DE556167C - Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und Bilduebertragungsanlagen - Google Patents
Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh- und BilduebertragungsanlagenInfo
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- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. AUGUST 1932
22. AUGUST 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 ai GRUPPE
2i a> F 65.
Fernseh Akt.-Ges. in Berlin-Zehlendorf*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1930 ab
Kleinere Nipkowscheiben lassen sich durch die Synchronisierstromstöße selbst antreiben,
wenn man diese sehr weitgehend verstärkt Bei größeren Scheiben muß zur Üiberwindung
der Luft- und Lagerreibung ein besonderer Motor verwendet werden, während der Synchronisierungsstrom nur die geringe Leistung
der Synchronisierung aufzubringen hat. Die Benutzung eines Motors, der mit
>o der Achse der Nipkowscheibe fest verbunden ist, bedeutet eine Erhöhung des Trägheitsmomentes
und eine Erhöhung des Leistungsumsatzes, da Bürstenreibung und Lagerreibung des Motors von dem vom Motor gelieferten
Drehmoment mit überwunden werden müssen. Die Erhöhung des Trägheitsmomentes und des Leistungsumsatzes bedeutet
aber eine Erschwerung der Synchronisierung. Diese erfordert erhöhte regelnde
ao Kräfte; außerdem neigen große umlaufende Massen zum Pendeln.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebseinrichtung für Nipkowscheiben
anzugeben, bei der das Trägheitsmoment nicht erhöht wird, bei der die synchronisierenden
Kräfte verringert werden können und bei der das Pendeln vermieden wird.
Auf die Nipkowscheibe wirken bremsend die Lagerreibung und der Luftwiderstand
ein, von diesen beiden Bremsmomenten ist der Luftwiderstand das bei weitem größere.
Der erste Grundgedanke der Erfindung besteht nun darin, die Luftreibung zum Teil
oder ganz als Antriebskraft für die Nipkow-Scheibe zu benutzen. Eine Ausführung dieses
ersten Gedankens zeigt die Abb. 1. Der Nipkowscheibe 1 steht in geringem Abstande
eine Scheibe 2 gegenüber. Diese wird von einem Motor 3 angetrieben und läuft ungefähr
mit der doppelten Drehzahl wie die Nipkowscheibe. Jedenfalls wird die Drehzahl der
Antriebsscheibe so einreguliert, daß die Nipkowscheibe etwa auf die richtige für die Bildzerlegung
erforderliche Drehzahl kommt.
Den Restantrieb der Nipkowscheibe mit einem Leistungeaufwand von einem Watt,
womöglich noch weniger, kann man dann mit einem La Courschen Rade 4 in üblicher Weise hinzufügen.
Da der geschilderte Antrieb auf einer Reibungskraft beruht, so erhält der Antrieb
gegen Pendelungen der Synchronisierungseinrichtung die nötige Dämpfung. Wenn die
Geschwindigkeit des Antriebsmotors sinkt bzw. ansteigt, d. h. die Nipkowscheibengeschwindigkeit
im Verhältnis zur Drehzahl des Motors größer bzw. kleiner wird, so ist die nötige Zusatzenergiedifferenz von dem
La Courschen Rade zu liefern.
Um die Reibungskupplung wirksamer zu gestalten, kann man auch vor und hinter der
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Hans Georg Möller, Bergedorf b. Hamburg und Dr. Rolf Möller, Berlin-Zehlendorf.
Nipkowscheibe eine Mitnehmerscheibe anordnen. Das hat den Vorteil, daß die Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen Nipkowscheibe und Mitnehmerscheibe kleiner wird und daß wegen der quadratisch von der Geschwindigkeitsdifferenz
abhängigen Luftreibung das zur Synchronisierung nötige Moment kleiner wird.
Die Anordnung ist in Abb. 2 dargestellt. 5 und 6 sind die beiden Mitnehmerscheiben,
die evtl. aus Glas bestehen, falls sie so groß sind, daß sie die der Bildzusammensetzung
dienenden Blendlöcher in der Nipkowscheibe ι überdecken. Der Antrieb der
Scheibe 5 geschieht direkt, während die Scheibe 6 über vier Zahnräder 7, 8, 9 und 10
angetrieben wird. Man könnte sich auch vorstellen, daß 5 und 6 eine geschlossene
Kammer 'bilden, in der die Nipkowscheibe ao liegt. Dabei fiele dann die Zahnradübersetzung
fort.
An Stelle der Kupplung durch Luftreibung kann man auch eine solche durch Wirbelströme
wählen, wie sie in Abb. 3 darge- SS5 stellt ist. Es gelten hier dieselben Bezeichnungen
wie in den früheren Abbildungen, nur ist auf die Nipkowscheibe ein Metallring 11
aufgesetzt, dem zwei Paare von Magneten 12 und 13 gegenüberstehen, die auf der Achse
des Motors sitzen. Schließlich können noch Schaufelräder als Luftantrieb dienen, wie es
in Abb. 4 gezeichnet ist. Auf der Nipkowscheibe ist der äußere Kranz 14 der Schaufelräder
aufgesetzt, während sich das innere Schaufelrad 15 auf der Achse des Antriebsmotors befindet.
Schließlich sei noch eine Flüssigkeitsreibung dargestellt. In Abb. 5 bedeutet 16 eine
mit Öl gefüllte Kammer, in der sich zwei Schaufelkränze befinden.,, Schaufelkranz. 17
sitzt auf der Motorwelle, Schaufelkranz 18 auf der Antriebswelle der Nipkowscheibe.
Es sei noch erwähnt, daß die Anordnung auch so getroffen werden kann, daß zwischen
Antriebsmotor und Nipkowscheibe ein Differentialgetriebe eingeschaltet wird, mit dessen
dritten Ausgang irgendeine der oben beschriebenen Anordnungen, beispielsweise eine
Wirbelstrombremse, gekuppelt werden kann. Sämtliche Beispiele sollen zur Erläuterung
des Grundgedankens der Erfindung und der durch Anwendung dieses Grundgedankens erreichten
technischen Vorteile dienen.
Der Antrieb der Nipkowscheibe geschieht durch eine Reibungskupplung, deren Reibungskraft
mit der Geschwindigkeit steigt. (Gleitende Reibung, bei der die Reibungskraft mit der Geschwindigkeit fällt, ist nicht
anwendbar, sondern beispielsweise Flüssigkeitsreibung, Luftreibung, Wirbelstrom.)
Hierdurch wird erreicht, daß die Nipkowscheibe selbst sehr leicht gehalten werden
kann und nicht durch einen fest mit ihr gekuppelten Motor belastet wird. Zur Synchronisierung
ist also nur eine sehr kleine Kraft erforderlich. Weiter wird erreicht, daß die Antriebskraft zugleich die nötige
Dämpfung für etwa auftretende Pendelungen der Synchronisierung enthält.
Claims (5)
1. Anordnung zur Erzielung eines synchronen Laufs, insbesondere in Fernseh-
und Bildübertragungsanlagen, mit einem annähernd auf die synchrone Drehzahl eingestellten Hauptantriebsmotor
und einem die Feinregulierung bewirkenden Regelglied, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hauptmotor mit dem anzutreibenden Gerät durch eine von der gegenseitigen
Geschwindigkeit abhängige Kupplung (Luft-, Flüssigkeits- oder Wirbelstromkupplung),
deren Größe mit der Geschwindigkeit wächst, verbunden ist, während der Regler oder Synchronisator
mit dem Gerät auf gleicher Welle schlupilos in Verbindung steht.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks größter
Leistungsübertragung der Schlupf des go Motors bei Flüssigkeitskupplung auf ungefähr
V3; bei Wirbelstromkupplung auf
ungefähr 1J2 eingestellt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, bei welcher der Antriebsmotor eine mehrfach
größere Umdrehungsgeschwindigkeit aufweist als das Gerät, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Kupplung und Gerät eine Übersetzung vorgesehen ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, iod
dadurch gekennzeichnet, daß als Synchronisator auf der Welle des Gerätes oder
auf der Zwischenwelle ein Synchronmotor angebracht ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4 für Fernsehgeräte, dadurch gekennzeichnet,
daß ein durchsichtiges, vom Motor angetriebenes Gehäuse eine in dieses eingeschlossene
Nipkowscheibe mittels Luftkupplung bewegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Also Published As
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