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Vorrichtung zum Abdrucknehmen von Einzelzähnen oder Zahnkavitäten,
bei der die Abdruckmasse von senkrecht zueinander stehenden Wänden gehalten wird
Es sind zwar schon Vorrichtungen zum Abdrucknehmen von Einzelzähnen oder Zahnkavitäten
bekannt, bei denen -die Abdruckmasse von senkrecht zueinander stehenden Wänden gehalten
wird, jedoch waren die bisher geschaffenen derartigen zahntechnischen Geräte mit
dem grundsätzlichen Mangel behaftet, insbesondere bei der Entnahme des Abdruckes
von Zahnkavitäten zu versagen, in solchen Fällen also einen befriedigenden Abdruck
nicht liefern zu können; außerdem zeigten- sie den Übelstand, daß sie während des
Abdrucknehmens an einer dafür besonders -vorgesehenen Handhabe gehalten werden mußten.
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Die Neuerung, durch welche diese Mängel und üb.elstände nunmehr beseitigt
sind, besteht erfindungsgemäß darin, daß ein aus Hartstoff, vorzugsweise Messing,
bestehender, auf seinen Seitenflächen mit kreuzweise verlaufenden Rillen ausgestatteter
balkenförmiger Block ein senkrecht zu ihm stehendes Metallblättchen als Wand trägt,
die bei der Abdrucknahme gleichzeitig zum Festlegender Vorrichtung zwischen die
Zähne geschoben wird. Dadurch wird eine Genauigkeit des Abdruckes erreicht, wie
sie bisher weder mittels der erwähnten älteren Geräte noch durch die allgemeiner
gebräuchliche Entnahmeweise möglich war, bei der mit oder ohne Matrize oder mit
dem Kupferring gearbeitet wurde, und der gegenüber das neue Gerät die zwischen die
Zähne zu legenden Matrizen wie die mühselig zurechtzuschneidenden vorzuhereitenden
Kupferringe entbehrlich gemacht hat.
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In den Abb. I bis i i der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
nach Ausbildung wie nach Anwendung beispielsweise veranschaukcht.
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Die in Abb. i schaubildlich gezeigte Stütze besteht aus dem kleinen,
balkenförmigen Blocka und dem mit seinem Unterteil im Block, beispielsweise durch
Verlötung festgemachten, ihm quer aufsitzenden Metallplättchen b. Vorteilhaft ist
die gesamte Stütze vernickelt oder verchromt.
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Zwei Anwendungsbeispiele der Stütze sollen im folgenden näher beschrieben
werden. Anwendungsbeispiel I zeigt die Abdrucknahme von Sackkavitäten, also von
Kavitäten, die im Zahn sackartig endigen. Die für die gebrannte Porzellanfüllung
oder Goldgußfüllung präparierte Kavität c wird zunächst in der üblichen Weise mit
Vaselin leichteingefettet, dann wird die erforderliche, über einer Flamme erweichte
Menge Abdruckmasse d dem Zahn .entsprechend auf die Stütze a, b gelegt, wie
es aus Abb. 2,ersichtlich ist, und gegen den Zahn. in die Kavität gepreßt, wie in
Abb. 3a, 3b, '3c dargestellt, worauf die Masse nach ihrem Erkalten und Hartwerden
mit der Stütze aus dem Munde entfernt wird, was in Abb. 4a, 4.b, q.c gezeigt ist.
Anwendungsbeispiel
Il veranschaulicht die Abdruckrialune von durchgehenden Kavitäten, also von Kavitäten,
die nicht im Zahne sackartig endigen, sondern von der einen. bi8. zur gegenüberstehenden
Seite des Zahns durchgehen. Auf die Bewältigung dieser @e=` sondersartigen Kavitätform
beim Abdruclmeli5 men ist die Erfindung vor allem ausgegangen. Die Wände der Kavität
e müssen dabei entweder parallel sein, wie in Abb. 5 ersichtlich, oder konisch,
wie in Abb.6 aufgezeigt. Nach dem Einfetten wird, ohne daß Abdruckmasse auf die
Stütze gebracht ist, das Plättchen b zwischen die Zähne geschoben, wobei der Block
a sich gegen die Schneidkante bzw. Kaufläche legt; dabei erfolgt zweckmäßig ein
Andrücken der Stütze gegen die Zähne unter Ausübung eines leichten Druckes, um dadurch
einem Wegrutschen beim Abdrucknehmen wirksam zu begegnen, welche Stützelage in Abb.
7 'veranschaulicht ist. Nunmehr wird zunächst einmal von der die größere Öffnung
aufweisenden Zahnseite her die Masse in die Kavität e gedrückt, deren gegenüberliegenden
Rand sie beinahe erreichen soll, wie es durch Abb.8 verdeutlicht wird, bei der die
nicht sichtbare Rückseite die Aufbringseite für die Masse ist. Danach wird die Masse
abgekühlt und werden die hart gewordene Masse und die Stütze gegen die Zähne gedrückt,
um in ihrer Lage fixiert zu bleiben, worauf dann von der anderen Seite her Abdruck
genommen wird, was in Abb. 9 gezeigt ist. Nach dem Erkalten der Masse werden die
Abdruckteile und die Abdruckstütze in umgekehrter Reihenfolge aus dem Munde entfernt.
Die Abdruckteile werden gegen die Stütze gestützt, gelegt, fixiert; der Abdruck
wird in üblicher Weise mit Zement ausgegossen und die Abdruckmasse nach dem Hartwerden
des Zementes genau, wie üblich, entfernt. Abb. i o gibt eine Draufsicht auf den
aus dem Munde entfernten, auf der Stütze zusammengesetzten fertigOri Abdruck, während
Abb. i i das fertige Zementmodell f von der Vorderseite zeigt.
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-Auf die beschriebene Weise ist es möglIch, .ein ganz. genaues Arbeitsmodell
zu erzielen, das nicht nur die Ränder der Kavität, sondern auch die Dicke des Zahnes
völlig einwandfrei wiedergibt.
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Eine besondere Ausbildung der Stütze bes te 'ht erf indungsgemäß darin,
daß das Metallplättchen b an seinem Oberrand gegen die Mitte zu eingebogen, vorzugsweise
auf seinem Gesamtumfang in annähernder Herzform mit in. den Blocka versenktem Spitzenteil
ausgestaltet ist, wodurch seine Anpassung an den Kiefer zwecks Erhöhung des Festsitzens
bei der Anwendung der Stütze gesteigert wird.
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Gemäß einer anderen weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung der Stütze
ist der Blo,cka auf seinen Seitenflächen mit zweckmäßig kreuzweise angeordneten
Rillen g versehen, was sowohl seine Handhabung mittels der Finger wie auch das Haften
der Abdruckmasse an ihm noch erleichtert.