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Telefon für Tauchergerät Bei den bekannten Tauchertelefonen, deren
eine Station beispielsweise im Taucherhelm eines Tauchergerätes untergebracht ist,
ist die Hörkapsel in Höhe des Ohres meistens auf der linken Seite des Kopfes, dagegen
die Sprechkapsel im vorderen Helmteil meist links oberhalb des vorderen Fensters
angeordnet. Die Telefonkapseln haben eine bestimmte Bauhöhe und erfordern dementsprechend
Platz im Tauchergerät. Die seitlich angeordnete Hörkapsel stört hierbei nicht so
sehr wie die Sprechkapsel, da der Kopf des Tauchers während der Arbeit viel häufiger
nach vorn als seitlich an die Helmwandungen heran bewegt wird.
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Die bekannte Anordnung ist dann besonders von Nachteil, wenn batterielose
Telefonsysteme eingebaut werden, die durchweg eine größere Bauhöhe als die sog.
Batteriesysteme besitzen. Bei der Verwendung derartiger batterieloser Telefonsysteme
stört besonders die verhältnismäßig große Bauhöhe der Sprechkapsel. Normalerweise
wird bei den batterielosen Systemen ein Mindestabstand zwischen Sprechkapsel und
dem Mund von etwa 5 cm gefordert. Soll diese Entfernung eingehalten werden, dann
stört die am Vorderbeil angeordnete Sprechkapsel den Taucher sehr, so daß die batterielosen
Telefonsysteme für Tauchergeräte sich nicht durchgesetzt haben.
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(Es sind auch T'auchertelefon.anlagen bekannt, bei denen die Sprechkapsel
gleichachsig mit der HörkapseI und hinter dieser in einem gesonderten
Gehäuse
angeordnet ist, das auf der Außenseite, des Helms befestigt .ist. Diese Einrichtung
hat zunächst den Nachteil, däß die Sprechschallwellen wegen des geringen Durchgangsquerschnittes
des Schallweges zum Mikrophon dieses in unzulänglichem Maße treffen. Versucht der
Taucher zum besseren Hören mit dem Ohr in die Nähe des Hörers zu kommen, dann wird
der Sprechschall noch stärker abgeschirmt. Die Verständigung ist mangelhaft, selbst
wenn die Akustik im Helm gut ist. Die bekannte Telefonanlage ist für batterielose
Telefonsysteme ungeeignet; da deren Lautstärke nicht im notwendigen Maße gesteigert
werden kann. Außerdem hat die- bekannte Vorrichtung den Nachteil, daß der Taucher
sich beim Arbeiten mit dem nach außen ragenden Telefongehäuse an-, Hindernissen
festhaken kann.
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Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Anlagen und zeigt
eine Anordnung, die es gestattet, ohne weiteres auch batterielose Telefonsysteme
zu verwenden.
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Die Erfindung besteht darin, däß die innerhalb des Taucherhelms liegende
Sprechkapsel unmittelbar neben, vorzugsweise oberhalb der Hörkapsel angeordnet ist:
überraschenderweise hat sich gezeigt, däß die Akustik in dem annähernd kugelförmigen
Hohlraum des Tauchergerätes so wirksam ist, daß die Verständigung auch bei der neuen
Anordnung ausreichend -ist; bei der der bisher im allgemeinen geforderte geringe
Abstand zwischen Mund und Sprechkapsel nicht eingehalten wird. Der Abstand der Hörkapsel
von der Wand des Tauchergerätes ist im allgemeinen so bemessen, daß sich der Taucher
mit seinem Ohr in der Nähe der Hörkapsel befindet. An dieser Stelle ist zwischen
dem Kopf des Tauchers und Helmwand genügend Raum. Die Sprechkapsel kann dabei so
nahe an die Hörkapsel herangesetzt werden, daß sie praktisch im Raumschatten der
Hörkapsel liegt, d. h. daß die Bewegung des Kopfes am Helm durch die Sprechkapsel
nicht gehindert wird.
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Die Schallaustrittsöffnung der Hörkapsel wird dabei zweckmäßig nach
der Seite in Richtung auf das Ohr, die Schalleintrittsöffnung der Sprechkapsel etwa
um 9ö'°' versetzt nach vorn gerichtet, so daß die vom Taucher ausgehenden Schallwellen
von der Helmwand reflektiert und gegen die Sprechkapsel geworfen werden.
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Vorteilhaft können Hör- und Sprechkapsel in reinem gemeinsamen Gehäuse
untergebracht sein. Um die Hörkapsel jedem Taucher anpassen zu können, ist es vorteilhaft,
das Telefon vorzugsweise mit nur einer eine Auf- und Abwärtsbewegung zulassenden
Führungs- bzw. Befestigungseinrichtung verstellbar im Helm anzuordnen. Bei der vorzugsweisen
Ausführungsform ist für eine Verstellung nur das Lösen bzw. Anziehen einer Schraube
od. dgl. erforderlich.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. r einen Schnitt durch einen Taucherhelm und Abb.
2 das Telefon in Parallelperspektive, während Abb. 3 eine Einzelheit erkennen läßt.
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Der Taucherhelm Z mit den Fenstern :2 trägt im Innern in der Nähe
des Ohres die Hörkapsel 3, die zusammen mit der Sprechkapsel 4 an einem Lappen 5
befestigt ist. Der Lappen 5, ist mit einem Schlitz 6 versehen, in dem das abgeflachte
Ende 7 des Bolzens 8 verschiebbar eingreift. Der Bolzen 9 ist am Helm durch Löten
oder Schweißen befestigt. Der Lappen 5 und damit das Telefon kann mit Hilfe der
Schraubenmutter 9 in jeder gewünschten Höhe eingestellt werden. Da der Bolzen 8
am Ende 7 abgeflacht ist, kann das Telefon nur auf- und abwärts verschoben werden.
Ein, Verstellen des Telefons in andere Richtungen ist ausgeschlossen.