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Fahrzeugs tz
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrzeugsitz der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 definierten Art.
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Bei Unfällen, insbesondere beim Frontalaufprall eines Fahrzeuges,
kann es vorkommen, daß die angegurteten Fahrzeuginsassen aufgrund der Nachgiebigkeit
des Sitzkissens nach unten in das Sitzkissen hineingedrückt werden, wobei der Beckengurt
am Unterleib hochrutscht und sich unter die Rippen schiebt.
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Verletzungen von inneren Organen, hohe Kopfverzägeningen bzw. unzulässige
HIC-Werte des Kopfes sowie teilweise Kopfverletzungen durch Aufprall auf Fahrzeugteilen
können die Folge sein.
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Bekannt sind Fahrzeugsitze, bei denen ein Schaumstoffpolster in einen
schalenförmigen Rahmen eingelegt ist. Durch eine relativ geringe Dicke des Polsters
auf einer nach vorn hin ansteigenden Schale im vorderen Bereich soll erreicht werden,
daß der Insasse beim Frontalaufprall nach kurzem Federweg von der Schale abgefangen
wird und somit das Gesäß des Insassen über den normalen Federweg hinaus nicht weiter
in das Sitzkissen eintauchen und einfedern kann.
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Diese Gestaltung geht jedoch erheblich zu Lasten des Sitzkomforts.
Sie hat ein relativ hartes Aufsitzen, insbesondere beim Ein- und Aussteigen, und
damit eine erhebliche Komforteinbuße zur Folge.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugsitz der tm
Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung zu schaffen, der ohne jeglichen
Verlust an Sitzkomfort mit einfachen und billigen Mitteln wirksam verhindert, daß
bei Unfällen, insbesondere Frontalaufprall, das Gesäß des Fahrzeuginsassen in letzteres
einfedern kann.
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Die Aufgabe ist bei einem Fahrzeugsitz der im Oberbegriff des Anspruchs
1 definierten Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des
Anspruchs 1 gelöst. Dadurch wird erreicht, daß bei normaler Sitzkissenbelastung,
also beim Zusammendrücken des Sitzkissens unter Last und beim Zusammendrücken der
Vorder- und/oder Seitenkanten des Sitzkissens beim Ein- und Aussteigen, ohne Komforteinbuße
das Sitzkissen frei durchfedern kann, wobei auch das Stützglied diese Bewegung ungehindert
mitmacht. Der gewohnte Sitzkomfort bleibt somit voll erhalten. Das Stützglied ist
unwirksam und nicht spürbar.Bei einem Unfall, insbesondere Frontalaufprall mit in
Fahrtrichtung gerichteter Massenkraft verschiebt sich hingegen der Federkern mit
Stützglied unter Einwirkung der Verzögerungskraft in Fahrtrichtung, also nach vorn
hin. Dabei stützt sich das Stützglied am Sitzkissenrahmen nach vorn hin und gegen
weiteres Einfedern nach unten hin ab, wodurch der Federkern mit Fahrzeuginsassen
entsprechend abgestützt wird und sowohl die Vorwärtsbewegung als auch vor allem
die Abwärtsbewegung begrenzt wird. Ein Durchtauchen wird somit wirkungsvoll verhindert.
Versuche haben ergeben, daß durch diese erfindungsgemäße Gestaltung z.B. die HlC-Werte
erheblich unter die zulässige Grenze von 1000 abgesenkt werden konnten. Zudem ist
die Gestaltung einfach und billig.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes
enthält Anspruch 2. Dabei versteht es sich, daß die Stege des Stützgliedes etwa
im Bereich der vorderen Mitte des Sitzkissens angeordnet sind. Zum formschlüssigen
Angriff der Fangmittel des Stützgliedes sind ohnehin am Sitzkissenrahmen vorhandene
Elemente herangezogen, z.B. dort vorhandene vordere und/oder mittlere Querstreben,
die somit keinen zusätzlichen Aufwand erfordern.
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Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform enthält Anspruch 3. Die
an iedem Steg vorgesehene Zahnreihe hat den besonderen Vorteils, daß sie ein
blockierendes
Eingreifen in verschiedenen Positionen des Stützgliedes bei übermäßiger Federkernbewegung
selbsttätig ermöglicht, also sowohl bei nur geringfügig übermäßiger Durch federung
des Federkernes als auch bei wesentlich stärkerer, übermäßiger Durchfederung. Gleichwohl
ist der Herstellungs-und Kostenaufwand für diese Zahnreihen gering, da sich letztere
z.B. in einem Arbeitsgang mit Zuschneiden der Stege gleich mit einarbeiten lassen.
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Je nach Gestaltung des Fahrzeugsitzes, insbesondere des Sitzkissenskann
auch eine Ausführungsform nach Anspruch 4 und 5 zum Einsatz kommen. Die letztgenannte
Gestaltung ist besonders dann von Vorteil, wenn beim Frontalaufprall der Federkern
und mit diesem das Stützglied zunächst eine eindeutige Bewegung in Fahrtrichtung
vollführt, bevor die Abwärtsbewegung mit sonst übermäßiger Durchfederung geschieht;
denn bereits bei der Vorwärtsbewegung Ubergreift dann jede Fangnase den vorderen
Quersteg des Sitzkissenrahmens, auf dem dann bei sich anschließender Abwärtsbewegung
die Abstützung nach unten hin erfolgt.
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Die Stege des Stützgliedes können beliebige, der Gestaltung des Sitzkissens
und des Sitzkissenrahmens angepaßte Form haben. Von besonderem Vorteil ist die Ausbildung
als flache Schenkel, weil dann die Herstellung des Stützgliedes besonders einfach
und billig ist; denn dann kann das Stützglied z.B.
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aus einem Blechzuschnitt durch Abkanten hergestellt werden.
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Eine weitere vorteilhafte Ausfuhrungsform enthält Anspruch 7. Durch
die beidseitig von den Schenkeln abstrebenden Seitenstreifen wird ein großflächiger
Berührungs- und Stützkontakt zwischen dem Stützglied und dem Federkern erreicht.
Bei dieser Gestaltung verschieben sich der Federkern und der daran gehaltene Bügel
beim Frontalaufprall unter der Wirkung der Verzögerungskraft in Fahrtrichtung nach
vorn hin, wobei sich die beiden Schenkel des BUgels mit ihren Zahnreihen an der
Vorderkante an der vorderen Querstrebe des Sitzkissenrahmens abstützen und dabei
sowohl eine Blockierung gegen unerwünschte, weitere Bewegung in Fahrtrichtung als
auch nach unten zum Sitzkissenrahmen
hin bewirken und damit das
Durchtauchen verhindern.
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Statt dessen kann die Anordnung auch gemäß Anspruch 8 getroffen werden.
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Durch die weitere, vorteilhafte Ausführungsform nach Anspruch 9 sind
zusätzliche Blockiermittel gegen Verschiebung in Fahrtrichtung nach vorn gegeben.
Diese Blockiermittel können zusätzlich zu den bereits beschriebenen Fangmitteln
vorgesehen sein.
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Eine andere, vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus den Ansprüchen
10 und 11. Hierbei ist das Stützglied im rückwärtigen Bereich des Sitzkissens dauernd
am Sitzkissenrahmen, insbesondere der mittleren Querstrebe, abgestützt, während
der übrige Teil des Stützgliedes zusammen mit dem Federkern bei normaler Belastung
frei durchfedern kann, da das vordere Ende des Stützgliedes am Federkern befestigt
ist und seinen Federbewegungen folgt. Beim Frontalaufprall verhaken sich die vorderen
Fangmittel des Stützgliedes mit der vorderen Querstrebe des Sitzkissenrahmens. Der
Federkern kann sich dort, wo er in Abstand von der Oberseite der Stützplatte verläuft,
nur noch so weit nach unten bewegen, bis er auf der ganzen Länge der Stützplatte
Abstützung erfährt. Dann ist auch die unzulässige, übermäßige Abwärtsbewegung des
Fahrzeuginsassen auf dem Fahrzeugsitz gestoppt.
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Eine andere, vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus Anspruch
12.
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Hier bewegt sich das Stützglied auf seiner ganzen Länge zusammen mit
dem Federkern des Sitzkissens. Im Verlauf des Unfallvorganges mit einhergehender
übermäßiger Belastung des Federkernes gelangt das hintere Ende des Stützgliedes
in Abstützberührung mit dem Sitzkissenrahmen, z.B. dessen mittlerer Querstrebe.
Im übrigen herrschen die gleichen Verhältnisse wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform.
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Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein zur
Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern statt dessen lediglich
durch Nennung der Anspruchsnummer darauf Bezug genommen, wodurch jedoch alle diese
Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle ausdrücklich und erfindungswesentlich offenbart
zu gelten haben.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische, zum
Teil längsgeschnittene, Seitenansicht eines Teiles eines Fahrzeugsitzes, gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 eine schematische, perspektivische Ansicht des
Sitzkissenrahmens mit Stützglied des Fahrzeugsitzes in Fig. 1, Fig. 3 eine Vorderansicht
des Stützgliedes in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1, Fig. 4 eine schematische,
zum Teil längsgeschnittene, Seitenansicht eines Teiles eines Fahrzeugsitzes,gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel, Fig. 5 eine Vorderansicht des Stützgliedes in
Richtung des Pfeiles V in Fig. 4, Fig. 6 eine schematische Seitenansicht eines Stützgliedes
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel mit schematisch angedeuteten Teilen des
Sitzkissenrahmens.
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Der Fahrzeugsitz gemäß erstem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 - 3 weist
ein Sitzkissen 10, einen nur schematisch angedeujeten, unteren Sitzkissenrahmen
11 mit vorderer Querstrebe 12 und mittlerer Querstrebe 13 und einen durchfederbaren
Federkern 14 mit darübersitzender Polsterauflage 15 auf. Der Federkern 14 ist über
schematisch angedeutete Federn 16 mit dem Sitzkissenrahmen 11 verbunden.
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Unterhalb des Federkernes 14 ist in dessen vorderem Bereich, Fig.
1 links, am Federkern 14 ein Stützglied 17 verankert, das nach unten hin zum Sitzkissenrahmen
11 gerichtet ist. Das Stützglied 17 ist so angeordnet und gestaltet, daß es bei
normaler Sitzkissenbelastung durch den Sitzbenutzer, wozu auch Zusammendrücken der
Vorder- und Seitenkante beim Ein- und Aussteigen gehört, mit Durchfederung des Federkernes
14 gemeinsam mit letzterem frei beweglich ist, also durch den Sitzkissenrahmen 11
nach untenbeweglich ist, daß es jedoch bei in Fahrtrichtung,gegensinnig zum Pfeil
III, gerichteter Massenkraft, z.B. bei einem Frontalaufprall des mit dem Fahrzeugsitz
ausgerüsteten Fahrzeuges1 mit in dieser Richtung sowie nach unten zum Sitzkissenrahmen
11 hin einfederndem Federkern 14 unter Blockierung übermäßiger Federkernbewegung
in Fahrtrichtung und nach unten in formschlüssigen Eingriff mit dem Sitzkissenrahmen
11, insbesondere dessen vorderer Querstrebe 12, gelangt.
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Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 - 3 ist das Stützglied
17 als im Querschnitt etwa U-förmiger Bügel 18 ausgebildet, der aus Stahlblech oder
anderem geeigneten Material besteht. Der Bügel 18 weist zwei U-Schenkel 19 und 20
mit vom freien Ende beidseitig abstrebenden Seitenstreifen 21 bzw. 22 auf. Die Seitenstreifen
21, 22 stehen auf ihrer ganzen Fläche mit den vorderen Federn des Federkernes 14
in Berührung und sind an letzterem z.B. mittels nicht weiter gezeigten Klammern
o.dgl. befestigt.
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Der U-Bügel 18 befindet sich etwa im Bereich der Längsmitte des Sitzkissens
10. Die U-Schenkel 19 und 20 verlaufen im wesentlichen rechtwinklig zu der vom Sitzkissenrahmen
11 aufgespannten Ebene und sind etwa parallel
zueinander ausgerichtet.
Auf ihrer Vorderkante, in Fig. 1 links, die zur vorderen Querstrebe 12 hinweist,
tragen die U-Schenkel 19 und 20 jeweils Fangmittel, welche in der nicht gezeigten
Blockierstellung formschlüssig an der vorderen Querstrebe 12 angreifen. Diese Fangmittel
bestehen je Schenkel 19 bzw. 20 aus einer längs der Vorderkante in Fig. 1 von oben
nach unten verlaufenden Zahnreihe 23 bzw. 24 mit jeweils einander abwechselnden
Zähnen 25 und nach vorn hin offenen Ausnehmungen 26.
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Jede der Ausnehmungen 26 beider Schenkel 19 und 20 ist so ausgebildet,
daß sie in der Blockierstellung zur Aufnahme der vorderen Querstrebe 12 und als
Blockieranschlag in Fahrtrichtung am Grund der Ausnehmung 26 wirksam ist. Die Zähne
25 der beiden Schenkel 19, 20 dienen in der Blockierstellung als Blockieranschlag
in Höhenrichtung des Sitzkissens 10, also in Richtung etwa rechtwinklig zur Ebene
des Sitzkissenrahmens 11.
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Bei normaler Belastung des Sitzkissens 10, also üblicher Benutzung1
auch mit Zusammendrückung der Vorder- und Seitenkante und bei Belastung durch Ein-und
Aussteigen des Fahrzeuginsassen' bewegt sich der Federkern 14 mit Polsterauflage
15 in üblicher Weise. Dabei kann sich in gleicher Weise auch der am Federkern 14
im vorderen Bereich gehaltene U-Bügel 18 zusammen mit dem Federkern 14 frei bewegen.
Bei einer in Fahrtrichtung, entgegen Pfeil lil, wirkenden Massenkraft hingegen,z.B.
bei einem Frontalaufprall, verschiebt sich der Federkern 14 mit Polsterauflage 15
in Fahrtrichtung nach vorn hin und vor allem auch in Fig. 1 noch unten hin. Dabei
nun greift jeder U-Schenkel 19, 20 mit seiner Zahnreihe 23 bzw. 24 an der vorderen
Querstrebe 12 des Sitzkissenrahmens 11 an. Der U-Bügel 18,und über diesen der Federkern
14 mit Polsterauflage 15, wird dadurch in Fahrtrichtung gegen weiteres Vorschieben
in Fig. 1 nach links hin blockiert. Zugleich erfolgt eine Blockierung gegen Bewegung
in Fig. 1 nach unten und zu starkes Durchtauchen, weil bei in die Ausnehmungen 26
hineingreifender vorderer Querstrebe 12 die Zähne 25 jeder Zahnreihe 23, 24 zugleich
eine Abstützung bewirken. Dadurch ist verhindert, daß bei einem Frontalaufprall
eines
Fahrzeuges der angegurtete Fahrzeuginsasse aufgrund der Nachgiebigkeit des Sitzkissens
10 in Fig. 1 nach unten hin zu weit in das Kissen hineingedrückt wird und das Gesäß
des Fahrzeuginsassen über den normalen Einsitz-Federweg hinaus in das Sitzkissen
10 einfedert, was sonst die Gefahr in sich birgt, daß der Beckengurt am Unterleib
hochrutsckt und sich möglicherweise unter die Rippen schiebt, was die Gefahr von
Verletzungen innerer Organe, hoher Kopfverzögerungen bzw. unzulässiger HlC-Werte
des Kopfes, sowie teilweiser Kopfverletzungen durch Aufprall auf Fahrzeugteilen
in sich birgt. Diese Gefahren sind somit in einfacher Weise durch das Stützglied
17 gebannt, das bei vorwärts gerichteter Massenkraft sowohl die Vorwärtsbewegung
als auch die anschließende Abwärtsbewegung begrenzt.
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Bei dem in Fig. 4 und 5 gezeigten,zweiten Ausführungsbeispiel sind
für die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen, um 100 größere Bezugszeichen
verwendet, so daß dadurch auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispieles
Bezug genommen ist.
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Beim zweiten Ausführungsbeispiel weist das Stützglied 117 eine Stützplatte
130 auf, von deren beidseitigen Längsrändern sich etwa keilförmige U-Schenkel 119,
120 nach unten zum Sitzkissenrahmen 111 erstrecken. Wie beim ersten Ausführungsbeispiel
ist auch hier die Stützplatte 130 mit ihrem vorderen Ende, Fig. 4 links, am Federkern
114 verankert. Dieses vordere Ende ist schwach bogenförmig nach unten gekrümmt.
Die Stützplatte 130 verläuft von diesem vorderen Ende, Fig. 4 links, zu ihrem hinteren
Ende hin keilförmig abfallend und in zunehmendem Abstand vom Federkern 114. Dabei
ist dieser Abstand so gewählt, daß der Federkern 114 bei normaler Sitzkissenbelastung,
selbst bei gestrichelt angedeuteter Federkontur im eingesessenen Zustand, in Abstand
von der Oberseite der Stützplatte 130 verbleibt und nur bei übermäßiger Bewegung
des Federkernes 114, die z.B.
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bei einem Frontalaufprall geschieht, sich auf der Oberseite der Stützplatte
130 abstützt. Das in Fig. 4 rechte, hintere Ende der Stützplatte 130 ist nach vorn
hin etwa hakenförmig umgebogen unter Bildung des dortigen
Hakens
131. Dieser bildet einen in Blockierstellung- an der mittleren- Quershebe 113 angteifenden
Blockieranschlag unter Blockierung gegen Bewegung in Fohrtrichtung, entgegengesetzt
zum Pfeil V.
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Wie Fig. 4 zeigt, stehen die beidseitigen Schenkel 119,-120 der Stützplatte
130 im Bereich der mittleren Querstrebe 113 mit letzterer in dauernder Abstiftheerührung
Sie liegen auf der Querstrebe 113 auf. Statt dessen kann auch dic Stützplatte 1
30 mit ihrem in Fig. 4 rechten ende auf der Querstrebe 113 aufliegen.
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Die Vordenkante jedes Schenkels 119, 120 ist genduso gestaltel wie
beim sten Ausführungsbeispiel, nur mit den Umterschied, daß die jeweilige Zahniehe
123 bzw. 124 leicht in Fig. 4 nach links hin ausgebogen ist, und zwar mit einem
Radius, der etwa dem Abstand zwischen Zahnreihe 123, 124 einerseits und mittlere
Querstrebe 113 andererseits entspricht. Bei Belastung des Sitlissens 110 gt d Stützglied
117 den Iederbewegungen des Federfernes 114 mit Polslerauflage 115. Dabei schwenft
das St2tzglied 117 um die durch dit mittlere Quershele 113 vorgegebene Schwenkachse,
auf der das Stützglied 117 mit seinen hinteren Ende erfliegt. Bei übermäßiger Belastung,
insbesondere einer in Fahftichtung gerichteten Massehfraft bei Frontalaufprall,
verhaten sich die Ausspannungen der Zahnreihen 123, 124 beiden Schenfel 119, 120
in ghiche Weise die ersten Ausführungsbeispiel mit der vorderen Querstrede 112 des
Sitftistens 111. Durch wird eine Lärgsverschiebung in Fohrhichtung gestert, wezu
entweder allein oder zusätzlich duch der hintere Helen 131 mit feiteugen kann. Der
Federkern 114 kann sich nur noch so weit nach unter} hin bewegen, tis cr sich auf
der ganzen Länge auf der Oberseite der Stützplatte 130 abstützt. Damit ist auch
die Abwärtsbewegung des Fahrzeuginsassen auf dem Sitzkissen 110 gestoppt.
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Be i einem andt'rc n, nicht gezf igtt n Ausführungsbeispiel steht
die Stützplatte 13) mit ihren Schln 119, 120 nicht in dauernder Abstützberührung
mit da mittleren Qojeistrebe 113. Vielmehr ist die Stützplatte 130 nicht nur
mit
ihrem vorderen Ende sondern auch mit ihrem hinteren, in Fig. 4 rechten Ende am ~Federkern
114 verankert. Die Unterkante der beiden Schenkel 119 120 verlauft dann z.B. in
Fig4 von links nach rechts etwa keilformig ansteigend.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel gelangt das in Fig. 4 rechte Ende der
Schenkel 119, 120 oder der Stützplatte 130 erst dann in Abstützbertihrung mit der
mittleren Querstrebe 113, wenn das Sitzkissen 110 im Verlaufe eines Unfallvorganges
übermäßig belastet wird und durchfedert. Sobald die Schenkel 119, 120 auf der mittleren
Querstrebe 113 Abstützung erfahren, ist die übrige Wirkungsweise des Stützgliedes
danach die gleiche wie beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5.
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Das dritte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 unterscheidet sich vom
zweiten Ausführungsbeispiel dadurch, daß statt einer vorderen Zahnreihe 123, 124
als Fangmittel jeweils etwa sägezahnförmige Fangnasen 240 am unteren Ende jedes
Schenkels 220 in dessen vorderem Bereich und längs der Unterkante gruppiert vorgesehen
sind. Diese sägezahnförmigen Fangnasen 240 stehen über die Unterkante des Schenkels
220 nach unten hin über Wie angedeutet, kann die vordere Querstrebe 212 in Anpassung
an die Sägezahnform der Fangnasen 240 auf ihrer Oberseite ebenfalls sägezahnartig
gestaltet sein. Die jeweilige Schräge des Sägezahnes verläuft in Fig. 6 von links
nach rechts und dabei von oben nach unten hin. In der Blockierstellung übergreift
die Fangnase 240 die vordere Querstrebe 212 des Sitzkissenrahmens an deren vorderer
Kante oder, bei angedeuteter Abschrägung auf der Oberseite, auf deren zum Federkern,
in Fig. 6 nach oben, weisender schräger Oberseite. Das Stützglied und mit diesem
der Federkern kann somit nicht weiter nach unten hin durchfedern und wird durch
die sugezahnförmige Ausbildung der Fhngnasen 240 daran gehindert, nach hinten zurückzufedern
und dadurch außer Eingriff mit der Querstrebe 212 zu gelangen. Erst danach greift
der Haken 231 am in Fig. 1 rechten Ende an der mittleren Querstrebe an und verhindert
eine weitere Bewegung in Fahrtrichtung, Fig. 6 nach links hin. Gestrichelt ist in
Fig. 6 eine andere Fangnase 241 am unteren Ende jedes Schenkels 220 angedeutet,
die
etwa rechtwinklig zur Vorderkante des Schenkels 220 ausgerichtet ist und nach vorn
hin vorsteht. Die Fangnase 241 kann in der Blockierstellung des Stützgliedes die
vorder. Querstrebe 212 unten untergreifen und damit eiw Sicherung gegen Rückfedern
nach oben bilden. Nicht gezeigt ist eine weitere Gestaltung, bei der die Fangnasen
240, statt der Sogezahnform, Rechteckzahnform besitzen. Nicht gezeigt ist Ferner
ein Ausführungsbeispiel, bei km sich an das untere Ende des vorderen Rechteckzahnes
etwa rechtwinklig dazu unter Bildung eines in Fig. 6 nach rechts hin offenen Hakens
eine weitere Nase anschließt. Diese kann in der Blockierstellung des Stützgliedes
die vordere Querstrebe 212 unten übergreifen und damit eine Sicherung gegen Rückfedern
nach oben bilden, wobei der Rechteckzahn dann eins Sicherung gegen Rückfedern in
Fig. 6 nach rechts hin bildet, wenn er die vordere Querstrebe 212 übergreift und
an deren Vorderkante anliegt. Auch andersartig gestaltete Fangnasen liegen im Rahmen
der Erfindung, soweit diese Fangnasen beim Angriff an der vorderen Querstrebe 212
eine Sicherung gegen Durchfedem nach unten und/oder gegen Rückfedern nach oben und/oder
gegen Rückfedem nach hinten bilden. Dabei können die Fangnasen an beiden Schenkeln
des Stützgliedes unterschiedlich gestaltet sein. Dabei ist die Gestaltung zweckmäßigerweise
so getroffen, daß die Fangnasen beider Schenkel das Durchfedern nach unten hin blockieren,
daß jedoch je nach Gestaltung Fangnasen eines Schenkels das Zurückfedern nach oben
und/oder nach hinten blockieren, während die Fangnasen des anderen Schenkels von
dieser Aufgabe entlastet sind.
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Es versteht sich, daß bei allen Ausführungsbeispielen das Stützglied
aus in hohem Maße biegefestem und steifem Material gebildet ist, das in der Lage
ist, bei übermäßiger Sitzbelastung und dann, wenn das Stützglied eine Bewegung in
Fahrtrichtung und eine anschließende Abwärtsbewegung begrenzen soll, diese Belastung
ohne Verformung seinerseits aufzunehmen. Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
weist jedes-Stützglied seitliche Stege in Gestalt jeweiliger flacher Schenkel auf.
Statt dieser Schenkel können natürlich auch anders geformte Stege, z.B. Leisten
o.dgl., vorgesehen sein.
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L e e r s e i t e