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Senderutschen für Briefsortierwerke Um bei Briefsortierwerken, insbesondere
in kleineren Briefpostämtern, an Betriebskosten zu sparen, ist man dazu übergegangen,
in verkehrsarmen Stunden das Sortierwerk völlig stillzusetzen. Hierbei hat es sich
als besonders zweckmäßig erwiesen, durch entsprechende Einrichtungen die Senderutschen
aus ihrer geneigten Beschickungslage in eine waagerechte Stapellage zu bringen,
um die Sortiergeschäfte auch während des Stillstandes des Bandwerkes nicht unterbrechen
zu müssen. Diesen bei Briefsortierwerken bereits bekannten Einrichtungen haften
jedoch insofern erhebliche Mängel an, als einerseits beim Einschwenken der Senderinnen
in die Stapellage die Höhenlage der einzelnen Sendeschlitze sich ändert und anderseits
ein Durchgleiten der zu stapelnden Briefschaften auf die Sammelbänder leicht möglich
ist, da die Senderinnen auch in der Stapellage an ihren den Sammelbändern zugekehrten
Enden offen sind.
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Diese Mängel werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß jeder Rutschenkanal
in zwei miteinander gekuppelte Hälften unterteilt ist, welche in ihrer Stapelstellung
ein abgeschlossenes Stapelfach bilden. Der Erfindungsgegenstand ist in den Abb.
i bis 6 der Zeichnung schematisch dargestellt.
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Bei dem in Abb. i und 2 schematisch im Schnitt bzw. in Vorderansicht
gezeigten Sortierhandwerk von üblichem Aufbau sind mit a und b die Einwerfschlitze
und mit c die Stapelfächer bezeichnet. Die Senderinnen a', b'
sind in senkrechter
Ebene untereinander in Reihen angeordnet. Die zu sortierenden Briefe werden in üblicher
Weise in Kästen i mittels Transportband 2 den einzelnen Arbeitsplätzen zugeführt.
Die in senkrechter Ebene untereinander laufenden Sammelbänder I, I' werden
in U-förmig gebogenen Rinnen geführt.
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Um in verkehrsarmen Stunden die Sortiergeschäfte nicht unterbrechen
zu müssen, ist jeder Rutschenkanal ä, b' in ein bis auf den Einwerfschlitz
geschlossenes Stapelfach umwandelbar. Wie aus Abb.3 der Zeichnung ersichtlich, besteht
der Kanalboden aus zwei schwenkbaren Teilen io und 14, von denen der Bodenteil io
mittels Scharnier g an ein über die ganze Schrankwand sich erstreckendes Winkeleisen
3 angelenkt ist. Der andere Bodenteil 14 ist mittels Scharnier 15 an ein Konsol
18 angelenkt und trägt beiderseits Lappen 16, die mit Schlitzführungen 17 ausgerüstet
sind. Am freien Ende des schwenkbaren Bodenteiles io sind Führungsstücke 1a vorgesehen,
die beiderseits je einen Stift 13 aufnehmen, der in den Führungen 17 der Lappen
16 gleiten kann. Hierdurch sind die beiden beweglichen Bodenteile io und 14 zwangsläufig
miteinander gekuppelt und nehmen, wenn die Senderutschen c' vorübergehend als Stapelfächer
Verwendung finden sollen, die in Abb. 3 in gestrichelten Linien angedeutete Stellung
ein, wobei der Teil 14 die Rückwand des Stapelfaches bildet.
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Mit den schwenkbaren Bodenteilen io sind Lenker 8 fest verbunden,
die wiederum mittels
Bolzen ii an eine gemeinsame Zugstange 7 angelenkt
sind, durch deren Verstellung der sortierende Beamte je nach Bedarf die Senderutschen
a' in die Beschickungs-oder auch in die Stapellage einstellen kann. Durch die in
der Schrankrückwand i9 vorgesehenen Schlitze i9' gleiten die den Senderutschen a'
übergebenen Briefschaften auf die Sammelbänder I.
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Bei der in Abb.4 der Zeichnung für die Senderutschen b' gezeigten
Ausführungsform, welche durch die größere Entfernung 'der Einwerfschlitze von den
zugeordneten Sammelbändern bedingt ist, bilden die beiden beweglichen Teile 2o und
22 den Kutschenboden. Der Bodenteil 2o ist mittels Scharnier 21 an Winkeleisen 4
angelenkt; der andere Bodenteil 22 ist mit einem Scharnier 23 verbunden, welches
auf den an der Schrankrückwand 27 festen Konsolen 23' befestigt ist. Zwecks Steuerung
der Senderutschen b' sind wiederum Lenker 24 mit den schwenkbaren Bodenteilen 2o
fest verbunden, wobei diese Lenker 24 über Drehbolzen 25 an eine gemeinsame Strebe
6 angeschlossen sind. Auch hier können, wie in Abb. i der Zeichnung schematisch
angedeutet, beispielsweise mittels eines entsprechend feststellbaren Handhebels
5, die Senderutschen b' in die geneigte Beschickungslage oder in die waagerechte
Stapellage, wie in Abb.4 in gestrichelten Linien angedeutet, eingestellt werden.
Die Briefschaften gleiten hier bei geneigter Beschickungslage der Senderutschen
b' durch die in der Schrankwand 27 vorgesehenen üblichen Schlitze 26 auf die Sammelbänder
I, T'.
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Die Führung der Sammelbänder 1 zwischen den Sortierschrankwänden kann,
wie beispielsweise in Abb.5 der Zeichnung dargestellt, derart erfolgen, daß in einem
an der Schrankrückwand 27 festen U-Eisen 28 Führungsbleche 29 gelagert sind, deren
gegenseitiger Abstand durch Paßstücke 30 geregelt ist. Die Führung der Sammelbänder
I kann auch noch in anderer Weise, wie beispielsweise in Abb.6 gezeigt, erfolgen;
es findet hier ein U-förmig gebogenes Blech I' Verwendung, welches von an der Schrankrückwand
27 befestigten Winkeleisen 32 getragen wird.