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Vorrichtung zum Ausheben von Platten aus Platteneiserzeugern Die Eisplatten,
die bei Platteneiserzeugern an gekühlten Wänden angefroren werden, wurden in der
Regel an Eisenankern, die in die Platten mit eingefroren werden, aus dem Eiserzeugergefäß
herausgezogen, nachdem sie vorher durch Abtauen von der Kühlfläche gelöst wurden.
Dieses Verfahren hatte den .Nachteil, daß die Anker beim nachfolgenden Zersägen
oder Zerbrechen verbogen wurden, claß ferner für jede einzelne zu ziehende Eisplatte
solche Anker als Aushebevorrichtung notwendig waren, während im allgemeinen aus
Zweckmäßigkeitsgründen gleichzeitig nur je eine Platte herausgezogen wurde.
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Es sind daher Vorrichtungen bekannt geworden, die gestatten, Eisplatten
ohne Eiseneinlagen herzustellen und auch aus dem Eiserzeugergefäß herauszuheben.
So wurden zum Herausheben um die abgetauten und schwimmenden Eisplatten Ketten geschlungen,
die an einer Traverse befestigt waren; letztere wurde dann von einem Kran angehoben.
Diese Einrichtung hatte den Nachteil, daß das Umschlingen der Ketten umständlirh
und die Pressung des Eises an der Auflagestelle der Kette groß war.
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Bekannt wurden ferner Einrichtungen, bei denen an den Kranhaken bewegliche,
unten umgebogene Stangenpaare befestigt waren. Diese Stangenpaare wurden so in die
Eiserzeuger eingetaucht, daß Stangen, die zu einem Paare gehörten, die schwimmende
Eisplatte umschlossen und sie nach Innendrehung der abgebogenen Enden unterfaßten,
so daß die Eisplatte dann mit einem Kran herausgezogen werden konnte. Ein Nachteil
dieser Einrichtung war ihr erheblicher Platzbedarf bei der Betätigung im Eiserzeuger
und der Umstand, daß jeweils damit nur eine Platte gezogen werden konnte.
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Ferner sind Anordnungen bekannt, bei denen für jede Plattenhubstange
am Kran ein starrer, unbeweglicher Rahmen vorgesehen ist, der zur Führung der Stange
dient, aber verhindert, daß die Eisplatte am Laufkran geschwenkt werden kann. Die
Eisplatte muß also unbedingt so abgelegt werden, wie es die Fahrbahn des Hubwerks
vorschreibt. Für die Planung einer Eisfabrik ist das sehr störend.
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Es sind auch Vorschläge gemacht worden, die Eisplatten mittels Greifern,
die kniehebelartig an ihren Längs- oder Querseiten anpackten, herauszuheben. Solche
Vorrichtungen erforderten erhebliche Anpreßdrücke und waren im Betrieb außerordentlich
unsicher und gefahrbringend. .
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Durch den Gegenstand der Erfindung ist es jedoch möglich, Platteneis
ohne diese Nachteile, ohne eingefrorene Hebevorrichtung und ohne äußere Greifer
in einfacher, rascher, betriebssicherer und rationeller Weise aus dem Eiserzeugergefäß
herauszuziehen. Die den Gegenstand der Erfindung darstellende Vorrichtung ist mit
einem Rahmen und dieser mit Stangen ausgerüstet, welche unten zu Haken umgebogen
sind. Diese Stangen sind drehbar und erfassen @ v V -unten rechts und
links
mit ihren Haken zugleich je eine Eisplatte, die jeweils auch oben noch durch eine
besondere Vorrichtung gehalten wird, nachdem die Vorrichtung zwischen zwei abgetaute,
im Gefrierwasser schwimmende Platten eingebracht worden ist. Das auf diese Weise
gefaste Plattenpaar wird nun in einfacher Weise zugleich durch einen Kran herausgehoben.
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Der Rahmen, in dem die Hubstangen enthalten sind, ist in allen Richtungen
frei beweglich, so das mit ihm andere Bewegungen ausgeführt werden können, als durch
die Bahn der Laufkatze vorgeschrieben ist. Insbesondere kann die ganze Vorrichtung
mit den Platten nach dem Herausheben um 9o° gegen ihre Lage im Eiserzeuger geschwenkt
werden. Auch kann die Vorrichtung auf ein anderes Hubwerk umgehängt werden. Diese
Möglichkeiten geben große Freiheit in der Anordnung der Kippvorrichtung, des Ablegetisches,
des Sägetisches, der Eismühle usw.
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Zwei beispielsweise Ausführungsformen sind in den: beiliegenden Abbildungen
dargestellt.
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Abb. i ist eine schaubildliche Darstellung einer Ausführungsform der
Erfindung; Abb. 2 ist ein Schnitt durch die Abb. i; Abb.3 ist ein der Abb.2 entsprechender
Schnitt einer anderen Ausführungsform.
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In der Zeichnung bedeutet a den Hauptrahmen der Vorrichtung (Abb.
i), in dem drehbar gelagert vier Stangen b und b' angeordnet sind,
die unten hakenartig ausgebildet sind und oben Drehgriffe haben. Der Rahmen a wird
an den Hakenösen c von einer Traverse d gefast, die in einen Kranhaken gehängt werden
kann.
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Die Vorrichtung wird zwischen zwei Eisplatten so eingesenkt, das die
unteren Haken an den drehbaren Stangen parallel zu den Eisplatten und zum Rahmen
a stehen. Auf diese Weise wird zum Einsenken der Vorrichtung nicht mehr Raum zwischen
zwei Platten gebraucht, als ohnehin zur Erzeugung der Eisplatten nötig ist. Nach
dem Einsenken werden die Stangen b und b' unter die Eisplatten gedreht,
und zwar das eine Paar nach rechts und das andere nach links (Abb.2). Auf diese
Weise werden die beiden Platten zugleich von unten gefast und ruhen, durch die Haken
gegen Abrutschen gesichert, in der Vorrichtung. Damit die Platten beim Herausnehmen
auch nicht an ihren oberen Enden abkippen können, sind Klauen e angebracht, die
oben auf den Stangen b' angebracht sind. Diese Klauen sind längs der Stangen verschieblich
und können daher so eingestellt werden, das sie sich beim Herausheben gerade auf
die Eisplatten aufsetzen und dieselben festhalten. Eine zweckmäßig aus einer Gewindespindel
bestehende Nachstellvorrichtung f dient dazu, die Klauen e gegen die
Platten zu verschieben.
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Durch die Einrichtung nach der Erfindung ist es möglich, Eisplatten
beliebiger Stärke mit derselben Vorrichtung herauszuheben. Bei größeren Eisplatten
werden mehrere Stangen b, b' vorgesehen; auch können mehrere Hakenösen c
angeordnet werden.
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Eine andere beispielsweise Ausführung (Abb.3) gestattet, zugleich
zwei Platten zu fassen, die an einer Kühltasche h angefroren waren. Diese Ausführung
enthält ebenfalls einen Hauptrahmen a mit Stangen b, b', die nach dem Einsenken
der Vorrichtung so gedreht werden, das die unteren Haken die Eisplatten fest fassen.
Oben sind wieder die längsverschieblichen Klauen e mit der Nachstellvorrichtung
f angebracht, wodurch die Eisplatten oben gehalten werden. c bedeutet die Hakenösen,
in welche die Traverse d eingreift.
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Für einen Platteneiserzeuger ist nur eine einzige solche Vorrichtung
erforderlich, die außer zum Herausheben zugleich dazu dient, die Platten auf dem
Kipptisch oder dem Sägetisch abzulegen.
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Eine Vorrichtung nach Abb. r oder 3 gestattet, in einfacher Weise
unter rationellster Ausnutzung des Platzes und der Zeit zum Ziehen des Eises zwei
Platten zugleich in betriebssicherer Art herauszuheben und gefahrlos zu transportieren.