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DE560731C - Elektromagnetischer Kompass - Google Patents

Elektromagnetischer Kompass

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Publication number
DE560731C
DE560731C DEA59672D DEA0059672D DE560731C DE 560731 C DE560731 C DE 560731C DE A59672 D DEA59672 D DE A59672D DE A0059672 D DEA0059672 D DE A0059672D DE 560731 C DE560731 C DE 560731C
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DE
Germany
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magnetic
aircraft
course
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earth
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Expired
Application number
DEA59672D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/28Electromagnetic compasses
    • G01C17/30Earth-inductor compasses
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation

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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description

  • Elektromagnetischer Kompaß Vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für die relative Winkellage eines Gegenstandes in bezug auf die Richtung eines Magnetfeldes und dient insbesondere dazu, die Winkelstellung von Schiffen, Flugzeugen o. dgl. zur Richtung des erdmagnetischen Feldes anzuzeigen.
  • Durch die Erfindung soll ein Instrument dieser Art geschaffen werden, das in jeder Beziehung einfach und doch empfindlich ist sowie genau und zuverlässig arbeitet. Eine solche Anzeigevorrichtung findet in der Schifffahrt dort Anwendung, wo bisher die bekannten magnetischen Schiffskompasse in Gebrauch waren; insbesondere aber ist sie geeignet für die Luftschiffahrt, da die Erschütterung der Flugzeuge und die ungleichmäßigen Flugbedingungen die Genauigkeit der Anzeige eines magnetischen Kompasses stark beeinträchtigen.
  • In der Luftschiffahrt sind bisher die bekannten Erdinduktorkompasse verwandt worden, die aus einer Induktorrolle bestehen, welche auf eine um ihre vertikale Achse in dem erdmagnetischen Felde drehbare Welle aufgesetzt ist. Die Klemmeri der Induktorwicklung sind mit einem Kommutator, der gleichfalls auf der Welle befestigt ist, in Verbindung gebracht. Ein Paar Bürsten stehen mit dem Kornmutator in Kontakt und sind mit einem Galvanometer verbunden. Die Bürsten sind an dem Flugzeug befestigt, können jedoch um ihre vertikale Achse durch einen Kursrichtungsgeber derart verdreht werden, daß ihre Achse in der Ost-West-Richtung liegt, wenn das Flugzeug sich auf gewähltem Kurs befindet. Die Galvanometernadel steht alsdann auf o. Obgleich eine solche Anzeigevorrichtung allgemein im Gebrauch ist, so hat sie doch bestimmte Nachteile. Wenn die Bürsten unvollständig oder ungleichmäßig abgenutzt sind, so treten in dem System Fehler auf, die auf das Galvanometer übertragen werden. Die Genauigkeit in der Anzeige ist nämlich abhängig von der relativen Lage der Bürstenachse zu dem Meridian des magnetischen Feldes; außerdem wird die Genauigkeit beeinflußt durch die Lage der Induktorachse, die in einer vertikalen Stellung gehalten wird, damit nicht durch die vertikale Komponente des erdmagnetischen Feldes Fehler in das System hineingetragen werden. Zu diesem Zweck ist die Induktorrolle pendelnd aufgehängt, und die Verbindung zu den Antriebsmitteln ist durch ein Universalgelenk hergestellt. Universalgelenke arbeiten jedoch nicht einwandfrei und verursachen Fehler in der Stabilisierung des Induktors, welche sich in der Anzeige des Galvanometers wiederspiegeln. Alle diese Mängel und Nachteile sollen durch vorliegende Erfindung vermieden werden.
  • Zu diesem Zwecke sind erfindungsgemäß an dem Flugzeug o. dgl. ein in dem magnetischen Feld in bestimmter Richtung festliegender magnetisierbarer Körper und eine Erdinduktorspule oder eine Magnetnadel derart angeordnet, daß letztgenannte auf einen in dem magnetisierbaren Körper entstehenden magnetischen Fluß ansprechen. Hierbei wird gemäß der Erfindung zweckmäßig ein langgestreckter magnetisierbarer Eisenkörper verwandt, dessen magnetischer Fluß in der Mitte durch eine kugelförmige Aussparung oder einen Luftspalt unterbrochen ist, in welchem die auf einen in dem Eisenkörper entstehenden Fluß ansprechende Erdinduktorspule oder Magnetnadel angeordnet ist. Der Anker der Erdinduktorspule sitzt auf einer drehbaren Achse, die gegenüber dem Flugzeug nicht aus ihrer Lage gebracht werden kann und durch geeignete Mittel angetrieben wird. Der magnetisierbare Eisenkörper ist an dem Flugzeug oder auf einer anderen Unterlage so befestigt, daß er gezwungen ist, sich mit dem Flugzeug um eine vertikale Achse zu drehen, im übrigen aber unter normalen Flugbedingungen in an sich bekannter Weise, z. B. durch Kreisel, Pendel, in einer horizontalen Ebene stabilisiert wird. Um eine Kursbestimmung zu ermöglichen, ist der magnetisierbare Eisenkörper so angeordnet, daß er eine Ost-West-Richtung einnimmt, wenn das Flugzeug sich auf dem gewählten Kurs befindet, so daß in seiner Längsrichtung durch das erdmagnetische Feld kein magnetischer Fluß erzeugt wird. Eine Abweichung von dem gewählten Kurs ruft einen magnetischen Fluß in dem Magnetkörper hervor und kreuzt den Luftspalt in einer Richtung, die der Abweichung entspricht. Diese Lage wird alsdann in der bei Erdinduktorkompassen üblichen Weise durch ein empfindliches Instrument, das mit dem rotierenden Anker verbunden ist, angezeigt. Die Bauart des Magnetkörpers ist so getroffen, daß der Anker gegen alle direkten Einflüsse des erdmagnetischen oder irgendeines anderen in der Nähe befindlichen Feldes in an sich bekannter Weise abgeschirmt ist, um alle Fehler zu vermeiden, die auf diese Quelle zurückzuführen sind.
  • Die Erfindung 'ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen Schnitt durch den elektromagnetischen Kompaß nach der Abb. 2, während Abb. 2 einen Schnitt nach Abb. i darstellt. Abb. 3 zeigt eine Draufsicht mit der Befestigungsplatte und Abb.4 ohne diese. In Abb. 5 ist eine allgemein gehaltene schematische Darstellung des elektromagnetischen Kompasses wiedergegeben, während die Abb. 6 eine schematische Darstellung entsprechend Abb. i veranschaulicht.
  • In der Zeichnung ist ein solcher Kompaß dargestellt, wie er insbesondere für Flugzeuge geeignet ist. Der Kompaß ist auf einer Tragplatte io aufmontiert, welche an einem Träger o. dgl. oberhalb des Führungssitzes mit Schrauben i i befestigt wird. Ein Schnekkenzahnrad 12 ist in der Mitte der Tragplatte io gelagert, so daß es durch Drehen an dem Zapfen 13 frei auf der Tragplatte io rotiert. Zu diesem Zwecke ist eine Schnecke 13a vorgesehen, die mit dem Schneckenrad 12 in Eingriff steht. Ein herabhängendes rechteckiges Gehäuse 14 wird von dem drehbaren Schnekkenrad 12 getragen. Dieses Gehäuse 14 trägt einen langgestreckten Weicheisenkörper 15, der, in der Mitte getrennt, in zwei Teilen 1511 und 15b dargestellt ist. Durch diese Unterteilung wird ein Luftspalt von vorzugsweiser kugliger Form gebildet. Die beiden Teile 15a und 15b sind in der Längsrichtung durch Tragplatten 16 und 17 aus zweckmäßig nicht magnetischem Material, z. B. Messing, miteinander verbunden. Diese Platten sind mit Zapfen 18 und i9 ausgerüstet, die in Lagern 2o und 21 in der Mitte der Stützarme 22 und 22a des Gehäuses 14 aufgehängt sind, so daß der Magnetkörper 15 um eine zentral angeordnete, horizontale, zu seiner Längsrichtung senkrecht liegende Achse bis zu einem bestimmten Winkel frei ausschwingen kann.
  • Durch die langgestreckten Weicheisenkörper 15a und i 5b wird das. erdmagnetische Feld auf den kuglig ausgestalteten Anker 23 gelenkt, der zwischen zwei Polstücken 24 und 25 angeordnet ist. Diese Polstücke haben, wie in der Zeichnung dargestellt, konkav ausgebildete Polflächen, wobei die Oberfläche soweit als möglich halbkugelförmig ausgeführt ist. Der Anker 23 ist auf eine Achse 26 gesetzt, die in einem oberen und unteren Lager 27 und 28 läuft, welche jeweilig in der Mitte des 'oberen und unteren Tragarmes 29 und 3o des Gehäuses 14 vorgesehen sind. Die Achse 26 ist normalerweise vertikal gestellt, obschon ihre Lage sich mit der Winkelverstellung des Flugzeuges oder der Tragplatte io zur Vertikalen jeweils etwas ändert. Die Welle 26 wird durch geeignete Mittel angetrieben, wie beispielsweise, in der Zeichnung erläutert, durch eine kleine Windturbine 3i, die an der Tragplatte io befestigt ist. Diese Turbine besteht aus einem Triebrad 32, das auf das obere Ende der Welle 26 aufgesetzt ist ufzd durch das Gehäuse 33 eingeschlossen wird. Gegen die Peripherie des Rades 32, das zweckmäßig gezacxt ist, wird mittels einer Düse 34 ein Luftstrahl gerichtet; die Luft selbst verläßt das Gehäuse durch irgendeine Üffnung. Der Anker 23 sowie die Magnetkörper 1511 und 15b sind aus geeignetem magnetisierbarem Material, beispielsweise einer Legiel ung voll 78':120;, Nickel und 21'/,0/, Eisen, hergestellt. Der Anker ist mit einer großen Anzahl von Windungen 36 gewickelt, in denen eine elektromotorische Kraft induzielt wird, wenn der Anker rotiert und ein magnetischer Strom durch die Polstücke 2.I und 25 hindurchfließt. Der Anker 23 ist von kugliger Gestalt, so daß zwischen ihm und den Polstücken überall ein gleicher Luftspalt erreicht wird, ganz gleich, welchen Winkel seine Achse mit der Längsachse des Magnetkörpers 15 bildet bei einer relativen Bewegung des letzteren in seinen Lagern 2o lllld 21.
  • Die Klemmen der Wicklung 36 sind mit dein Kommutator 37, welcher auf der Welle 26 sitzt und mit dieser rotiert, in Verbindung gebracht, während die Klemmen eines Galvanometers 52, auf dem die Kursabweichungen abgelesen werden, an die Bürsten 38 und 38(r angeschlossen werden, die mit dem Komirutator 37 in Kontakt stehen. Es ist selbstverständlich, daß die Größe der Spannung an den Bürsten durch den Winkel, den die Bürstenachse mit dem magnetischen Fluß innerhalb des Luftspaltes bildet, bestimmt ist. Die Bürsten werden daher so angeordnet, daß durch ihre Lage eine möglichst große Spannung erzeugt wird, da diese zur Erhöhung der Empfindlichkeit des Kompasses beiträgt. Ein Pendel 39, wie in Abb. 6 dargestellt, ist an dem Zapfen 18 aufgehängt und dient dazu, die Längsachse des Magnetkörpers 15 in einer horizontalen Lage zu halten, wenn das Flugzeug eine zur Vertikalen geneigte Stellung einnimmt. Gleichzeitig ist mit dem Zapfen t9 eine Stoßbremse.Io in Verbindung gebracht, die irgendwelche Erschütterungen, die auf den Magnetkörper eindringen, abdämpft. Natürlich kann man auch irgendwelche andere geeignete bekannte Stabilisierungsmittel an Stelle des Pendels 39, beispielsweise ein Gyroskop, anwenden.
  • Der magnetisierbare Körper besitzt in der Mitte in den Polstücken 2,4 und 25 Erweiterungen, so daß die Windungen 36 des Ankers 23 zum beträchtlichen Teil von den Polstücken umgeben und so gegen alle direkten Einflüsse des erdmagnetischen Feldes abgeschirmt sind. Für jede Stellung des magnetischen Kursrichtungsgebers 13 wird der Eisenkörper 15 gezwungen, sich mit dem Flugzeug um dessen normale vertikale Achse zu drehen, während er in der Horizontalebene stabilisiert wird, wenn das Flugzeug schaukelt oder eine geneigte Lage annimmt. Befindet sich das Flugzeug auf seinem gewählten Kurs, so steht der Körper 15 mit seiner L 'algsachse zu dem Meridian des erdmagnetiscilen Feldes in einem rechten Winkel, währcild die Längsachse selbst weiterhin eine horizontale Lage einnimmt. In dieser Stellung wird kein magnetischer Fluß durch den Körper 15 hindurchgehen, da derselbe sowohl zu den vertikalen als auch den horizontalen Komponenten senkrecht steht. Sobald die Längsachse des magnetisierbaren Körpers aus ihrer rechten Winkellage zu dem Meridian des erdmagnetischen Feldes abweicht, wird in ihm ein magnetischer Fluß induziert, dessen Dichte dem Sinus des Winkels proportional ist, den der Magnetkörper mit dem Meridian des erdmagnetischen Feldes bildet. Der Körper 15 besteht vorzugsweise aus einem Material,das eine hohe Permeabilität, eine niedrige Koerzitiv kraft und praktisch keine IIvsteresis besitzt. Obgleich mehrere Materialien diese Eigenschaften besitzen, wird zweckmäßig die bereits obenerwähnte Legierung von 781120/1 Nickel und 2i',1.0/,Eisen gewählt. Die Dichtigkeit des in dem magnetisierbaren Körper durch ein großes homogenes magnetisches Feld induzierten Flusses wächst mit seiner Länge. Solange nicht eine bestimmte Länge für die Wirkung der An- zeigevorrichtung erforderlich ist, wird der Körper 15 zweckmäßig so lang ausgeführt, daß ein Maximum von beständiger Empfindlichkeit mit der bestmöglichen Raumausnutzung erreicht wird.
  • Es sei nochmals erwähnt, daß die Längsachse des Körpers 1 5 sowie die durch die Zapfen 18 und 1 g hindurchgehende Drehachse und die Drehachse des Ankers 23 sich alle in einem Punkt schneiden.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Der Körper 15 wird durch den Kursrichtungsgeber 13 so eingestellt, daß seine Längsachse in einer Ost-West-Richtung, also senkrecht zu dein Meridian des erdmagnetischen Feldes steht, wenn sich das Flugzeug in der gewünschten Richtung bewegt. Der Anker 23 wird innerhalb des Luftspaltes durch ein Windrad mit vorteilhaft konstanter Geschwindigkeit angetrieben. Solange sich das Flugzeug auf dein gewählten Kurs befindet, wird in dem maglietisierbaren Körper 15 durch das erdmagnetische Feld kein Fluß erzeugt und daher in den Windungen 36 des Ankers keine elektromotorische Kraft induziert; das Galvanometer zeigt alsdann auf o. Falls nun das Flugzeug beispielsweise aus einer nördlichen in eine östliche Richtung steuert, so wird durch das erdmagnetische Feld in dem magnetisierbaren Körper ein Fluß induziert, welcher von links nach rechts gerichtet ist und eine elektromotorische Kraft in den Windungen 36 exzeugt; die Galvanometernadel wird alsdann anzeigen, daß das Flugzeug von seiner ursprünglichen Richtung abgewichen ist. Der Flugzeugführer steuert den Apparat dann so, daß die Galvanometernadel wieder auf o zeigt, in welchem Augenblick die zunächst eingeschlagene Kursrichtung wieder erreicht ist. Würde das Flugzeug in einer westlichen Richtung von seinem Kurse abgewichen sein, so würde die Galv anometernadel nach der anderen Seite ausschlagen. Es hat sich gezeigt, daß bei dieser Anordnung die Ablesung am Galvanometer von der Bürstenstellung vollkommen unabhängig ist, da die Bürsten die ihnen einmal gegebene relative Lage in bezug auf die Achse des induzierten Magnetflusses immer beibehalten. Die Anzeigevorrichtung arbeitet daher frei von irgendwelchen Fehlern, die auf unvollständige Bürsten oder Ungleichmäßigkeit in ihrer Abnutzung oder auf eine geringe relative Bewegung der Bürstenachse in bezug auf das Feld zurückzuführen sind. Es ist ferner ersichtlich, daß durch die direkte Verbindung der Triebmittel 31 mit dem Anker 23 vermittels der gleichen Achse dem mit einer biegsamen Kupplung verbundenen Nachteil von vornherein begegnet wird.
  • Bei einer Ausführung nach der Abb. 5 ist die Aufhängung des eisenmagnetischen Körpers 15 die gleiche wie nach den Abb. i und 2. An Stelle des Ankers 23 wird eine Kompaßnadel 41 in dem Luftspalt angeordnet und zu der Längsachse des magnetisierbaren Körpers 15 in einem rechten Winkel mittels einer empfindlichen Feder 42 gehalten. Wenn der Körper 15 sich aus seiner Lage herausbewegt, beispielsweise dadurch, daß das Flugzeug von seinem gewählten Kurs abweicht, wird in ihm ein magnetischer Fluß induziert, der den Luftspalt, wie bereits oben beschrieben, kreuzt. Die Kompaßnadel wird aus ihrer normalen Lage gegen die zurückhaltende Kraft der Feder q.2 herausbewegt, wodurch angezeigt wird, daß das Flugzeug von seinem früheren Kurs abgewichen ist. Im übrigen ist die Wirkungsweise nach Abb. 5 ähnlich der, wie sie in den Abb. i und 2 dargestellt ist.
  • Natürlich kann die Erfindung nicht nur im erdmagnetischen, sondern in jedem beliebigen anderen magnetischen Felde zur Anwendung kommen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anzeigevorrichtung für die Winkelstellung eines Gegenstandes, insbesondere von Flugzeugen, Schiffen u. dgl., in der von ihnen gewählten Kursrichtung in bezug auf die Richtung eines magnetischen, beispielsweise erdmagnetischen Feldes, gekennzeichnet durch einen in dem magnetischen Felde am Flugzeug o. dgl. in bestimmter Richtung angeordneten magnetisierbaren Körper (15) und eine im Bereiche des durch diesen Körper hindurchgehenden Kraftflusses vorgesehene Erdinduktorspule (23).
  2. 2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisierbare Eisenkörper (15) langgestreckt und in seiner Mitte durch einen Luftspalt unterbrochen ist, in welchem die Er dinduktorspule (23) angeordnet ist.
  3. 3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i und 2, bei der die Erdinduktorspule auf einer zur Befestigungsplatte (io) des Tnstrumentes stets senkrechten Achse sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der die Erdinduktorspule (23), umgebende langgestreckte magnetisierbare Körper (15) an dieser Befestigungsplatte, mit Rücksicht auf die beispielsweise bei wechselndem Kurs eines Flugzeuges o. dgl. relativ verschiedene Richtung des erdmagnetischen Feldes, in seiner Längsrichtung einstellbar ist.
  4. 4.. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der um eine horizontale Achse (18, i9) schwenkbare Eisenkörper (15) durch geeignete Stabilisierungsmittel (39, 40) mit seiner, Längsachse in einer Horizontalebene gehalten wird, während er gez«ungen ist, sich gleichzeitig mit dem Flugzeug o. dgl. um seine vertikale Achse zu drehen.
  5. 5. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der zweckmäßig kuglig ausgebildete Anker (23) gegen die Wirkung sämtlicher Komponenten - des magnetischen Feldes, außer der in der Längsrichtung des magnetisierbaren Körpers liegenden, durch entsprechend geformte Polstücke (2q., 25) in an sich bekannter Weise abgeschirmt ist.
  6. 6. Verfahren zur Anzeige des Winkels zwischen der von dem Flugzeug o. dgl. eingeschlagenen Kursrichtung und dem Meridian des - erdmagnetischen Feldes mittels der Anzeigevorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei gewähltem Kurs der magnetisierbare Körper mit seiner Längsachse in der Ost-West-Richtung eingestellt wird, so daß bei genauem Kurs kein magnetischer Fluß infolge des magnetischen Erdfeldes in dem Eisenkörper entsteht und die Dichte des in ihm erzeugten Magnetflusses und damit die Größe der Feldstärke gegenüber dem Anker sowie die Größe der in letzterem induzierten elektromotorischen Kraft und die Anzeige des Galvanometers (52) jeweilig von dem Maß der Abweichung des Eisenkörpers (i5) aus seiner Ost-West-Richtung und somit des Flugzeuges von seinem Kurse abhängen. j. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Erdinduktorspule (23) eine einen Zeiger betätigende, unter dem Einfluß einer Feder (q.2) stehende Magnetnadel (4i) vorgesehen ist.
DEA59672D 1928-11-19 1929-11-20 Elektromagnetischer Kompass Expired DE560731C (de)

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ID=22001982

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DEA59672D Expired DE560731C (de) 1928-11-19 1929-11-20 Elektromagnetischer Kompass

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DE (1) DE560731C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749348C (de) * 1940-03-07 1944-12-16 Induktionskompass
DE963726C (de) * 1937-03-16 1957-05-09 Gustav Barth Dr Ing Magnetkompass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963726C (de) * 1937-03-16 1957-05-09 Gustav Barth Dr Ing Magnetkompass
DE749348C (de) * 1940-03-07 1944-12-16 Induktionskompass

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