DE589195C - Elektrischer Schalter mit Freiausloesung - Google Patents
Elektrischer Schalter mit FreiausloesungInfo
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- DE589195C DE589195C DES90170D DES0090170D DE589195C DE 589195 C DE589195 C DE 589195C DE S90170 D DES90170 D DE S90170D DE S0090170 D DES0090170 D DE S0090170D DE 589195 C DE589195 C DE 589195C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/50—Manual reset mechanisms which may be also used for manual release
Landscapes
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
4. DEZEMBER 1933
4. DEZEMBER 1933
REICHSPATENTAMT
KLASSE 21c GRUPPE 6So1
■ Bei Schalteinrichtungen, die zur Unterbrechung von elektrischen Strömen bestimmt
sind, wird bei der Durchbildung und Konstruktion in erster Linie auf die Erreichung
einer großen Schaltgeschwindigkeit Gewicht gelegt. So ist beispielsweise eine Schalteinrichtung
bekanntgeworden, bei der die im Schaltaugenblick zu beschleunigende Masse dadurch sehr klein gehalten wird, daß eine
Scheibe dauernd in Umlauf gehalten wird und im Schaltaugenblick mit Hilfe einer
Bandkupplung mit dem Schalterteil gekuppelt wird, wobei sie infolge ihrer Trägheit erhebliche
Beschleunigungsarbeit für eine rasche
J5 Bewegung der beweglichen Schalterteile abgibt.
Bei Schalteinrichtungen, die durch einen Auslösemagneten ausgelöst werden, liegt ein
wesentliches Verzögerungsmoment in dem großen Auslösewiderstand des Schalters, zu
dessen Überwindung eine verhältnismäßig' große Kraftwirkung erforderlich ist, da bei
der Verklinkung durch Eingriff in Rasten, die sämtlich unter dem Kontaktdruck stehen,
ein verhältnismäßig großer Reibungswiderstand zu überwinden ist, wodurch eine Vergrößerung
der Schaltmechanik und damit auch eine "Verzögerung beim Schalten selbst
bedingt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalter mit Freiauslösung, bei dem ein beweglicher
Schalterteil durch eine Festhaltevorrichtung· entgegen der Wirkung einer Auslösekraft
in der Einschaltstellung festgehalten ist, und zwar sind hierbei die vorgenannten
Nachteile dadurch vermieden, daß erfindungsgemäß als Festhaltevorrichtung eine Bandkupplung
verwendet ist, die unmittelbar an dem beweglichen Schalterteil oder gleichachsigen
unmittelbar mit diesem verbundenen 4« Teil angreift. Auf diese Weise läßt sich die
Lösung der Festhaltevorrichtung durch sehr geringe Kraftwirkung bei sehr geringem Hub
bewirken, so daß man erheblich kleinere Elektromagnete
verwenden kann und eine wesentliehe Steigerung der Schaltgeschwindigkeit
erreicht. Es empfiehlt sich hierbei, von der für Bremsbandkupplungen bekannten Maßnahme
Gebrauch zu machen, die Auslösevorrichtung an dem weniger, belasteten Ende des
Bremsbandes anzuordnein, wodurch eine weitere Verringerung der für die Schalterauslösung
erforderlichen Kraft erreicht wird.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindungen dargestellt. Mit ι ist
ein unbeweglicher Kontaktteil, mit 2 der diesem zugeordnete bewegliche Kontaktteil bezeichnet,
der von einem Schalthebel 3 getragen wird und mit einer als Bremstrommel für die Bandbremse ausgebildeten Walze 4 in
Verbindung steht. Mit 5 ist das Bremsband bezeichnet,.das um die Walze geschlungen ist;
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Frits Rampacher in Berlin-Charlottenburg.
6 bedeutet einen Hebel, der mit dem einen Ende des Bremsbandes 5 in Verbindung steht
und bei gespanntem Bremsband die Walze 4 und damit den Kontaktteil 2 mitnimmt und
diesen in seine Einschaltstellung bewegt. Der Hebel 6 ist hierbei mit einer Sperrklinke 7
versehen, durch die er gegen eine Rückbewegung gesichert wird. Das andere Ende des
Bremsbandesi 5 steht unter der Einwirkung
, η eines Elektromagneten 8, der in dem dargestellten
Beispiel eines Schalters mit sogenannter Freiauslösung von dem Schalterstrom erregt
wird. Zur Einschaltung wird also der Hebel 6 entgegen dem Uhrzeigersinne bewegt
und so der Schalter, da das Bremsband durch die Feder gespannt ist und dadurch den beweglichen Schalterteil mit dem Hebel kuppelt,
geschlossen. Sobald etwa durch einen Überstrom der Elektromagnet 8 erregt wird,
ÄO wird das weniger gespannte Ende des Bremsbandes 5 nachgelassen, wodurch sich nach
einem sehr geringen Hub bereits eine völlige Lösung der Bandbremse ergibt, so daß der
Schalter unter der Einwirkung einer Feder 9 geöffnet wird.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem auch eine -willkürliche Auslösung an dem
weniger belasteten Ende der Bandbremse möglich ist, ist in Abb. 2 dargestellt. An dem
Schalthebel 6 ist hierbei ein federnder Gegenhebel 13 befestigt, der auf einen Hebel 10 einwirkt.
Der Hebel 10 ist hierbei in dem Handhebel 6 gelagert und überträgt eine Bewegung
des Elektromagneten 8 oder des Auslösehebels 13 auf das federnde, weniger belastete Ende
des Bremsbandes 5. Der Hebel ro ist hierbei mit einer Nut 11 versehen, die mit einem
Zapfen 12 des Schalthebels 3 eine Verriegelung für das Bremsband 5 darstellt, derart,
daß dieses nur in der gegenseitigen Lage vom Einschalthebel (6) und Schalterteil (2) gespannt
werden kann, die sie in der Einschaltstellung einnehmen. Durch eine Erregung des, Elektromagneten 8 wird der Hebel 10
ausgeschwenkt, das Bremsband 5 gelockert und dadurch der bewegliche Schalter teil 2
unter der Wirkung der Feder 9 geöffnet. Falls dann der Schalterstrom ausbleibt, bevor
der Schalter in seine Ausschaltstellung gekommen ist, ist ein neuerliches Anspannen
des Bremsbandes 5 nicht möglich, da der Hebel 10 durch den Zapfen 12 gesperrt bleibt.
Bei der Einschaltung des Schalters wird wieder das Bremsband 5 gespannt und dadurch
eine mechanische Kupplung zwischen dem Handhebel 6 und dem Schalterhebel 3 hergestellt,
der Schalter so geschlossen un4 durch die Klinke 7 verriegelt. Ein Öffnen des
Schalters kann aber auch durch Niederdrücken des Hebels 13 erfolgen.
In Abb. 3 ist endlich eine Anordnung dargestellt, bei der die Schalterwelle selbst als
Bremstrommel verwendet ist und das Bremsband diese mehrfach umschlingt. Im übrigen
entspricht diese Anordnung der in Abb. 2 dargestellten Ausführungsart.
Claims (4)
1. Elektrischer Schalter mit Freiaus- 7"
lösung, bei dem ein beweglicher Schalterteil durch eine Festhaltevorrichtung entgegen
der Wirkung einer Auslösekraft in der Einschaltstellung festgehalten ist, dadurch
gekennzeichnet, daß als Festhalte-Vorrichtung eine Bandkupplung (4, 5) verwendet ist, die unmittelbar an dem beweglichen
Schalterteil (2, 3) oder an gleichachsigen, unmittelbar mit diesem
verbundenen Teilen angreift.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöseimpuls
eine Lockerung des weniger belasteten Endes des Bremsbandes (5) bewirkt.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anspannen des
Bremsbandes (5) nur in der gegenseitigen Lage von Einschalthebel (6) und Kontakthebel
(3) möglich ist, die sie in der Einschaltstellung einnehmen, etwa indem
die Spannvorrichtung (10) durch eine
Nockenanordnung (11, 12) bei abweichender Stellung außer Eingriff gebracht ist.
4. Schalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalterwelle
selbst als Bremstrommel dient und das Bremsband mehrmals um diese geschlungen
ist (Abb. 3).
Hierzu. 1 BJatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES90170D DE589195C (de) | 1929-02-28 | 1929-02-28 | Elektrischer Schalter mit Freiausloesung |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES90170D DE589195C (de) | 1929-02-28 | 1929-02-28 | Elektrischer Schalter mit Freiausloesung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE589195C true DE589195C (de) | 1933-12-04 |
Family
ID=7515610
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES90170D Expired DE589195C (de) | 1929-02-28 | 1929-02-28 | Elektrischer Schalter mit Freiausloesung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE589195C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1023811B (de) * | 1955-11-10 | 1958-02-06 | Voigt & Haeffner Ag | Schaltmechanismus fuer Selbstschalter |
-
1929
- 1929-02-28 DE DES90170D patent/DE589195C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1023811B (de) * | 1955-11-10 | 1958-02-06 | Voigt & Haeffner Ag | Schaltmechanismus fuer Selbstschalter |
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