DE2611186C2 - - Google Patents
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- DE2611186C2 DE2611186C2 DE19762611186 DE2611186A DE2611186C2 DE 2611186 C2 DE2611186 C2 DE 2611186C2 DE 19762611186 DE19762611186 DE 19762611186 DE 2611186 A DE2611186 A DE 2611186A DE 2611186 C2 DE2611186 C2 DE 2611186C2
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F2/00—Processes of polymerisation
- C08F2/04—Polymerisation in solution
- C08F2/06—Organic solvent
- C08F2/08—Organic solvent with the aid of dispersing agents for the polymer
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L75/00—Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
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- Polymerisation Methods In General (AREA)
Description
Vernetzte polymere Mikroteilchen, die häufig auch als
Mikrogelteilchen bezeichnet werden, sind bekannt. In
der DE-OS 23 50 654 ist ein Verfahren beschrieben, bei
dem eine nichtwäßrige Polymerisatdispersion hergestellt
wird, indem man ein äthylenisch ungesättigtes
Monomeres, das Hydroxylgruppen enthält, in Gegenwart
von einer Dispergierflüssigkeit, die ein Lösungsmittel
für das Monomere, aber ein Nichtlöser für das sich
bildende Polymere ist, und eines Stabilisators polymerisiert.
Die erhaltene nichtwäßrige Polymerisatdispersion
besteht aus einem Hauptanteil an unvernetzten
Polymerisatteilchen und einem kleinen Anteil,
z. B. 10 Gew.-% oder weniger an vernetzten Polymerisatteilchen,
d. h. Mikrogelteilchen. Aus diesem Grund
ist es bei diesem Verfahren erforderlich, die
Mikrogelteilchen von den unvernetzten Polymerisatteilchen
abzutrennen. Dies wird dadurch erreicht, daß zu der Dispersion
ein aktives Lösungsmittel für die unvernetzten Polymerisatteilchen
zugegeben wird, wobei die Dispersion mit Ausnahme
der unlöslichen Mikrogelteilchen im wesentlichen in eine
Lösung umgewandelt wird. Die Mikrogelteilchen werden dann von
der Hauptmenge des Polymerisats durch übliche Mittel, wie Zentrifugieren
oder Filtrieren, abgetrennt.
Diese bekannte Arbeitsweise hat zwar zahlreiche Vorzüge,
besitzt aber auch einige Nachteile. Die Mikrogelteilchen sind
ein Nebenprodukt bei der Herstellung der nichtwäßrigen Dispersion
und ihre Ausbeute ist deshalb relativ niedrig, z. B.
5 bis 10 Gew.-% oder weniger. Aus diesem Grund ist es auch erforderlich,
die Mikrogelteilchen von der Dispersion, die einen
Hauptanteil an unvernetzten Polymerisatteilchen enthält, abzutrennen,
indem man die unvernetzten Polymerisatteilchen durch
Zugabe eines aktiven Lösungsmittels auflöst.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Mikrogelteilchen
ist in der GB-PS 9 67 051 offenbart. Bei diesem Verfahren werden
Mikrogelteilchen hergestellt, indem man eine wäßrige Emulsion
eines monoäthylenisch ungesättigten Monomeren und eines
vernetzenden Monomeren, das mindestens zwei äthylenische Doppelbindungen
enthält, herstellt, die Emulsion auf eine Temperatur
von etwa 40 bis 100°C erwärmt bis die Umsetzung im wesentlichen
unter Bildung eines Mikrogels beendet ist, und während
der Umsetzung ein Mittel zugibt, das die Bildung von hochmolekularem
im wesentlichen unvernetztem Material verhindert. Das
in dieser Patentschrift genannte inhibierende Mittel
kann ein aktives Lösungsmittel für die Monomeren oder ein
Kettenübertragungsmittel sein. Dieses Verfahren hat einige
Nachteile. So bedient es sich beispielsweise der üblichen
Emulsionspolymerisation, bei der eine sorgfältige Kontrolle
des Verfahrens erforderlich ist, um ein Absetzen des Polymerisats
zu verhindern. Außerdem wurde festgestellt, daß
durch Verwendung von vernetzenden Monomeren mit mindestens
zwei äthylenischen Doppelbindungen, z. B. Divinyl- und Diacrylatmonomere,
Flockungsprobleme bei relativ hohen Feststoffgehalten
(d. h. Feststoffgehalten von 40 Gew.-% oder
höher) bei Dispersionen derartiger Mikrogelteilchen auftreten.
Schließlich erfordert dieses Verfahren eine zusätzliche
Stufe für die Zugabe eines mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittels oder eines Kettenüberträgers zu der Reaktionsmischung.
Aus der GB-PS 11 56 012 sind Dispersionen von vernetzbaren
Additionspolymeren in organischen Lösungsmitteln
bekannt, die man durch Copolymerisation einer α, β-ungesättigten
Monocarbonsäure, einer anderen mischpolymerisierbaren
äthylenisch ungesättigten Verbindung und
eines Monoepoxids mit einer zusätzlichen äthylenischen
Doppelbindung in einer Dispergierflüssigkeit in Gegenwart
eines Dispersionsstabilisators herstellt. Die Copolymerisation
wird unter Bedingungen durchgeführt, bei
denen eine signifikante Vernetzung des Copolymeren vermieden
wird. Derartige Dispersionen besitzen den Nachteil,
daß die in ihnen dispergierten vernetzbaren Copolymeren
in einer Reihe von in der Technik benutzten Lösungsmitteln
löslich sind und deshalb nicht als Zusatzstoffe in Überzugsmassen
auf Basis solcher Lösungsmittel geeignet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu
beheben.
Die Lösung wird durch den Gegenstand im Anspruch 1 definiert.
Man erhält bei diesem Verfahren gelierte polymere Mikroteilchen
in relativ hohen Konzentrationen, d. h. mit Feststoffgehalten
von 20 bis 60 Gew.-%. Die Umsetzung wird bei
erhöhten Temperaturen durchgeführt, wobei sich die Dispersion
des Polymerisats zuerst bildet und dann vernetzt wird.
In der Regel liegen die Temperaturen bei 50 bis 150°C.
Die in den erfindungsgemäßen Dispersionen enthaltenen
polymeren Mikroteilchen sind aufgrund ihrer Vernetzung
in üblichen organischen Lösungsmitteln nicht löslich
und eignen sich infolgedessen als Zusatzstoffe von Überzugsmassen.
Die Erfindung schließt deshalb auch die Verwendung
der vernetzten polymeren Mikroteilchen als Zusatzstoff
zu Überzugsmassen auf Basis von Polyurethanen oder Polyestern
ein.
Die bei der Erfindung bevorzugt verwendeten a, β-
äthylenisch ungesättigten Monocarbonsäuren sind Acryl- und
Methacrylsäure. Es können jedoch auch andere äthylenisch ungesättigte
Carbonsäuren, wie Äthacrylsäure, Crotonsäure und
Halbester der Malein- und Fumarsäure benutzt werden. Bei den
Halbestern ist nur eine Carboxylgruppe mit einem Alkohol verestert,
wobei die Natur dieses Alkohols unbedeutend ist, solange
er die Polymerisation nicht hindert und die Weiterverwendung
des Produkts nicht stört. Typische Beispiele sind
Monobutylmaleat und Monoäthylfumarat.
Als anderes mischpolymerisierbares äthylenisch ungesättigtes
Monomeres kann grundsätzlich jedes Monomere
dieser Art verwendet werden. Bevorzugte Monomere sind
die Alkylester der Acrylsäure oder Methacrylsäure,
insbesondere solche Ester dieser Säuren, die 1 bis 4
Kohlenstoffatome in dem Alkylrest enthalten. Typische
Beispiele sind Alkylacrylate, wie Methyl-,
Äthyl-, Propyl- und Butylacrylat und Alkylmethacrylate,
wie Methyl-, Äthyl-, Propyl-
und Butylmethacrylat. Andere äthylenisch ungesättigte
Monomere, die mit Vorteil verwendet werden können,
sind beispielsweise vinylaromatische Kohlenwasserstoffe, wie
Styrol, α-Methylstyrol, Vinyltoluol, ungesättigte Ester
von organischen und anorganischen Säuren, wie Vinylacetat
und Vinylchlorid und ungesättigte Nitrile, wie
Acryl-, Methacryl- und Äthacrylnitril.
In der Regel werden etwa 70 bis 99 Gew.-% solcher
äthylenisch ungesättigten Monomeren, bezogen auf
das Gewicht aller Monomeren, verwendet.
Beispiele von bevorzugten Monoepoxiden, die zusätzlich
noch eine äthylenische Doppelbindung enthalten, sind
Glycidyl- und Glycidylmethacrylat.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dispersion
werden die Monomeren in einer Dispergierflüssigkeit
polymerisiert, die die Monomeren löst, aber in der die
sich bildenden Polymerisate im wesentlichen nicht
löslich sind und dispergierte Polymerisatteilchen
bilden. Der Nichtlöser ist im allgemeinen
ein Kohlenwasserstoffmedium, das im wesentlichen aus flüssigen
aliphatischen Kohlenwasserstoffen besteht. Es kann
sowohl ein aliphatischer Kohlenwasserstoff als auch
eine Mischung von zwei oder mehreren derartiger Verbindungen
verwendet werden. In Abhängigkeit von der Unlöslichkeit
des speziellen Polymerisats kann der im wesentlichen
aus einem aliphatischen Kohlenwasserstoff bestehende Nichtlöser
durch Zugabe von anderen Flüssigkeiten, wie aromatischen
oder naphthenischen Kohlenwasserstoffen modifiziert werden.
In manchen Fällen kann die Menge der nicht aliphatischen
Komponenten bis zu 49 Gew.-% des gesamten flüssigen Mediums
ausmachen. Es besteht aber im wesentlichen
aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen und im allgemeinen
enthalten die Zusammensetzungen erfindungsgemäß
weniger als 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des
flüssigen Mediums, an aromatischen Kohlenwasserstoffen und
häufig überhaupt keine in dieser Phase.
Es ist wesentlich, daß der Kohlenwasserstoff unter Normalbedingungen
flüssig ist, doch kann er in einem großen
Bereich sieden, mit einem Minimum von etwa 30°C (wobei dann
erhöhter Druck bei der Polymerisation erforderlich ist) bis
zu einem Maximum von 300°C. Die bevorzugten Siedepunkte des
Kohlenwasserstoffs liegen bei etwa 50 bis etwa 235°C.
Beispiele von geeigneten Nichtlösern sind Pentan, Hexan,
Heptan, Octan und Mischungen davon.
Üblicherweise sollte die polymerisierbare Zusammensetzung
aus Monomeren und Nichtlösern etwa 30 bis etwa 80 Gew.-% Nichtlöser
enthalten. Es ist jedoch möglich, daß die monomere Lösung
nur eine derartige Menge an Nichtlöser enthält, die erforderlich
ist, um die Monomeren zu solubilisieren und die
sich bildenden Polymerisate in dispergiertem Zustand nach der
Polymerisation zu halten.
Der erfindungsgemäß verwendete Disperisonsstabilisator
enthält als ein solvatisierbares Segment (A) das
Umsetzungsprodukt von Poly-(12-hydroxystearinsäure)
mit Glycidylmethacrylat. Das zweite Segment (B) hat
eine andere Polarität als das erste Segment und wird
durch aliphatische Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
relativ nicht solvatisiert. Es wird durch Umsetzung
des Segments (A) mit Methylmethacrylat und Glycidylmethacrylat
und nachträgliche Umsetzung der an diesem
Copolymerisat hängenden Epoxygruppen mit Methacrylsäure
hergestellt.
Die Segmente (A) und (B) sind in der Regel kombinierte
bzw. verbundene Einheiten, wobei das Segment (A) an das
Rückgrat des Propf-Copolymerisats gebunden ist und das Segment
(B) in oder an dem Rückgrat getragen wird.
Die den Stabilisator enthaltende Monomerlösung enthält
bevorzugt etwa 1 bis etwa 25 Gew.-% Stabilisator.
Die Polymerisation zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Dispersion kann in üblicher Weise unter Verwendung
von Wärme und/oder Katalysatoren und verschiedenen
Lösungsmitteln und unter Benutzung verschiedener Arbeitsverfahren
durchgeführt werden. Im allgemeinen wird ein freie
Radikale bildender Katalysator zugegeben, wie Cumolhydroperoxid,
Benzoylperoxid oder ähnliche Peroxyverbindungen
oder eine Azoverbindung, wie Azobisisobutyronitril.
Wie bereits erwähnt wurde, können die nach diesem Verfahren
hergestellten gelierten polymeren Mikroteilchen dazu
verwendet werden, mit Polyurethanen, Polyestern und
verschiedenen anderen Harzen Überzugsmassen zu ergeben,
die verbesserte Eigenschaften besitzen. Durch Verschneiden
der gelierten polymeren Mikroteilchen in geeigneten Mengen
mit Harzen dieser Art erhält man Überzugsmassen, die beim
Auftragen eine Verbesserung hinsichtlich des Filmaufbaus,
der Gleichheit des Metallmusters und des Fließverhaltens
besitzen. Es ist besonders vorteilhaft, daß diese verbesserten
Eigenschaften erhalten werden, ohne den Glanz des Überzugsfilms
herabzusetzen. Eine besonders wichtige Verbesserung,
die durch Zugabe der polymeren Mikroteilchen erfindungsgemäß
zu den Überzugsmassen erzielt wird, tritt hinsichtlich
des Filmaufbaus besonders bei solchen Zusammensetzungen
auf, die für Deckstriche bei Autolacken verwendet werden. Die
bisher in der Praxis für Autolacke verwendeten Zusammensetzungen
benötigen beim Auftragen durch Sprühen mindestens
drei Aufsprühungen, um Filme der gewünschten
Dicke zu erhalten. Durch Zugabe einer angemessenen Menge
der gelierten polymeren Mikroteilchen
werden Zusammensetzungen für Deckstriche erhalten,
bei denen die gleiche Dicke durch zwei Aufsprühungen
erreicht werden kann.
Polyurethanüberzugsmassen mit verbesserten Eigenschaften
kann man erhalten, indem man die gelierten polymeren
Mikroteilchen mit einem durch Isocyanat
modifizierten Harz, das Hydroxylgruppen enthält,
und durch Umsetzung eines zur Urethanbildung befähigten
mehrwertigen Materials mit einem organischen Polyisocyanat
erhalten wurde, verschneidet und die erforderlichen Härtungsmittel
und andere übliche Zusatzstoffe zugibt.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Dispersion
in Polyurethanüberzugsmassen kann man so vorgehen,
daß man die gelierten polymeren Mikroteilchen mit Lösungen
oder Dispersionen der vorstehend charakterisierten Urethan-
Reaktionsprodukte verschneidet. Die für die Herstellung
solcher Lösungen und Dispersionen verwendeten Lösungsmittel
können beliebige
verwendet werden, die für Polyurethan-Überzugsmassen
gut brauchbar sind. Dementsprechend kann ein beliebiges Lösungsmittel
oder eine beliebige Lösungsmittelmischung verwendet
werden, in denen das Urethan-Reaktionsprodukt und
das Aminoplastharz löslich und verträglich und/oder in dem
gewünschten Umfang dispergierbar sind. Wenn man Wasser als
Lösungsmittel verwenden will, ist es häufig bevorzugt in
das Urethan-Reaktionsprodukt Salzgruppen einzuführen, die
ihm den gewünschten Grad an Löslichkeit oder Dispergierbarkeit
in Wasser verleihen.
In den meisten Fällen enthalten die Polyurethan-Überzugsmassen
etwa 30 bis etwa 90 Gew.-% des Urethan-Reaktionsproduktes,
etwa 0 bis etwa 50 Gew.-% eines Härtungsmittels und etwa
2 bis etwa 50 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 20 Gew.-%, der vernetzten
polymeren Mikroteilchen. Wenn die Anwesenheit eines
polymeren Polyols erwünscht ist, werden in der Regel etwa 2
bis etwa 20 Gew.-% dieses Produkts verwendet. Bei Benutzung
eines polymeren Polyols wird in der Zusammensetzung die Menge
des Urethan-Reaktionsproduktes und des Härtungsmittels entsprechend
reduziert, im allgemeinen auf einer 1:1 Basis.
Die erfindungsgemäße Dispersion findet auch Verwendung
für die Verbesserung von Überzugsmassen auf
Basis von Polyestern. Die Polyester können ölmodifiziert
oder ölfrei sein. Derartige Überzugsmassen
enthalten in der Regel als Härtungsmittel Aminoplastharze
und gegebenenfalls weitere Zusatzstoffe.
Die Überzugsmassen auf Basis von Polyestern können
30 bis 90 Gew.-% an ölmodifiziertem oder ölfreiem Polyester,
4 bis 60 Gew.-% Aminoplastharz als Vernetzungsmittel
und 2 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 2 bis
20 Gew.-% an gelierten polymeren Mikroteilchen gemäß
der Erfindung enthalten.
Die Polyurethan- und Polyester-Überzugsmassen können auch
andere übliche Bestandteile, wie Katalysatoren, Weichmacher,
Füllstoffe oder Pigmente enthalten. Die Überzugsmassen
eignen sich besonders für die Abscheidung von Filmen
oder Überzügen, die Metallflocken als Pigmente enthalten, z. B.
aus Aluminium, Nickel oder Edelstahl, da die Mustergleichheit
derartiger Filme ausgezeichnet ist.
Die Überzugsmassen werden auf das Substrat aufgebracht und
in der Regel bei Temperaturen von 65 bis 177°C für etwa 5 bis
etwa 60 Minuten gehärtet. Das Auftragen der Überzugsmassen kann
in üblicher Weise durch Sprühen, Tauchen oder mit der Walze
erfolgen. Bevorzugt wird die Überzugsmasse aufgesprüht,
da die in ihr enthaltenen vernetzten polymeren Mikroteilchen
eine gute Ablagerung und einen raschen Filmaufbau bei dieser
Auftragsweise gestatten.
Als Substrat können Papier, Metalle, Holz, Pappe, Kunststoff,
Schaumstoffe oder extrudierter Gummi dienen.
Alle Angaben über Teile und Prozentsätze
sind Gewichtsangaben, falls nicht ausdrücklich
etwas anderes angegeben ist.
In einen 5-Liter-Kolben, der mit einem Kühler, Rührer,
Thermometer und einem Heizmantel ausgerüstet war, wurden
1 250 g Heptan, 540 g einer Mischung von aliphatischen Kohlenwasserstoffen
mit einem Siedebereich von 177°C bis
188°C, wobei 90% bei 178,3 bis 180,6°C überdestillierten,
50 g Methylmethacrylat, 10 g Dispersionsstabilisator
und 4 g Azobiisobutyronitril zugegeben. Die
Mischung wurde unter Rückflußkühlung auf etwa 103°C erwärmt
und etwa 30 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Dann wurden
im Verlauf von etwa 3 Stunden 1 288 g Methylmethacrylat,
70 g Glycidylmethacrylat, 42 g Methacrylsäure, 4,2 g Dimethylkokosamin,
200 g
des Dispersionsstabilisators, 14 g Octylmercaptan
und 5,6 g Azobisisobutyronitril zugegeben. Nachdem
die Zugabe beendigt worden war, wurde die Rückflußkühlung
für weitere 30 Minuten fortgesetzt und dann weitere
2,8 g Azobisisobutyronitril zugegeben. Die Rückflußkühlung
wurde für eine weitere Stunde fortgesetzt und die Mischung
abgekühlt und filtriert.
Die erhaltene polymere Dispersion bestand im wesentlichen
aus vernetzten Polymerteilchen, d. h. Mikrogelteilchen und
hatte einen Feststoffgehalt von 44,9 Gew.-%, bestimmt bei
150°C.
Der Dispersionsstabilisator bestand aus 49,5% eines Umsetzungsproduktes aus
89,2% Poly-
(-12-hydroxystearinsäure), umgesetzt mit 10,8% Glycidylmethacrylat;
darauf waren 45,4% Methylmethacrylat
und 4,2% Glycidylmethacrylat aufgepfropft und nachträglich
mit 0,9% Methacrylsäure umgesetzt. Der Dispersionsstabilisator
lag in 50,3%iger Feststofflösung
in einem Lösungsmittel aus 52,1% Butylacetat, 40,0%
Naphtha, 7,9% Toluol und 14,3 g Azobisisobutyronitril
vor.
Zu einem 5-Liter-Kolben, der mit einem Kühler, Rührer,
Thermometer und Heizmantel ausgerüstet war, wurden 1 250 g
Heptan, 540 g einer Mischung von aliphatischen Kohlenwasserstoffen
mit einem Siedepunktbereich von 177°C bis
188°C (90% destillieren zwischen 178,3 und
180,6°C), 50 g Methylmethacrylat, 10 g eines Dispersionsstabilisators
als 50,3%ige Feststofflösung in einer Mischung
aus 52,1% Butylacetat, 40,4% Naphtha, 7,9% Toluol
und 4 g Azobisisobutyronitril gegeben.
Der Dispersionsstabilisator
bestand aus 45,4% Methylmethacrylat, 4,2% Glycidylmethacrylat,
0,9% Methacrylsäure und 49,5% eines Umsetzungsproduktes
aus 89,2% Poly-12-hydroxystearinsäure und 10,8%
Glycidylmechacrylat. Die Mischung wurde unter Rückflußkühlung
auf etwa 103°C erwärmt und etwa 30 Minuten bei dieser
Temperatur gehalten. Dann wurden im Verlauf von etwa 3 Stunden
1 288 g Methylmethacrylat, 70 g Glycidylmethacrylat,
42 g Methacrylsäure, 4,2 g Dimethylkokosamin,
200 g des genannten Dispersionsstabilisators, 14 g Octylmercaptan
und 5,6 g Azobisisobutyronitril zugegeben. Nachdem
diese Zugabe beendigt war, wurde die Erwärmung unter
Rückflußkühlung für weitere 30 Minuten fortgesetzt und
weitere 2,8 g Azobiisobutyronitril zugegeben.
Die Rückflußkühlung wurde noch eine Stunde fortgesetzt und
anschließend die Mischung gekühlt und filtriert.
Die erhaltene polymere Dispersion, die im wesentlichen
aus vernetzten polymeren Mikroteilchen bestand, hatte einen
gesamten Feststoffgehalt von 44,9 Gew.-%, bestimmt bei 150°C.
Diese Beispiele erläutern den Effekt der Zugabe von gelierten
polymeren Mikroteilchen des Beispiels 2 zu einem ölmodifizierten
Polyester. Bei diesen Beispielen wurde eine Vergleichszusammensetzung
hergestellt, die eine mit Aluminium
pigmentierte, ölmodifizierte Polyesterharz-Überzugsmasse (Beispiel 3)
war und eine erfindungsgemäße Zusammensetzung (Beispiel 4).
Die Zusammensetzung von Beispiel 4 enthielt im
wesentlichen die gleichen Bestandteile wie diejenige von Beispiel 3,
mit der Ausnahme, daß sie noch zusätzlich etwa 10 Gew.-%
Feststoffe der gelierten polymeren Mikroteilchen von
Beispiel 2 enthielt. Die Anstrichmassen hatten folgende Zusammensetzung:
Diese Zusammensetzungen wurden durch Zugabe von Xylol
auf einen Feststoffgehalt von 40% verdünnt und auf Metallsubstrate
aufgetragen. Beispiel 3 (Vergleichsversuch) zeigte
ein schlechtes Metallmuster, wogegen aus der Zusammensetzung
von Beispiel 4 (Erfindung) ein ausgezeichnetes Metallmuster
erhalten wurde.
Diese Beispiele erläutern die vorteilhaften Wirkungen
der Zugabe von gelierten polymeren Mikroteilchen zu
einer Überzugsmasse auf Basis eines ölfreien Polyesterharzes.
Bei diesen Beispielen wurde eine Kontrollzusammensetzung,
die eine mit Aluminiumflocken pigmentierte Überzugsmasse
auf Basis eines ölfreien Harzes (Beispiel 5) zum Vergleich
und ein Beispiel 6 gemäß der Erfindung, das im
wesentlichen die gleiche Zusammensetzung hatte, verwendet,
mit der Ausnahme, daß es zusätzlich etwa 10 Gew.-% Feststoffe
an geliertem polymeren Mikroteilchen nach Beispiel 2
enthielt.
Die Massen hatten folgende Zusammensetzung:
Die Massen hatten folgende Zusammensetzung:
Diese Zusammensetzungen wurden auf sprühfähige Systeme
durch Zugabe von 50 Vol.-% einer Lösungsmittelmischung bestehend
aus 75% Xylol, 10% n-Butanol und 15% Äthylenglycolmonoätheracetat
verdünnt und auf Metallsubstrate gesprüht. Die
Vergleichszusammensetzung von Beispiel 5 zeigte ein schlechtes
Metallmuster, wogegen die Zusammensetzung von Beispiel 6,
die erfindungsgemäß gelierte polymere Mikroteilchen enthielt,
ausgezeichnete Metallmuster ergab.
Claims (2)
1. Nichtwäßrige Dispersion, bestehend aus einer
Dispergierflüssigkeit und aus vernetzten, gelierten,
polymeren Mikroteilchen einer Teilchengröße
von 0,1 bis 10 µm in einer Konzentration
von 20 bis 60 Gew.-%,
gekennzeichnet durch die Herstellung der Mikroteilchen, indem man radikalisch unter vernetzenden Bedingungen mischpolymerisiert:
0,5 bis 15 Gew.-% einer α, β-äthylenisch ungesättigten Monocarbonsäure,
0,5 bis 15 Gew.-% eines Monoepoxids, das zusätzlich noch eine äthylenische Doppelbindung enthält,
mindestens ein anderes mischpolymerisierbares äthlenisch ungesättigtes Monomeres, in Gegenwart einer Dispergierflüssigkeit, die ein Lösungsmittel für die Monomeren, aber ein Nichtlöser für das sich bildende Polymerisat ist, und eines Dispersionsstabilisators, der durch Pfropfcopolymerisation des Umsetzungsproduktes aus Glycidylmethacrylat und Poly-(12-hydroxy- stearinsäure) mit Methylmethacrylat und Glycidylmethacrylat und nachträgliche Umsetzung der an diesem Copolymerisat hängenden Epoxygruppen mit Methacrylsäure hergestellt worden ist.
gekennzeichnet durch die Herstellung der Mikroteilchen, indem man radikalisch unter vernetzenden Bedingungen mischpolymerisiert:
0,5 bis 15 Gew.-% einer α, β-äthylenisch ungesättigten Monocarbonsäure,
0,5 bis 15 Gew.-% eines Monoepoxids, das zusätzlich noch eine äthylenische Doppelbindung enthält,
mindestens ein anderes mischpolymerisierbares äthlenisch ungesättigtes Monomeres, in Gegenwart einer Dispergierflüssigkeit, die ein Lösungsmittel für die Monomeren, aber ein Nichtlöser für das sich bildende Polymerisat ist, und eines Dispersionsstabilisators, der durch Pfropfcopolymerisation des Umsetzungsproduktes aus Glycidylmethacrylat und Poly-(12-hydroxy- stearinsäure) mit Methylmethacrylat und Glycidylmethacrylat und nachträgliche Umsetzung der an diesem Copolymerisat hängenden Epoxygruppen mit Methacrylsäure hergestellt worden ist.
2. Verwendung der vernetzten polymeren Mikroteilchen
nach Anspruch 1 als Zusatzstoff zu Überzugsmassen
auf Basis von Polyurethanen oder Polyestern.
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