DE2915526C2 - Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren Zeitschaltorgan - Google Patents
Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren ZeitschaltorganInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltuhr niit einem über
ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren, schel· ben·" oder ringförmigen Zeitschaltorgan, wobei das
65 Richtgesperre zwischen dem Zeitantrieb und dem Zeitschaltorgan angeordnet ist und aus zwei Kunststoffteilen
besteht, nämlich aus einem mit einer aus Sperrzähnen bestehenden Innenverzahnung versehenen
ersten Getriebeteil und einem mit einem zweiten Getriebeteil drehfest verbundenen Klinkenkörper mit
mehreren Sperrklinken, die jeweils an einem langarmigen, von einer Nabe ausgehenden, sich teils radial, teils
konzentrisch bogenförmig und/oder tange-uial erstrekkenden,
in radialer Richtung federelastischen Ausleger angeordnet sind und mit der Innenverzahnung in
Eingriff stehen.
Solche Schaltuhren sind bereits bekannt (DE-AS 19 22 435), wobei dort zwischen einer Schaltscheibe und |
dem Zeitantrieb eine Kupplung angeordnet ist, die aus einem auf einer Antriebswelle fest angebrachten
Klinkenzahnrad besteht, an dessen Umfang federnde, an einem Klinkenträger befindliche Klinken angreifen.
Dabei besteht der Klinkenträger mit seinen Klinken und das Klinkenzahnrad aus Kunststoff. Der Klinkenträger
ist parallel zum Klinkenzahnrad angeordnet und mit einem lose auf der Antriebswelle sitzenden Antriebszahnrad fest verbunden. Die Klinken gehen dort von
radial über den Umfang des Klinkenzahnrads vorstehenden Ansätzen des Klinkenträgers aus. Der Klinkenträger
ist mit 120° gegeneinander versetzten Klinken versehen, von x*.enen jede bis nahe an den Ausgangspunkt
der nächsten heranreicht und an den Enden mit mehreren, den Zähnen des Klinkenzahnrads entsprechenden
Zähnen versehen ist. Sowohl die Klinkenzähne als auch die Zähne des Klinkenzahnrades sind dabei
sägezahnförmig ausgebildet, so daß eine Drehung des einen Kupplungsteiles relativ zum anderen Kupplungsteil
nur in einer sogenannten Freilaufrichtung, die mit der Antriebsdrehrichtung identisch ist, möglich ist.
Zweiteilige Kunststoff-Richtgesperre mit einem innenverzahnten Ring und einem Klinkenkörper, dessen
Klinken in die Sperrverzahnung des Ringes eingreifen, sind an sich in vielen Variationen bekannt (DE-AS
22 01 926, DE-AS 19 32 155. US-PS 24 44 570). Außerdem
gibt es bereits Richtgesperre, bei denen die Sperrklinken von außen in ein Sperrad eingreifen
(DE-AS 12 55 767, DE-GM 19 22 475, GB-PS 13 21 256).
Alle diese bekannten Richtgesperre sind jedoch als reine Überhol- bzw. Freilaufkupplungen ausgelegt, die
nur eine Freilaufrichtung haben und eine relative Verdrehung der beiden miteinander in Eingriff stehenden
Teile in Gegenrichtung nicht zulassen.
Es ist auch bereits ein Einstellring für Schaltuhren bekannt, der mit einer von einem Uhrwerk angetriebenen
Trommel in beliebiger Winkelstellung mitteis einer federnden Nocke gekoppelt werden kann und der an
seinem Außenumfang einen Finger zur Betätigung eines Schaltnockens trägt. Dabei sind Finger und Nocke mit
dem übrigen Teil des Einstellringes aus einem Stück geformt und der Verbindungstell als dünne federnde
Zunge ausgebildet, die sich längs des Innenmantels des
Ringes erstreckt (DE-GM 19 36 083). Bei dieser Schaltuhr ist ein Verdrehen des Einstellringes gegenüber
der mit einer Außenverzahnung versehenen Trommel in beiden Drehriehtungen möglich, Eine
sichere Mitnahme des Einstellringes durch die Trommel in Antriebsrichtung wird dort dadurch gewährleistet,
daß der mit der Mitnehmernocke verbundene Schaltfinger eine schräge Fläche aufweist, durch weiche die
Mitnehmernocke beim Vorbeilaufen an dem zu betätigenden elektrischen Schaltmechanismus radial in
die Verzahnung der Trommel gedrückt wird. Durch
diese Bedingung ist es dort nicht möglich, den Schaltfinger an jeder beliebigen Stelle des Einstellringes
anzuordnen bzw. ihn wahlweise auf dem Einstellring zu versetzen. Ebensowenig ist es möglich, den Einstellring
mit mehreren Schaltreitern zu versehen, die den zugehörigen Schaltmechanismus in beliebig wählbaren
Zeitabständen betätigen.
Bei Schaltuhren kommt es häufig vor, daß das Zeitschaltorgan beim Versuch, dieses auf die genaue
Tageszeit einzustellen, über den gewünschten Zeitpunkt hinaus verdreht wird und das dann noch ein- oder gar
mehrmals um eine volle Umdrehung weitergedreht werden muß, bis endlich die richtige Zeit eingestellt ist.
Es ist auch bereits ein Rastgesperr für Uhren bekannt
(DE-OS 16 40 271), bei dem eine oder mehrere Schaltscheiben durch eine Innenverzahnung auf einer
mit einer entsprechenden Außenverzahnung versehenen Antriebswelle koaxial derart angeordnet sind, daß
sich die Schaltscheiben relativ zur Antriebswelle leichtgängig rastend drehen lassen. Dazu sind die
Schaltscheiben an der Innenwandung ihrer die Antriebswelle aufnehmenden Bohrung mit einem oder mehreren
sich nur über einen kleinen Winkelabschnitt erstreckenden Zähnen versehen. Diese Zähne hauen ein
gleichschenkliges Dreiecksprofil von 60° oder 90° und sind symmetrisch zu dem Polstrahl angeordnet, auf dem
der Radialschaltnocken der Schaltscheibe liegt. Die relative Drehbarkeit der Schaltscheiben auf der
Antriebswelle wird dadurch erreicht, daß der unverzahnte Umfangsteil der Bohrung über einen der
Innenverzahnung diametral gegenüberliegenden Halbkreisabschnitt durch schlitzförmige Ausschnitte in
radialer Richtung federnd nachgiebig ausgebildet ist und sich die Schaltscheiben mindestens um Zahnhöhe in
Radialrichtung relativ zur Antriebswelle bewegen lassen. Ein solches Rastgesperre bietet aber nur dann die
erforderliche Eingriffssicherheit, wenn gleichzeitig mit dem Auftreten des Lastdrehmoments am Umfang der
Schaltscheibe auch eine radial nach innen wirkende Kraftkomprnente die Verzahnung der Schaltscheibe
mit der Verzahnung der Antriebswelle in Eingriff hält. Dies ist nur bei Schaltscheiben der Fall, die mit einem
radial vorspringenden und radial belasteten Schaltnokken ausgerüstet sind. Fehlt die radiale Kraftkomponente,
so besteht schon bei geringem Lastdrehmoment die Gefahr, d?ß die Verzahnungen außer Eingriff gelangen
und die gewünschte, ausreichend feste Antriebsverbindung nicht mehr gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde bei einer Schaltuhr mit einem nu;1 in Umfangs- oder Tangentialrichtung
belastbaren Richtgesperre, welches ein Verstellen der Zeitschaltorgpns sowohl in Vorwärts- als
auch in Rückwärtsrichtung gestattet, eine Antriebskupplung zu schaffen, die einem Verstellen des
Zeitschaltorgans in Vorwärtsrichtung nur ein geringes Widerstandsmoment entgegensetzt und beim Verstellen
in Gegenantriebsrichtung bzw. Rückwärtsrichtung ein um ein Vielfaches größeres Widerstandsmoment
aufweist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Ausleger jeweils mit zwei verschieden weit von
der jeweiligen Sperrklinkenspitze entfernten, durch radiale Querschnittsverdünnungen gebildeten, elastischen
Biegeabschnitten versehen sind.
Dadurch wird erreicht, daß die radial nach innen wirkende Kfaftkömpönente, welche die Sperrklinke bei
der Verdrehung des Z?itschaltorgans in Freilaufrichtung
nach innen auslenkt, in einem größeren Hebelarm wirkt und dadurch ein wesentlich kleineres Bremsmoment
erzeugt als die Auslenkkraft, die bei der Verdrehung des Zeitschaltorgans entgegen der Antriebs-
bzw. Freilaufrichtung an einem wesentlich kürzeren Hebelarm wirksam ist und deshalb eine
wesentlich größere Brems- bzw. Sperrwirkung hervorruft. Auf diese Weise ist es möglich, das Richtgesperre
so auszulegen, daß in Freilaufrichtung der Verdrehung des Zeitschaltorgans nur ein leicht überwindbares
Drehmoment entgegengesetzt wird, während in der entgegengesetzten Richtung für die sichere Durchführung
der beabsichtigten Schaltvorgänge ein ausreichend großes Sperrnioment bzw. eine ausreichend sichere
Mitnahme gewährleistet ist, die jedoch manuell überwunden werden kann, ohne daß die Gefahr besteht,
am Richtgesperr selbst eine Beschädigung zu verursachen.
Der Effekt, für die beiden Verstellrichtungen unterschiedlich
große Sperr- bzw. Bremsmomente zu erzielen, kann auf einfache Weise noch dadurch
verstärkt werden, daß der weiter vf ·.■<
der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt für eine m wesentlichen radiale Auslenkung der Sperrklinke und der näher an
der Sperrklinke liegende Biegeabschnitt für eine Auslenkung der Sperrklinke in Umfangsrichtung ausgelegt
sir. J.
Ebenso ist es von Vorteil, wenn der weiter von der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt auf einem
größeren Radius liegt als der näher bei der Sperrklinkenspitze liegende Biegeabschnitt, weil auch dadurch
der Unterschied zwischen den Biegemomenten, die an den beiden Biegeabschnitten auftreten, zwangsläufig
vergrößert wird.
Eine weitere Verbesserung dieses Effektes kann auch dadurch erreicht werden, daß die Querschnittsverdünnungen
durch runde, auf verschiedenen Seiten des jeweiligen Ausiegers angeordnete Ausnehmungen gebildet
sind, wobei es zweckmäßig ist, wenn die weiter von der Sperrklinkenspitze entfernte Ausnehmung auf
der radialen Innenseite des Auslegers liegt und die näher an der Sperrklinkenspitze liegende Ausnehmung
aui dessen Außenseite. Dadurch ergibt sich der zusätzliche Vorteil einer Verringerung der Bruchgefahr
an den Biegeabschnitten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 5,6 und 7.
Anhand der Zeichnung wird im folgenden die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Richtgesperre in Seitenansicht,
F i g. 2 das Richtgesperre der F i g. 1 in einem Schnitt entlang der Schnittlinie H-II,
F i g. 3 die halbe Seitenansicht einer anderen Ausfi'hrungsform des Richtgesperres,
F ', g. 4 eine weitere Ausführungsform des Richtgesperres in Seitenansicht.
Bei allen drei Aüsführungsformen des Richtgesperres besteht der eine Gesperrteil aus einem mit. einer Nabe I
versehenen Zahnrad 2. das eine stirnseitige Ausnehmung 3 mit einer Innenverzahnung 4 besitzt. Die Zähne
5 der Innenverzahnung 4 haben eine radial-syrnmetrisehe Dreieeksform, wobei ihre Flanken jeweils einen
Winkel von 90° bilden, wobei die durch eine Zahnspitze Verlaufende Radiallinie jeweils die Winkelhalbierende
des Zahnflankenwinkels darstellt.
Der zweite Teil des Richtgesperres besteht jeweils aus einem einstückig geformten Klinkenkörper 6 bzw. 6'
bzw. 7, der jeweils mittels einer Hohlnabe 8 in einer
zylindrischen Bohrung 9 der Nabe 1 des Zahnrades 2
drehbar gelagert und zentriert ist. Dabei besitzt die Hohlnabe 8 jeweils eine Radialschulter 9', die an einer
Ringfläche 10' einer dieser angepaßten zylindrischen Ausnehmung des Zahnrades 2 anliegt. Um drehfest auf
einem Zahnritzel befestigt werden zu können, ist der Klinkenkörper auf der der Nabe i des Zahnrades 2
gegenüberliegenden Stirnseite mit einer innen verzahnten Ausnehmung 10 versehen, die von einem im
Durchmesser erweiterten Nabenring 11 umgeben ist.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1,2 und 3 sind
am Umfang des Nabenringes 11 jeweils drei um 120° zueinander versetzt angeordnete Ausleger 12 angeformt,
die jeweils aus einem radialen Arm 13, einem kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt 14 und einem
tangential verlaufenden Abschnitt 15 bestehen, an welch letzteren sich eine Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17
anschließt. Jeweils an der Verbindungsstelle zwischen dem radialen Arm 13 und dem kreisbogenförmig
verlaufenden Abschnitt 14 der Ausleger 12 besteht eine Querschnittsverdünnung, die durch eine halbkreisförmige
Ausnehmung 18 gebildet ist. Durch diese Querschnittsverdünnung entsteht ein federelastischer Biegeabschnitt
19, der es den Abschnitten 14 und 15 des Auslegers 12 gestattet, eine radial nach innen gerichtete
Schwenkbewegung auszuführen, wenn bei einer Drehung des Zahnrades 2 in Uhrzeigergegenrichtung
relativ zum Klinkenkörper 6 bzw. 6' die Sperrklinke 16
bzw. 16' bzw. 17 über die Zahnspitzen der Innenverzahnung 4 gleitet. In analoger Weise ist auch zwischen dem
tangential verlaufenden Abschnitt 15 des Auslegers 12 und der Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 durch eine von
einer runden Ausnehmung 20 gebildeten Querschnittsverdunnung ein zweiter federelastischer Biegeabschnitt
21 gebildet, der eine Auslenkung der Sperrklinke 16 bzw. 16' bzw. 17 in Umfangsrichtung relativ zum
Abschnitt 15 des Auslegers 12 gestattet. Wie ohne weiteres aus den F i g. 1 und 3 erkennbar ist, sind die
Biegeabschnitte 19 und 21 verschieden weit von der mit der Innenverzahnung 4 in Eingriff stehenden Sperrklinkenspitze
22 entfernt, so daß sich an den beiden Biegeabschnitten 19 und 21 unterschiedliche Biegemomente
ergeben, die zusätzlich noch von der Drehrichtung des Zahnrades 2 abhängen, wenn dieses relativ zum
Klinkenkörper 6 bzw. 6' gedreht wird. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. bei dem die Sperrklinke 16
radial verläuft und eine radial-symmetrisch ausgebildete dreieckige Spitze 22 aufweist, die mit der Innenverzahnung
4 sn Eingriff steht entsteht bei der Drehung des Zahnrades 2 in Gegenuhrzeigerdrehrichtung, die
zugleich Freilaufrichtung ist, die aus einer tangentialen und einer radialen Kraftkomponenten resultierende
Ersatzkraft P<, deren Kraftlinie p\ von einem angenommenen Gelenkpunkt G1 im Biegeabschniti 19 einen
vielfach größeren Abstand a\ hat als der angenommene
Gelenkpunkt Gi im Biegeabschnitt 21, dessen Abstand
mit 32 bezeichnet ist Daraus ergibt sich, daß bei der
Drehung des Zahnrades 2 in Freilaufrichtung die Biegebeanspruchung des Biegeabschnittes 19 wesentlich
größer ist als die des Biegeabschnittes 21, so daß dabei im wesentlichen nur eine radiale Auslenkung der
Sperrklinke 16 erfolgt
Bei der Drehung des Zahnrades 2 in Uhrzeigerrichtung — also entgegen der Freilaufrichtung — entsteht
hingegen die aus einer tangeniialen und einer radialen Kraftkomponenten resultierende Ersatzkraft Pi, deren
Kraftlinie p? von dem Geienkpunkt G<
einen kleineren Abstand a> aufweist als der Gelenkpunkt G2, dessen
Abstand von der Kraftlinie pi mit a angegeben ist
Daraus ist erkennbar, daß bei der Drehung des Zahnrades 2 in Gegenuhrzeigerdrehrichtung — also
quasi in Sperrichtung — der Biegeabschnitt 21 stärker beansprucht wird als der Biegeabschnitt 19. Da dieser
Biegeabschnitt 21 aber von der Sperrklinkenspitze 22 einen wesentlich kleiriefen Abstand hat als der
Biegeabschnitt 19, d. h. weil der Abstand a\ wesentlich größer ist als der Abstand ai, wird zur Auslenkung der
Sperrklinke 16 in Umfangsrichtung unter Beanspruchung des Gelenkabschnittes 21 ein wesentlich höheres
Drehmoment am Zahnrad 2 benötigt als die bei der Drehung des Zahnrades 2 in Freilaufrichtung erforder·
lieh ist.
Dieser Drehmomentunterschied kann auch dadurch vergrößert werden, daß die Querschnittsverjüngung im
Biegeabschnitt 21 geringer ausgeführt wird als die Querschnittsverjüngung am Biegeabschnitt 19. Außerdem
besteht die Möglichkeit, statt einer radial verlaufenden Sperrklinke 16 eine schräg zur Radialen
2ö verlaufende Sperrklinke iö: oder 17 zu verwenden, im
Falle der stumpfwinklig zum tangentialen Abschnitt 15 des Auslegers 12 verlaufenden Sperrklinke 16' ergibt
sich eine Verkleinerung des Abstandes ai zwischen dem
Gelenkpunkt Gi und der resultierenden Kraftlinie pi, so
daß der Drehmomentsuntefschied zwischen Freilaufund Sperrdrehrichtung noch vergrößert wird. Im Falle
der spitzwinklig zum tangentialen Abschnitt 15 des Auslegers 12 angeordneten Sperrklinke 17 hingegen
ergibt sich ein größerer Abstand aj zwischen der
resultierenden Kraftlinie p2 und dem Gelenkpunkt Gi
des Biegeabschnittes 19, so daß der Drehmomentsunterschied zwischen der Drehung in Freilaufrichtung und
der Drehung in der Quasi-Sperrichtung etwas verringert wird.
Während sich bei der Sperrklinke 16' zudem noch eine Verkleinerung des Abstandes a2 zwischen dem
Gelenkpunkt Cj und der Kraftlinien p\ ergibt, wird
dieser Abstand aj bei der Sperrklinke 17 größer, was
einerseits eine Verringerung und andererseits eine Vergrößerung des Biegemomentes im Biegeabschnitt
21 bedeutet.
Das Ausführungsbeispiel der Fig.4 unterscheidet
sich von demjenigen der Fig. 3 im wesentlichen nur dadurch, daß der dort verwendete Klinkenkörper 6' vier
Ausleger 12' mit vier Sperrklinken 16 aufweist und die Ausleger eine andere Form aufweisen als beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Die Ausleger 12' sind
jeweils um 90° gegeneinander versetzt am Nabenring 11 angeformt und bestehen aus einem tangentialen
Abschnitt 24 und einem dazu parallel verlaufenden Abschnitt 25, an welch letzterem die Sperrklinke 16 auf
der gleichen Weise über einen querschnittsverdunnten Biegeabschnitt 21 angeformt sind, wie die Sperrklinken
16 des Ausfuhrungsbeispieles der F i g. 1 an dem tangential verlaufenden Abschnitt 15. Der weiter von
der Sperrklinkenspitze entfernte Biegeabschnitt 19' befindet sich dabei im Bereich des Verbindungsstückes
zwischen den Abschnitten 24 und 25 und ist wiederum durch eine halbkreisförmige Querschnittsverdünnung
ausgebildet Die Abstände der Biegeabstände 19' von den Sperrklinkenspitzen sind dabei etwas kleiner als die
Abstände der Biegeabschnitte 19 von den Sperrklinkenspitzen beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Dadurch
und durch das Vorhandensein von vier Sperrklinken sind in beiden Drehrichtungen, d. h. in der Freilaufrichtung
und in der Quasi-Sperrichtung jeweils größere Drehmomente erforderlich, wenn eine relative Verdrehung
des Zahnrades 2 gegenüber dem Klinkenkörper 11
durchgeführt werden solL
Bei allen Ausführungsbeispielen jedoch liegt der weiter von der Sperrklirikenspitze entfernte Biegeabschnitt
19 bzwi 19 auf einem größeren Radius als die
resultierende Kraftlinie pi und als der näher an der
Sperrklinkenspitze liegende Biegeabschnitt 21.
D<5r Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß
sowohl das Zahnrad 2 als auch die Klinkenkörper 6 bzw,
6' bzw. 7 jeweils aus einstückigen Kunststoffteilen bestehen* Das geschilderte Funktionsprinzip läßt sich
auch mit anderen Zahnformen der Innenverzahnung 4 bzw. der Sperrklihkerispitze anwenden. Es ist auch
möglich, mehr öder weniger Ausleger mit SperrkÜnken
zu verwenden als in den Ausführüngsbeispielen gezeigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Schaltuhr mit einem über ein Richtgesperre angetriebenen, einstellbaren scheiben- oder ringförmigen
Zeitschakorgan, wobsi das Richtgesperre
zwischen dem Zeitantrieb und dem Zeitschaltorgan angeordnet ist und aus zwei Kunststoffteilen besteht,
nämlich aus einem mit einer aus Sperrzähnen bestehenden Innenverzahnung versehenen ersten
GetriebeteD und einem mit einem zweiten Getriebeteü drehfest verbundenen Klinkenkörper mit mehreren
Sperrklinken, die jeweils an einem langarmigen,
von einer Nabe ausgehenden, sich teils radial, teils konzentrisch bogenförmig und/oder tangential erstreckenden,
in radialer Richtung federelastischen is Ausleger angeordnet sind und mit der Innenverzahnung
in Eingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausleger (12, 12') jeweils mit
zwei verschieden weit von der jeweiligen Sperrklinkenspife
(22) entfernten, durch radiale Querschnitisverdünnungen
gebildeten elastischen Biegeabschnitten (19,19', 21) versehen sind.
2. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der weiter von der Sperrklinkenspitze (22) entfernte Biegeabschnitt (19, 19') für eine im
wesentlichen radiale Auslenkung der Sperrklinke (16,16', 17) und der näher an der Sperrklinkenspitze
(22) liegende Biegeabschnitt (21) für eine Auslenkung der Sperrklinke (16, 16', 17) in Umfangsrichtung
ausgelegt sind.
3. Schaltuhr nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der weiter von der Sperrklinkenspiue
(22) entfernte t iegeabschnitt (19, 19') auf
einem größeren Radius liegt als der näher bei der Sperrklinkenspitze (22) lieg iide Biegeabschnitt (21).
4. Schalluhr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsverdünnungen
jeweils durch runde, auf verschiedenen Seiten des jeweiligen Auslegers (12,12') angeordnete
Ausnehmungen (18,20) gebildet sind.
5. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der näher bei der
Schaltklinkenspitze(22) liegende Biegeabschniu(21)
bei einer radial-symmetrischen Sperrzahnform zumindest annähernd auf der durch die Sperrklinkenspitze
(22) verlaufenden Radiallinie liegt.
6. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der weiter von der
Sperrklinkenspitze (22) entfernte Biegeabschnitt (19, 19') zwischen der senkrecht zur mitnehmend an der
Sperrklinke (16, 16', 17) anliegenden Zahnflanke der Innenverzahnung (4) verlaufenden Mittelebene
(Kraftlinie P2) und der Innenverzahnung (4) liegt.
7 Schaltuhr nach einem der Ansprüche I bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinken (16) jeweils aus einem radial verlaufenden Abschnitt des
einstückig mit ihr verbundenen Auslegers (12, 12') bestehen und eine radial-symmetrische Spitze (22)
aufweisen und daß die Zähne (5) der Innenverzahnung (4) eine radial symmetrische Dreiecksform
aufweisen.
Priority Applications (1)
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DE2915526C2 true DE2915526C2 (de) | 1982-04-22 |
Family
ID=6068547
Family Applications (1)
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OAP | Request for examination filed | ||
OD | Request for examination | ||
D2 | Grant after examination | ||
8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: THEBEN-WERKE ZEITAUTOMATIK GMBH, 7452 HAIGERLOCH, |
|
8363 | Opposition against the patent | ||
8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
8380 | Miscellaneous part iii |
Free format text: DER PATENTINHABER LAUTET RICHTIG: THEBEN-WERK ZEITAUTOMATIK GMBH, 7452 HAIGERLOCH, DE |