[go: up one dir, main page]

DE1131197B - Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen

Info

Publication number
DE1131197B
DE1131197B DEF30176A DEF0030176A DE1131197B DE 1131197 B DE1131197 B DE 1131197B DE F30176 A DEF30176 A DE F30176A DE F0030176 A DEF0030176 A DE F0030176A DE 1131197 B DE1131197 B DE 1131197B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fluorine
chloroalkanes
carbon atoms
mol
ethyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF30176A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Albrecht Zappel
Dr Heinz Jonas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF30176A priority Critical patent/DE1131197B/de
Priority to GB4397660A priority patent/GB921328A/en
Priority to FR847783A priority patent/FR1283898A/fr
Publication of DE1131197B publication Critical patent/DE1131197B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es sind bereits eine Reihe von Möglichkeiten zur Darstellung von aliphatischen Chlorkohlenwasserstoffen durch Umsetzung von organischen Sulfonsäurederivaten beschrieben worden. So ist es bereits aus der deutschen Patentschrift 362 741 bekannt, Chlorsulfonsäureäthylester mit Salzsäure zu Äthylchlorid umzusetzen. In der USA.-Patentschrift 2 688 641 wird die Reaktion von Diäthylsulfat mit Natriumchlorid unter Einhaltung bestimmter Bedingungen zu Äthylenchlorid beschrieben. Die thermische Zersetzung von Sulfonsäurechloriden höhermolekularer aliphatischer Kohlenwasserstoffe, wobei die entsprechenden Chloralkane entstehen sollen, wird in der deutschen Patentschrift 740 677 vorgeschlagen.
Bei der bekannten thermischen Zersetzung von Halogensulfonsäureestern werden, wie beispielsweise von Behrend im Journal für praktische Chemie, Bd. 15, 1877, S. 33 und 34, beschrieben wird, schwarze, teerartige, undestillierbare Produkte erhalten, deren Entstehung auf die oxydierende Wirkung des bei dem Zerfall auftretenden Schwefeltrioxyds zurückzuführen ist.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man bei der thermischen Zersetzung von Fluor- bzw. Chlorsulfonsäuremethyl- bzw. -äthylestern in hohen Ausbeuten die entsprechenden Fluor- bzw. Chloralkane erhält, wenn man dafür Sorge trägt, daß das bei der Zerfallsreaktion entstehende Schwefeltrioxyd durch Verbindungsbildung sofort abgefangen wird und dadurch keine Gelegenheit hat, die anwesende organische Substanz zu oxydieren. Für diesen Zweck eignen sich gemäß der Erfindung Alkalifluoride bzw. -chloride, die unter Bildung von Alkalihalogensulfonaten das Schwefeltrioxyd unschädlich machen.
Ein Kriterium für die Wirksamkeit der Zusätze ist der SO2-Gehalt der gasförmigen Reaktionsprodukte. Je höher der SO2-Anteil, desto stärker ist die Zersetzung der organischen Komponente. Während beim thermischen Zerfall von Fluorsulfonsäureäthylester ohne Zusätze das entstandene Gas neben wenig Äthylen aus SO2 besteht, ist das SO2 bei dem Zerfall in Gegenwart von z. B. Kaliumfluorid gerade noch nachweisbar. Das entstandene SO3 wird durch das Kaliumfluorid sofort als Kaliumfluorsulfonat gebunden.
Beispiel 1
0,1 Mol Fluorsulfonsäuremethylester wird mit 0,5MoI KF in einem Stahlautoklav mit 250 ml Inhalt 1 Stunde auf 180° C erhitzt. Die Ausbeute an CH3F beträgt 82%. SO2 tritt nur in Mengen von
von Fluor- bzw. Chloralkanen,
welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen
aufweisen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Albrecht Zappel, Köln-Stammheim,
und Dr. Heinz Jonas, Leverkusen,
sind als Erfinder genannt worden
2% des Gesamtumsatzes auf. Der feste Rückstand besteht aus einem Gemisch von KF und KFSO3.
Beispiel 2
0,3 Mol Chlorsulfonsäureäthylester werden ohne Zusätze erhitzt, nach etwa 45 Minuten bei 150° C tritt ein plötzlicher Zerfall ein. Die Temperatur steigt dabei spontan auf 210° C an, etwa 50 Gewichtsprozent der Einwaage finden sich als teerartiger Rückstand wieder. Die aufgefangenen und analysierten Gase zeigen, daß 41% des im 6-wertigen Zustande eingesetzten Schwefels als SO2 auftreten. Zu 36% ist Äthylen und zu 66% HCl entstanden. Die Ausbeute an Äthylchlorid beträgt nur 6%.
Beispiel 3
0,2 Mol Chlorsulfonsäureäthylester werden in Gegenwart von 0,5MoI KCl 4 Stunden auf 150° C erhitzt. In 65%iger Ausbeute wird C2H5Cl erhalten. S O2 ist im aufgefangenen Gas nicht nachweisbar. Mit etwa 5% ist die Äthylchloridspaltung in C2H4 und HCl an der Gesamtreaktion beteiligt. Bei einem Parallelversuch wird 5 Stunden auf 150° C erhitzt. Die Ausbeute an C2H5Cl beträgt hierbei 86%.
Beispiel 4
0,2 Mol Chlorsulfonsäureäthylester werden in Anwesenheit von 0,5MoI NaCl 1,5 Stunden lang auf 180° C erhitzt. Die Versuchsbilanz ist wie folgt:
48,6% unzersetzt, 42% Spaltung in C2H5Cl, 4% C2H4. SO2 kann nicht nachgewiesen werden.
209 609/411
Beispiel 5
0,15 Mol Fluorsulfonsäureäthylester werden 1 Stunde am Rückfluß gekocht; Sumpftemperatur 115 bis 120° C. Es findet keine Zersetzung statt.
Beispiel 6
Wie im Beispiel 5, nur in Gegenwart einer geringen Menge Hg zur Beschleunigung der Zersetzung. Etwa 20% des Einsatzes werden zurückgewonnen. Zu 31% ist Äthylen und zu 3°/» C2H5F entstanden. 56% des in der 6-wertigen Stufe eingesetzten Schwefels finden sich also als SO2 wieder. Der Rückstand besteht aus einer teerartigen Masse.
Beispiel 7
Wie Beispiel 5, zusätzlich werden 0,5 Mol KF hinzugegeben. Nach einstündigem Erhitzen am 120° C-Sumpf (Rückfluß) sind noch 65% unzersetzt, 18,6% des Einsatzes sind in C2H5F zerfallen und 1,5% in C2H4.
SO2 hat sich nur in Spuren gebildet.
Beispiel 8
Wie Beispiel 5, hinzugesetzt wurden 0,5 Mol KF und eine geringe Menge Hg. Nach 30 Minuten Erhitzung auf 120° C ist in etwa 50%iger Ausbeute C2H5F entstanden, der Anteil an C2H4 beträgt 10%, bezogen auf eingesetzten Fluorsulfonsäureäthylester. Der SO2-Anteil beträgt 2%.
Beispiel 9
0,15 Mol Fluorsulfonsäureäthylester werden in Anwesenheit von 0,5 Mol NaF 2 Stunden auf 120° C Sumpftemperatur erhitzt. Die Versuchsbilanz hat folgendes Aussehen: 31% unzersetzt, 8,4% OS (OC2H5)2 — durch Disproportionierung von
FSO2OC2H5-, 16,6«/o C,
H5F und 7*/o C,
SO2 kann nicht nachgewiesen werden.
'2 4"

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu 2 Kohlenstoffatome aufweisen, durch thermische Spaltung von Fluorbzw. Chlorsulfonsäuremethyl- bzw. -äthylestern, dadurch gekennzeichnet, daß die Spaltung in Gegenwart einer für die Bindung des bei der Spaltung entstehenden Schwefeltrioxyds ausreichenden Menge Alkalifluorid bzw. Alkalichlorid ausgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 362 741, 740 677;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 688 641.
    ©209 609/411 6.62
DEF30176A 1959-12-24 1959-12-24 Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen Pending DE1131197B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF30176A DE1131197B (de) 1959-12-24 1959-12-24 Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen
GB4397660A GB921328A (en) 1959-12-24 1960-12-21 A process for the production of alkyl halides
FR847783A FR1283898A (fr) 1959-12-24 1960-12-23 Procédé de préparation d'halogénures d'alkyle

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF30176A DE1131197B (de) 1959-12-24 1959-12-24 Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1131197B true DE1131197B (de) 1962-06-14

Family

ID=7093647

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF30176A Pending DE1131197B (de) 1959-12-24 1959-12-24 Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE1131197B (de)
GB (1) GB921328A (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE362741C (de) * 1921-03-03 1922-10-31 Wilhelm Traube Dr Verfahren zur Darstellung von Chloraethyl
DE740677C (de) * 1940-07-31 1943-11-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen aliphatischen Chlorkohlenwasserstoffen
US2688641A (en) * 1950-10-28 1954-09-07 Ethyl Corp Manufacture of ethyl chloride

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE362741C (de) * 1921-03-03 1922-10-31 Wilhelm Traube Dr Verfahren zur Darstellung von Chloraethyl
DE740677C (de) * 1940-07-31 1943-11-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen aliphatischen Chlorkohlenwasserstoffen
US2688641A (en) * 1950-10-28 1954-09-07 Ethyl Corp Manufacture of ethyl chloride

Also Published As

Publication number Publication date
GB921328A (en) 1963-03-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1518117B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Methylflavon-8-carbonsaeure
DE1131197B (de) Verfahren zur Herstellung von Fluor- bzw. Chloralkanen, welche bis zu zwei Kohlenstoffatomen aufweisen
DE1954793A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeurechloriden der Benzolreihe
DE3447631C2 (de)
DE1041017B (de) Verfahren zur Herstellung polymerer Chlor und Stickstoff enthaltender Phosphorverbindungen
DE539176C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorbenzol
DE2164176A1 (de) Verfahren zur herstellung von sulfamidsaeurehalogeniden
DE1107220B (de) Verfahren zur Herstellung von Sultonen
DE752572C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylsulfanilsaeurechlorid
DE1129957B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰, ª‰'-Bis (3, 5-dibrom-4-oxyphenyl)-propan
DE499052C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeurehalogeniden
DE1668252C3 (de) Fluorierte Sulfonsäure und deren Salze sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE950089C (de) Praktisch fluorfreies Flintglas
DE910297C (de) Verfahren zur Herstellung von Perchlormethylmercaptan
EP0025106B1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls zumindest teilweise als Salz einer anorganischen oder organischen Base vorliegenden Isocyanatoarylsulfonsäuren
DE1443288C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Triflourmethyl-anilin-2,4-disulfonylchlorid
DE888701C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentachlorphenol
AT126559B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphor-Halogenverbindungen.
CH421939A (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Aryl-3-cyanguanidinen
DE1518806A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Isocyanato-ameisensaeureestern bzw-thioestern
DE1078117B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern
DE1171916B (de) Verfahren zur Herstellung von cyclischen Diphenylphosphornitrilen
DE1568007C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,2,2 Tetrachlor 1,2 bis (p chlorphenyl) athan
DE2032855C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Fluorwasserstoff
DE1064947B (de) Verfahren zur Herstellung von Nitroarylamido-phosphorsaeurechloriden