DE2536332B1 - Verfahren und vorrichtung zum pruefen der gleichfoermigkeit von rotationskoerpern, insbesondere kraftfahrzeugreifen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum pruefen der gleichfoermigkeit von rotationskoerpern, insbesondere kraftfahrzeugreifenInfo
- Publication number
- DE2536332B1 DE2536332B1 DE19752536332 DE2536332A DE2536332B1 DE 2536332 B1 DE2536332 B1 DE 2536332B1 DE 19752536332 DE19752536332 DE 19752536332 DE 2536332 A DE2536332 A DE 2536332A DE 2536332 B1 DE2536332 B1 DE 2536332B1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- signal
- analysis signal
- voltage
- proportional
- harmonic
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M17/00—Testing of vehicles
- G01M17/007—Wheeled or endless-tracked vehicles
- G01M17/02—Tyres
- G01M17/022—Tyres the tyre co-operating with rotatable rolls
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01H—MEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
- G01H1/00—Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector
- G01H1/003—Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector of rotating machines
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)
Description
ί-r-, wobei k eine ganze Zahl von 1 bis η ist J
und das der Umlaufgeschwindigkeit proportionale Gleichspannungssignal mit einer Vervielfachung (k,
wobei k ebenfalls eine ganze Zahl von 1 bis η ist) vor dem Multiplizieren beaufschlagt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt aus dem Analysensignal
und dem der Umlaufgeschwindigkeit proportionalen Gleichspannungssignal aus einer einzigen
Umdrehung gewonnen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Analysensignal
mit Hilfe einer elektrischen Filterschaltung der statische Anteil abgetrennt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den harmonischen
Fourierkoeffizienten entsprechenden elektrischen Gleichspannungswerte mit einer von der Drehfrequenz
des zu prüfenden Rotationskörpers unabhängigen Rechteckspannung in eine Null- und eine
90°-Komponente zerhackt und addiert werden, so daß die ausgefilterte Harmonische der Frequenz der
Rechteckspannung in Betrag und Phasenlage zu einem beliebigen Nullbezug die Größe und Lage der
gesuchten Harmonischen darstellt.
6. Vorrichtung zur Gleichförmigkeitsprüfung von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen,
mit weg- und kraftmessenden Wandlern, die ein Analysensignal liefern, dessen Amplituden den
Ungleichförmigkeiten proportional sind, Integratoren zur Bildung eines jeden harmonischen Fourierkoeffizienten
und mit Fourierkomponentenanalysatoren, welche aus den harmonischen Fourierkoeffizienten
der Fourierentwicklungsreihe des Analysensignals die Ungleichförmigkeiten nach Lage und
Größe ermitteln, zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jedem Integrator (6, 7) ein Multiplikator (4, 5) vorgeschaltet ist, an dessen einen Eingang das von
den Wandlern (21, 22) abgegebene Analysensignal und an dessen anderen Eingang ein der Umlauffrequenz
des Rotationskörpers (10) proportionales Gleichspannungssignal eines Tachodynamos (14)
anliegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ausgang der das
Analysensignal abgebenden Wandler (21, 22) und den einen Eingängen der Multiplikatoren (4 und 5)
Abschwächer (1, 30, 40, 41) und zwischen dem Ausgang des Tachodynamos (14) und den anderen
Eingängen der Multiplikatoren Vervielfacher (2, 45, 46,47) geschaltet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen dem Multiplikator
(4 bzw. 5) und dem Integrator (6 bzw. 7) ein Schalter (8 bzw. 9) vorgesehen ist, der gesteuert
durch einen Drehimpulsgeber (15) während einer Umdrehung des Rotationskörpers (10) schließbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Ausgänge der
Wandler (21,22) und die Abschwächer (1,39,40,41)
eine elektrische Abtrennschaltung (27, 29, 30) für den statischen Anteil des Analysensignals geschaltet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Komponentenrechner (42, 43, 44) und zugeordnete Abschwächer
(39,40,41) und Vervielfacher (45,46,47) sowie
den Komponentenrechnern nachgeschaltete Größen- und Winkelinstrumente (51-53,54-56) vorgesehen
sind, die jeweils einer Harmonischen entsprechen und zueinander parallel geschaltet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Komponentenrechner sowie ein zugeordnetes Größen- und
Winkelinstrument vorgesehen sind, auf welche nacheinander den gewünschten Harmonischen entsprechende
Vervielfacher und Abschwächer aufschaltbar sind.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von
Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen, bei denen während der Rotation infolge von Ungleichförmigkeiten
des Rotationskörpers ein elektrisches Analysensignal mit Hilfe von weg- oder kraftmessenden
Wandlern erzeugt wird, dessen Amplituden den Ungleichförmigkeiten proportional sind und die harmonischen
Fourierkoeffizienten der Fourierentwicklung des Analysensignals aus den Fourierintegralen gebildet
werden, aus denen dann die Größe und Phasenlage der Ungleichförmigkeiten ermittelt werden.
Bei derartigen Prüfverfahren und Prüfvorrichtungen ist eine möglichst kurze Meßzeit erwünscht, um einen
hohen Durchlaufwert bei der Produktion von Rotationskörpern, insbesondere von Kraftfahrzeugreifen und dgl.,
nicht zu gefährden. Bekannte Prüfverfahren und Prüfvorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß
mindestens zwei oder mehrere Umläufe der zu prüfenden Rotationskörper verwendet werden müssen,
um die Ungleichförmigkeiten des Rotationskörpers nach Größe und Winkellage zu ermitteln. Außerdem ist
es noch notwendig, daß der zu prüfende Rotationskörper auf eine bestimmte Umlauffrequenz gebracht
werden muß.
Beispielsweise ist aus der deutschen Offenlegungschrift 19 44 678 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Bestimmen der Gleichförmigkeit von Luftreifen bekannt, bei der ein Analogoszillatorkreis verwendet wird,
der sich aus einem Summierer, Inverter und zwei 5 Integratoren zusammensetzt. Das Ausgangssignal des
Analogoszillatorkreises wird auf einen Harmonischen-Amplituden-Detektorkreis geschaltet. Nach Ablauf
einer Periode des Prüfvorganges wird dieser Detektorkreis aktiviert, so daß es mindestens bis zu einer Periode
der Drehfrequenz dauert, bis das Maximum der Harmonischen wieder am Eingang dieses Kreises
erscheint. Hieraus ergibt sich ein der Periodendauer der Prüfvorrichtung proportionaler Zeitverzug.
Bei der Winkelermittlung wird in der bekannten Vorrichtung eine elektrische Schaltung verwendet, die
den positiv oder negativ gerichteten Nulldurchgang der Sinusfunktion des Analysensignals ermittelt. Insofern
ergibt sich auch bei der Ermittlung der Phasenlage der Ungleichförmigkeiten ein Verzug von mindestens einer
Periode des Prüfvorganges.
Ferner ist aus der deutschen Patentschrift 17 98017 ein Reifenprüfverfahren zur Feststellung von Unsymmetrien
des Reifens bekanntgeworden, bei dem ebenfalls mit Hilfe zweier Analogoszillatoren nach
Ablauf einer Periode des Prüfvorganges die Amplituden der harmonischen Komponenten und die zugehörigen
Phasenwinkel aus den Fourierkoeffizienten der Fourierreihe des Analysensignals zu ermitteln. Hierbei werden
die Fourierkoeffizienten aus dem ersten Oszillator entnommen und als Anfangsbedingungen in den
zweiten Oszillator eingegeben, wobei der zweite Oszillator mit diesen Koeffizienten zum Schwingen
angeregt wird. Es sind somit mindestens zwei Perioden, d. h. zwei Umläufe beim Prüfvorgang notwendig, um die
Fourierkoeffizienten ermitteln zu können.
Zur Ermittlung der Winkellage und ders Betrages der Ungleichförmigkeiten aus den Fourierkoeffizienten
benötigen andere bekannte Vorrichtungen Quadrierer und Radizierer um den Betrag und Dividierer und
Funktionsgeber für Tangenz-Funktionen zur Ermittlung der Winkellage, was einen relativ hohen Aufwand
erfordert. Insbesondere dann, wenn eine niedrige Fehlergrenze gefordert wird und diese Fehlergrenze
kleiner ist, als sie sich durch Fehlersummierung bei handelsüblichen Standardschaltungen dieser Art ergeben
können, ist ein hoher Aufwand erforderlich.
Die bekannten Lösungen haben außerdem den gemeinsamen Nachteil, daß keine von der Rotationsfrequenz
des zu prüfenden Rotationskörpers unabhängige Phasenschiebung möglich ist. Eine solche Phasenschiebung
(=konstanter Winkelversatz auf dem Einheitskreis) ist jedoch erforderlich, wenn zwischen der
Meßstelle und einem festen Bezugspunkt für die Winkelbestimmung ein Winkelversatz besteht oder
wenn eine Markiereinrichtung mit Winkelversatz zur Kennzeichnung der Winkellage eines Extremwertes
betätigt werden soll.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Lösungen ergibt sich dann, wenn eine automatische verzögerungsfreie
und die Amplitudeneichung der Anordnung nicht beeinflussende Frequenznachstimmung bei variabler
Drehzahl der Prüfanordnung gefordert wird. Denn keine der bekannten Prüfvorrichtungen kann eine
automatische Frequenznachstimmung aufweisen. Die somit in den bekannten Vorrichtungen verwendeten
frequenzbestimmenden Mittel ergeben bei linearer Veränderung hyperbolische Funktionen für die Frequenzänderung,
so daß sich für die automatische Nachstimmung bei der geforderten geringen Bandbreite
einer harmonischen Analyse Probleme ergeben. Dies trifft insbesondere für die Sinuswellengeneratoren des
Fourierkomponentenzusammensetzers in der deutschen Patentschrift 17 98 017 zu. Insbesondere ist es bei
dieser bekannten Vorrichtung notwendig, daß man immer bei der voreingestellten Umlauffrequenz den
Meßvorgang durchführt, d. h. der Prüfkörper muß erst auf eine bestimmte Umlauffrequenz hochgedreht
werden, was einen Zeitverlust bedeutet.
Würde man zur Ermittlung der Harmonischen Fourierkoeffizientenanalogrechner unter Einsatz einer
Mehrzahl von Multiplikationsstufen verwenden, wie das als nicht empfehlenswerte Lösung ebenfalls aus der
deutschen Patentschrift 17 98 017 bekannt ist, so müßte man eine drehzahlproportionale Wechelspannung mit
über den gesamten Drehzahlbereich hin konstante Amplitude für die Multiplikationsstufen vorsehen, um
die einzelnen harmonischen Fourierkoeffizienten zu ermitteln. Es wären dann entweder eine entsprechende
Anzahl von Generatoren notwendig, die die drehzahlproportionale Wechselspannung mit den konstanten
Amplituden liefert, oder es müßten entsprechende mechanische Getriebe in den Generatoren vorgesehen
sein, was ebenfalls einen hohen Aufwand bedeutet.
Man kennt auch Schaltungsanordnungen zur dynamischen Simulation von Schwingungsdifferentialgleichungen,
die insbesondere in der Analogrechnertechnik Anwendung gefunden haben. Diese Schaltungen bestehen
im wesentlichen aus einem rückgekoppelten Kreis, zwei Integrationsstufen und einem invertierenden
Summierer. Es handelt sich auch hierbei um einen Oszillatorkreis, der nicht von selbst anschwingt, so daß
entweder enddämpfende Mittel oder von außen Signale eingespeist werden müßten, die den Gleichgewichtszustand
der Anordnung stören, wobei die Eigenfrequenz der Schaltungsanordnung durch die Zeitkonstante der
Integrationsstufen bestimmt wird. Würde man am Eingang einer derartigen Schaltung eine periodische
Funktion anlegen, in der harmonische Anteile enthalten sind und auf welche die Schaltung in ihrer Eigenfrequenz
abgestimmt ist, so ergäbe sich eine Schwingung, deren Amplitude dem harmonischen Anteil der
Eingangsfunktion proportional ist. Die Schaltung hätte somit Filterwirkung.
Eine derartige Schaltung kann aber nicht ohne weiteres zur Analyse von periodischen Funktionen
angewendet werden, da der Betrag der gesuchten Harmonischen, d. h. der Maximalwert einer Schwingungsamplitude,
nur dynamisch zur Verfügung steht. Um diesen Maximalwert in eine Gleichspannung
umzusetzen, müßte die Schwingung in einen Maximalwertspeicher eingegeben werden. Dies kann jedoch
nicht vor Ablauf der ersten Periode des Analysensignals geschehen, da das Ergebnis in dieser Zeit noch nicht
feststeht. Wird der Maximalwertspeicher jedoch erst in der zweiten Periode der Analysenfunktion angeschaltet,
so kann der Zeitverzug bis zum Durchlauf des Maximalwertes bis zu einer Periode betragen. Außerdem
muß noch berücksichtigt werden, daß die Schwingungsamplitude der Schaltungsanordnung nicht
nur von dem harmonischen Anteil der Eingangsfunktion bestimmt wird, sondern auch von der Zahl der
eingegebenen Perioden der Eingangsfunktion. Weiterhin würde die Lage der Harmonischen sich aus einer
Zeitdifferenz zwischen Analysebeginn und dem Nulldurchgang der harmonischen Schwingung ergeben.
Der gesuchte Winkel wird somit durch eine Zeitmessung bestimmt. Es wird hierbei die Tatsache
ausgenutzt, daß bei bekannter Zeitdauer einer Periode der Winkel eine zeitproportionale Größe ist. Bis zur
endgültigen Bestimmung der Lage wird ebenfalls mindestens eine volle Periode benötigt. Da der Winkel
über die Zeit abgeleitet wird, ergibt sich, daß das Winkelergebnis von der Periodendauer der Eingangsfunktion abhängig ist. Eine Schaltung zur Abgabe einer
dem Winkel proportionalen Gleichspannung ist somit frequenzabhängig und muß daher auf die zu analysierende
Periodendauer abgestimmt werden. Weiterhin gilt für die bekannten Schaltungen noch die Einschränkung,
daß die Abstimmung auf die Periodendauer einer zu analysierenden Funktion nicht durch Anlegen einer
Drehfrequenz proportionalen Gleichspannung vorgenommen werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von
Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen der eingangs genannten Art zu zeigen, welches bzw.
welche bei der Bestimmung der Ungleichförmigkeiten nach Lage und Größe eine automatische Verzögerungsfreie Frequenznachstimmung bei variabler Drehzahl,
mit welcher der zu prüfende Rotationskörper umläuft, bei der geforderten geringen Bandbreite erlaubt.
Diese Aufgabe wird beim Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur
Frequenzabstimmung zusätzlich das Analysensignal mit einem aus der Rotation des zu prüfenden Rotationskörpers
gewonnenen, der Umlaufgeschwindigkeit des Rotationskörpers proportionalen Gleichspannungssignal
multipliziert wird.
Ferner wird zur Lösung der gestellten Aufgabe eine Vorrichtung zur Gleichförmigkeitsprüfung von Rotationskörpern,
insbesondere Kraftfahrzeugreifen mit weg- oder kraftmessenden Wandlern, die ein Analysensignal
liefern, dessen Amplituden den Ungleichförmigkeiten proportional sind Integratoren zur Bildung eines
jeden harmonischen Fourierkoeffizienten und mit Fourierkomponentenanalysatoren, welche aus den
harmonischen Fourierkoeffizienten der Fourierentwicklungsreihe des Analysensignals die Ungleichförmigkeiten
nach Lage und Größe ermitteln, vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß jedem
Integrator ein Multiplikator vorgeschaltet ist, an dessen einen Eingang das von den Wandlern abgegebene
Analysensignal und an dessen anderen Eingang ein der Umlauffrequenz des Rotationskörpers proportionales
Gleichspannungssignal eines Tachodynamos anliegen.
Das Analysensignal wird somit bei der Erfindung am Eingang des Integrators, in welchem durch Integration
die Fourierkoeffizienten ermittelt werden, mit einer drehzahlproportionalen Gleichspannung multipliziert.
Hierdurch wird lediglich die Amplitude des Analysensignals verändert, jedoch nicht ihr zeitlicher Verlauf. Am
Ausgang des Integrators wächst die Spannungsanstiegsgeschwindigkeit proportional zu der drehzahlproportionalen
Gleichspannung. Die Anstiegsgeschwindigkeit des mit dieser Gleichspannung multiplizierten Analysensignals
wächst an, womit automatisch bei steigender Drehzahl der Integrator bzw. die bei der Fourierkoeffizientenermittlung
verwendete Einrichtung auf die höhere Frequenz abgestimmt ist, ohne daß hierzu die in
der Integrationsstufe verwendete Kapazität oder der Ohmsche Widerstand verändert werden müssen.
Bei der Erfindung ist es daher nicht notwendig, daß in den Integrationsstufen, welche zur Fourierkoeffizientenermittlung
angewendet werden, verstellbare Widerstände oder verstellbare Kapazitäten verwendet werden.
Bei der Erfindung ergibt sich vielmehr trotz Verwendung von Festwertwiderständen und Festwertkapazitäten
in den Integrationsstufen eine automatisch sich einstellende Frequenzanpassung der Anordnung,
welche im wesentlichen darauf begründet ist, daß bei sich ändernder Frequenz auch die Anstiegsgeschwindigkeit
sich im Analysensignal ändert, was darauf beruht, daß zwar die Amplituden des Analysensignals verändert
werden, jedoch nicht sein zeitlicher Verlauf.
Um die Lage und Größe der verschiedenen harmonischen Komponenten ermitteln zu können, kann
in Abhängigkeit von der jeweiligen Ordnung der harmonischen Komponenten das Analysensignal mit
einer Abschwächung und das der Umlaufgeschwindigkeit proportionale Signal mit einer Vervielfachung vor
dem Multiplizieren beaufschlagt sein.
Außerdem kann das Produkt aus dem Analysensignal und dem der Umlaufgeschwindigkeitenproportionalen
Gleichspannungssignal aus einer einzigen Umdrehung gewohnen werden.
Ferner ist es von Vorteil, aus dem Analysensignal mit Hilfe· einer elektrischen Filterschaltung den statischen
Anteil, der sich in aller Regel aus der Rotationskörperlast bzw. der Reifenaufstandslast ergibt, abzutrennen.
Auf diese Weise wird vermieden, daß bei der Ermittlung der harmonischen Komponenten die hierbei verwendeten
Verstärker in den nichtlinearen Bereich gesteuert werden. Diese Gefahr besteht insbesondere deshalb,
weil der statische Anteil ein Mehrfaches der Schwankungen des Analysensignals ausmacht. Man erhält somit
durch die Abtrennung des statischen Anteils eine Verbesserung der Auflösung bei der Ermittlung der
harmonischen Komponenten.
Ferner ist es von Vorteil, daß man zur Ermittlung der Größe und Lage der einzelnen harmonischen Komponenten
des Analysensignals die den harmonischen Fourierkoeffizienten entsprechenden elektrischen Signale
mit einer von der Drehfrequenz unabhängigen Rechteckspannung in eine Null- und eine 90°-Komponente
zerhackt und beide Komponenten der Rechteckspannung addiert, so daß die ausgefilterte Harmonische
der Frequenz der Rechteckspannung, die insbesondere wesentlich höher liegt als die Prüfkörperdrehfrequenz,
in Betrag und Phasenlage zu einem beliebigen Nullbezug die Größe und Lage der gesuchten
Harmonischen darstellt. Ein derartiges Auswertungsverfahren für die Winkel- und Lagebestimmung ist an
sich aus der Auswuchttechnik aus der deutschen Patentschrift 11 08 475 bekannt.
Durch geeignete Gleichrichter und Glättungsschaltungen für die Größe sowie einen Nulldetektor und
einen Flip-Flop, welche im Nulldurchgang der Bezugsphasengröße zurückgestellt und im Nulldurchgang der
Harmonischen dieser zweiten Frequenz wieder gesetzt wird, läßt sich nach Glättung des Flip-Flop-Ausgangssignals
auch die Winkelgleichspannung gewinnen. Indem man die Frequenz der Rechteckspannung,
welche von der Prüfkörperdrehfrequenz unabhängig ist, wesentlich höher legt als die Prüfkörperdrehfrequenz,
lassen sich die Glättungszeitkonstanten für Betrag und Winkel sehr kurz gegen die Zeitdauer einer Prüfperiode
machen, so daß der verbleibende Zeitverzug vernachlässigbar klein wird.
Da die Frequenz der von der Prüfkörperdrehfrequenz unabhängigen Rechteckspannung im Grunde genommen
beliebig hoch gewählt werden kann und die
Glättungszeitkonstanten somit sehr klein werden können, ergibt sich für die Anwendung dieses bekannten
Auswertungsverfahrens, daß Größe und Lage der gesuchten harmonischen Komponenten aus den Fourierkoeffizienten
praktisch sofort, d. h. nach Durchlauf einer Periode des Analysensignals schon vorliegen. Der
Zeitbedarf für die Ermittlung einer harmonischen Komponente ist somit auf den kieinstmöglichen
Zeitbedarf herabgedrückt, d. h. man kann aus einer einzigen Umdrehung des zu prüfenden Rotationskörpers
die Größe und Lage der Ungleichförmigkeiten ermitteln.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch dadurch weitergebildet sein, daß zwischen dem Ausgang
der das Analysensignal abgebenden Wandler und den einen Eingängen der Multiplikatoren Abschwächer und
zwischen dem Ausgang des Tachodynamos und den anderen Eingängen der Multiplikatoren Vervielfacher
geschaltet sind. Auf diese Weise ergibt sich eine einfache Auswahlmöglichkeit der interessierenden
harmonischen Komponente.
Ferner kann die Vorrichtung nach dadurch weitergebildet sein, daß jeweils zwischen dem Multiplikator und
dem Integrator ein Schalter vorgesehen ist, der gesteuert durch einen Drehimpulsgeber während einer
Umdrehung des Rotationskörpers schließbar ist. Auf diese Weise kann man die Vorrichtung unabhängig von
der Periodendauer des Analysensignals machen, und man kann auch eine Speicherung des Analysenergebnisses
durchführen sowie eine automatische Abstimmung auf die Periodendauer erhalten.
Um den statischen Anteil aus dem Analysensignal abzutrennen, kann zwischen die Ausgänge der weg-
bzw. kraftmessenden Wandler und die Abschwächer eine elektrische Abtrennschaltung für den statischen
Anteil des Analysensignals vorgesehen sein.
Die Vorteile der Erfindung sind insbesondere darin zu sehen, daß unmittelbar nach Ablauf einer Periode des
Analysensignals und unabhängig von der Periodendauer die Analysenergebnisse vorliegen. Die Analysenergebnisse
stehen in Form von Gleichspannungen zur Verfugung, die den Betrag und den Winkel der
periodischen Veränderlichen der zu analysierenden Harmonischen repräsentieren. Die angezeigten Winkelwerte sind unabhängig von der Periodendauer und
können in ihrer Phase geschoben werden, so daß der Nullbezug für die Winkelrechnung an einer beliebigen
Stelle des Umfanges des zu prüfenden Rotationskörpers angebracht werden kann. Außerdem kann die Vorrichtung
automatisch auf die Periodendauer des Analysensignals abgestimmt werden. Die Amplituden der
Gleichspannungswerte, welche die Analysenwerte nach Betrag und Winkel darstellen, sind frequenzunabhängig.
Die Vorrichtung kann ohne große Schwierigkeiten für die Analyse auch der Harmonischen höherer Ordnung
verwendet werden.
In den Figuren ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Anhand dieser Figuren
soll die Erfindung noch näher erläutert werden.
Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild eines bei der Erfindung verwendeten Koeffizientenrechners und
F i g. 2 ein Blockschaltbild der Prüfvorrichtung gemäß der Erfindung.
Der in der F i g. 1 gezeigte Koeffizientenrechner besteht im wesentlichen aus zwei Multiplikatoren 4 und
5, zwei Integratoren 6 und 7, wobei zwischen den Multiplikatoren 4 und 5 und den Integratoren 6 und 7
Schalter 8 und 9 vorgesehen sind. Außerdem ist den Multiplikatoren und Integratoren ein Invertiersummierer
3 vorgeschaltet, über welchen das Analysensignal in den Koeffizientenrechner eingebracht wird.
Dem Koeffizientenrechner ist ein Abschwächer 1 vorgeschaltet, über welchen das Analysensignal in den
Invertiersummierer 3 des Koeffizientenrechners eingebracht wird. Außerdem ist ein Vervielfacher 2
vorgesehen, über welchen das drehfrequenzproportionale Gleichspannungssignal in die Multiplikatoren 4 und
5 des Koeffizientenrechners eingebracht wird. Ein Eingang R des Koeffizientenrechners dient zur Rückstellung
der Integratoren 6 und 7 auf den Wert Null vor Beginn einer jeden Analyse.
Die Wirkungsweise des dargestellten Koeffizientenrechners ist die folgende: Am Eingang E erscheint das
Analysensignal, welches von den weg- oder kraftmessenden Wandlern geliefert wird. Am Eingang Uf
erscheint die Gleichspannung, deren Höhe der Drehfrequenz des zu prüfenden Rotationskörpers proportional
ist. Mit Hilfe eines Drehimpulsgebers und einer Zählschaltung, welche noch im Zusammenhang mit der
Fig.2 näher beschrieben werden, erfolgt phasenstarr zum Rotationsverlauf der Prüfvorrichtung das Schließen
und Öffnen der beiden Schalter 8 und 9. Die Schalter 8 und 9 bleiben genau für eine einzige Periode
des Analysensignals, während einer einzigen Umdrehung des Rotationskörpers, geschlossen. Die Aktivierung
beim Schließen der Schalter. 8 und 9 erfolgt beispielsweise mit Hilfe eines Kommandos M, zu dem
noch im Zusammenhang mit der Beschreibung der F i g. 2 nähere Ausführungen gemacht werden.
Während der Schließzeit der Schalter 8 und 9 werden die in den Multiplikatoren 4 und 5 ermittelten Produkte
aus der Funktion des Analysensignals und der drehfrequenzproportionalen Gleichspannung an die
Integratoren 6 und 7 weitergegeben. Nach dem Öffnen der Schalter 8 und 9 stehen die beiden gesuchten
Fourierkoeffizienten zur Verfügung.
Die automatische Abstimmung des Koeffizientenrechners auf die jeweiligen Drehfrequenz des zu
prüfenden Rotationskörpers erfolgt durch Multiplikation der drehfrequenzproportionalen Spannung Uf mit
der Ausgangsspannung des Invertiersummierers 3 bzw. mit der Ausgangsspannung des Integrators 6 in den
Multiplikatoren 4 und 5.
Die Abstimmung auf die Ordnungszahl der gewünschten harmonischen Komponenten wird durch
entsprechende Einstellung des Abschwächers 1 und des Vervielfachers 2 vorgenommen. So kann man beispielsweise
bei Ermittlung der zweiten harmonischen Komponente die am Eingang £ anliegende Funktion des
Analysensignals auf V2 abschwächen, während man die am Eingang Uf anliegende drehzahlproportionale
Gleichspannung mit dem Faktor χ 2 vervielfacht. Wenn die erste Harmonische analysiert werden soll,
ergibt sich die Ordnungszahl 1, so daß auch der Abschwächer 1, und der Vervielfacher 2 mit dem Faktor
1 vervielfachen bzw. abschwächen.
Für den Fall, daß die Drehfrequenz des zu prüfenden Rotationskörpers konstant ist, werden die in die
Multiplikatoren 4 und 5 einlaufenden Größen mit der in diesem Fall konstanten Spannung Uf multipliziert. Es
ergibt sich hieraus, daß dann anstelle der Multiplikatoren 4 und 5 auch Skalierungsverstärker oder entsprechende
Bewertungswiderstände verwendet werden können.
Die Rechenoperation des Koeffizientenrechners
709 508/135
beruht auf folgenden mathematischen Beziehungen:
Eine periodische Funktion der Zeit, die der Veränderlichen entspricht, mit der Periode T0 = 2π, beispielswei-
fit) = £
at · cos
fc=I
se das Analysensignal am Eingang E, kann durch eine Fourierreihe ausgedrückt werden.
/C=X
+ Σ ν
fc=l
sin
Irr-k-t
a*und bk sind die sogenannten Fourierkoeffizienten.
ao ist der statische Anteil der Funktion und kann daher
vernachlässigt werden.
Die Fourierkoeffizienten können nach folgenden Gleichungen bestimmt werden:
2.-Γ
1 Γ ,. Λ Ιπ-kt ,
ak = — J fit) cos —— di,
h —
/(ί) sin ^? df.
Die Summanden der Gleichung (1) lassen sich zu einer Summenfunktion zusammenziehen.
fit) =
Hierin sind
In-
fc) · (4)
Q=
arc tg -7
Ct steht für die Größe bzw. für den Betrag und
q>k für die Lage bzw. für den Winkel des Maximalwertes zu einem Bezugspunkt.
q>k für die Lage bzw. für den Winkel des Maximalwertes zu einem Bezugspunkt.
Die beiden an den Ausgängen der Integratoren 6 und 7 anstehenden Gleichspannungen repräsentieren die
Koeffizienten a* und bk. Diese Gleichspannungen
werden anschließend zur Errechnung von Ck und cpk in
Betrag- und Winkelrechner eingespeist, was aus der F i g. 2 im einzelnen ersichtlich ist.
Gemäß F i g. 2 enthält die Vorrichtung zur Prüfung der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere
Kraftfahrzeugreifen, eine Prüffelge 11, auf die der Kraftfahrzeugreifen 10 ausgezogen ist. Der mit Luft
gefüllte Kraftfahrzeugreifen wird mit Hilfe eines Motors 12 in Drehung versetzt. Mit einer Motorwelle 13
sind ein Tachodynamo 14 zur Abgabe der drehzahlproportionalen Spannung und ein Drehimpulsgeber 15 zur
Erzeugung eines Bezugsimpulses für die Lagebestimmung gekoppelt. Das Signal des Drehimpulsgebers 15
wird zur Forschung einem Trigger 16 zugeführt und anschließend in einer digitalen Zählschaltung 17 derart
verarbeitet, daß am Ausgang dieser Schaltung nach der Eingabe eines Startkommandos ein Signal M (Messen)
und ein Signal R (Rückstellen) entnommen werden kann. Das Signal R liegt dabei zeitlich immer vor dem
Signal Mund ist kürzer bemessen als dieses. Das Signal M hat, durch den Drehimpulsgeber 15 gesteuert, genau
die Dauer einer Umdrehung des zu prüfenden Reifens
[o 10.
Die Ausgangsspannung des Tachodynamos 14 wird durch einen Skalierungsverstärker 18 auf einen für die
Folgeschaltungen geeigneten Pegel gebracht und anschließend in ein Tiefpaßfilter 19 geschickt, um
Brumm- und Rauschspannungen zu unterdrücken.
An den rotierenden Reifen 10 wird nun ein Lastrad 20 derart angepreßt, daß eine vorgegebene Last erreicht
wird.
Die aufgebrachte Last teilt sich auf Kraftmeßwandler 21 und 22 auf und wird anschließend durch Skalierungsverstärker 23 und 24 auf einen für die Folgeschaltungen geeigneten Pegel gebracht. Um die insgesamt auf dem Lastrad 20 liegende Last zu erhalten, werden die Ausgänge der Skalierungsverstärker 23, 24 in einem Summierer 25 addiert. Am Ausgang dieses Summierers 25 steht nun eine Spannung zur Verfügung, welche die anliegende Radlast einschließlich der dieser überlagerten radialen Kraftschwankungen repräsentiert. Die Radlast wird auf einem Instrument 26 angezeigt.
Die aufgebrachte Last teilt sich auf Kraftmeßwandler 21 und 22 auf und wird anschließend durch Skalierungsverstärker 23 und 24 auf einen für die Folgeschaltungen geeigneten Pegel gebracht. Um die insgesamt auf dem Lastrad 20 liegende Last zu erhalten, werden die Ausgänge der Skalierungsverstärker 23, 24 in einem Summierer 25 addiert. Am Ausgang dieses Summierers 25 steht nun eine Spannung zur Verfügung, welche die anliegende Radlast einschließlich der dieser überlagerten radialen Kraftschwankungen repräsentiert. Die Radlast wird auf einem Instrument 26 angezeigt.
Da die statische Radlast für die weitere Signalverarbeitung nicht mehr benötigt wird, wie eingangs schon
ausgeführt, auch hinderlich ist, wird der statische Anteil abgetrennt. Dieser Vorgang wird nachfolgend mit
Abtrennung der statischen Komponente bzw. »Abtrennung« bezeichnet. Die »Abtrennung« erfolgt dadurch,
daß ein Kondensator 27 an seinem dem Summierer 25 zugewandten Belag auf den Spannungspegel der
Radlast aufgeladen wird. Bei Beginn einer Messung wird ein Schalter 28 geöffnet, so daß am Eingang eines
Impedanzwandlers 29 die Differenz zwischen der Kondensatorladung und dem momentan anliegenden
Raslastsignal ansteht. Dies bedeutet aber, daß am Ausgang des Impedanzwandlers 29 nur die radiale Lastbzw.
Kraftschwankung erscheint.
Ein Widerstand 30 hat die Funktion einer Strombegrenzung; sein Wert wird so gewählt, daß er im
Verhältnis zum Eingangswiderstand des Impedanzwandlers 29 vernachlässigbar klein bleibt. Die Zeitkonstante
71 = R ■ C des ,RC-Gliedes 30, 27 ist gegen die
Periodendauer einer Umdrehung ebenfalls vernachlässigbar klein.
Bei geöffnetem Schalter 28 ist die Zeitkonstante Ti = Re · C sehr groß gegenüber der Dauer einer
Umdrehung des Prüflings, worin flfder hohe Eingangswiderstand
des Impedanzwandlers 29 ist.
Das Kraftschwankungssignal, welches das Analysensignal bildet, wird zunächst einem Tiefpaßfilter 31
zugeführt. Der Dämpfungsverlauf dieses Tiefpaßfilters 31 ist so gewählt, daß einerseits dem interessierenden
Spektrum keine störenden Amplituden- und Phasenärderungen auftreten, andererseits Brumm- und Rauschstörungen
möglichst optimal unterdrückt werden.
Anschließend wird dieses Signal einem Maximalwertspeicher 32 zugeführt. Dieser bildet aus dem Spitze-zu-Spitze-Wert
des radialen Kraftschwankungssignals eine gespeicherte Gleichspannung, die der radialen Kraftschwankung
proportional ist. Ihre Anzeige erfolgt auf einem Instrument 33. Die Meß- und Löschfunktion des
Maximalwertspeichers 32 wird durch den zuvor genannten Digital-Zähler 17 mit den Impulsen »R«und
»M« gesteuert.
Das radiale Kraftschwankungssignal wird anschließend auf eine Komperatorschaltung 34 geführt. An
einem zweiten Eingang der Komparatorschaltung 34 wird eine Vergleichsspannung angelegt, die auch einen
an einem Einsteller 35 wählbaren Grenzwert für die Gut-Schlecht-Grenze der radialen Kraftschwankung
darstellt. Wird die eingestellte Vergleichsspannung durch den Meßwert überschritten, so wird das
Ausgangsrelais des Komparators 34 erregt.
Mit Hilfe von Kontakten dieses Relais lassen sich Lampen 36 und 37 für die Gut-Schlecht-Anzeige sowie
nicht dargestellte Markiereinrichtungen, die über einen Schalter 38 angesteuert werden, zur automatischen
Güteklassenmarkierung des Prüflings ansteuern.
Zur Ermittlung bzw. zur Analyse der harmonischen Anteile wird das radiale Kraftschwankungssignal auch
Abschwächern 39 bis 41 zugeführt, die dem Abschwäeher 1 in der F i g. 1 entsprechen und in denen das Signal
entsprechend der jeweiligen Ordnungszahl der Harmonischen abgeschwächt wird.
Anschließend wird das abgeschwächte Signal Koeffizientenrechnern 42 bis 44 die dem in der F i g. 1
dargestellten Koeffizientenrechner entsprechen, zugeführt, um die Fourier-Koeffizienten au und bk zu
erhalten.
Hierzu ist es erforderlich, daß den Koeffizientenrechnern noch das der Drehfrequenz proportionale
Gleichspannungssignal über Vervielfacher 45 bis 47, die dem Vervielfacher 2 in der F i g. 1 entsprechen,
eingespeist wird. Die Vervielfachung erfolgt entsprechend der Ordnungszahl der gesuchten Harmonischen.
Weiterhin werden den Koefiizientenrechnern 42 bzw. 44 noch die Steuerkommandos »M« (Messen) und »R«
(Rückstellen) aus dem Digitalzähler 17 zugeführt, so daß die Schaltungen synchron den Drehfrequenzen gestartet
werden können. Das Kommando »M« wird, wie schon früher ausgeführt, für genau eine Umdrehung
angelegt, womit auch der Nullbezug für den Winkel der Harmonischen definiert ist.
Nach Ablauf einer Umdrehung wird das Kommando »M« (Messen) weggenommen und die gesuchten
Fourierkoeffizienten werden als Gleichspannungen £4t
und Ubk ausgegeben. Diese Gleichspannungen werden
danach Betrag- und Winkelrechnern 48 bis 50 eingespeist, damit der Betrag Ck und der Winkel
= arc tg ■
errechnet werden kann. Diese können nach dem aus der DT-PS 11 08 475 bekannten Prinzip arbeiten.
Als Ergebnis stehen Betrag und Winkel als Gleichspannungen unmittelbar nach Ablauf einer Meßumdrehung
zur Verfügung und werden an Größeninstrumenten 51 bis 53 und Winkelinstrumenten 54 bis 56
angezeigt. Die Gleichspannungen, die den harmonischen Radikalkraftschwankungen entsprechen, können
auch Komparatoren zur »Gut-Schlecht«-Entscheidung, ähnlich der zuvor beschriebenen Anordnung 34 bis 38,
zugeführt werden.
Die Winkel-Gleichspannungen der ersten Harmonischen wird angezeigt und kann auch zur Markierung der
Extremwerte dienen, indem sie mit einer winkelproportionalen Gleichspannung verglichen wird. Wenn beide
Spannungen gleich sind, kann dann eine entsprechende Markierungsvorrichtung betätigt werden.
Die Winkelwerte der zweiten und höheren Harmonischen werden im allgemeinen nur einer Anzeigevorrichtung
zugeführt. Zur Vereinfachung des zuvor genannten Schaltungsaufbaues, bei dem für jede harmonische
Komponente ein Komponentenrechner 42 bis 44 und zugeordnete Abschwächer 39 bis 41 und Vervielfacher
45 bis 47 sowie Größen- und Winkelinstrumente 51 bis 53 und 54 bis 56, welche jeweils parallel geschaltet sind,
kann zur Ermittlung der Größe und des Winkels der zweiten und höheren Harmonischen auf die verschiedenen
Betrags- und Winkelrechner verzichtet werden, wenn der Betrag- und Winkelrechner 48 für die erste
Harmonische auf die Ausgänge der Koeffizientenrechner 42 bis 44 umgeschaltet wird. Man spricht in einem
solchen Fall von einem »Abfragen« der Harmonischen durch Umschaltung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Prüfen der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen,
bei dem während der Rotation infolge von Ungleichförmigkeiten des Rotationskörpers ein
elektrisches Analysensignal mit Hilfe von weg- oder kraftmessenden Wandlern erzeugt wird, dessen
Amplituden den Ungleichförmigkeiten proportional sind und die harmonischen Fourierkoeffizienten der
Fourierentwicklung des Analysensignals aus den Fourierintegralen gebildet werden, aus denen dann
die Größe und Phasenlage der Ungleichförmigkeiten ermittelt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Frequenzabstimmung zusätzlich das Analysensignal mit einem aus der Rotation des zu
prüfenden Rotationskörpers gewonnenen, der Umlaufgeschwindigkeit des Rotationskörpers proportionalen
Gleichspannungssignal multipliziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit von der jeweiligen Ordnung der Harmonischen, deren Fourierkoeffizienten
ermittelt werden, das Analysensignal mit einer Abschwächung
Priority Applications (5)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19752536332 DE2536332C2 (de) | 1975-08-14 | 1975-08-14 | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen |
US05/711,073 US4018087A (en) | 1975-08-14 | 1976-08-02 | Method and apparatus for testing the uniformity of a rotary body |
GB32507/76A GB1507806A (en) | 1975-08-14 | 1976-08-04 | Method and apparatus for testing the uniformity of a rotary body |
FR7624392A FR2321119A1 (fr) | 1975-08-14 | 1976-08-10 | Procede et installation pour la verification de l'uniformite de corps tournants, en particulier de pneumatiques pour vehicules automobiles |
IT26245/76A IT1067426B (it) | 1975-08-14 | 1976-08-12 | Procedimento e dispositivo per controllare l uniformita dicorpi rotanti in particolare di pneumatici per veicoli automobili |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19752536332 DE2536332C2 (de) | 1975-08-14 | 1975-08-14 | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2536332B1 true DE2536332B1 (de) | 1977-02-24 |
DE2536332C2 DE2536332C2 (de) | 1977-10-20 |
Family
ID=5954022
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19752536332 Expired DE2536332C2 (de) | 1975-08-14 | 1975-08-14 | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen |
Country Status (5)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US4018087A (de) |
DE (1) | DE2536332C2 (de) |
FR (1) | FR2321119A1 (de) |
GB (1) | GB1507806A (de) |
IT (1) | IT1067426B (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3137248A1 (de) * | 1980-09-19 | 1982-06-16 | The Goodyear Tire & Rubber Co., 44316 Akron, Ohio | Verfahren und vorrichtung zur vorhersage der groesse von reifenvariablen |
EP0304287A2 (de) * | 1987-08-20 | 1989-02-22 | Bridgestone Corporation | Verfahren zum Reduzieren der lateralen Kraftschwankungen eines Reifens |
Families Citing this family (25)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
JPS54131201A (en) * | 1978-04-03 | 1979-10-12 | Maruyama Seiki Kk | Method of assemblying tire and disc wheel |
US4380800A (en) * | 1978-05-08 | 1983-04-19 | The Bendix Corporation | Digital roughness sensor |
US4357662A (en) * | 1978-05-08 | 1982-11-02 | The Bendix Corporation | Closed loop timing and fuel distribution controls |
DE2827669C2 (de) * | 1978-06-23 | 1980-08-14 | Gebr. Hofmann Gmbh & Co Kg, Maschinenfabrik, 6100 Darmstadt | Verfahren zur Ermittlung der Größe und Phasenlage von durch Meßwertaufnehmer erfaßten Schwingungen, insbesondere in der Auswuchttechnik |
US4250555A (en) * | 1979-01-22 | 1981-02-10 | Nortron Corporation | Self-calibrating data collection system for dynamic wheel balancing machine |
USRE31971E (en) * | 1980-01-11 | 1985-08-20 | Fmc Corporation | Wheel unbalance measurement system and method |
US4285240A (en) * | 1980-01-11 | 1981-08-25 | Fmc Corporation | Wheel unbalance measurement system and method |
US4344140A (en) * | 1980-09-15 | 1982-08-10 | The Bendix Corporation | Closed loop engine roughness control |
US4433381A (en) * | 1980-09-19 | 1984-02-21 | The Bendix Corporation | Control system for an internal combustion engine |
FR2522819B1 (fr) * | 1982-01-13 | 1987-12-24 | British Aerospace | Essai de l'equilibrage d'un element rotatoire |
US4434652A (en) * | 1982-01-18 | 1984-03-06 | The Goodyear Tire & Rubber Company | Automated tire measurement techniques |
US4502328A (en) * | 1982-08-10 | 1985-03-05 | Hofmann Corporation Automotive Service Equipment | Free spinning electronic wheel balancer |
DE3518085A1 (de) * | 1985-05-20 | 1986-11-20 | Hofmann Werkstatt-Technik GmbH, 6102 Pfungstadt | Verfahren zur qualitaetseinstufung bei der gleichfoermigkeitspruefung von rotoren, insbesondere von kraftfahrzeugraedern |
US4815004A (en) * | 1986-10-17 | 1989-03-21 | Eagle-Picher Industries, Inc. | Apparatus and method for predicting fore/aft forces generated by tires |
KR960000995B1 (ko) * | 1987-06-12 | 1996-01-15 | 이글 피쳐 인더스트리즈 인코포레이티드 | 물체 균일 측정 장치 및 방법 |
US4984393A (en) * | 1987-07-01 | 1991-01-15 | The Uniroyal Goodrich Tire Company | Method for tire uniformity correction |
DE3741818C1 (de) * | 1987-12-10 | 1989-05-11 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Vorrichtung zur Kontrolle von Fahrzeugreifen |
WO1990003561A1 (en) * | 1988-09-28 | 1990-04-05 | Dynabal Corporation | Simplified data input system for dynamic balancing machine and wheel diagnostic system |
DE4019501A1 (de) * | 1989-09-30 | 1991-04-11 | Lehn F Heinrich | Verfahren und vorrichtung zur schwingungsueberwachung der radsysteme von kraftfahrzeugen waehrend des fahrbetriebs |
DE3935670A1 (de) * | 1989-10-26 | 1991-05-02 | Hofmann Gmbh & Co Kg Maschinen | Verfahren und vorrichtung zum auswuchten aufeinanderfolgender rotore |
US5396438A (en) * | 1993-09-29 | 1995-03-07 | General Motors Corporation | Tire manufacturing method |
JP3533014B2 (ja) * | 1994-08-22 | 2004-05-31 | 株式会社荏原製作所 | 磁気軸受支持回転体のデジタル制御方法及び制御装置 |
US6381547B1 (en) * | 2000-06-12 | 2002-04-30 | Foster-Miller, Inc. | Tire defect detection system and method |
FR2814238B1 (fr) | 2000-09-15 | 2004-06-25 | Dufournier Technologies S A S | Procede et systeme ou centrale de surveillance de l'etat des pneumatiques, et de detection de presence de chaines ou ou clous a neige, sur un vehicule |
KR100905397B1 (ko) * | 2008-03-25 | 2009-06-30 | 한국표준과학연구원 | 주기적 회전진동을 이용한 동적 발란싱 장치 및 방법 |
Family Cites Families (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3490277A (en) * | 1967-08-17 | 1970-01-20 | Electronic Associates | Tire testing system |
US3527103A (en) * | 1967-10-30 | 1970-09-08 | Information Dev Corp | Phase angle detector |
US3550442A (en) * | 1968-09-05 | 1970-12-29 | Uniroyal Inc | Method and apparatus for measuring uniformity of tires |
-
1975
- 1975-08-14 DE DE19752536332 patent/DE2536332C2/de not_active Expired
-
1976
- 1976-08-02 US US05/711,073 patent/US4018087A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-08-04 GB GB32507/76A patent/GB1507806A/en not_active Expired
- 1976-08-10 FR FR7624392A patent/FR2321119A1/fr not_active Withdrawn
- 1976-08-12 IT IT26245/76A patent/IT1067426B/it active
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3137248A1 (de) * | 1980-09-19 | 1982-06-16 | The Goodyear Tire & Rubber Co., 44316 Akron, Ohio | Verfahren und vorrichtung zur vorhersage der groesse von reifenvariablen |
EP0304287A2 (de) * | 1987-08-20 | 1989-02-22 | Bridgestone Corporation | Verfahren zum Reduzieren der lateralen Kraftschwankungen eines Reifens |
EP0304287A3 (en) * | 1987-08-20 | 1990-01-31 | Bridgestone Corporation | Method of reducing lateral force variation of tire |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR2321119A1 (fr) | 1977-03-11 |
IT1067426B (it) | 1985-03-16 |
GB1507806A (en) | 1978-04-19 |
US4018087A (en) | 1977-04-19 |
DE2536332C2 (de) | 1977-10-20 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2536332C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Gleichförmigkeit von Rotationskörpern, insbesondere Kraftfahrzeugreifen | |
DE2715842C2 (de) | Verfahren zur Impedanzmessung | |
DE19922249C2 (de) | Frequenzanalyseverfahren und Spektralanalysator | |
DE3205630C2 (de) | Vorrichtung zum Ermitteln der Unwucht eines auszuwuchtenden Gegenstandes, insbesondere eines Fahrzeugrades, der eine vordere und eine hintere, einen Abstand aufweisende Randebene besitzt | |
DE3008901A1 (de) | Dynamometersystem fuer die simulierung von strassenlast- und fahrzeugtraegheitsvermoegenskraeften bei der untersuchung von stationaer angeordneten fahrzeugen | |
DE60026962T2 (de) | Einstellbarer Detektor für harmonische Verzerrungen und Verfahren mit Hilfe dieses Detektors | |
DE2219085B2 (de) | Frequenzanalysator | |
WO1980001206A1 (en) | Process for measuring electric power | |
DE2421843A1 (de) | Geraet zum messen der aenderung veraenderlicher groessen | |
DE2359527A1 (de) | Verfahren und anordnung zur kapazitaetsmessung | |
DE3887593T2 (de) | Mehrfrequenz Kapazitäts-Sensor. | |
DE2530723C2 (de) | Einrichtung zur Messung der Phasenverschiebung in einer Anordnung gekoppelter Spulen | |
DE2059862C3 (de) | Analog Digitalwandler und Verwendung eines Integrators | |
DE2904834C2 (de) | Differenz-Kapazitätsmesser | |
DE3401269C2 (de) | Wiegeeinrichtung | |
DE2541176C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Signalverarbeitung von Meßgrößen | |
DE2037157C3 (de) | Einrichtung zur Messung der Dielektrizitätskonstante von Stoffen | |
DE69005469T2 (de) | Verfahren und Apparatur zur Messung von kleinen Kapazitäten. | |
DE2548729A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur ermittlung und anzeige der winkellage der unwucht bei auswuchtmaschinen | |
DE3441290C2 (de) | ||
DE2312062C2 (de) | Wanddicken-Meßgerät, nach dem Ultraschall-Immersions-Resonanzverfahren | |
DE3642495C2 (de) | ||
DE2021811C3 (de) | Einrichtung zur Messung der Dielektrizitätskonstanten von Stoffen | |
DE2045813C3 (de) | Dielektrisches Meßgerät | |
DE2932371C2 (de) | Analog-Digital-Konverter mit einem Komparator zur Verarbeitung bipolarer Eingangsspannungen |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |