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DE556167C - Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bilduebertragungsanlagen - Google Patents

Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bilduebertragungsanlagen

Info

Publication number
DE556167C
DE556167C DE1930556167D DE556167DD DE556167C DE 556167 C DE556167 C DE 556167C DE 1930556167 D DE1930556167 D DE 1930556167D DE 556167D D DE556167D D DE 556167DD DE 556167 C DE556167 C DE 556167C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
speed
coupling
arrangement according
arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930556167D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Georg Moeller
Dr Rolf Moeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch Fernsehanlagen GmbH
Original Assignee
Fernseh GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fernseh GmbH filed Critical Fernseh GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE556167C publication Critical patent/DE556167C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/04Synchronising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. AUGUST 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 ai GRUPPE
2i a> F 65.
Fernseh Akt.-Ges. in Berlin-Zehlendorf*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1930 ab
Kleinere Nipkowscheiben lassen sich durch die Synchronisierstromstöße selbst antreiben, wenn man diese sehr weitgehend verstärkt Bei größeren Scheiben muß zur Üiberwindung der Luft- und Lagerreibung ein besonderer Motor verwendet werden, während der Synchronisierungsstrom nur die geringe Leistung der Synchronisierung aufzubringen hat. Die Benutzung eines Motors, der mit
>o der Achse der Nipkowscheibe fest verbunden ist, bedeutet eine Erhöhung des Trägheitsmomentes und eine Erhöhung des Leistungsumsatzes, da Bürstenreibung und Lagerreibung des Motors von dem vom Motor gelieferten Drehmoment mit überwunden werden müssen. Die Erhöhung des Trägheitsmomentes und des Leistungsumsatzes bedeutet aber eine Erschwerung der Synchronisierung. Diese erfordert erhöhte regelnde
ao Kräfte; außerdem neigen große umlaufende Massen zum Pendeln.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebseinrichtung für Nipkowscheiben anzugeben, bei der das Trägheitsmoment nicht erhöht wird, bei der die synchronisierenden Kräfte verringert werden können und bei der das Pendeln vermieden wird.
Auf die Nipkowscheibe wirken bremsend die Lagerreibung und der Luftwiderstand ein, von diesen beiden Bremsmomenten ist der Luftwiderstand das bei weitem größere. Der erste Grundgedanke der Erfindung besteht nun darin, die Luftreibung zum Teil oder ganz als Antriebskraft für die Nipkow-Scheibe zu benutzen. Eine Ausführung dieses ersten Gedankens zeigt die Abb. 1. Der Nipkowscheibe 1 steht in geringem Abstande eine Scheibe 2 gegenüber. Diese wird von einem Motor 3 angetrieben und läuft ungefähr mit der doppelten Drehzahl wie die Nipkowscheibe. Jedenfalls wird die Drehzahl der Antriebsscheibe so einreguliert, daß die Nipkowscheibe etwa auf die richtige für die Bildzerlegung erforderliche Drehzahl kommt.
Den Restantrieb der Nipkowscheibe mit einem Leistungeaufwand von einem Watt, womöglich noch weniger, kann man dann mit einem La Courschen Rade 4 in üblicher Weise hinzufügen.
Da der geschilderte Antrieb auf einer Reibungskraft beruht, so erhält der Antrieb gegen Pendelungen der Synchronisierungseinrichtung die nötige Dämpfung. Wenn die Geschwindigkeit des Antriebsmotors sinkt bzw. ansteigt, d. h. die Nipkowscheibengeschwindigkeit im Verhältnis zur Drehzahl des Motors größer bzw. kleiner wird, so ist die nötige Zusatzenergiedifferenz von dem La Courschen Rade zu liefern.
Um die Reibungskupplung wirksamer zu gestalten, kann man auch vor und hinter der
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Hans Georg Möller, Bergedorf b. Hamburg und Dr. Rolf Möller, Berlin-Zehlendorf.
Nipkowscheibe eine Mitnehmerscheibe anordnen. Das hat den Vorteil, daß die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Nipkowscheibe und Mitnehmerscheibe kleiner wird und daß wegen der quadratisch von der Geschwindigkeitsdifferenz abhängigen Luftreibung das zur Synchronisierung nötige Moment kleiner wird.
Die Anordnung ist in Abb. 2 dargestellt. 5 und 6 sind die beiden Mitnehmerscheiben, die evtl. aus Glas bestehen, falls sie so groß sind, daß sie die der Bildzusammensetzung dienenden Blendlöcher in der Nipkowscheibe ι überdecken. Der Antrieb der Scheibe 5 geschieht direkt, während die Scheibe 6 über vier Zahnräder 7, 8, 9 und 10 angetrieben wird. Man könnte sich auch vorstellen, daß 5 und 6 eine geschlossene Kammer 'bilden, in der die Nipkowscheibe ao liegt. Dabei fiele dann die Zahnradübersetzung fort.
An Stelle der Kupplung durch Luftreibung kann man auch eine solche durch Wirbelströme wählen, wie sie in Abb. 3 darge- SS5 stellt ist. Es gelten hier dieselben Bezeichnungen wie in den früheren Abbildungen, nur ist auf die Nipkowscheibe ein Metallring 11 aufgesetzt, dem zwei Paare von Magneten 12 und 13 gegenüberstehen, die auf der Achse des Motors sitzen. Schließlich können noch Schaufelräder als Luftantrieb dienen, wie es in Abb. 4 gezeichnet ist. Auf der Nipkowscheibe ist der äußere Kranz 14 der Schaufelräder aufgesetzt, während sich das innere Schaufelrad 15 auf der Achse des Antriebsmotors befindet.
Schließlich sei noch eine Flüssigkeitsreibung dargestellt. In Abb. 5 bedeutet 16 eine mit Öl gefüllte Kammer, in der sich zwei Schaufelkränze befinden.,, Schaufelkranz. 17 sitzt auf der Motorwelle, Schaufelkranz 18 auf der Antriebswelle der Nipkowscheibe.
Es sei noch erwähnt, daß die Anordnung auch so getroffen werden kann, daß zwischen Antriebsmotor und Nipkowscheibe ein Differentialgetriebe eingeschaltet wird, mit dessen dritten Ausgang irgendeine der oben beschriebenen Anordnungen, beispielsweise eine Wirbelstrombremse, gekuppelt werden kann. Sämtliche Beispiele sollen zur Erläuterung des Grundgedankens der Erfindung und der durch Anwendung dieses Grundgedankens erreichten technischen Vorteile dienen.
Der Antrieb der Nipkowscheibe geschieht durch eine Reibungskupplung, deren Reibungskraft mit der Geschwindigkeit steigt. (Gleitende Reibung, bei der die Reibungskraft mit der Geschwindigkeit fällt, ist nicht anwendbar, sondern beispielsweise Flüssigkeitsreibung, Luftreibung, Wirbelstrom.)
Hierdurch wird erreicht, daß die Nipkowscheibe selbst sehr leicht gehalten werden kann und nicht durch einen fest mit ihr gekuppelten Motor belastet wird. Zur Synchronisierung ist also nur eine sehr kleine Kraft erforderlich. Weiter wird erreicht, daß die Antriebskraft zugleich die nötige Dämpfung für etwa auftretende Pendelungen der Synchronisierung enthält.

Claims (5)

70 Patentansprüche:
1. Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bildübertragungsanlagen, mit einem annähernd auf die synchrone Drehzahl eingestellten Hauptantriebsmotor und einem die Feinregulierung bewirkenden Regelglied, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptmotor mit dem anzutreibenden Gerät durch eine von der gegenseitigen Geschwindigkeit abhängige Kupplung (Luft-, Flüssigkeits- oder Wirbelstromkupplung), deren Größe mit der Geschwindigkeit wächst, verbunden ist, während der Regler oder Synchronisator mit dem Gerät auf gleicher Welle schlupilos in Verbindung steht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks größter Leistungsübertragung der Schlupf des go Motors bei Flüssigkeitskupplung auf ungefähr V3; bei Wirbelstromkupplung auf ungefähr 1J2 eingestellt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, bei welcher der Antriebsmotor eine mehrfach größere Umdrehungsgeschwindigkeit aufweist als das Gerät, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kupplung und Gerät eine Übersetzung vorgesehen ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, iod dadurch gekennzeichnet, daß als Synchronisator auf der Welle des Gerätes oder auf der Zwischenwelle ein Synchronmotor angebracht ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4 für Fernsehgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß ein durchsichtiges, vom Motor angetriebenes Gehäuse eine in dieses eingeschlossene Nipkowscheibe mittels Luftkupplung bewegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930556167D 1930-02-20 1930-02-20 Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bilduebertragungsanlagen Expired DE556167C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE556167T 1930-02-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE556167C true DE556167C (de) 1932-08-22

Family

ID=34559018

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930556167D Expired DE556167C (de) 1930-02-20 1930-02-20 Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bilduebertragungsanlagen

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE377494A (de)
DE (1) DE556167C (de)
FR (1) FR711339A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE377494A (de)
FR711339A (fr) 1931-09-07

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