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DE362480C - Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhueten - Google Patents

Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhueten

Info

Publication number
DE362480C
DE362480C DEL51398D DEL0051398D DE362480C DE 362480 C DE362480 C DE 362480C DE L51398 D DEL51398 D DE L51398D DE L0051398 D DEL0051398 D DE L0051398D DE 362480 C DE362480 C DE 362480C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hat
finishing
hood
brush
machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL51398D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIEDRICH LIPPE
Original Assignee
FRIEDRICH LIPPE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIEDRICH LIPPE filed Critical FRIEDRICH LIPPE
Priority to DEL51398D priority Critical patent/DE362480C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE362480C publication Critical patent/DE362480C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/08Hat-finishing, e.g. polishing, ironing, smoothing, brushing, impregnating, stiffening, decorating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Helmets And Other Head Coverings (AREA)

Description

  • Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhüten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhüten, bei welcher der mit Appreturflüssigkeit getränkte Filzkörper auf einer Hutform mit Bürsten bearbeitet wird. Sie benveokt insbesondere das Aufbringen von Appreturflüssigkeiten auf angeformte Hüte auf maschinellem Wege.
  • Bisher geschah dies von Hard vermittels Bürste oder Pinsels auf einer auf einem Zapfen oder Dorn aufgesteckten Holzform oder in anderem Falle auf einer drehbaren Tourmaschine, worauf der zu appretierende Hutkörper aufgezogen wunde, wie dieses ausführlich ,in dem Werk »Die Hutmacherkunst« von C. B o r t f e 1,d im 14. Kapitel »Die Steiferer« geschildert ist.
  • Bei kegelförmigen, noch nicht angeformten Hutkörpern (Stumpen) .benutzte man zum Appretieren die Wringmaschine oder andere Maschinen, bei denen der auf einen Kegel aufgezogene Hutstumpen nach Eintauchen ,in die Appreturflüssigkeit oder durch Auftragen der letzteren mittels mechanisch bewegter Walzenbürsten bearbeitet wurde.
  • Es bezwecken diese hier besonders in Frage kommenden Maschinen wohl eine maschinelle Appretierung von konischen Hutkörpern (Stumpen), wobei die Appretur in den Stumpen hineingedrückt und verrieben wird, sie können aber nie die überflüssige Appretur gleichzeitig von der Oberfläche und Innenseite entfernen.
  • Bei der Handarbeit, wie solche bei vorgeformten Hutkörpern in Anwendung kommt, ergeben sich, da meist mehrere Arbeiter mit dieser Arbeit beschäftigt werden, mangelhafte und ungleiche Produkte; der Hauptübelstand .dabei ist meist eine Übersättigung mit Appretur. Zu viel Appretur zerstört und zersetzt den Filz und verringert demnach die Tragfähi,gkeit.
  • Diese Übelstände zu -beseitigen, ist der Zweck der neuen Erfindung, die darin besteht, daß die hohle Hutform dem aufzuziehenden, in Kopf und Rand vorgeformten Hutkörper entspricht, mit Lochungen versehen ist und mit einer der Form -des Hutträgers entsprechenden, mechanisch angetriebenen Ge?enform, welche im Innern mit Bürsten versehen ist (Bürstenhaube), zusammenarbeitet, so daß beim Drehen der Bürstenhaube durch den gleichmäßig verteilten Druck der Bürsten auf den -Hutkörper die Appreturmasse auf der Oberfläche .durch wenige Umdrehungen einerseits überall gleichmäßig verteilt .bzw. abgestrichen wird, andererseits aber die an der inneren Seite des Hutkörpers haftende Appreturmasse durch die Lochungen des Hutträgers abtropfen und dem unterhalb des Arbeitstisches des Hutträgers befindlichen Appreturmittelbehälter zufließen kann.
  • Zur Begünstigung des Verstreichens und Herunterstreichens der Appreturmasse vom Hutkopf nach dem Hutrand besteht der Bürstenbelag der Bürstenhäube aus mehreren von der Haubenspitze nach dem Haubenrand schräg verlaufenden Bürstenbändern, die nacheinander in verschiedenen Entfernungen von der Haubenspitze beginnend angeordnet sind.
  • Die neue Maschine ist in den Abb. i und 2 im Seitenriß und Grundriß dargestellt; Abb. 3 und 4 zeigen die Haubenbürste im Schnitt und in Draufsicht, Abb. 5 und 6 :die Hutform im Schnitt und in Draufsicht.
  • Die Hauptbestandteile der Maschine bilden, wie Abb. i und 2 zeigen, der mit Kupfer oder Zinkblech ausgeschlagene Kasten a, welcher durch :die Scheidewand b in zwei Teile a1 und a2 geteilt wird. Längs über dem Rauar d, a2, parallel zum Boden, lagern zwei Führungsschienen c und cl, welche als Gleitvorrichtung für die hohle Hutform (Hutträger d) dienen. Als Gegenstück sind an der Grundplatte e des Hutträgers die Gleitschienen f, f1 angebracht. Die Verlängerung der beiden Führungsschienen c, cl :bilden die beiden auf dem senkrecht beweglichen Arbeitstisch h eingelassenen Schienen g, g1, so daß man, wenn der Arbeitstisch sich in ruhender Stellung befindet, den darauf befindlichen Hutträger über den Kasten a ein- und ausschieben kann. An der unteren Seite des Arbeitstisches sind Gleitrollen i und il angebracht, welche als Angriff für die .auf .der Welle k gelagerten beiden Exzenter l und h dienen. An dem einen Ende der -Welle k ist ein Handhebel m befestigt-, welcher ein Verdrehen :der Welle k und somit der Exzenter ermöglicht, wodurch ein Senkrechtverstellen des Arbeitstisches h mit dem Hutträger derreicht wird. Damit ein Ecken ,des Arbeitstisches bei der Verstellung unmöglich bzw. vermieden wird, wird derselbe durch drei schwalbenschwanzartige Führungsschienen ia, 111, n2, welche an den Begrenzungswänden .des Raumes a2 befestigt sind, geführt. Die beiden in den Räumen a1, a2 vorgesehenen, nahe am Boden liegenden öfnungen o, o1 dienen zum Ablassen der Behandlungsflüssigkeit. Auf den Seitenwänden des Raumes a2 sind zwei gußeiserne Lagerböoke p, p1 befestigt, welche als Lagerung der Antriebswelle q für .die drehbare Bürstenhaube v dienen. Die Welle q wird durch die Fest- und Losscheibe y, r1 angetrieben und vermittels des auf der Welle q befestigten Kegelzahnrades s einerseits und des Kegelzahnrades t andererseits die senkrechte Welle ic, welche :mit der Bürstenhaube v starr verbunden und in der Traverse w gelagert ist, in eine drehende Bewegung versetzt. Die drehbare Bürstenhaube v ist, wie Abb. 3 und d. zeigen, im Innern mit drei schräg verlaufenden 6.bis 7 cm breiten Bürstenbändern versehen, welche .den Zweck haben, die überschüssige Appretur herunterzustreichen. Diese Bürstenbänder sind aus kräftigem Leder hergestellt und mit ,Haarborsten versehen. Das Bürstenband i nimmt seinen Anfang im Drehpunkt der Haube, Band 2 bei v1 und Band 3 bei vz. Sämtliche Bänder sind, wie bei Abb.3durch Striche angedeutet, mit Schrauben befestigt, welche voH. außen leicht lösbar sind.
  • Der Hutträger d besitzt, wie Abb. 5 und 6 zeigen, außer der Grundplatte c noch den. im Scharnier x gelagerten Spannbügel y, welcher vorn in den Handgriff z verläuft. Der Handgriff z dient als Handhabe für die Bewegung des Hutträgers d und wird durch den hakenförmigen Hebel z1 in eine spannende Lage gehalten. Damit der Spannbügel y eine bessere Auflage hat, ist der Hutträger d mit einer Nut z2 versehen, worin der Hutrand des Hutkörpers festgeklemmt wird. Das Scharnier z sowie der Hebel z1 finden ihre Befestigung an der Grundplatte e.
  • Der Gebrauch .der Maschine .erklärt sich wie folgt: Ein im Kopf und Rand vorgeformter Hutkörper wird vermittels Tauchverfahrens mit Appreturflüssigkeit getränkt und auf den mit Lochungen versehenen Hutträger d aufgezogen und durch die Hebevorrichtung in, k, 1, i, da in .die rotierende Bürstenhaube v gedrückt, wo auf mechanischem Wege die überflüssige Appreturmenge von der Oberfläche des Hutkörpers zuverlässig und sicher entfernt wird. Die Perforationslöcher dl des Hutträgers d bewirken ferner den: sofortigen Abfluß der überschüssigen Appretur auch von der inneren Seite des Hutkörpers, welche unter dem Druck der im Innern ,der Bürstenhaube v angeordneten Bürsten herausgepreßt wird. Wäre der Hutträger d nicht mit Perforationslöchern versehen, so würde die überschüssige Appretur keinen freien Abfluß haben. Durch die schräge Anordnung der Bürsten wird erreicht, daß die überschüssige Appretur, welche sich auf der Oberfläche des Hutkörpers befindet, vom oberen Drehpunkt nach unten bis über .den äußeren Rand ides Hutkörpers gestrichen wird und somit zum Abschluß kommt, während gleichzeitig der' Druck der rotierenden Bürsten auf die Innenseite des Hutkörpers wirkt und idie überschüssige Appretur durch die Perforationslöcher es Hutträgers treibt.
  • Wenn mit einigen Umdrehungen die Säuberung des Hutkörpers .beendet ist, wird der Hutträger mit idem darauf befindlichen Hutkörper mittels der Hebevorrichtung wieder in Ruhestellung :gebracht und der Hutträger auf dem Gleitschlitten (Grundplatte e) mit Gleitschienen f, f1 hervorgezogen, um eine unbehinderte Auswechselung -des Hutkörpers vornehmen zu können.
  • Auf die Weise wird ein in Kopf und Rand vorgeformter Hutkörper schnell gleichmäßig und zuverlässig mit Appretur versehen, und G die überschüssige Appretur zurückgewonnen und erspart.
  • Der Hutträger sowie die Bürstenhaube sind kreisrund hergestellt, da ja der vorgeformte Hutkörper, welcher appretiert werden soll, .elastisch dehnbar ist und erst später in weiterer Bearbeitung seine ovale Kopfform erhält; zur Erhaltung der notwendigen ovalen Kopfform dient einerseits die Appretur und zur weiteren Erhaltung der Stabilität, andererseits zum Schluß die hydraulische Pressung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhüten, bei welcher der mit Appreturflüssi:gkeit getränkte Filzkörper auf einer Hohlform mit Bürsten bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlform (Hutträger d) dem aufzuziehenden, in Kopf und Rand vorgeformten Hutkörper (z3) entspricht, mit Lochungen (dl) versehen ist und mit einer dem Hutkörper- entsprechenden, angetriebenen Bürstenhaube (v) mit nach innen gerichteten Bürsten als Gegenform @zusammenarbeitet, so daß beim Drehen der Bürstenhaube auf dem Hutkörper durch den gleichmäßig verteilten Druck einerseits .die Appreturmasse auf der Oberfläche durch wenige Umdrehungen überall gleichmäßig verteilt bzw. abgestrichen wird, andererseits aber die an der inneren Seite des Hutkörpers haftende Appreturmasse durch die Lochungen (dl) des Hutträgers (d) abtropfen und dem unterhalb des Arbeitstisches (1a) für den Hutträger befindlichen Appreturmittelbebälter (d, a2) zufließen kann.
  2. 2. Maschine nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenbelag der Bürstenhaube (v) aus mehreren von der Haubenspitze nach dem Haubenrand schräg verlaufenden Bürstenbändern (r, 2, 3) -besteht, die nacheinander, ausgehend von- der Spitze, in verschiedenen Entfernungen von der Haubenspitze beginnen, wodurch Idas Verstreichen und Herunterstreichen der Appreturmasse vom Hutkopf nach dem Hutrand hin begünstigt wird.
DEL51398D 1920-09-28 1920-09-28 Maschine zum Appretieren und Steifen von Filzhueten Expired DE362480C (de)

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