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Schaltungsanordnung für Signalanlagen Vorliegende Erfindung stellt
eine Verbesserung und Weiterbildung des in dein Hauptpatent 655 853 unter Schutz
gestellten Gedankens dar. Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung
für Signalanlagen, bei welcher Stromstoßreihen zur Einstellung der für die Kennzeichnung
der Signale erforderlichen Schaltwerke ausgesandt werden. Die Signale können optisch
und unter Umständen vergrößert kenntlich gemacht werden. Der Erfindungsgedanke des
Hauptpatents besteht darin, daß bei der gleichzeitigen Einstellung der für die Einstellung
'eines Signals erforderlichen Schaltwerke die Stromstoßbegrenzung für die einzelnen
Schaltwerke durch einen Wähler in der Weise ausgeführt wird, daß, wenn der Schaltarm
des Wählers seine Kontaktbank einmal überstrichen hat, die Einstellung der S_haltwerke
beendet ist und das Zeichen erscheint.
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Gemäß der Ausführung des Hauptpatents sind mit den einzelnen Kontakten
der Kontaktbank des Wählers Tasten in Verbindung, durch deren Drücken entsprechend
dem einzustellenden Signal Stromkreise für bestimmte Relais vorbereitet werden.
Beim Überstreichen der Kontaktbank werden dieselben erregt, und die Stromkreise
für die entsprechenden Magnete der Schaltwerke werden dadurch unterbrochen.
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Durch vorliegende Erfindung wird es erreicht, daß die Prüfrelais,
die bei der Anordnung des Hauptpatents notwendig sind, erspart werden. An Stelle
des Wählers mit nur einer Kontaktbank und einem Schaltarm tritt in vorliegender
Erfindung ein Wähler mit mehreren Schaltarmen und Kontaktbänken; an den Schaltarmen
sind die Einstellmagnete der für die Einstellung eines Signals erforderlichen Schaltwerke
angeschlossen. Mit den Kontaktbänken des Wählers sind die Tastaturen verbunden.
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Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens.
Mittels der Schaltwerke Z1 bis Z5 wird ein bestimmtes Signal gekennzeichnet, indem-
jedes Schaltwerk auf eine bestimmte Zahl eingestellt wird. Für die Einstellung des
Schaltwerkes ist ein besonderer Einstellmagnet D, bis D5 erforderlich. Zur Rückstellung
der eingestellten Schaltwerke sind Rückstellmagnete Ml bis M; vorgesehen. Die Anordnung
kann auch so getroffen werden, daß ein und derselbe Magnet das Schaltwerk, z. B.
Z1, einstellt und auch in die Ruhestellung zurückbringt. Der Wähler mit den Schaltarmen
W, W, bis W;, ist ein Drehwähler bekannter Bauart, und mit den einzelnen Schaltarmen
ist ein bestimmter Einstellmagnet verbunden, so z. B. ist der Einstellmagnet D,
des Schaltwerkes Z1 an dem Schaltarm W1 angeschlossen. Im Ausführungsbeispiel zeigt
das SchaltwerkZl die Zehntausender-, das Schaltwerk Z2 die Tausender-, das Schaltwerk
Z3 die Hunderter-,
das Schaltwerk Z4 die Zehner- und das Schaltwerk
Z5 die Einerziffer einer bestimmten mehrstelligen Zahl an. Diese Anordnung kann
beliebig oft wiederholt werden. Dementsprechend sind die zu den einzelnen Schaltwerken
Z1 bis Z., gehörigen Drehmagnete Dl bis D, mit der Zehntausender-, Tausendertastatur
usw. verbunden. In der Abbildung steht die Zehntausendertastatur, bestehend aus
zehn Tasten, wovon der Einfachheit haber nur vier gezeichnet sind, über dem Schaltarm
W1 mit dem Einstellungsmagneten Dl in- Verbindung, und die Tausendertastatur ist
an der Kontaktbank, über welche der Schaltarm W2 streicht, angeschlossen. Durch
Öffnen bestimmter Tasten in den einzelnen Tastaturgruppen wird eine bestimmte Nummer
gekennzeichnet, und. die entsprechenden Schaltwerke werden entsprechend den gedrückten
Tasten gleichzeitig eingestellt, wobei die Schaltarme des Wählers W, W1 bis W5 nur
einmal ihre Kontaktbände zu überstreichen haben.
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Im folgenden werden die Schaltvorgänge beschrieben, die bei der Einstellung
eines Signals zur Wirkung kommen. Es sei angenommen, daß in der Zehntausendertastatur
der Schalter4. geöffnet wird und in der Tausendertastatur der Schalter 3'. Durch
Schließen der Taste ET
entsteht folgender Stromkreis: Erde, Schaltarm
W, Auslösetaste A T, Einschalttaste ET,
Ruhekontakt 6 b, Schaltraum
W1, Wicklung des Drehmagnets Dl, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis spricht der
Drehmagnet Dl an und schaltet das Schaltwerk Z1 um einen Schritt weiter. Ein weiterer
Stromkreis ist für den Drehmagneten D des Wählers mit den Schaltarmen W, W1 bis
W5 gebildet. Derselbe verläuft über Erde, Schaltraum W, Auslösetaste AT, Einschalttaste
ET, Wicklung des Drehmagnets D, Batterie, Erde. Dadurch werden die Schaltarme
W, W1 bis W,5 um einen Schritt weiter geschaltet. Dadurch ensteht folgender Stromkreis
fürdasRelaisA2: Erde, Schaltarm W, Ruhekontakt 3a1, Wicklung des Relais A2, Batterie,
Erde. Das Relais A2 spricht in diesem Stromkreise an, und durch Umlegen des Kontaktes
ia, wird ein Stromkreis für das Relais A3 über Erde, Arbeitskontakt ia2, Wicklung
des Relais A3, Batterie, Erde gebildet. Das Relais A3 bewirkt durch Umlegen des
Kontaktes 2a3 .eine Erregung des Relais Al. Durch Ansprechen des Relais A1 wird
der beschriebene Stromkreis für das Relais A2 über den Kontakt 3a,. unterbrochen,
so daß dieses abfällt. Durch das Abfallen des Relais A2 wird das Relais A3 aberregt,
und letzteres bewirkt die Aberregung des Relais Al, wodurch wiederum das Relais
A2 erregt wird. Die drei Relais Al, A2 und A3 wirken als Unterbrechungseinrichtung.
Dadurch, daß parallel zur Wicklung des Relais Al und in Reihe mit derselben Widerstände
geschaltet sind, wird erreicht, daß der Kontakt 4a1 in einem bestimmten Rhythmus
geöffnet und geschlossen wird. Durch Schließen des Kontaktes 4a, wird für den Drehmagneten
Dl ein Stromkreis wie folgt gebildet: Erde, Schaltraum W, Stromstoßkontakt 4a1,
Ruhekontakt 6 b, Taste i, Schaltraum W1 (zweiter Kontakt), Wicklung des Drehmagnets
Dl, Batterie, Erde. Durch Öffnen und Schließen des Kontaktes 4a, wird der Drehmagnet
Dl stromstoßweise erregt und dadurch das Schaltwerk-Z, eingestellt.
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Zu gleicher Zeit wird das Öffnen und Schließen des Kontaktes 4a1 der
Drehmagnet D des Wählers mit den- Schaltarmen W, TV, bis W;, erregt. Ebenso
erhalten die Drehmagnete D2, D3, D4 und D,; Strom, da die Tastaturen und somit die
Drehmagnete Dl bis D, parallel geschaltet sind. Die Weiterschaltung des Drehmagnets
Dl erfolgt so lange, bis der Schaltarm Wl auf einen Kontakt auftrifft, an welchen
eine geöffnete Taste angeschlossen ist. Dies ist, wie oben angenommen, die Taste
4. Durch Öffnen derTaste4 wird der Stromstoßkreis für denDrehmagneten Dl unterbrochen.
Dasselbe gilt auch für die übrigen Drehmagnete D2 bis D;;. Der Drehmagnet D des
Wählers mit den Schaltarmen W, W1 bis W5 erhält so lange Strom, bis derselbe wieder
in seiner Ruhelage sich befindet. Während dieses Vorganges ist die Lampe L über
Erde, Schaltarm W, Lampe L, Batterie, Erde eingeschaltet, und dadurch
weiß der Aufsichtsbeamte, daß die Einstellung der Schaltwerke Z1 bis Z; noch nicht
beendet ist. Befindet sich der Wähler mit den Schaltarmen W, W1 bis W, in seiner
Ruhestellung, so ist der Stromkreis für die Lampe L unterbrochen, ebenso der Stromkreis
für das Relais A2. Dadurch fallen auch die übrigen Relais Al und A3 ab. Der Aufsichtsbeamte
kann, nachdem die Lampe L wiederum erloschen ist, die gedrückten Tasten der Tastaturen
in ihre Anfangslage zurückbringen.
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Sollen die eingestellten Schaltwerke Z1 bis Z,; wiederum in ihre Ruhelage
zurückgebracht werden, so ist die Auslösetaste AT umzulegen, wodurch folgender Stromkreis
gebildet wird: Das Relais B spricht über Erde, Batterie, Wicklung I des Relais
B, Taste A T, Schaltarm W, Erde an. Das Relais B legt den Kontakt
6b um, wodurch Stromkreise für die Magnete Ml bis M5 gebildet werden. Der Stromkreis
für den Magneten Ml ist folgender: Erde, Schaltarm W, umgelegte Taste A T, Arbeitskontakt
6 b, geschlossener Kontakt k1, Wicklung des Magnets Ml, Batterie, Erde. Parallel
zu dem Magneten Ml sind die Magnete-M2 bis M,5 geschaltet. Der Drehmagnet D des
Wählers mit den Schaltarmen W, W1 bis W,; erhält Strom über Erde, Batterie,
Wicklung des Drehmagnets D, Auslösetaste A T, Schaltarm W, Erde. Der
Wähler mit den Schaltarmen W, W1 bis W5 wird um
einen Schritt weiter
geschaltet. Der Stromkreis für das Relais B ist dadurch unterbrochen, ebenso der
Stromkreis für den Drehmagneten D. Das Relais B ist in folgendem Haltestromkreis
erregt: Erde, Schaltarm W, Arbeitskontakt 5b, Wicklung Il des Relais B, Batterie,
Erde. Das Relais A2 wird, wie schon beschrieben, zum Ansprechen gebracht. Dadurch
kommt die Unterbrechereinrichtung, bestehend aus den Relais Ai, A2 und A3, zur Wirkung.
Die Lampe L
leuchtet zum zweiten Male auf und zeigt dem Aufsichtsbeamten an,
daß die eingestellten Schaltwerke Z1 bis Z;, in ihre Ruhelage zurückgebracht werden.
Der Drehmagnet D erhält Strom über Erde, Schaltarm W, Stromstoßkontakt 4ai, Wicklung
des Drehmagnets D, Batterie, Erde. Durch Öffnen und Schließen des Kontaktes q.ai
wird der Drehmagnet D stromstoßweise weitergeschaltet, ebenso die Magnete M, bis
M;. Dieselben erhalten wie folgt Strom - Erde, Schaltarm W, Stromstoßkontakt q.
av umgelegter Kontakt 6 b, Kontakt k1, Wicklung des Magnets M" Batterie, Erde. Parallel
zu dem Magneten M, sind die Magnete M2 bis M5 gelegt. Die Stromkreise für die Magnete
M, bis M5 werden unterbrochen, wenn die Schaltwerke Z, bis Z5 in ihrer Ruhelage
sich befinden, wodurch die Kontakte k1 bis k5 geöffnet werden. Der Wähler mit den
Schaltarmen W, W, bis W5 weist mehr Kontakte auf als die Kontaktbänke der Einstellschaltwerke,
um ein sicheres Zurückstellen der Einstellschaltwerke in ihre Ruhelage zu erzielen.
Befindet sich der Wähler mit den Schaltarmen W, Wi bis W5 wiederum in seiner Ruhelage,
so sind die Stromkreise für die Lampe L und das Relais A2 unterbrochen. Dadurch
werden auch die Relais A1 und A3 außer Wirksamkeit gesetzt. Die Tasten
ET und AT sind derart ausgebildet, daß sie, nachdem sie betätigt sind, innerhalb
einer gewissen Zeit selbsttätig in ihre Ruhestellung zurückkehren.