DE3931327C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Anpassung
der Endabregeldrehzahl des Reglers einer Einspritzpumpe
einer ein Fahrzeug antreibenden luftverdichtenden Einspritzbrennkraftmaschine
an die auf das Fahrzeug wirkenden
Fahrwiderstände gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1 und eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 5.
Aus der DE-PS 36 13 685 ist es bekannt, die Endabregelkennlinie
mit steigenden Fahrwiderständen in Richtung höherer
Brennkraftmaschinendrehzahlen zu verschieben. Dadurch wird
erreicht, daß nach dem Hochschalten in die nächsthöhere
Übersetzungsstufe auch bei hohen Fahrwiderständen immer
noch eine ausreichend hohe Anschlußdrehzahl zur Weiterbeschleunigung
des Fahrzeuges gegeben ist. Setzt man nun
eine bestimmte Dauer für den Hochschaltvorgang voraus, so
ist, bezogen auf einen bestimmten Fahrgeschwindigkeitsverlust,
der Drehzahlverlust nach dem Hochschalten bei
größeren Übersetzungen (z. B. 1. Gang) größer als derjenige
bei niederen Übersetzungen (z. B. 5. Gang). Mit anderen
Worten heißt dies, daß, um bei einer vorgegebenen, dem
jeweiligen Fahrwiderstand entsprechenden Abregeldrehzahl
nach dem Hochschalten den gewünschten Wert für die Anschlußdrehzahl
überhaupt erreichen zu können, die Brennkraftmaschine
bei hohen Übersetzungen (z. B. im 1. Gang) um
einen größeren Betrag über die errechnete Abregeldrehzahl
gedreht werden muß als bei niederen Übersetzungen (z. B. im
5. Gang). Damit muß, bezogen auf einen vorgegebenen Fahrwiderstand,
die Endabregelung in jeder Übersetzungsstufe
ab einer anderen Drehzahl erfolgen, um nach einem Schaltvorgang
noch in dem Drehzahlbereich zu sein, aus welchem
heraus bei den gegebenen Fahrwiderständen noch ein Weiterbeschleunigen
des Fahrzeuges möglich ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
bzw. eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 bzw. 5 beschriebenen
Art aufzuzeigen, mit welchem bzw. welcher bezogen auf einen bestimmten
Fahrwiderstand eine Abstimmung der Endabregeldrehzahl
auf die gerade gewählte Getriebeübersetzung nicht
mehr erforderlich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Patentanspruches 1 bzw. 5 gelöst.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Referenzübersetzung
bestimmt, welche bei der Ermittlung der fahrwiderstandsabhängigen
Endabregeldrehzahl mitberücksichtigt
wird. Dadurch kan die Endabregeldrehzahl unabhängig von
der gerade gefahrenen Getriebeübersetzung bestimmt werden,
und zwar so bestimmt werden, daß nach jedem Schaltvorgang
noch eine ausreichend hohe Anschlußdrehzahl vorliegt. Als
Referenzübersetzung wird diejenige Getriebeübersetzung
bestimmt, bei welcher in dem Falle, daß die Brennkraftmaschine
bis hin zu ihrer maximal zulässigen Drehzahl gedreht
wird, im nächsthöheren Gang - unter Annahme eines
gängigen Wertes für die Dauer des Schaltvorganges - noch
eine Anschlußdrehzahl vorliegt, welche im Bereich des maximalen
Drehmomentes der Brennkraftmaschine liegt. Der
Bestimmung der Referenzübersetzung liegt dabei ein Referenzfahrwiderstand
zugrunde, welcher ermittelt wird zum
einen aus den konstanten Fahrzeugdaten, wie z. B. Fahrzeugstirnfläche,
Luftwiderstandsbeiwert, Fahrzeugmasse etc.
und zum anderen aus den die zu erwartenden Fahrbedingungen
charakterisierenden Referenzdaten. Es sind dies z. B. die
Relativgeschwindigkeit aus der Fahrzeug- und der Luftgeschwindigkeit,
der Rollbeiwert und insbesondere die den
Fahrwiderstand vorwiegend beeinflussende Fahrbahnsteigung.
Generell ist zu sagen, daß, je größer die während des Fahrbetriebs
zu erwartenden Fahrwiderstände sind (Fahrt in
unwegsamem Gelände, größere Fahrbahnsteigungen etc.),
desto kleiner muß die Gangstufe bzw. desto größer muß die
Übersetzung sein, bei welcher die Endabregeldrehzahl der
maximal zulässigen Drehzahl der Brennkraftmaschine entspricht.
Mit dem Anspruch 5 ist eine Vorrichtung aufgezeigt, mit
Hilfe derer die Referenzdaten vor jedem Fahrtantritt entsprechend
des zu erwartenden Einsatzprofiles neu eingegeben
und damit berücksichtigt werden können.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer vorteilhaften Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einer Prinzipdarstellung,
Fig. 2 die Funktionsweise der elektronischen Steuereinheit
bei der Ermittlung der Referenzübersetzung
in Form eines Flußdiagrammes und
Fig. 3 die Funktionsweise der elektronischen Steuereinheit
bei der Ermittlung der dem jeweiligen
Fahrwiderstand entsprechenden Endabregeldrehzahl
ebenfalls in einem Flußdiagramm.
In Fig. 1 zeigt 1 eine ein Fahrzeug 2 antreibende Dieselbrennkraftmaschine,
an der eine Kraftstoffeinspritzpumpe
3 angeordnet ist. Die Regelstange dieser Einspritzpumpe
3 wird über einen Stellantrieb 4 betätigt, der wiederum
durch eine elektronische Steuereinheit 5 angesteuert
wird. Die Steuereinheit 5 gleicht in ihren Grundfunktionen
dem in der MTZ 44 (1983), 10 Seiten, 378-380 offenbarten
elektronischen Dieselregler (EDR) bis auf den Unterschied,
daß bei der Steuereinheit 5 zusätzlich noch ein Block zur
erfindungsgemäßen Ermittlung der Endabregeldrehzahl vorgesehen
ist. Mit 6 sind diejenigen Meßwertleitungen bezeichnet,
welche auch bei dem bekannten elektronischen Dieselregler
vorgesehen sind. Zusätzlich wird der Steuereinheit
5 noch ein der aktuellen Fahrbahnsteigung α entsprechendes
Signal zugeführt, welches über einen am Fahrzeug 2 angeordneten
Neigungssensor 7 erfaßt wird. Um den Einfluß von
Bodenunebenheiten zu eliminieren, ist in der Meßwertleitung
8 ein Integrierglied 9 zur Glättung des von dem Sensor 7
erfaßten Signals vorgesehen. An dem Fahrzeug 2 ist ferner
eine Leseeinrichtung 10 für einen mobilen Datenträger 11
(Codekarte mit Magnetstreifen) angebracht, welche über die
Datenleitung 12 ebenfalls mit der elektronischen Steuereinheit
5 verbunden ist. Auf diesen mobilen Datenträger 11
werden vor Fahrtantritt die Daten zur Ermittlung eines
Referenzfahrwiderstandes F W,ref abgespeichert. Diese Referenzdaten
sind erstens feste Fahrzeugdaten, wie z. B. die
Fahrzeugmasse m, die Trägheitsmomente rotierender Bauteile
J R,Trieb , die Stirnfläche A des Fahrzeuges 2, der Luftwiderstandsbeiwert
c w etc., zweitens konstante Zustandsgrößen,
wie z. B. die Luftdichte ρ₁, die Erdbeschleunigung g
etc. und drittens die Daten, welche das während des Fahrbetriebes
zu erwartende Einsatzprofil charakterisieren. Im
einzelnen sind dies die Relativgeschwindigkeit v rel,ref
aus der Fahr- und der Luftgeschwindigkeit zur Ermittlung
des Referenzluftwiderstandes, der Rollreibwert f ref für
die Ermittlung des Referenzrollreibwiderstandes und der
Fahrbahnsteigungswinkel α ref für die Ermittlung des Referenzsteigungswiderstandes.
Vor Fahrtantritt werden also die oben genannten Referenzdaten
auf dem mobilen Datenträger 11 abgespeichert und
über die Leseeinrichtung 10 an einen Speicher 13 der
elektronischen Steuereinheit 5 übergeben (s. Fig. 2). Mit
dem Start der Brennkraftmaschine 1 wird nun aus diesen aus
dem Speicher 13 übernommenen Daten (Eingabeblock 14) zunächst
der Referenzfahrwiderstand F W,ref , welcher sich aus
den einzelnen Komponenten Referenzluftwiderstand F l,ref ,
Referenzrollwiderstand F R,ref und Referenzsteigungswiderstand
F S,ref zusammensetzt (s. Block 15, Fig. 2), gemäß der
Beziehung
berechnet. Aus diesem Referenzfahrwiderstand F W,ref wird
anschließend im Block 16 unter Mitberücksichtigung der
Fahrzeugmasse m, der einzelnen Trägheitsmomente J R,Trieb
und des dynamischen Reifenradius r dyn die auf das Fahrzeug
2 wirkende Referenzverzögerung a v,ref gemäß
ermittelt. Mit dieser Referenzverzögerung a v,ref und einer
angenommen Schaltdauer t s zwischen zwei Übersetzungsstufen
wird dann im Block 17 genau diejenige Getriebeübersetzung
(Referenzübersetzung i G,ref ) errechnet, von
welcher aus nach dem Ausdrehen der Brennkraftmaschine 1
bis hin zur maximal zulässigen Drehzahl der Brennkraftmaschine
n max in der nächsthöheren Übersetzungsstufe noch
eine vorgegebene Anschlußdrehzahl n Ziel gegeben ist. Diese
Anschlußdrehzahl n Ziel liegt im Bereich des maximalen
Drehmomentes der Brennkraftmaschine 1. i G,ref wird ermittelt
nach der Vorschrift
In diesem Ausführungsbeispiel ist ein Getriebe mit geometrischer
Stufung vorgesehen, wobei die Größe β den entsprechenden
Stufensprung darstellt. i D bezeichnet den Wert
für die konstant bleibende Hinterachsübersetzung. Da der
errechnete Wert für i G,ref in den meisten Fällen nicht
exakt einer realen Getriebeübersetzung entspricht, kann in
dem Block 18 aus einem Speicher die dem errechneten Wert
am nächsten liegende reale Getriebeübersetzung als Referenzübersetzung
i ref ausgelesen werden. Für die Funktion
ist dieser Abgleich jedoch nicht erforderlich, d. h. es
kann auch mit einer nicht real vorhandenen Referenzübersetzung
i ref weitergerechnet werden.
Sind während des Fahrbetriebes relativ hohe Fahrwiderstände
zu erwarten, so ist eine relativ große Referenzübersetzung
i ref erforderlich, d. h. also, schon in einer
relativ niederen Gangstufe muß nach einem Ausdrehen der
Brennkraftmaschine 1 bis hin zu ihrer Maximaldrehzahl n max
in der nächsthöheren Gangstufe eine Drehzahl vorliegen,
die im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine
liegt. Sind die zu erwartenden Fahrwiderstände
relativ gering, so genügt als Referenzübertragung i ref
eine höhere Gangstufe, also eine niedere Übersetzung. Im
Falle des Ausdrehens der Brennkraftmaschine 1 bis zu ihrer
maximal zulässigen Drehzahl n max bei solchen Übersetzungen,
welche größer sind als die Referenzübersetzung
i ref (Ausdrehen in kleinerer Gangstufe), liegt die Anschlußdrehzahl
dann natürlich unterhalb der Drehzahl, bei
welcher das Drehmoment maximal ist, jedoch liegt sie immer
noch in einem Bereich, in welchem ein Weiterbeschleunigen
des Fahrzeuges 2 bei den zugrundeliegenden Fahrbedingungen
möglich ist.
Zur Wahl der die Einsatzbedingungen charakterisierenden
Referenzdaten v rel,ref , f ref und α ref ist folgendes zu
sagen. Ist z. B. zu erwarten, daß das Fahrzeug im Fahrbetrieb
des öfteren größere Steigungen zu überwinden hat,
also daß der mittlere Fahrbahnsteigungswinkel relativ groß
ist, so ist der entsprechende Referenzsteigungswinkel α ref
relativ gering zu wählen. Ein kleiner Referenzsteigungswinkel
α ref führt zu einem relativ geringen Referenzfahrwiderstand
F W,ref (Block 15) und demzufolge zu einem geringen
Referenzverzögerungsbetrag a v,ref (Block 16). Mit
einer geringen Referenzverzögerung a v,ref ergibt sich jedoch
eine hohe Referenzübersetzung i G,ref (Block 17), also
eine relativ niedere Gangstufe (Block 18), von welcher aus
nach einem Hochdrehen bis zur maximal zulässigen Drehzahl
n max im nächsthöheren Gang noch eine Anschlußdrehzahl im
Bereich des maximalen Drehmomentes gegeben ist.
Analog hierzu gilt für den Referenzrollreibwert f ref bzw.
für die Referenzrelativgeschwindigkeit v rel,ref , daß dieser
bzw. diese bei zu erwartenden Fahrbedingungen mit hohem
mittlerem Rollreibungsfaktor (schlechter Straßenzustand)
bzw. mit hoher mittlerer Relativgeschwindigkeit
relativ klein zu wählen ist, um eine relativ hohe Referenzübersetzung
zu erhalten und umgekehrt.
Messungen haben gezeigt, daß der Einfluß des Luft- und des
Rollwiderstandes auf die Verzögerung des Fahrzeuges 2
während eines Schaltvorganges minimal ist.
Über die Referenzdaten v rel,ref , f ref und a ref können auch
weitere, den Fahrwiderstand nicht unmittelbar beeinflussende
Faktoren mitberücksichtigt werden, wie z. B. die Antriebseigenschaften
des Fahrzeuges. So wäre es denkbar,
bei einer relativ schwachen Brennkraftmaschine einen relativ
geringen Referenzsteigungswinkel vorzugeben, was
letztendlich zu einer höheren Referenzübersetzung führt.
In Fig. 3 ist aufgelegt, wie die elektronische Steuereinheit
5 mit dieser zuvor errechneten Referenzübersetzung
i ref in Abhängigkeit des den Fahrwiderstand überwiegend
beeinflussenden aktuellen Steigungswiderstandes die aktuelle
Endabregeldrehzahl n ab ermittelt.
Da, wie bereits gesagt, auf die Verzögerung des Fahrzeuges
während eines Schaltvorganges sowohl der Luftwiderstand
als auch der Rollreibungswiderstand einen nur minimalen
Einfluß haben, wurde in diesem Ausführungsbeispiel auf
eine separate Ermittlung der aktuellen Werte dieser beiden
Komponenten verzichtet. Selbstverständlich ist es in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ebenso möglich, mehrere
Fahrwiderstände zusammen zu erfassen, z. B. über die
Hochdrehgeschwindigkeit der Brennkraftmaschine und damit
dann die entsprechende Endabregeldrehzahl n ab zu ermitteln.
Zunächst wird nun über den Eingabeblock 19 das der aktuellen
Fahrbahnsteigung entsprechende, vom Sensor 7 erfaßte
Signal α (Steigungswinkel) eingelesen. Aus einem in einem
Festwertspeicher abgelegten Kennfeld wird nun in Block 20
die dieser aktuellen Fahrbahnsteigung α entsprechende, auf
das Fahrzeug 2 während eines Schaltvorganges wirkende
Verzögerung a v ausgelesen. Im anschließenden Block 21 erfolgt
die Berechnung der aktuellen Endabregeldrehzahl n ab
unter anderem mit der zuvor ermittelten aktuellen Verzögerung
a v und mit der nach dem Start der Brennkraftmaschine
ermittelten Referenzübersetzung i ref gemäß der
Vorschrift
Wie auch bei der Ermittlung der Referenzübersetzung,
bezeichnet n Ziel die gewünschte Anschlußdrehzahl im Bereich
des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine, β
den Stufensprung des geometrisch abgestuften Getriebes, t s
die vorgegebene Schaltdauer, i D die Hinterachsübersetzung
und r dyn den dynamischen Reifenradius.
Da es sich bei einer Verzögerung um eine negative Beschleunigung
handelt, wird in der Beziehung in Block 21
zur Ermittlung von n ab die Verzögerung a v natürlich mit
negativem Vorzeichen eingesetzt, so daß die
Endabregeldrehzahl n ab mit größer werdender Verzögerung,
also mit steigenden Fahrwiderständen, auch größer wird und
umgekehrt.
Im folgenden Verzweigungsblock 22 wird überprüft, ob die
errechnete Endabregeldrehzahl n ab größer ist als die
maximal zulässige Brennkraftmaschinendrehzahl n max . Wenn
ja, wird die Endabregeldrehzahl n ab im Block 23 festgesetzt
auf die maximal zulässige Drehzahl n max , um eine
Beschädigung der Brennkraftmaschine 1 durch Überdrehzahlen
auszuschließen. Liegt der errechnete Wert für n ab unterhalb
von n max , folgt im Verzweigungsblock 24 die Abfrage,
ob die errechnete Endabregelzahl n ab unterhalb einer
vorgegebenen Mindestdrehzahl n min liegt. In diesem Fall
wird im Block 25 die Endabregeldrehzahl n ab auf n min
festgesetzt. Diese Überprüfung ist für den Fall vorgesehen,
daß aufgrund eines technischen Defektes der elektronischen
Steuereinheit 5 eine zu niedere Endabregeldrehzahl
n ab ermittelt wird und damit eventuell eine ausreichende
Anschlußdrehzahl nach einem Schaltvorgang nicht mehr gewährleistet
sein könnte.
Weiterhin wird mit der Begrenzung auf n min der Bedienungsfreundlichkeit
Rechnung getragen, indem auf alle
Fälle immer ein gewisser Drehzahlbereich und damit auch
eine gewisse Mindestmotorleistung zur Verfügung steht.
Im Falle einer Endabregeldrehzahl n ab , die höher liegt als
die Mindestdrehzahl n min , wird genau dieser Wert n ab für
die Ansteuerung der Regelstange der Kraftstoffeinspritzpumpe
3 zugrunde gelegt. Darüber hinaus wird dem Fahrer
durch ein Display die aktuelle Endabregeldrehzahl n ab angezeigt
(Ausgabeblock 26).
Im Verzweigungsblock 27 wird abgefragt, ob die Brennkraftmaschine
bereits abgestellt ist. Falls nicht,
verzweigt die Steuerung zurück zum Punkt 28, wonach erneut
die aktuelle Fahrbahnsteigung eingelesen wird.
Ist die Brennkraftmaschine abgestellt, können vor einem
erneuten Starten neue Referenzwerte an den Speicher 13
eingegeben werden (Einlesen des mobilen Datenträgers 11
mittels der Leseeinrichtung 10). Sollte dies vor dem Start
der Brennkraftmaschine 1 nicht erfolgen, so werden als
Referenzdaten diejenigen verwendet, die noch von einem
früheren Einlesevorgang gespeichert sind.
Claims (5)
1. Verfahren zur Anpassung der Endabregeldrehzahl des Reglers
der Einspritzpumpe einer ein Fahrzeug antreibenden
luftverdichtenden Einspritzbrennkraftmaschine an die auf
das Fahrzeug wirkenden Fahrwiderstände derart, daß die
Endabregelkennlinie des Reglers mit steigenden Fahrwiderständen
in Richtung höherer Brennkraftmaschinendrehzahlen
verschoben wird und umgekehrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst ein den Fahrzeugeinsatzbedingungen entsprechender
Referenzfahrwiderstand (F W,ref ) und daraus unter
Berücksichtigung der entsprechenden Referenzfahrzeugdaten
und einer vorgegebenen Schaltdauer (t s ) zwischen zwei Übersetzungsstufen
eine Referenzverzögerung (a v,ref ) ermittelt
wird, daß anschließend diejenige Getriebeübersetzung (Referenzübersetzung
i ref ) ermittelt wird, von welcher aus unter
Zugrundelegung der zuvor bestimmten Referenzverzögerung
(a v,ref ) nach dem Ausdrehen der Brennkraftmaschine
bis hin zur maximal zulässigen Drehzahl (n max ) nach der
vorgegebenen Schaltdauer ( s ) in der nächsthöheren Übersetzungsstufe
noch eine Anschlußdrehzahl (n Ziel ) gegeben ist,
welche im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine
liegt und daß während des Fahrbetriebes in
Abhängigkeit dieser Referenzübersetzung (i ref ) und in Abhängigkeit
des aktuellen Fahrwiderstandes die aktuelle
Endabregeldrehzahl (n ab ) ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzfahrwiderstand (F W,ref ) aus der Summe des
Referenzluftwiderstandes, des Referenzrollwiderstandes und
des Referenzsteigungswiderstandes bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenzrelativgeschwindigkeit (v rel,ref ) zwischen der Fahr- und der Luftgeschwindigkeit zur Ermittlung des Referenzluftwiderstandes bei einer großen zu erwartenden mittleren Relativgeschwindigkeit während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt,
daß der Referenzrollreibwert (f ref ) zwischen Fahrzeugreifen und dem Fahrbahnbelag zur Ermittlung des Referenzrollwiderstandes bei einem großen zu erwartenden mittleren Rollreibwert während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt und
daß der Referenzfahrbahnsteigungswinkel (α ref ) zur Ermittlung des Referenzsteigungswiderstandes bei einem großen zu erwartenden mittleren Fahrbahnsteigungswinkel während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt.
daß die Referenzrelativgeschwindigkeit (v rel,ref ) zwischen der Fahr- und der Luftgeschwindigkeit zur Ermittlung des Referenzluftwiderstandes bei einer großen zu erwartenden mittleren Relativgeschwindigkeit während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt,
daß der Referenzrollreibwert (f ref ) zwischen Fahrzeugreifen und dem Fahrbahnbelag zur Ermittlung des Referenzrollwiderstandes bei einem großen zu erwartenden mittleren Rollreibwert während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt und
daß der Referenzfahrbahnsteigungswinkel (α ref ) zur Ermittlung des Referenzsteigungswiderstandes bei einem großen zu erwartenden mittleren Fahrbahnsteigungswinkel während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und umgekehrt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenzübersetzung (i ref ) jeweils vor Fahrtantritt
ermittelt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 4 mit einem den aktuellen Fahrwiderstand
erfassenden Sensor, über welchen einer elektronischen
Steuereinheit ein dieser Größe entsprechendes elektrisches
Signal zugeführt wird, welche Steuereinheit ein
Stellwertsignal zur Ansteuerung eines die Regelstange der
an der Brennkraftmaschine angeordneten Kraftstoffeinspritzpumpe
betätigenden Stellgliedes erzeugt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Steuereinheit (5) über eine Datenleitung
(12) mit einer Leseeinrichtung (10) für einen mobilen
Datenträger (11) verbunden ist, auf welchen die Referenzdaten
des Fahrzeuges (2) und die die zu erwartenden Fahrbedingungen
charakterisierenden Referenzdaten abspeicherbar
sind.
Priority Applications (3)
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