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DE2915526C2 - Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren Zeitschaltorgan - Google Patents

Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren Zeitschaltorgan

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Publication number
DE2915526C2
DE2915526C2 DE19792915526 DE2915526A DE2915526C2 DE 2915526 C2 DE2915526 C2 DE 2915526C2 DE 19792915526 DE19792915526 DE 19792915526 DE 2915526 A DE2915526 A DE 2915526A DE 2915526 C2 DE2915526 C2 DE 2915526C2
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DE
Germany
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pawl
time switch
tip
ratchet
bending
Prior art date
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Application number
DE19792915526
Other languages
English (en)
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DE2915526A1 (de
Inventor
Eberhard 7452 Haigerloch Engel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Theben Werk Zeitautomatik GmbH
Original Assignee
Theben-Werk Zeitautomatik & Co Kg 7452 Haigerloch De GmbH
Theben-Werk Zeitautomatik & Co Kg 7452 Haigerloch GmbH
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H43/00Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operations after the programme is completed
    • H01H43/02Details
    • H01H43/04Means for time setting
    • H01H43/06Means for time setting comprising separately adjustable parts for each programme step, e.g. with tappets
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H43/10Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operations after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to a part rotating at substantially constant speed
    • H01H43/106Manual programme selecting means
    • H01H2043/107Bidirectional selecting means, e.g. the program selecting knob being turnable in both directions

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Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltuhr niit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren, schel· ben·" oder ringförmigen Zeitschaltorgan, wobei das
65 Richtgesperre zwischen dem Zeitantrieb und dem Zeitschaltorgan angeordnet ist und aus zwei Kunststoffteilen besteht, nämlich aus einem mit einer aus Sperrzähnen bestehenden Innenverzahnung versehenen ersten Getriebeteil und einem mit einem zweiten Getriebeteil drehfest verbundenen Klinkenkörper mit mehreren Sperrklinken, die jeweils an einem langarmigen, von einer Nabe ausgehenden, sich teils radial, teils konzentrisch bogenförmig und/oder tange-uial erstrekkenden, in radialer Richtung federelastischen Ausleger angeordnet sind und mit der Innenverzahnung in Eingriff stehen.
Solche Schaltuhren sind bereits bekannt (DE-AS 19 22 435), wobei dort zwischen einer Schaltscheibe und | dem Zeitantrieb eine Kupplung angeordnet ist, die aus einem auf einer Antriebswelle fest angebrachten Klinkenzahnrad besteht, an dessen Umfang federnde, an einem Klinkenträger befindliche Klinken angreifen. Dabei besteht der Klinkenträger mit seinen Klinken und das Klinkenzahnrad aus Kunststoff. Der Klinkenträger ist parallel zum Klinkenzahnrad angeordnet und mit einem lose auf der Antriebswelle sitzenden Antriebszahnrad fest verbunden. Die Klinken gehen dort von radial über den Umfang des Klinkenzahnrads vorstehenden Ansätzen des Klinkenträgers aus. Der Klinkenträger ist mit 120° gegeneinander versetzten Klinken versehen, von x*.enen jede bis nahe an den Ausgangspunkt der nächsten heranreicht und an den Enden mit mehreren, den Zähnen des Klinkenzahnrads entsprechenden Zähnen versehen ist. Sowohl die Klinkenzähne als auch die Zähne des Klinkenzahnrades sind dabei sägezahnförmig ausgebildet, so daß eine Drehung des einen Kupplungsteiles relativ zum anderen Kupplungsteil nur in einer sogenannten Freilaufrichtung, die mit der Antriebsdrehrichtung identisch ist, möglich ist.
Zweiteilige Kunststoff-Richtgesperre mit einem innenverzahnten Ring und einem Klinkenkörper, dessen Klinken in die Sperrverzahnung des Ringes eingreifen, sind an sich in vielen Variationen bekannt (DE-AS 22 01 926, DE-AS 19 32 155. US-PS 24 44 570). Außerdem gibt es bereits Richtgesperre, bei denen die Sperrklinken von außen in ein Sperrad eingreifen (DE-AS 12 55 767, DE-GM 19 22 475, GB-PS 13 21 256). Alle diese bekannten Richtgesperre sind jedoch als reine Überhol- bzw. Freilaufkupplungen ausgelegt, die nur eine Freilaufrichtung haben und eine relative Verdrehung der beiden miteinander in Eingriff stehenden Teile in Gegenrichtung nicht zulassen.
Es ist auch bereits ein Einstellring für Schaltuhren bekannt, der mit einer von einem Uhrwerk angetriebenen Trommel in beliebiger Winkelstellung mitteis einer federnden Nocke gekoppelt werden kann und der an seinem Außenumfang einen Finger zur Betätigung eines Schaltnockens trägt. Dabei sind Finger und Nocke mit dem übrigen Teil des Einstellringes aus einem Stück geformt und der Verbindungstell als dünne federnde Zunge ausgebildet, die sich längs des Innenmantels des Ringes erstreckt (DE-GM 19 36 083). Bei dieser Schaltuhr ist ein Verdrehen des Einstellringes gegenüber der mit einer Außenverzahnung versehenen Trommel in beiden Drehriehtungen möglich, Eine sichere Mitnahme des Einstellringes durch die Trommel in Antriebsrichtung wird dort dadurch gewährleistet, daß der mit der Mitnehmernocke verbundene Schaltfinger eine schräge Fläche aufweist, durch weiche die Mitnehmernocke beim Vorbeilaufen an dem zu betätigenden elektrischen Schaltmechanismus radial in die Verzahnung der Trommel gedrückt wird. Durch
diese Bedingung ist es dort nicht möglich, den Schaltfinger an jeder beliebigen Stelle des Einstellringes anzuordnen bzw. ihn wahlweise auf dem Einstellring zu versetzen. Ebensowenig ist es möglich, den Einstellring mit mehreren Schaltreitern zu versehen, die den zugehörigen Schaltmechanismus in beliebig wählbaren Zeitabständen betätigen.
Bei Schaltuhren kommt es häufig vor, daß das Zeitschaltorgan beim Versuch, dieses auf die genaue Tageszeit einzustellen, über den gewünschten Zeitpunkt hinaus verdreht wird und das dann noch ein- oder gar mehrmals um eine volle Umdrehung weitergedreht werden muß, bis endlich die richtige Zeit eingestellt ist.
Es ist auch bereits ein Rastgesperr für Uhren bekannt (DE-OS 16 40 271), bei dem eine oder mehrere Schaltscheiben durch eine Innenverzahnung auf einer mit einer entsprechenden Außenverzahnung versehenen Antriebswelle koaxial derart angeordnet sind, daß sich die Schaltscheiben relativ zur Antriebswelle leichtgängig rastend drehen lassen. Dazu sind die Schaltscheiben an der Innenwandung ihrer die Antriebswelle aufnehmenden Bohrung mit einem oder mehreren sich nur über einen kleinen Winkelabschnitt erstreckenden Zähnen versehen. Diese Zähne hauen ein gleichschenkliges Dreiecksprofil von 60° oder 90° und sind symmetrisch zu dem Polstrahl angeordnet, auf dem der Radialschaltnocken der Schaltscheibe liegt. Die relative Drehbarkeit der Schaltscheiben auf der Antriebswelle wird dadurch erreicht, daß der unverzahnte Umfangsteil der Bohrung über einen der Innenverzahnung diametral gegenüberliegenden Halbkreisabschnitt durch schlitzförmige Ausschnitte in radialer Richtung federnd nachgiebig ausgebildet ist und sich die Schaltscheiben mindestens um Zahnhöhe in Radialrichtung relativ zur Antriebswelle bewegen lassen. Ein solches Rastgesperre bietet aber nur dann die erforderliche Eingriffssicherheit, wenn gleichzeitig mit dem Auftreten des Lastdrehmoments am Umfang der Schaltscheibe auch eine radial nach innen wirkende Kraftkomprnente die Verzahnung der Schaltscheibe mit der Verzahnung der Antriebswelle in Eingriff hält. Dies ist nur bei Schaltscheiben der Fall, die mit einem radial vorspringenden und radial belasteten Schaltnokken ausgerüstet sind. Fehlt die radiale Kraftkomponente, so besteht schon bei geringem Lastdrehmoment die Gefahr, d?ß die Verzahnungen außer Eingriff gelangen und die gewünschte, ausreichend feste Antriebsverbindung nicht mehr gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde bei einer Schaltuhr mit einem nu;1 in Umfangs- oder Tangentialrichtung belastbaren Richtgesperre, welches ein Verstellen der Zeitschaltorgpns sowohl in Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung gestattet, eine Antriebskupplung zu schaffen, die einem Verstellen des Zeitschaltorgans in Vorwärtsrichtung nur ein geringes Widerstandsmoment entgegensetzt und beim Verstellen in Gegenantriebsrichtung bzw. Rückwärtsrichtung ein um ein Vielfaches größeres Widerstandsmoment aufweist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Ausleger jeweils mit zwei verschieden weit von der jeweiligen Sperrklinkenspitze entfernten, durch radiale Querschnittsverdünnungen gebildeten, elastischen Biegeabschnitten versehen sind.
Dadurch wird erreicht, daß die radial nach innen wirkende Kfaftkömpönente, welche die Sperrklinke bei der Verdrehung des Z?itschaltorgans in Freilaufrichtung nach innen auslenkt, in einem größeren Hebelarm wirkt und dadurch ein wesentlich kleineres Bremsmoment erzeugt als die Auslenkkraft, die bei der Verdrehung des Zeitschaltorgans entgegen der Antriebs- bzw. Freilaufrichtung an einem wesentlich kürzeren Hebelarm wirksam ist und deshalb eine wesentlich größere Brems- bzw. Sperrwirkung hervorruft. Auf diese Weise ist es möglich, das Richtgesperre so auszulegen, daß in Freilaufrichtung der Verdrehung des Zeitschaltorgans nur ein leicht überwindbares Drehmoment entgegengesetzt wird, während in der entgegengesetzten Richtung für die sichere Durchführung der beabsichtigten Schaltvorgänge ein ausreichend großes Sperrnioment bzw. eine ausreichend sichere Mitnahme gewährleistet ist, die jedoch manuell überwunden werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, am Richtgesperr selbst eine Beschädigung zu verursachen.
Der Effekt, für die beiden Verstellrichtungen unterschiedlich große Sperr- bzw. Bremsmomente zu erzielen, kann auf einfache Weise noch dadurch verstärkt werden, daß der weiter vf ·.■< der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt für eine m wesentlichen radiale Auslenkung der Sperrklinke und der näher an der Sperrklinke liegende Biegeabschnitt für eine Auslenkung der Sperrklinke in Umfangsrichtung ausgelegt sir. J.
Ebenso ist es von Vorteil, wenn der weiter von der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt auf einem größeren Radius liegt als der näher bei der Sperrklinkenspitze liegende Biegeabschnitt, weil auch dadurch der Unterschied zwischen den Biegemomenten, die an den beiden Biegeabschnitten auftreten, zwangsläufig vergrößert wird.
Eine weitere Verbesserung dieses Effektes kann auch dadurch erreicht werden, daß die Querschnittsverdünnungen durch runde, auf verschiedenen Seiten des jeweiligen Ausiegers angeordnete Ausnehmungen gebildet sind, wobei es zweckmäßig ist, wenn die weiter von der Sperrklinkenspitze entfernte Ausnehmung auf der radialen Innenseite des Auslegers liegt und die näher an der Sperrklinkenspitze liegende Ausnehmung aui dessen Außenseite. Dadurch ergibt sich der zusätzliche Vorteil einer Verringerung der Bruchgefahr an den Biegeabschnitten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 5,6 und 7.
Anhand der Zeichnung wird im folgenden die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Richtgesperre in Seitenansicht,
F i g. 2 das Richtgesperre der F i g. 1 in einem Schnitt entlang der Schnittlinie H-II,
F i g. 3 die halbe Seitenansicht einer anderen Ausfi'hrungsform des Richtgesperres,
F ', g. 4 eine weitere Ausführungsform des Richtgesperres in Seitenansicht.
Bei allen drei Aüsführungsformen des Richtgesperres besteht der eine Gesperrteil aus einem mit. einer Nabe I versehenen Zahnrad 2. das eine stirnseitige Ausnehmung 3 mit einer Innenverzahnung 4 besitzt. Die Zähne 5 der Innenverzahnung 4 haben eine radial-syrnmetrisehe Dreieeksform, wobei ihre Flanken jeweils einen Winkel von 90° bilden, wobei die durch eine Zahnspitze Verlaufende Radiallinie jeweils die Winkelhalbierende des Zahnflankenwinkels darstellt.
Der zweite Teil des Richtgesperres besteht jeweils aus einem einstückig geformten Klinkenkörper 6 bzw. 6' bzw. 7, der jeweils mittels einer Hohlnabe 8 in einer zylindrischen Bohrung 9 der Nabe 1 des Zahnrades 2
drehbar gelagert und zentriert ist. Dabei besitzt die Hohlnabe 8 jeweils eine Radialschulter 9', die an einer Ringfläche 10' einer dieser angepaßten zylindrischen Ausnehmung des Zahnrades 2 anliegt. Um drehfest auf einem Zahnritzel befestigt werden zu können, ist der Klinkenkörper auf der der Nabe i des Zahnrades 2 gegenüberliegenden Stirnseite mit einer innen verzahnten Ausnehmung 10 versehen, die von einem im Durchmesser erweiterten Nabenring 11 umgeben ist. Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1,2 und 3 sind am Umfang des Nabenringes 11 jeweils drei um 120° zueinander versetzt angeordnete Ausleger 12 angeformt, die jeweils aus einem radialen Arm 13, einem kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt 14 und einem tangential verlaufenden Abschnitt 15 bestehen, an welch letzteren sich eine Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 anschließt. Jeweils an der Verbindungsstelle zwischen dem radialen Arm 13 und dem kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt 14 der Ausleger 12 besteht eine Querschnittsverdünnung, die durch eine halbkreisförmige Ausnehmung 18 gebildet ist. Durch diese Querschnittsverdünnung entsteht ein federelastischer Biegeabschnitt 19, der es den Abschnitten 14 und 15 des Auslegers 12 gestattet, eine radial nach innen gerichtete Schwenkbewegung auszuführen, wenn bei einer Drehung des Zahnrades 2 in Uhrzeigergegenrichtung relativ zum Klinkenkörper 6 bzw. 6' die Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 über die Zahnspitzen der Innenverzahnung 4 gleitet. In analoger Weise ist auch zwischen dem tangential verlaufenden Abschnitt 15 des Auslegers 12 und der Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 durch eine von einer runden Ausnehmung 20 gebildeten Querschnittsverdunnung ein zweiter federelastischer Biegeabschnitt 21 gebildet, der eine Auslenkung der Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 in Umfangsrichtung relativ zum Abschnitt 15 des Auslegers 12 gestattet. Wie ohne weiteres aus den F i g. 1 und 3 erkennbar ist, sind die Biegeabschnitte 19 und 21 verschieden weit von der mit der Innenverzahnung 4 in Eingriff stehenden Sperrklinkenspitze 22 entfernt, so daß sich an den beiden Biegeabschnitten 19 und 21 unterschiedliche Biegemomente ergeben, die zusätzlich noch von der Drehrichtung des Zahnrades 2 abhängen, wenn dieses relativ zum Klinkenkörper 6 bzw. 6' gedreht wird. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. bei dem die Sperrklinke 16 radial verläuft und eine radial-symmetrisch ausgebildete dreieckige Spitze 22 aufweist, die mit der Innenverzahnung 4 sn Eingriff steht entsteht bei der Drehung des Zahnrades 2 in Gegenuhrzeigerdrehrichtung, die zugleich Freilaufrichtung ist, die aus einer tangentialen und einer radialen Kraftkomponenten resultierende Ersatzkraft P<, deren Kraftlinie p\ von einem angenommenen Gelenkpunkt G1 im Biegeabschniti 19 einen vielfach größeren Abstand a\ hat als der angenommene Gelenkpunkt Gi im Biegeabschnitt 21, dessen Abstand mit 32 bezeichnet ist Daraus ergibt sich, daß bei der Drehung des Zahnrades 2 in Freilaufrichtung die Biegebeanspruchung des Biegeabschnittes 19 wesentlich größer ist als die des Biegeabschnittes 21, so daß dabei im wesentlichen nur eine radiale Auslenkung der Sperrklinke 16 erfolgt
Bei der Drehung des Zahnrades 2 in Uhrzeigerrichtung — also entgegen der Freilaufrichtung — entsteht hingegen die aus einer tangeniialen und einer radialen Kraftkomponenten resultierende Ersatzkraft Pi, deren Kraftlinie p? von dem Geienkpunkt G< einen kleineren Abstand a> aufweist als der Gelenkpunkt G2, dessen Abstand von der Kraftlinie pi mit a angegeben ist Daraus ist erkennbar, daß bei der Drehung des Zahnrades 2 in Gegenuhrzeigerdrehrichtung — also quasi in Sperrichtung — der Biegeabschnitt 21 stärker beansprucht wird als der Biegeabschnitt 19. Da dieser Biegeabschnitt 21 aber von der Sperrklinkenspitze 22 einen wesentlich kleiriefen Abstand hat als der Biegeabschnitt 19, d. h. weil der Abstand a\ wesentlich größer ist als der Abstand ai, wird zur Auslenkung der Sperrklinke 16 in Umfangsrichtung unter Beanspruchung des Gelenkabschnittes 21 ein wesentlich höheres Drehmoment am Zahnrad 2 benötigt als die bei der Drehung des Zahnrades 2 in Freilaufrichtung erforder· lieh ist.
Dieser Drehmomentunterschied kann auch dadurch vergrößert werden, daß die Querschnittsverjüngung im Biegeabschnitt 21 geringer ausgeführt wird als die Querschnittsverjüngung am Biegeabschnitt 19. Außerdem besteht die Möglichkeit, statt einer radial verlaufenden Sperrklinke 16 eine schräg zur Radialen
2ö verlaufende Sperrklinke iö: oder 17 zu verwenden, im Falle der stumpfwinklig zum tangentialen Abschnitt 15 des Auslegers 12 verlaufenden Sperrklinke 16' ergibt sich eine Verkleinerung des Abstandes ai zwischen dem Gelenkpunkt Gi und der resultierenden Kraftlinie pi, so daß der Drehmomentsuntefschied zwischen Freilaufund Sperrdrehrichtung noch vergrößert wird. Im Falle der spitzwinklig zum tangentialen Abschnitt 15 des Auslegers 12 angeordneten Sperrklinke 17 hingegen ergibt sich ein größerer Abstand aj zwischen der resultierenden Kraftlinie p2 und dem Gelenkpunkt Gi des Biegeabschnittes 19, so daß der Drehmomentsunterschied zwischen der Drehung in Freilaufrichtung und der Drehung in der Quasi-Sperrichtung etwas verringert wird.
Während sich bei der Sperrklinke 16' zudem noch eine Verkleinerung des Abstandes a2 zwischen dem Gelenkpunkt Cj und der Kraftlinien p\ ergibt, wird dieser Abstand aj bei der Sperrklinke 17 größer, was einerseits eine Verringerung und andererseits eine Vergrößerung des Biegemomentes im Biegeabschnitt 21 bedeutet.
Das Ausführungsbeispiel der Fig.4 unterscheidet sich von demjenigen der Fig. 3 im wesentlichen nur dadurch, daß der dort verwendete Klinkenkörper 6' vier Ausleger 12' mit vier Sperrklinken 16 aufweist und die Ausleger eine andere Form aufweisen als beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Die Ausleger 12' sind jeweils um 90° gegeneinander versetzt am Nabenring 11 angeformt und bestehen aus einem tangentialen Abschnitt 24 und einem dazu parallel verlaufenden Abschnitt 25, an welch letzterem die Sperrklinke 16 auf der gleichen Weise über einen querschnittsverdunnten Biegeabschnitt 21 angeformt sind, wie die Sperrklinken 16 des Ausfuhrungsbeispieles der F i g. 1 an dem tangential verlaufenden Abschnitt 15. Der weiter von der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt 19' befindet sich dabei im Bereich des Verbindungsstückes zwischen den Abschnitten 24 und 25 und ist wiederum durch eine halbkreisförmige Querschnittsverdünnung ausgebildet Die Abstände der Biegeabstände 19' von den Sperrklinkenspitzen sind dabei etwas kleiner als die Abstände der Biegeabschnitte 19 von den Sperrklinkenspitzen beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Dadurch und durch das Vorhandensein von vier Sperrklinken sind in beiden Drehrichtungen, d. h. in der Freilaufrichtung und in der Quasi-Sperrichtung jeweils größere Drehmomente erforderlich, wenn eine relative Verdrehung des Zahnrades 2 gegenüber dem Klinkenkörper 11
durchgeführt werden solL
Bei allen Ausführungsbeispielen jedoch liegt der weiter von der Sperrklirikenspitze entfernte Biegeabschnitt 19 bzwi 19 auf einem größeren Radius als die resultierende Kraftlinie pi und als der näher an der Sperrklinkenspitze liegende Biegeabschnitt 21.
D<5r Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß
sowohl das Zahnrad 2 als auch die Klinkenkörper 6 bzw, 6' bzw. 7 jeweils aus einstückigen Kunststoffteilen bestehen* Das geschilderte Funktionsprinzip läßt sich auch mit anderen Zahnformen der Innenverzahnung 4 bzw. der Sperrklihkerispitze anwenden. Es ist auch möglich, mehr öder weniger Ausleger mit SperrkÜnken zu verwenden als in den Ausführüngsbeispielen gezeigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren scheiben- oder ringförmigen Zeitschakorgan, wobsi das Richtgesperre zwischen dem Zeitantrieb und dem Zeitschaltorgan angeordnet ist und aus zwei Kunststoffteilen besteht, nämlich aus einem mit einer aus Sperrzähnen bestehenden Innenverzahnung versehenen ersten GetriebeteD und einem mit einem zweiten Getriebeteü drehfest verbundenen Klinkenkörper mit mehreren Sperrklinken, die jeweils an einem langarmigen, von einer Nabe ausgehenden, sich teils radial, teils konzentrisch bogenförmig und/oder tangential erstreckenden, in radialer Richtung federelastischen is Ausleger angeordnet sind und mit der Innenverzahnung in Eingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausleger (12, 12') jeweils mit zwei verschieden weit von der jeweiligen Sperrklinkenspife (22) entfernten, durch radiale Querschnitisverdünnungen gebildeten elastischen Biegeabschnitten (19,19', 21) versehen sind.
2. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der weiter von der Sperrklinkenspitze (22) entfernte Biegeabschnitt (19, 19') für eine im wesentlichen radiale Auslenkung der Sperrklinke (16,16', 17) und der näher an der Sperrklinkenspitze (22) liegende Biegeabschnitt (21) für eine Auslenkung der Sperrklinke (16, 16', 17) in Umfangsrichtung ausgelegt sind.
3. Schaltuhr nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der weiter von der Sperrklinkenspiue (22) entfernte t iegeabschnitt (19, 19') auf einem größeren Radius liegt als der näher bei der Sperrklinkenspitze (22) lieg iide Biegeabschnitt (21).
4. Schalluhr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsverdünnungen jeweils durch runde, auf verschiedenen Seiten des jeweiligen Auslegers (12,12') angeordnete Ausnehmungen (18,20) gebildet sind.
5. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der näher bei der Schaltklinkenspitze(22) liegende Biegeabschniu(21) bei einer radial-symmetrischen Sperrzahnform zumindest annähernd auf der durch die Sperrklinkenspitze (22) verlaufenden Radiallinie liegt.
6. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der weiter von der Sperrklinkenspitze (22) entfernte Biegeabschnitt (19, 19') zwischen der senkrecht zur mitnehmend an der Sperrklinke (16, 16', 17) anliegenden Zahnflanke der Innenverzahnung (4) verlaufenden Mittelebene (Kraftlinie P2) und der Innenverzahnung (4) liegt.
7 Schaltuhr nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinken (16) jeweils aus einem radial verlaufenden Abschnitt des einstückig mit ihr verbundenen Auslegers (12, 12') bestehen und eine radial-symmetrische Spitze (22) aufweisen und daß die Zähne (5) der Innenverzahnung (4) eine radial symmetrische Dreiecksform aufweisen.
DE19792915526 1979-04-18 1979-04-18 Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren Zeitschaltorgan Expired DE2915526C2 (de)

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