-
Aufgebeeinrichtung an mit Sammelbändern arbeitenden Sortiervorrichtungen
Der Gegenstand vorliegender- Erfindung bezieht sich auf die Aufgebeeinrichtung an
Sortiervorrichtungen mit in senkrechter Ebene untereinanderliegenden Sammelbändern,
wobei die Aufgebeeinrichtung aus miteinander gekuppelten, zu den Sammelbändern in
eine waagerechte Stapellage . einstellbaren Rutschen in den Sortierfächern besteht.
Es ist bei solchen Einrichtungen erforderlich, daß in der Stapellage der Rutschen
keine Gegenstände auf die Sortierbänder gleiten können, weil dadurch eine Fehlleitung
der Gegenstände eintreten kann.
-
Dies 'wird nun erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß durch die Aufgebevorrichtungen
in ihrer Stapellage die in der Sortierschrankrück-,vand vorgesehenen Durchtrittsschlitze
geschlossen werden.
-
In den Abb. i und 2 sind verschiedene Ausführungsformen einer derartigen
Einrichtung, teilweise im Schnitt,. schematisch dargestellt.
-
Bei der in Abb. i gezeigten Einrichtung sind die die beweglichen Schrankwände
5, 6 tragenden Stützeisen 3, 4 an Tischen 1, 2 entsprechend befestigt, während die
Schrankwände 5, 6 in ihrer Oberkante von festen Längswinkeln 7, 8 und drehbaren
Riegeln 9, 1o gehalten werden. Zwischen den beiden Schrankwänden 5, 6 sind in senkrechter
Ebene untereinanderliegend die in Führungsrinnen laufenden Sammelbänder a angeordnet,
die über schlitzartige Durchbrechungen i i bis 16 in den Schrankrückwänden mit Briefen
beschickt werden. . Die beispielsweise in Abb. i angedeuteten rutschenartigen Aufgebeeinrichtungen
17 bis 22 sind kastenartig ineinander geschachtelt und an ihrem Boden mit festen
Achsen 23 bis 27' ausgerüstet, die in an beiden Seiten der Sender 17 bis 22 an der
abnehmbaren Schrankwand 6 festen Winkeleisen 37 drehen. Die freien Enden der Aufgebeeinrichtungen
17 bis 22 sind mit seitlichen Drehzapfen 29 bis 34 versehen, die ein Zugorgan 36
gemeinsam miteinander verbindet. Nahe der Oberkante der abnehmbaren Schrankwand
6 ist ein Tragarm 35 befestigt, der an seinem freien Ende einen Lagerbock 38 aufnimmt,
welcher einen zweiarmigen Handhebel 39 führt, an dessen Ende bei 37 das gemeinsame
Zugorgan 36 angreift. Der Handhebel 39 besitzt ein Sperrsegment mit beispielsweise
zwei Löchern 40, in die ein Steckstift 41 je nach der Lage des Hebels 39 eingeschoben
werden kann.
-
Befindet sich nun das Sortierwerk in Betrieb, so werden die um die
Achsen 23 bis 27' beweglichen Aufgeberutschen 17 bis 22 mittels des beispielsweise
durch einen- einsteckbaren Stift 41 arretierten Handhebels 39 in ihrer Beschickungsstellung
gehalten. Ist nun beispielsweise in betriebsarmen Stunden das Sortierwerk stillgesetzt,
so wird der Handhebel 39 durch Herausziehen des Steckstiftes 41 entsperrt, und die
Rutschen 17 bis 22 bewegen sich in die punktiert angedeutete waagerechte Stellung
A, geben also dem Bedienungspersonal die Möglichkeit, das Sortiergeschäft ungestört
weiter fortzusetzen.
Bei waagerechter Lage der Rutschen werden die
Zuführungsöffnungen zu den Bändern des Sortierbandwerkes geschlossen, so daß keine
Sendungen in das 'Sortierhandwerk gelangen können. Wird nun der Betrieb wiederum
stärker, so werden die rutschenartigen Sender 17 bis 22 mittels des Handhebels
39 in die geneigte Beschickungslage gebracht, der Handhebel 39 durch den Steckstift
41 gesperrt, und die Sortierung der hriefschaften kann nunmehr bei laufendem Sortierhandwerk
weiter erfolgen.
-
Bei der ferner in Abb.2 gezeigten Ausführungsform werden die abnehmbaren
Schrankwände 69,-70 von an den Tischen 65, 66 festen Stützeisen 67, 68 getragen
und an: ihrer Oberkante mittels Winkeleisen 71, 72
und Drehriegeln
73, 7.1. gehalten. In der abnehmbaren Schrankwand 70 sind in üblicher Weise
die Schlitze 75 vorgesehen, durch welche die den Rutschen 76 bis. 79 übergebenen
Briefschaften auf die in Führungsrinnen gleitenden Sammelbänder b gelangen. Die
Rutschen 76 bis 79 sind in ihrer geneigten Beschickungslage starr an der Schrankwand
7o befestigt und besitzen um. Achsen 84 bis 87 schwenkbare bewegliche Teile 8o bis
83. Mit den Achsen 84 bis 87 fest verbunden sind die Lenker 8.4' bis 87', deren
freie Enden bei 88 bis 9i an ein gemeinsames Zugorgan 92 angeschlossen sind. Das
untere freie Ende dieses Zugorganes 92 steht bei 93 mit einem zweiarmigen Hebel
94 in Verbindung; der in einem auf dem Tisch 66 festen Stützlager 95 um die Achse
98 drehbar gelagert ist. Die Feststellung dieses Handhebels c)4, der beispielsweise
ein mit entsprechenden Löchern 94' versehenes Segment 96 trägt, erfolgt durch einen
Steckstift 97. Das obere Ende des gemeinsamen Zugorganes 92 ist über eine Rolle
ioo geführt und besitzt ein Ausgleichgewicht ioi. Die Rolle ioo ist auf einem winkligen,
an 'der Schrankwand 70 festen Träger 99 montiert. Die beweglichen Bodenteile 8o
bis 83 der Rutschen 76 bis 79 sind in ihrer offenen Stellung durch entsprechende,
an den Rutschenboden feste Anschläge 8o' bis 83' begrenzt.
-
Im normalen Betrieb, d. h. wenn die Sammelbänder b laufen, gleiten
also die den einzelnen Rutschen 76 bis 79 übergebenen Briefe ungehindert auf die
Sammelbänder b und werden so den betreffenden Stellen zugeführt. Um nun bei Stillsetzung
des Bandsortierwerkes in verkehrsarmen Stunden oder bei Ausfall des Stromes oder
bei einer Störung usw. die Sortiergeschäfte an den Schränken nicht unterbrechen
zu müssen, werden in einfachster Weise mittels des Handhebels 94, der in die punktierte
Lage C gebracht wird, die Sender 76 bis 79 mittels der Klappen 86 bis 83
abgeschlossen, so daß nunmehr eine weitere Sortierung der Briefe ohne deren unmittelbare
Abgabe an die einzelnen Sammelbänder b erfolgen kann. Erfordern es die Betriebsverhältnisse,
das Sortierwerk wieder in Bewegung zu setzen, d. h. Briefe mittels der Sammelbehälter
b wieder zu fördern, so werden die Durchtrittsöffnungen der Rutschen 76 bis 79 durch
Herausziehen des Steckstiftes 97 und Herabdrücken des Handhebels 94, also durch
Öffnung der Abschlußklapp.en 8o bis 83, wieder freigegeben.
-
Die beschriebenen, beispielsweise nur an einer abnehmbaren Schrankwand
gezeigten Einrichtungen können an sämtlichen abnehmbaren Schrankwänden angeordnet
sein, sowohl an der einen als auch an der gegenüberliegenden Seite des Sortierhandwerkes.