben, ihre
Herstellung sowie die Verwendung dieser Sinterpulver zur Herstellung von haftfesten und korrosionsbeständigen Überzügen»
Das Verfahren zum Überziehen von Segenständendurch Wirbelsintern
von gewissen Kunststoffpräparaten ist schon seit längerer 2eit bekannt und wird im Prinzip folgenderemaßen durchgeführt.
Das Kunststoff pulver befindet sieh in einem G-efaß, dessen Boden
aus einer porösen Platte bestehtJ durch diese wird ein Gasstrom
(luft, Stickstoff, Kohlensäure usw.) durchgedrückt, sodaß das Pulver in seiner ganzen Schichthöhe in einen Wirbelzustand ver-
009*09/171«
setzt wird, in dem es sieh ähnlich einer Flüssigkeit verhältf
nun wird der auf eine über dem Schmelzpunkt des Pulvers lie«
gende Temperatur vorgewärmte Gegenstand in diese Wirbelschicht eingetaucht. Je nach dem Schmelzpunkt des Sinterpulvers, der
Temperatur und Wärmespeicherung des vorgewärmten Gegenstandes und der Dauer des Verweilens des letzteren in der Y/irbel schicht
wird der aufgesinterte Überzug dünner oder dicker, von 100 bis
500 /u und darüber, ausfallen.
Gegenüber der Arbeitsweise mittels Piastisole und Organosole
bietet die Verwendung von Sinterpulvern verschiedene Vorteile. Unter anderem werden hierbei keine Lösungsmittel verwendet und
dadurch die ansonsten nötige Verdampfung von Lösungsmitteln und die damit einhergehende Explosionsgefahr vermieden, ferner sind
keine Verluste an Material und keine Tropfenbildung an den überzogenen
Gegenständen,in Kauf zu nehmen, die Kanten- und lukenabdeckung
ist tadellos und es können dickere Filme erhalten werden. Schließlich fällt das bei Verwendung der Piastisole und
Organosole benötigte, nachträgliche Einbrennen der Überzugsschicht weg! das überziehen mittels Sinterpulver erfolgt in einer einzigen Operation und wird sogar im kontinuierlichen Verfahren
durchgeführt. Aus diesen vorteilhaften Unterschieden ergibt sich eine wesentlich höheren Wirtschaftlichkeit des Wirbelsinter-Verfahrens
und seine stets zunehmende technische Bedeutung in den verschiedensten- Industriebereichen.
Es war bisher jedoch nicht bekannt, ein selbsthaftendes Sinterpulver auf Polyvinylchloridbasis herzustellen, d.h. ein Polyvinylchlorid-Sinterpulver,
das ohne vorhergehende: , spezielle · Behandlung der zu überziehenden Unterlage ("priming") darauf
haften würde. Die bisher vorgeschlagenen Sinterpulver auf Polyvinylchloridbasis
bedürfen jeweils dieser zusätzlichen Operation, um überhaupt festhaftende Mime zu bilden, und dieser Umstand
st-ellt eine nicht unbedeutende Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit
des Wirbelsinter-Verfahrens dar und beschränkt seine *
technische Anwendung.
Es ist andererseits ebenfalls bekannt, daß auch Polyvinylchlorid-Pias
tisole und Polyvinylchlorid-Organosole, wenn sie mittels
üblioh.er Anwendungstechniken ohne Zuhilfenahme geeigneter Haftvermittler
auf metallische, gläserne oder keramische Gegenstände durch Tauchen, Fluten, Spritzen, elektrostatisches Versprühen,
o· dgl· aufgetragen worden sind, nach dem thermischen Gelieren und Verschmelzen keine Überzüge mit befriedigender Haftfestigkeit
auf den Unterlagen ergeben. Die Haftvermittler können entweder vor der Beschichtung mit Polyvinylchlorid als Lack
auf die zu beschichtenden Gegenstände aufgetragen oder.der PoIyvinylchlorid-Besdichtungsmasse
einverleibt werden. Die letztere Art der Verfahrens- und Anwendungetechnik wird aus wirtaohaftlichen
Erwägungen bevorzugt und fortschreitend entwickelt.
Unter den zahlreichen vorgeschlagenen und zum Teil geheimgehaltenen
Haftvermittlern seien nachfolgend Vertreter zweier Klassen erwähnt ι einerseits die Dially!ester, Acrlyester, Methacrylester
und Diester der Methacrylsäure, andererseits die Umsetzungsprodukte von Epiohlorhydrin und Bisphenol·', die Bisphenol-diglyoidylather
(Epoxydvorkondensate).
Die Haftvermittler werden z.B. in der Weise angewendet, daß man die in den Polyvinylchlorid-Plastisolen und Polyvinylchlorid-Organesolen
verwenden Weichmacher teilv/eise oder ganz durch die
genannten Monomerenoder durch die genannten Umsetzungsprodukte
ersetzt, überzüge aus derart zusammengesetzten Plaatisolen und
Organosolen haben sehr gute mechanische und thermische Eigenschaften
und sind gegen die meisten anorganischen und zahlreiche organische verdünnte und konzentrierte Säuren, Basen und Salze
sowie gegen Temperaturen bis 15O0C, kurze Zeit bis 2QO0C, beständig. Ihre Haftfestigkeit z.B. auf Stahlblech ist hervorragend,
nimmt jedoch unter der Einwirkung wäßriger Chemikalien bei steigender Temperatur zunehmend ab und geht schon bei kureem
Kochen in Wasser oder 3#iger synthetischer Waschlauge verloren. Auch bei kurzer Einwirkung von abwechselnd je 3 Minuten
kaltem bzw. heißem Wasser oder Waschlauge tritt diese Erscheinung auf. Dieses Verhalten wirkt sich u.a. sehr nachteilig auf
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derart überzogene sanitäre Industrie- und Hausabwässer-Stahlrohrleitungen
und Waschmaschinen aus, in welchen korrodierende Abwässer von ständig abwechselnden Temperaturen durchfließen·
Es war daher völlig überraschend und nicht voraussehbar, als es nun gelang, durch eine Auswahl flüssiger oder halbfester, jedenfalls
aber viskoser und zum Teil stark klebriger Komponenten in Verbindung mit einem speziellen Polyvinylchlorid ein trockenes,
rieselfähiges Pulver herzustellen, welches leicht auf ge—,
wirbelt werden kann und beim Aufsintern auf metallischen, gläsernen
oder keramischen Gegenständen selbsthaftende Überzüge von hervorragender Haftfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit
ergibt. Die thermische Beständigkeit der erhaltenen Überzüge sowie auch ihre Beständigkeit gegenüber Heißwasser, Säuren, Alkalien
und wäßrigen Salzlösungen ist vorzüglich! insbesondere ' ist die Haftfestigkeit bei Einwirkung von kochenden synthetischen
Waschlaugen sowohl im Dauerbetrieb während, mehrerer Stunden als auch bei abwechselnder Einwirkung von kochenden Laugen und kaltem
Wasser (z.B. je 100 mal abwechselnd kochend und kalt) ausgezeichnet.
. .
Man kann im Prinzip Sinterpulver aus Polyvinylchlorid und Polyacrylaten
durch einfaches Vermischen der feinpulverisierten festen Komponenten, z.B. in einer Kugelmühle, herstellen! es ist
auch vorgeschlagen worden, dieselben Komponenten in Gegenwart
von Weichmachern auf einem Walzenstuhl zu verarbeiten und anschließend die entstandene Hasse zu verkleinern und auf die
gewünschte Korngröße zu sieben. In beiden Pällen bestehen die
Sinterpulver aus Mischungen fertiger Polymeres; welche keine freien
reaktionsfähigen Gruppen besitzen und sich beim Sintern mit dem Polyvinylchlorid nicht vernetzen können} daher weisen die aus
solchen Sinterpulvern erhaltenen Überzüge keine vollauf befriedigende
Haftfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit auf. Bei dem
erfindungsgemässen Sinterpulver bewirkt die Hitzeeinwirkung beim.
Aufsintern eine gleichzeitige Polymerisation und Vernetzung der
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Komponenten, welche die hochwertigen Eigenschaften der daraus hergestellten Überzüge erklären.
Das erfindungsgemäße Sinterpulver besteht aus einem Homopolymerisat
oder Copolymeriaat des Polyvinylchlorids, einer oder
mehreren in der Hitze polymerisierbaren, vernetzenden, monomeren
oder bereits teilweise polymerisieren Verbindungen, welche olefinische
Doppelbindungen oder reaktionsfähige Epoxydgruppen enthalten, einem Thermostabilisator und gegebenenfalls einem oder
mehreren primären oder sekundären Weichmachern und/oder einem Polymerisationskatalysator und/oder einem in der Hitze reagierenden
Härter.
Das zur Herstellung des neuen Sinterpulvers geeignete, spezielle Polyvinylchlorid soll einen Viskositätswert im Schmelzzustand
(K-Weri?) zwischen 50 und 55 aufweisen und zu mindestens 90 $
eine Körngröße von 75 bis 1 50/u besitzen! vorzugsweise beträgt
die Korngröße des Hauptanteils Polyvinylchlorid 100/u. Schließlich
darf das zu verwendende PVO-LMaterial keine staubbildenden
Anteile enthalten. Dasselbe gilt ebenfalls für Polyvinyl-Oopolymerisate.
Als Copolymerisate des Polyvinylchlorids kommen z.B. solche aus Vinylchlorid und Vinylacetat in Präge.
Als in der Hitze polymerisierbar, vernetzende, monomere oder
bereits teilweise polymerisierte Verbindungen, welche olefinische Doppelbindungen oder reaktionsfähige Epoxydgruppen enthalten,
eignen sich (a) Acrylsäure- und Methacrylsäureester, u.a» Monoester sowie Di- und Triester der Acryl-und Methacrylsäure
mit mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise Diolen, wie ,-.Äthylen-,
Propylen-, Butylen- und Pentylenglycol, Di-, Tri-, üetra- und
Polyäthylenglycol, und Triolen, wie·Glycerin, oder auch Ester,
z.B. Diester, aus Allylalkohol und mehrbasischen Carbonsäuren! b) flüssige bis halbfeste Reaktionsprodukte aus Epichlorhydrin
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und mindestens einem Bisphenol, insbesondere solche mit einem
mittleren Molekulargewicht von ca. 340 bis ca. 750, einem Epoxydäquivalentgewicht
von 140 bis 750 und einem Epoxydwert von 0,57 bis 0,225, z.B. die niedermolekularen "Epikote" (Marken-'
produkt, Epoxydvorkondensate)j c) ein flüssiges hochviskoses
Acrylonitril-butadien (z.B. "Hycar 1312").
Als in der Hitze reagierende Härter für Epoxydvorkondensate
kommen z.B. Dicyandiamid, Phenol-, Melamin- und Harnstoffharze
und organische Komplexverbindungen, z.B. solche des Bortrjfluorids,
in Frage,
Als Polymerisationskatalysatoren werden vorzugsweise Peroxyde verwendet, welche einen ^ersetzungspunkt von über 100 G besitzen,
beispielsweise tert. Butylperbenzoat, tert.Butylhydroperoxyd, Cumylhydroperoxyd, Dicumylperoxyd, usw. Man kann aber
auch in gewissen Fällen Azoverbindungen, wie zoB. das Azodi- _
cyclohexylcyanid, als Katalysator einsetzen.
Vorzugsweise werden Weichmacher eingesetzt, wie beispielsweise Dioctylphthalat, Dinonylphthalat, Dibutylsebacat,, Benzyloctyladipat,
epoxydierte Öle usw. Yienn Weichmacher zugesetzt werden,
soll ihre Menge auf die anderen Komponenten, insbesondere auf
die Menge des Polyvinylchlorids und der in der Hitze polymerisierbaren
Verbindung so berechnet werden, daß der Restgehalt an flüchtigen Weichmachern ca. 7 $ - bezogen auf das G-ewicht
des fertigen Überzugs - nicht überschreitet.
Perner können den Sinterpulvern auch Füllstoffe, Pigmente und
andere Stabilisatoren (Thermostabilisatoren) zugesetzt werden. Der Anteil an bei der Sinter temperatur nicht schmelzenden '.". '.
Füllstoffen, wie z.B. Titandioxyd, Kreide, Graphit, soll zwecks eines leichten Fließens des Sinterpulvers 33 i>
des G-ewichts an eingesetztem Polyvinylchlorid nicht übersteigen» Als Thermostabilisator
verwendet man Erdalkalimetallsalze, komplexe organische
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Zinnverbindungen oder öadmiumverbindungen.
Es wurde auch gefunden, daß der gleichzeitige Einsatz zweier oder mehrerer in der Hitze polymerisierbaren, monomeren oder
bereits teilweise polymerisieren Verbindungen, welche reaktionsfähige
Epoxydgruppen oder olefinische Doppelbindungen ent· halteni überzüge einer noch höheren Korrisionsbeständigkeit
liefern als bei Verwendung einer einzigen solchen Verbindung.
Mindestens zweifach ungesättigte, polymer!sierbare Monomere
sind gute Lösungsmittel für die Epoxydvorkondensatef Polyvinylchlorid-Sinterpulver,
die derartige ilonomere, beispielsweise Acrylsäure- oder Methacrylsäureester, insbesondere die Diester
der Acryl- oder Methacrylsäure mit mindestens zweiwertigen Alkoholen, oder Allylester, insbesondere Diallylester von Dicarbonsäuren,
z.B. der Phthalsäure, oder flüssige Acrylonitrilbutadiene, und außerdem mindestens 5 Gew.^, beispielsweise 5 20
Gew.#, bezogen auf das Polyvinylchlorid, flüssige bis halbfeste Epoxydvorkondensate enthalten, liefern auf Stahl, Aluminium,
Zink, Glas, Keramik usw. Überzüge mit weit besseren Eigenschaften,
als wenn kein Epoxydvorkondensat zugesetzt wird.
Bezogen auf das eingesetzte Polyvinylchlorid, beträgt die Gesamtmenge
der zu verwendenden, in der Hitze polymerisierbaren, vernetzenden Verbindungen 15 - 45 # (Gewicht #). Mit zunehmendem
Gehalt davon steigt die Härte und die Haftfestigkeit sowie
die Thermostabilität der gebildeten überzüge.
Das Verfahren zur Herstellung von haftfesten und korrosionsbeständigen
überzügen besteht darin, daß man ein Sinterpulver der oben erwähnten Zusammensetzung in den Wirbelzustand versetzt,
den zu überziehenden Gegenstand auf einer Temperatur von mindestens 2200C erwärmt und sofort darauf in das aufgewirbelte
Sinterpulver kurzzeitig einträgt. Die Verweildauer des erwähnten Gegenstandes im Sinterpulver soll einige Sekunden be-
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tragenf für ein Sinterpulver einer gegebenen, konstanten Zusammensetzung verhält sie sich umgekehrt zur Temperatur und
Wärmespeicherung des Gegenstandes. Meistens wird der Gegenstand auf eine Temperatur von 220 - 3000C gebracht und während 2 - 5
Sekunden im Sinterpulver aufgehängt. Anschließend kann man gewünschtenfalls
den überzogenen Gegenstand einer thermischen Nachbehandlung, z.B. durch 15-5 Min. Erhitzen auf 150 - 2500O,
unterwerfen (Nachglasieren), um der äusseren Schicht eine voll-■
kommen glatte Oberfläche und ein glänzendes Aussehen zu verleihen. ^
Die bei Verwendung von Sinterpulvern erfolgenden Temperaturvorgänge
sind jenen entgegengesetzt, welche beim Überziehen mittels Organosolen oder Piastisolen eintreten. Bei letzteren wird die überzogene
Unterlage im Ofen, meistens auf 180 - 2200C während,
30 bis 20 Minuten erhitztf dabei erfolgt die Temperatureinwirkung
zuerst auf die äussere Schicht des Überzugs und sie muß
durch den thermisch isolierenden Kunststoff hindurch bis zur Unterlage gelangen, um die Gelierung, Polymerisation und Vernetzung und dadurch die Haftung überhaupt zu erwirken. Beim Wirbels inter-Verfahren hingegen bewirkt die hohe Temperatur des zuvor erwärmten Gegenstands an der Berührungsfläche mit dem Sinterpulver
eine momentane und gleichzeitige ffelierung, Polymerisation
und Vernetzung der polymerjßierbaren Verbindungen. ,
Die ©rfinäungsgemässeri Sinterpulver lassen sich, außer durch
Wirbelsintern, Schüttelsintern, Aufstäuben usw., auch auf kalte
oder vorerwärmte Gegenständejelektrostatisch aufbringen und anschließend thermisch durch Polymerisation und Vernetzung hartenj
das Sintern des Überzugs kann durch Erhitzen, z.B. während 5 bis 10 Minuten auf 250 - 18O0C erfolgen.
Je nach den gewünschten Eigenschaften der Überzüge können die ;,
Polyvinylchloridansätze durch Variieren der Mengen der verachie- denen
Komponenten (vernetzende Monomere oder Epo3cydvorkondensatef
Weichmacher, Füllstoffe und Pigmente, Katalysatoren, Stabilisatoren,
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Fließregler, Teere usw.) eingestellt werden« Ersetzt man die
flüssigen niedrigmolekularen Epoxydvorkondensate durch gleiche Mengen von Epoxydvorkondensaten mit zunehmend höheren Schmelzpunkten und/oder erhitzt man langer oder auf höhere Temperaturen,so werden die Überzüge.immer härter.
flüssigen niedrigmolekularen Epoxydvorkondensate durch gleiche Mengen von Epoxydvorkondensaten mit zunehmend höheren Schmelzpunkten und/oder erhitzt man langer oder auf höhere Temperaturen,so werden die Überzüge.immer härter.
Weichere Überzüge können durch geeignete Wahl und Menge der verwendeten
Weichmacher in Verbindung mit der Hitzeeinwirkung erzeugt werden, oder indem den Füllstoffen kleine Mengen von feinpulverigem Polyäthylen zugesetzt werden, wodurch die Haftfestigkeit
nicht beeinträchtigt wird, die Lösungsmittelbeständigkeit indessen noch erhöht wird. Durch Zugabe eines flüssigen, hochviskosen Acrylonitril-butadiens (z.B. "Hycar 1312", Markenprodukt)
kann eine ähnliche Wirkung erzielt werden. Die Härte der Überzüge und die Kochfestigkeit in alkalischen Waschlaugen kann
noch erhöht werden, indem ein Teil der polyfunktionellen Gruppen des Reaktionsproduktes aus Epichiorhydrin und Bisphenol durch
einen der erst bei Erhitzen durch Polyaddition wirkenden bekannten Härter, wie ein Alkydharz, Phenolharz, Harnstoffharz usw.,
abgesättigt bzw. gebunden wird. Im allgemeien v/erden 100 Gewichtsteile
der Epoxydvorkondensate durch Zusatz von ca. 25 Gewicht
steilen eines der oben erwähnten Härterharze vollständig
gebunden. Damit indessen die thermostabilisierende Wirkung des Epoxydvorkondensates 'und die Filmbildung durch weitere Polymerisation, gegebenenfalls unter Vernetzung, erhalten bleiben, dürfen die freien Spoxyd- und Hydroxylgruppen durch den zugesetzten Harzhärter nicht restlos gebunden werden, so daß z.B·
ein Zusatz von nur ca· 10 bis 15 Gewichtsteilen anstelle vonn 25 Gewichtsteilen des 'Härters auf 100 Gewichtsteile Epoxydvorkondensat zu empfehfen ist. Durch die Vernetzung wird die Weichmacherwanderung, -verdampfung und -extraktion sehr stark zurückgedrängt.
gebunden. Damit indessen die thermostabilisierende Wirkung des Epoxydvorkondensates 'und die Filmbildung durch weitere Polymerisation, gegebenenfalls unter Vernetzung, erhalten bleiben, dürfen die freien Spoxyd- und Hydroxylgruppen durch den zugesetzten Harzhärter nicht restlos gebunden werden, so daß z.B·
ein Zusatz von nur ca· 10 bis 15 Gewichtsteilen anstelle vonn 25 Gewichtsteilen des 'Härters auf 100 Gewichtsteile Epoxydvorkondensat zu empfehfen ist. Durch die Vernetzung wird die Weichmacherwanderung, -verdampfung und -extraktion sehr stark zurückgedrängt.
Die Herstellung des Sinterpulvers wird vorzugsweise folgendermaßen
durchgeführt» Einerseits werden die verschiedenen Komponenten
- außer dem Polyvlnylohlorid-Homopolymerisat oder
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-Copolymer! a at - miteinander innig vermischt (Misöhüng A), wobei
die Reihenfolge der Zugabe der einzelnen Komponenten beliebig
gewählt werden kann, andererseits wird das WC-Hoffiöpolymerisät
oder -C©polymerisat in einem geschlossenen, nicht zu rasch lall«
fenden Mischer, z.B. bei 1800 Umdrehungen/Min., während kurzer Zeit, z.B. 5 Minuten, verrührt. Dann wird die Mischung A unter
ständigem Rühren langsam eingetragen, wobei man dafür sorgt, daß die durch die Reibung erhöhte Temperatur 100 bis 1100C nicht
übersteigt, da die Temperatur unbedingt unter der Polymerisationstemperatur
der zugesetzten vernetzenden Monomeren bleiben muß. Das Gemisch wird darauf noch etwa 1 Std. auf ca. 900C
bei geöffnetem Deckel gerührt, damit allfällige flüchtige Weichmacher
und Verdünner verdampfen können, und schließlich im Mischer auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
Je nach der Zusammensetzung der Ansätze (G-ehalt an Monomeren,
Art der Monomeren, Menge und Art der Weichmacher, Füllstoffe usw.), aber auch je nach der Sintertemperatur und der Sinterzeit erhält man weichere oder härtere Überzüge.
Auf diese Weise beschichtete Bleche können thermisch zusammengeschweist
werden; ebenso können derart beschichtete Rohre thermisch unlösbar miteinander vermufft werden, indem der Muffenzwischenraum
mit dem zum Beschichten verwendeten Sinterpulver ausgefüllt wird. Mit dem erfindungsgemäßen Sinterpulver überzogene
Rohre und Bleche lassen sich auch mit kalt oder heiß härtenden Epoxydharzen thermisch unlösbar verkleben, desgleichen
mit Polyestern und Thiokolen. Durch die außergewöhnlich hohen mechanischen, physikalischen und thermischen Festigkeitswerte und
die»chemische Beständigkeit sind die erzeugten Überzüge als
wirksamer Korrosionsschutz, insbesondere gegen sanitäre Abwässer
(Sole) mit stets wechselnden Temperaturen, bestens geeignet.
Bemerkenswert ist die Haftfestigkeit der auf diese Weise hergestellten
Polyvinylchloridüberzüge auch auf Glas, Ϊon j--Keramik
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Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne
ihren Umfang jedoch einzuschränken.
Polyvinylchlorid (K-Wert 55,Korngröße
75 - 150/u)
1 ,^-Butylenglycol-dimethacrylat
Dioctylphthalat
"Witamol" (Neutralester spezieller
Fettsäuren, Weichmacher, Markenprodukt
Epoxydiertea Sojabohnenöl
Azodicyolohexylcyanid
(Genitron CHDNM, Markenprodukt)
wEadoformw (sekundärer Weichmacher,
Fettsäureester, Markenprodukt)
Titandioxyd
"Epikote 828" (Epoxydvorkondensate aus
Epichlorhydrin und Bisphenol, Mol.Gew. 380, Markenprodukt)
"Estabex EH* (modifiziertes Dibutyl-Zinnmaleinat,
Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung, Markenprodukt)
Dicyandiamid
600 | g | Mi s chung |
200 | ||
110 | gN | |
50 | g . | |
20 | g | |
5 3 |
g | |
60 | g g |
|
g | ||
40 g
Die Mischung A wird durch eine Kolloidmühle getrieben, das Polyvinylchlorid
in einem geschlossenen Mischer bei einer Rotationsgeschwindigkeit
von ,1800 U«/Min* gerührt. Darquf wird die Mischung
A innerhalb 5 Kin. und unter ständigem Rühren in das
Polyvinylchlorid eingetragen, wobei die Tempei'atur auf etwa.
70 C steigt. Diese Temperatur wird bei geschlossenem Mischer noch 15 Min. unter weiterem Rühren (1800 U./Min.) eingehalten.
Man läßt im Mischer auf Räumtemparatur abkühlen und erhält dabei
ein feines Pulver, das leicht aufgewirbelt werden kann.
Ein auf 250 - 26O0G erhitztes Stahlrohrstück erhält beim Eintauchen
für 3-5 Sekunden in das .aufgewirbelte Sinterpulver einen weißen, glasartigen Überzug, der vorzüglich haftet.
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1 ♦ f * SI
- 12 -
75 - 150 /u)
600 g
180 g 100 g 100 g
Mischung A
"Kodaflex" TXIB ("Texanoltt-Isobutyrat,
Markenprodukt)
tert.-Butylbenzoylperoxyd 95#ig 2 g
Kreide 20 g
"Epikote 812M (Epoxydvorkondensate aus 30 g
Spichlorhydrin und Bisphenol,
Mol.Gew. 306, Markenprodukt)
«Eatabex EN" (modifiziertes Dibutyl-
Zinnmaleinat, Stabilisator gegen 1Ö
Zersetzung durch Hitzeeinwirkung, 6
Die Herstellung des Sinterpulvers obiger Zusammensetzung und das
Aufbringen auf das zu überziehende Material erfolgen nach demselben Verfahren wie in Beispiel 1 beschrieben; man erhält dabei
•inen weißen Überzug.
(!»polymerisat aus Vinylchlorid
(K-Wert 70, Korngrößen 75 - 150/u)
Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid (85 I UiD
"Phthalat 610" (C6-Cn-C1O-Alkoholge-
■iieoh-PhtnalläureeBiler, Weichmacher,
Markenprodulct)
Diallylbarbitursäure
Dimethylaainoäthyl-methacrylat
Cuiiylhy droper oxy d
Ipoxydiertee tojabohnenöl
"Eit»btx Mn («odifiziertee Dibutjl-Zinnealeiiiat, Stabilisator gegen
Zeretteuag durch Hitzeeinwirkung,
Marksnprodukt)
Titaniioxyd
Bust
r 009809/171·
600 | g | Miβchung |
200 | .« | A |
80 | g | |
100 | g | |
5 | g | |
15 | g | |
15 | ||
50 | g | |
1 | g. | |
«•is- 1S17S2§
Die Hei'ä-iielitüig del SiäterlJülvWä öliger ZtiLä&mmB&Sssüüg UM
däö AüffeSiögeii attf das Zu üfcei*g leitende Material efföigen iiä-eii
demselbeil Verfahrett Wie iii Beispiel besehrlefeeiij mm eifhalt
dabei eiifcsii äoim&m§n iib#rziüg«
Ieiöpiel 4
100 g
100
Mischung A
Polyvinylchlorid (!«Wert 50 t
75 - 150
«•Bstabes: W* Cmodifiziertes Dibüty'läih&mäleiSätf
Statiilisatöi' gegen
^efietzüiig düieh Hitzeeinwirkung,
Markenprodukt)
"Phthälat 61 ölf (0g*£g"Ö^o-Aikoholgemiseh--
Phthaisäureester, Weichmacher» Markenprodukt)
"Ädiffloll BÖW (Benzylootyladipat
primärer Weichmaöher", Markenprodukt
Dibütylsebacat 100
»Hycar 1312" (flüssiges Acrylonitrile 200
butadien, Markenprodukt
BF--400 (BF^-.'Ithylamin^Komplex, Markenprodukt} 4
Dicyandiamid 4
Titandioxyd 7
Russ 3
Die Mischung A wird in einer Kolloidmühle, das Polyvinylchlorid
in einem geschlossenen Mischer 5 Minuten bei einer Rotationsgeschwindigkeit
von 1800 U*/Min« gerührt* Darauf wird die Mischung
A innerhalb 5 Minuten in das Polyvinylchlorid eingetragen und bei 1800 U,/Min. vermischt, wobei die [temperatur nach 15 Min. auf
80 0 gestiegen ist. Diese Temperatur wird bei geschlossenem Misoher
noch 15 Minuten unter weiterem Rühren eingehalten. Die
Masse fällt pulverförmig an und fühlt sich leicht feucht-klebrig an. Durch Zusatz einer Mischung von 10 g Polyvinylchlorid
(K-Wert 70, Korngröße 5 - 10yu) und 7 & Schwefelpulver wird das
Pulver ganz trocken und läßt sich sehr gut wirbeiintern.
"Ein auf 2200O erhitztes und in das aufgewirbelte Pulver ge~
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191792;
f5 ■« 150 ZU)
"Hycair 13H2W (flüssiges Ä^yioKi^i^" ^^ ^
Bütanöl · 20Ö g f *
iSSf1* (modifiziierteö liibutyl« 40 g
Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung t .
Titandioxyd
•'Microthene'* (mikrofeines Polyäthylenpulver 10 g V Mischung
Markenprodukt) ( B
Polyvinylchlorid (K-Y/ert 70, Korngröße
3 - 10 /u) .
Zuerst wird das Polyvinylchlorid in einem geschlossenen Mischer
bei einer RotaHönsgeschwindigkeit von 1800 Ü./Min<
während .$ 5 Min. gerührt und darin anschließend die Mischung von "Hyear
1312if, Butanol und "Estabex ER1'1 unter ständigem Rühren eingetragen.Die
temperatur steigt innerhalb 15 Min* auf SO0O und
wird 1 Stunde bei geöffnetem Deckel auf ca* 9O0G gehalten, damit
das Butanol verdampfen kann* Man läßt im Mischer auf 25°G abkühlenj
die Masse (Mischung A) ist pulverförmig und kaum noch klebrig. Durch Zusatz der Mischung B unter Rühren während ca.
3 Minuten verschwindet die leichte Klebrigkeit vollkommen und das Pulver läßt sich, ohne vorangehendem Sieben, sehr gut Wirbelsintern*
-
Ein otahlrohrstück von 130 χ 40 χ 45 mm wird auf ca* 25O0C erhitzt
und 2 Sekunden im i/irbelsinterbad gehaltenj dadurch erhält
es einen schön glänzenden, weissen Überzug, dessen Haftung nach 15 Mino Haoherhitzen auf 18O0G hervorragend wird.
Bßjy ORIGINAL
^- 008809-/171«-
Mischung A
- 15 -
1Ö17829
75 - 150 ^u)
"Epikote 812M (Epoxyvorkondensate aus 500 g
Epichlorhydrin und Bisphenol,
Mol.Gew. 306, Markenprodukt) /
Mol.Gew. 306, Markenprodukt) /
"Loxiol" (Markönprodukt) 30 g >
"Eatabex EN" (modifiziertes Dibutyl- 25 g
Zinnmaleinat, Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung,
Markenprodukt)
Titandioxyd 7 g ,
Dicyandiamid 4 g
um dae viskose "Epikote-812M dünnflüssiger zu machen, erwärmt
man es vorzugsweise auf 40 - 500C zusammen mit den anderen Komponenten
vor dem Eintragen in das Polyvinylchlorid. Wie in den anderen Beispielen wird die Mischung A innerhalb 15 Min., unter
Rühren, in das Polyvinylchlorid eingetragen und die Masse nooh 5-10 läln. bei 800C und 1800 ü./ifiin. gerührt. Naoh dem Abkühlen
im Misoher werden zwecks überführen in ein gut rieselndes,
wirbeleinterfähiges Pulver 7 g Polyvinylchlorid (K-Wert 70,
Korngröße 3 - 10 /u) und 3 g "Xroail" (hochdisperses Siliciumdioxyd,
Markenprodukt) unter ständigem Rühren zugesetzt und das Gemisch noch während 3 - 5 Min. bei 1800 U./liin. verrührt.
Der auf eignem Stahlrohrstück bei 240 - 29O0C aufgeeinterte
film ist weiß, ziemlich hart und kann durch Zusatz - vor dem Sintern - von primären und/oder sekundären V7eichmachern in das
Gemisch .auf die gewünschte Weichheit eingestellt werden} ebenso
können Pigmente, Füllstoffe und dgl. eingefügt werden.
Polyvinylchlorid (K-Wert 50, Korngröße 1500 g
75 - 150 )
Phthmlat-Weichmacher 610 (Markenprodukt)
Dibutylaebacat
•Adimoll" BO (primärer Benzyloctyladlpat
009809/1711
Beispiel 7 (Fortsetzung)
' Markenprodukt) ■ .
Tertiäres Butylperbenzoat 8 g
"Epikote 828" (Epoxydvorkondensate aus 50 g / β
Epiohlorhydrin und Bisphenol. ζ A
Mol. Gew. 380, Markenpro'dukt).
Titandioxyd 10 g
2-Äthylhexylmethacrylat 500 g
Die Mischung A wird in einer Kolloidmühle gerührt und innerhalb 50 min in das in einem geschlossenen Mischer vorgelegte Polyvinylchlorid unter Eühren bei einer Rotationsgeschwindigkeit von
1800 U./Min. eingetragen, wobei die Temperatur auf ca. 8O0C
steigt} die Masse wird während ca. 20 Min. bei dieser Temperatur weitergerührt. Nach Erkalten auf 250C werden unter weiterem
Rühren (1800 U./Min.) 30 g Polyvinylchlorid (K-Wert 70, Korngröße
3 - 10/u) eingetragen.
Es entsteht ein 3ehr gut wirbelsinterbares Pulver, das auf einem
auf 24O0C vorerwärmtes Stahlrohretück sehr schön schmilzt. Der
Überzug ergibt einen weißen glänzenden Film, der nach 15 Min. Nacherhitzen auf 1800C eine hervorragende Haftung aufweist,
Polyvinylchlorid (K-Wert 55, Korngröße 1500 g
75 - 150/u)
Diine thy laminoäthyl-me thacrylat
1 ^-Butylenglycoldiiaethacrylat
HEstabex EN" (modifiziertes Dibutyl-Zinnmaleinat,
Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung, Markenprodukt)
Tertiäres Butylhydroperoxyd
"Loxiol" (Fließregler, Fettsäureester,
Markenprodukt;
Die Mischung A wird innerhalb 15 Min., unter Rühren bei einer
Rotationsgeschwindigkeit von 1800 U./Min., in das in einem ge-Bchloeeenen
Misoher vorgelegte Polyvinylchlorid eingetragen, wobei die Temperatur auf ca. 700C steigt. Dadurch nimmt das FoIy-
.iA'/i-^ -Λ: 0 0 9 8 0 9/1718 BÄD original
200 | g | Mia.ehung JL |
300 | g | |
35 | g | |
6 | g | |
20 | g | |
1S17S29
vinylchlorid die flüssiger Mischung auf und das Gemisch wird zu
einem trockenen Pulver, das bei 225 - 24Ö°C schmilzt·
Im Wirbel sinter bad eingetauchte, auf 250 - 2800O erhitzte Gegenstände werden mit einem farblosen glänzenden Film überzogen*
der sehr hart ist und sehr gut haftet. Zur Herstellung weicherer filme werden dem flüssigen (iemisch (Mischung A) primäre und
sekundäre Weichmacher* u.a. auch ein flüssiges Acrylonitrilbutadien
("Hycar 1-312S Markenprodükt}, in den Mengen auge-*
setzt, die dem gewünschten Weiehheits- und Elastizitätsgrade
entsprechen»
Polyvinylchlorid (K-Wert 55, Korngröße 1500
75 — 150/U)
"Phthalat 610w (C6-C3-G10-Alkoholgemisch~ 150 g
Phthalsäureester, Weichmacher, Markenprodukt}
"Adimoll B0w (primärer Benzylootyladipat 150 g
Weichmacher, Markenprodukt)
•Dibutylsebacat , 100 g
Triäthylenglyeol-dimethacrylat 500 g > Mischung
"Epikote 812" (Epoxyvorkondensate aus 100 g
Epichlorhydrin und Bisphenol, Mol. Sew.. 306, Markenprodükt)
«Estabex EHlf (modifiziertes Bibutyl- 45 g
Zinnmaleißat, Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung,
Markenprodukt)
Tert. Butylperoxyd 18 g
"Weichmacher P-206" (Epoxydiertes Sojabohnen- 50 g
• öl,r Harkenprodukt)
Titandioxyd
Kreide
Kreide
Die Mischung Ä wird zunächst durch eine Kolloidmühle getrieben
und dann in das in einem geschlossenen Mischer vorgelegte Polyvinylchlorid bei 1800 F*/Siin* langsam eingetragen|
dabei steigt $1m- Semperatur- innerhalb 15 MiK. auf 70%* Ee wirt
während 20 Min. bei derse-lbeo Temperatur und bei
it
* 0
U m *
Λ €
β ·
- i&
1i17S2S
Ifi&eher weitergerütot, wobei ein handtroeiceirieö ittivw
das durch Mischen mit IO g: folyvinylcMorid (Merii 70, Kern*
größe 5 - föytt) staubtroöfeen wird; und sich leieM
läßt.
Ein auf 29O0O erhitztes und in das stuf gewirbelte
getauohtes Stafelrohrstiick ergibt eineß weiüen, gut
sehr harten, gegelifflolzen,eß überzug, Sie Haftung und
die Härte des Überzugs werdert durch weiteres t5-Min« Hrhitzen
auf 1800G noch erhöht*
g
Polyvinylchlorid (E-Wert 55# Korngröße
75 - 150/u)
Butylmethacrylat
"Kodaflexn (Markenprodukt)
•rAdimoll BO" (primärer Benzyloctyladipat
Weichmacher f Markenprodukt;
(Urilcresylphosplat
"Epikobe 836" (Epoxyvorkondensate aus
Epichlorhydrin und Bisphenol, Mol,Gew. 710, Markenprodukt)
Diallylmaleat
Tertiäres Butylperbenzoat »Estabex EK1* (modifiziertes Dibutyl-Zinnmaleinat,
Stabilisator gegen Zersetzung durch Hitzeeinwirkung, Markenprodukt)
Bortrifluorid-400 (2Iarkenprodukt)
litandioxyd
Chromoxyd-Pigment
Me Mischung A wird zur dispersen Verteilung der Pigmente durch
eine Kolloidmühle getrieben« Bas Bo'lyvinylchlorid wird zunächst
in einem geschlossenen Mischer bei einer Eotationsgeschwindligk©it
von 1800 F*/Min. während 3 Mn* gerührt. Bann gibt man innerhalb
15-Min-, die Bischung Jl zut wobei sich die Masse auf ös* 63 -^
70°Q erwärmt, wnä rührt bei dieser ieniperatur xxwä bei
senem lischer.; ;noch'2O Ein. bei 1800 W*/Mn, lach dem
400 | 8 ) | g | A | β j |
150 | Ί | g | g , | |
150 | g | / | ||
50 | Ί | |||
60 | γ Mischung | |||
80 | ||||
9 | ||||
22 | ||||
4 | ||||
30 | ||||
6 | ||||
BAD ORIGINAL
auf 250C werden zur Endtrocknung des Pulvera noch 2 g "Aflro3il"
und 10 g Polyvinylchlorid (K—Vert TO, Korngröße 3 - 10/u) zugesetzt
und 3 Min. bei 1800 U./Min. weiter gerührt.
Dadurch erhält man ein ganz trockenes, rieselfähiges und gut
wirbelsinterbares Pulver, das auf 2800C vorerwärmte metallische,
gläserne und keramische Gegenstände mit einem schön glänzenden, hellgrünen, haftfesten Film von 100 - 150/U Dicke
und mehr überzieht.
0 0 9809/1718
Claims (11)
1) Polyvinylchlorid-Sinterpulver, dadurch gekennzeichnet, daß
es ein Homopolymerisat und/oder Copolymerisat des Polyvinylchlorids, eine oder mehrere in der Hitze polymerisierbare,
vernetzende, monomere oder bereits teilweise polymerisierte Verbindungen, welche olefinische Doppelbindungen oder reaktionsfähige Epoxydgruppen enthalten, einen Hitzestabilisator
und gegebenenfalls einen oder mehrere primäre und/oder sekundäre Weichmacher und/oder einen Polymerisationskatalysator
und/oder einen in der Hitze reagierenden Härter enthält.
2) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verwendende Polyvinylchlorid einen
Viskositätsgrad im Schmelz zu stand (K-Y/ert) von 50 - 55 und zu
mindestens 90 $ eine Korngröße von 75 - 150/u besitzt.
3) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Copolymerisat aus Vinylchlorid und Vinylacetat enthält.
4) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es als in der Hitze polymerisierbare, vernetzende
Verbindung einen oder mehrere Acrylsäure- und Methacrylsäureester, einen oder mehrere Allylester von mehrbasischen
Carbonsäuren, einen oder mehrere flüssige bis halbfeste Reaktionsprodukte aus Epichlorhydrin und mindestens einem Bisphenol,
ein flüssiges Acrylonitrilbutadien oder eine Kombination derselben enthält.
5) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigen bis halbfesten Reaktionsprodukte
aus Epichlorhydrin und mindestens einem Bisphenol solche mit einem mittleren Molekulargewicht von ca. 340 bis ca. 750,
einem Epoxydäquivalentgewicht von 140 bis 750 und einem Epoxydwert
von 0,57 bis 0,20 sind.
00 9 809/1718
6) Sinterpulver nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Thermostabilisator Erdalkalimetallsalze, komplexe organische
Zinnverbindungen oder Cadmiumverbindungen verwendet werden.
7) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es als in der Hitze reagierende Härter für die flüssigen bis halbfesten Reaktionsprodukte aus Epichlorhydrin
und mindestens einem Bisphenol Dicyandiamid, Phenol-, Melamin- und Harnstoffharze und organische Komplexverbindungen,
z.3. solche des Bortrifluorids, enthält.
8) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet,
daß es außerdem Füllstoffe und/oder Pigmente, z.B. Kreide, Titandioxyd, Graphit oder ein Polyäthylen, enthält.
9) Polyvinylchlorid-Sinterpulver nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge an Weichmacher so berechnet ist, daß der Restgehalt an flüchtigen Weichmachern 7 $ des Gewichts
des fertigen Überzugs nicht überschreitet.
10) Verfahren zur Herstellung eines haftfesten und korrosionsbeständigen
Überzugs auf metallischen, gläsernen oder keramischen Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Sinterpulver
nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in den Y/irbelzustand versetzt,
den zu überziehenden Gegenstand auf eine Temperatur von mindestens 22O0G erhitzt und sofort darauf in das aufgewirbelte Sinterpulver
kurzzeitig einträgt.
11) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
zu überziehende Gegenstand auf eine Temperatur von 220 bis 3000O
erhitzt und während 2 bis 5 Sekunden im aufgewirbelten Sinterpulver getaucht wird.
/ 11
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