DE1139021B - Verfahren zur Herstellung hektographischer Abzuege und photographisches Material hierfuer - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hektographischer Abzuege und photographisches Material hierfuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des in der Hauptpatentanmeldung G 19595 IXa/57 d (deutsche
Auslegeschrift 1016127) beschriebenen Verfahrens
zur Herstellung von zahlreichen hektographischen Abzügen einer auf photographischem Wege erhaltenen
hektographischen Druckform.
Nach dem Verfahren der Hauptpatentanmeldung können von einem beliebigen Original zahlreiche
Kopien hergestellt werden, wenn man
1. dieses Original photographisch auf ein lichtempfindliches Material reproduziert, dessen
Halogensilberemulsion vorzugsweise eine nicht oder nur wenig gefärbte wasserunlösliche Farbstoffkomponente
enthält, wobei man das erzeugte Bild durch gerbende Entwicklung selektiv auf dem Träger des photographischen Materials
haften läßt, während man den Rest der Emulsion entfernt,
2. anschließend das verbleibende gegerbte, die Farbstoffkomponente enthaltende Bild als
Druckform mit dem Kopierpapier in Kontakt bringt, wobei die Druckform und/oder die
Kopierflüssigkeit entweder gesondert oder in Kombination Mittel zur Umsetzung der Farbstoffkomponente
in Farbstoff enthalten, und schließlich
3. die Druckform in Anwesenheit der Kopierflüssigkeit immer wieder mit neuem Kopierpapier
in Kontakt bringt.
Zur Herstellung dieser Druckform oder dieses Reliefbildes sind in der Hauptpatentanmeldung sowie
in der deutschen Auslegeschrift 1 084 570 verschiedene Ausführungsmethoden beschrieben.
Nach den Ausführungsbeispielen der Hauptpatentanmeldung muß das Kopierpapier und/oder die
Kopierflüssigkeit ein Mittel enthalten, das schnell und bei Zimmertemperatur die Farbstoffkomponente
in Farbstoff umsetzt. Falls die Emulsion eine Leukobase enthält, muß das Papier und/oder die Kopierflüssigkeit
ein Oxydationsmittel enthalten. Hierzu kommen besonders in Betracht: hochwertige Cer-,
Vanadium-, Manganverbindungen, Dichromate usw. Weiter kann die Schicht des Kopierpapiers Produkte
zur Erhöhung der Lichtfestigkeit des organischen Farbstoffes, wie Heteropolysäuren, enthalten.
Schließlich muß die Kopierflüssigkeit dafür sorgen, daß entweder die Farbstoffkomponente in der Emulsion
oder der gebildete Farbstoff aufgelöst wird und zum Kopierpapier überdiffundieren kann.
Eine wäßrige Lösung einer Säure, vorzugsweise einer organischen Säure, wie Oxalsäure, Zitronen-Verfahren
zur Herstellung
hektographischer Abzüge
und photographisches Material hierfür
Zusatz zur Patentanmeldung G 19595 IXa/57 d
(Auslegeschrift 1016 127)
(Auslegeschrift 1016 127)
Anmelder:
Gevaert Photo-Producten N.V.,
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore
und Dipl.-Ing. H. Gralfs, Patentanwälte,
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 8. Oktober 1959 (Nr. 244 134)
Niederlande vom 8. Oktober 1959 (Nr. 244 134)
Albert Emiel van Hoof, Berchem, Antwerpen
(Belgien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
säure, Weinsteinsäure usw., befriedigt besonders gut als Kopierflüssigkeit beim Verwenden von Leukobasen.
Im Beispiel 3 der Hauptpatentanmeldung wird eine Methode beschrieben, nach der ein Gelatinerelief, das
eine Leukobase und ein Oxydationsmittel enthält, in Anwesenheit einer wäßrigen Säurelösung mit gewöhnlichem
Papier in Berührung gebracht wird, wobei die Leukobase gleichzeitig in Farbstoff umgesetzt wird,
dieser Farbstoff zum Papier überdiffundiert und also einen gefärbten Abzug des Originals liefert.
Das Kontakthalten der Druckform mit dem Papier kann in einem Kopierapparat des Alkoholduplikatortyps
erfolgen. Falls nun bei diesem Verfahren als Kopierflüssigkeit eine wäßrige Säurelösung verwendet
wird, besteht die Gefahr, daß das Material des Duplikators
angegriffen wird. Darüber hinaus bleibt das mit wäßriger Lösung angefeuchtete Papier leicht auf
dem als Druckform dienenden Bildrelief haften.
Um diese Nachteile zu vermeiden, kann man nach Herstellung des Bildreliefs, das die Leukobase eines Triphenylmethanfarbstoffes enthält, diese Leukobase erst durch eine oder mehrere Badbehandlungen mit
Um diese Nachteile zu vermeiden, kann man nach Herstellung des Bildreliefs, das die Leukobase eines Triphenylmethanfarbstoffes enthält, diese Leukobase erst durch eine oder mehrere Badbehandlungen mit
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einem Oxydationsmittel und einer verdünnten Säure in einen Farbstoff umsetzen und darauffolgend mit
dieser Druckform in einem gewöhnlichen Alkoholduplikator mit Hilfe der üblichen Alkoholduplikator-Kopierflüssigkeit,
die meistens einen oder mehrere niedere aliphatische Alkohole enthält, Abzüge anfertigen.
Aber der Nachteil dieses Verfahrens liegt dann wieder im Ausspülen des gebildeten Farbstoffes
während der zur Umsetzung der Leukobase in Färbstoff
erforderlichen Behandlung, so daß nur eine geringe Anzahl ziemlich unscharfer Kopien erhalten
wird.
Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber eine weitere Ausbildung des Verfahrens der Hauptpatentanmeldung,
nach welcher man zahlreiche scharfe Kopien des Originals herstellen kann. Diese weitere
Ausbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß der im positiven Relief spiegelbild der Druckform gebildete
Farbstoff durch Einwirkung von Di- oder Trichloressigsäure in einen kaum oder in Wasser löslichen
Farbstoff umgesetzt wird, worauf die erhaltene gefärbte Druckform mit einem Kopierpapier in Anwesenheit
eines niederen aliphatischen Alkohols in Berührung gebracht wird.
Das neue Verfahren bietet den bedeutenden Vorteil, daß die Verwendung von sauren Lösungen im
Alkoholduplikator in Wegfall kommt, so daß die korrodierende Wirkung auf Metalleinzelteile vermieden
wird.
Ein anderer bedeutender Vorteil ist darin zu erblicken, daß auf diese Weise dem Auflösen des
Farbstoffbildners im sauren Bad stark entgegengewirkt wird.
Besonders geeignete Oxydationsmittel zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind dieselben,
welche im Hauptpatent Anwendung finden.
Prinzipiell wird die Behandlung des ausgewaschenen Bildreliefs nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
stufenweise wie folgt durchgeführt: Die Druckform kann erst durch ein Oxydationsbad, bestehend
aus einer verdünnten wäßrigen Kaliumpermanganatlösung, und dann durch ein Säurebad, bestehend aus
einer wäßrigen Lösung, die Di- oder Trichloressigsäure enthält, geleitet werden. Diese Di- oder Trichloressigsäure
kann jedoch ebenfalls im Oxydationsbad gelöst sein. Selbstverständlich muß dann die Dioder
Trichloressigsäure mindestens während einer gewissen Zeitdauer mit dem Oxydationsmittel vereinbar
sein,
Nach dieser Behandlung kann die gebildete Druckform nach Entfernung der überschüssigen Flüssigkeit
ohne weiteres verwendet werden zur Herstellung von zahlreichen Abzügen auf Papier, das mit einer
Kopierflüssigkeit angefeuchtet wurde, die hauptsächlieh aus einem niederen aliphatischen Alkohol, wie
Methanol, Äthanol oder Isopropanol oder aus einer Mischung solcher Alkohole untereinander oder mit
Wasser, besteht. Diese Kopierflüssigkeit kann selbstverständlich auch die üblichen Ingredienzien für die
Zusammensetzung von Duplikatorflüssigkeiten enthalten. Solche Zusammensetzungen werden unter
anderem beschrieben in J. Chem. Education, 32, S. 200 bis 202 (1955) und in den USA.-Patentschriften
2 228 108, 2 262 488, 2 294 711.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung, ohne sie jedoch hierauf zu beschränken.
Ein nach der Hauptpatentanmeldung G19595 IXa/
57 d (deutsche Auslegeschrift 1016 127) hergestelltes Material wird hinter einem Original reflektographisch
belichtet. Nach gerbender Entwicklung, wie beschrieben in der deutschen Auslegeschrift 1 084 570, werden
die nicht entwickelten und demzufolge nicht gehärteten Teile der Gelatineemulsionsschicht weggewaschen.
Das so erhaltene Bildrelief wird 5 Sekunden in eine l%ige wäßrige Kaliumpermanganatlösung
getaucht, worauf die überschüssige Lösung durch Quetschen zwischen zwei Gummiwalzen entfernt
wird.
Das behandelte Bildrelief wird dann 5 Sekunden in eine lOVoige wäßrige Trichloressigsäure getaucht.
Die überschüssige Flüssigkeit wird durch Quetschen zwischen zwei Gummiwalzen entfernt, worauf die
erhaltene Druckform auf einem Duplikator befestigt wird, der Isopropanol als Kopierflüssigkeit enthält.
Mit dieser Druckform können zahlreiche scharfe Kopien des zu reproduzierenden Originals hergestellt
werden.
Ein nach Beispiel 1 hergestelltes Gelatinereliefbild wird 30 Sekunden in eine Lösung der folgenden Zusammensetzung
getaucht:
10%ige wäßrige Ammonium-
dichromatlösung 4 cm3
2O°/oige wäßrige Dichloressigsaure-
lösung 50 cm3
Man verfährt weiter wie im Beispiel 1, mit dem Unterschied jedoch, daß Äthanol als Kopierflüssigkeit
verwendet wird.
Ein nach Beispiel 1 hergestelltes Gelatinereliefbild wird 3 Sekunden in eine Mischung von 20 cm3 einer
2O°/oigen wäßrigen Trichloressigsäurelösungund50 cm3
einer Lösung der folgenden Zusammensetzung getaucht:
Cerisulfat t 41 g
Konzentrierte Schwefelsäure .... 28 cm3 Wasser 500 cm3
Die weitere Behandlung erfolgt, wie beschrieben im Beispiel 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung hektographischer Abzüge nach der Hauptpatentanmeldung G19595 IX a/57 d (deutsche Auslegeschrift 1016127), dadurch gekennzeichnet, daß der im positiven Reliefspiegelbild der Druckform gebildete Farbstoff durch Einwirkung von Di- oder Trichloressigsäure in einen kaum oder nicht in Wasser löslichen Farbstoff umgesetzt wird, worauf die erhaltene gefärbte Druckform mit einem Kopierpapier in Anwesenheit eines niederen aliphatitischen Alkohols in Berührung gebracht wird.© 203 679/182 10.62
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