DE2319647C3 - ThiocarbamylsuHenamide und deren Verwendung - Google Patents
ThiocarbamylsuHenamide und deren VerwendungInfo
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Description
worin R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
Phenylreste oder zusammengenommen den Oxydiäthylenrest bedeuten, R3 ein Wasserstoffatom
oder den Phenylrest bedeutet und Ar den Phenylrest oder Naphthylrest bedeutet.
2. Verwendung von Thiocarbainylsulfenamiden
nach Anspruch 1, als Vulkanisationsbeschleuniger für synthetischen oder natürlichen Kautschuk.
Die Dialkylthiocarbamylsulfenamide sind wirksame Vulkanisationsbeschleuniger für Kautschukmassen.
Verschiedene substituierte Thiocarbamylsulfenamide werden zu diesem Zweck bereits verwendet,
wie N^'-Diäthylthiocarbamyl-N'-cyclohexylsulfenamid
und N-Cyclohexylbenzothiazol-i-sulfenamid.
Wegen der charakteristischen Instabilität bei der Lagerung sind diese jedoch schwierig zu handhaben,
da sie Kristallinität verlieren, abnehmende Beschleunigungswirkung zeigen und eine Neigung besitzen,
eine vorzeitige Härtung zu verursachen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, neue Thiocarbamylsulfenamid-Beschleuniger
zu bekommen, die eine erhöhte Lagerbeständigkeit ergeben und besser die Wirkung von
Phenylendiamiin-Antiozonantien, vorzeitige Härtung zu verursachen, kompensieren.
Die als Vulkanisationsbeschleuniger für synthetischen oder natürlichen Kautschuk verwendbaren
erfindungsgemäßen Thiocarbamylsulfenamide besitzen die allgemeine Formel
R1
R2
N — C — S — N
Ar Ν,Ν-DibutylthiocarbamyI-N '-phenylsulfenamid,
N-Methyl-N-äthylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, N-Methyl-N-propylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, N-Methyl-N-butylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, N-Äthyl-N-propylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, N-Äthyl-N-butylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, N-Propyl-N-butylthiocarbamyl-
N '-phenylsulfenamid, Ν,Ν-Diphenylthiocarbamyl-
N'-phenylsulfenamid, Ν,Ν-Diphenylthiocarbamyl-
N ',N '-diphenylsulfenamid, N-Alkyl-N-phenylthiocarbamyJ-
N '-phenylsulfenamid, N-Alkyl-N-phenylthiocarbamyl-
N',N'-diphenylsulfenamid
und die entsprechenden Naphthylverbindungen. wobei aber der Arylrest Ar bevorzugt den Phenylrest
bedeutet.
Diese neuen Thiocarbamylsulfenamide können beispielsweise
nach dem folgenden Reaktionsschema hergestellt werden.
R,NH + CS2 + NaOH
R2N-C- S
(D
Na- + H1O
R'NH, + NaOCl
H1O
H1O
*■"
45 R2N — C
H1O
RNHCl + NaOH (H)
- S Na■-· R'NHCl
R2N-C-S-N
(IH)
R'
+ NaCl
60
worin R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
Phenylreste oder zusammengenommen den Oxydiäthylenrest bedeuten, R3 ein Wasserstoffatom
oder den Phenylrest bedeutet und Ar den Phenylrest oder Naphthylrest bedeutet.
Wenn R1 und R2 Alkylgruppen bedeuten, können
diese gleich oder verschieden sein.
Beispiele von Verbindungen nach der Erfindung sind
Ν,Ν-Dimethyllhiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid,
N,N-Diäthyltliiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid.
Ν,Ν-Dipropylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid.
R2N-C-S
(Hi)
(Hi)
+ NH, · HCl
R'
MeOH
Il
R2N-C-S (IV)
+ RNH1 · HCl
Bei einer speziellen Herstellung nach den obigen Reaktionsgleichungen wird Dimethylamin mit Schwefelkohlenstoff
und Natriumhydroxid unter Bildung on jsiatrium-N.N-dimethyldithiocarbamat (1) uni-•esetzt.
Cyclohexylamin wird mit Natriumhypochlorit ■nter Bildung des N-Chlorcyclohexylamins (II) um-•esetzt.
Das Dimethyldithiocarbamat wird mit dem Monochlorcyclohexylamin unter Bildung des N5N-Dimethylthiocarbamyl-N'-cyclohexylsulfenamids
(III) umgesetzt. In der Gleichung (4) wird das N,N-Dimethylthiocarbamyl-Ν
'-cyclohexylsulfenamid mit Anilinhydrochlorid in Gegenwart von Methanollösungsmittel
umgesetzt, wobei sich N,N-Dunethylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenarnid
bildet. Die Umsetzungen (1), (2) und (3) sind in der Literatur be- ,5
schrieben wie beispielsweise in »Journal of Organic Chemistry«, 14, S. 935 (1949) und in den US-PSen
2388 236,24 24 921,35 90030.
Wie in der Gleichung (4) gezeigt ist, wird das unlubstituierte
Cyclohexyl- oder Alkylderivat in das Arylderivat umgewandelt. Diese Reaktion verläuft
leicht und innerhalb von 5 Minuten bis weniger als 1 Stunde und meist innerhalb von 10 bis 30 Minuten.
Die Reaktion erfolgt leicht bei Raumtemperatur, obwohl gegebenenfalls auch eine höhere Temperatur
angewendet werden kann, die aber vorzugsweise unter 10O0C liegt. Die Umsetzung erfolgt in der Weise, daß
man eine Lösung oder einen Schlamm eines oder beider der Reaktionspartner bildet, wobei milde erwärmt
werden kann, um das Auflösen zu erleichtern. Dabei kann irgendein geeignetes Lösungsmittel benutzt
werden, wie ein Alkohol, z. B. Methanol, Äthanol, Propanol oder Butanol, ein Keton, z. B. Aceton.
Methyläthylketon oder Diäthylketon, ein Äther, wie Dioxan, oder Mischungen dieser Verbindungen mit
Wasser.' Das verwendete Lösungsmittel ist vorzugsweise ein solches, in dem beide Reaktionspartner
wechselweise löslich sind, obwohl eine Teillöslichkcit der Reaktionspartner in dem Lösungsmittel zufriedenstellend
sein kann, wie mit Wasser oder Äther, doch können dann längere Mischzeiten erforderlich sein.
um eine vollständige Umsetzung zu gewährleisten. Da das Lösungsmittel anschließend durch Verdampfen
entfernt wird, ist es bevorzugt, ein niedriger siedendes Lösungsmittel zu verwenden, um dieses leicht aus dem
Produkt verdampfen zu können.
Das Thiocarbamylalkylsulfenamid und das Arylaminsäuresalz
reagieren in äquimolarcn Anteilen miteinander, es kann jedoch auch ein Überschuß eines
der Reaktionspartner verwendet werden, und somit können die Reaktionspartner in einem Molverhältnis
von 1:1 bis 4:1 verwendet werden.
Bei der speziellen Umsetzung, die durch die Gleichung (4) erläutert wird, wird Anilinhydrochlorid
als das Säuresalz verwendet. Andere brauchbare Säuresalze sind beispielsweise das Hydrobromid.
Hydrojodid, Sulfat, Phosphat, Nitrat, Arsenat, Borat,
Hydrocyanat, Hydrosulfid, Carbonat sowie organische Säuresalze und speziell das Formiat, Acetat,
Propionat, Butyrat, Oxalat, Malonat, Malat, Citrat, Lactat oder Bcnzoat.
An Stelle der oben aufgezeigten Umsetzung kann bei einer anderen Methode ein Arylamin, speziell
Anilin, mit dem unsubstituicrten Derivat umgesetzt werden. Diese Umsetzung erfolgt bei einer Temperatur
von etwa 30 bis etwa 100 C und bequemerweise durch Erhitzen des Gemisches der Reaklionspartner
unter Rückflußbedingungcn in Gegenwart eines geeigneten Lösungsmittels. Es kann irgendein
geeignetes Lösungsmittel verwendet werden, das bei einer Temperatur von etwa 30 bis 100cC siedet. Ein
besonders bevorzugtes Lösungsmittel ist Benzol. Andere Lösungsmittel sind beispielsweise n-Pentan, Methylperitan,
Dimethylpentan, η-Hexan, Methylhexan, n-Heptan, Methanol, Äthanol, Propanol, Äthyläther
oder Propyläther, In dieser Umsetzung wird Ammoniak entwickelt und wird kontinuierlich aus der
Reaktionsumgebung auf irgendeine geeignete Weise entfernt, vorzugsweise durch Adsorption mit Hilfe
eines Molekularsiebes oder eines anderen geeigneten Adsorbens.
Bei noch einer anderen Methode wird das Arylderivat durch oxidative Kondensation hergestellt, bei
der das Natrium-N,N-dialkyldithiocarbamat mit einem Arylamin in Gegenwart eines Alkohollösungsmittels
und eines A'kalihypochlorits bei einer Temperatur unterhalb 0cC umgesetzt wird. Methanol
ist das bevorzugte Lösungsmittel. Andere Alkohollösungsmittel sind beispielsweise Äthanol, Propanol
oder Butanol. Bei noch einer anderen Methode wird N-Monochioranilin mit dem Natriumdialkyldithiocarbam.-u
umeesetzt, und bei einer weiteren Methode wird ein Sulfenylchlorid durch Chlorierung des erwünschten
tetrasubstituierten Thiuramdisulfids gebildet und dann mit einem Arylamin unter Bildung des
arylsubstituierten Thiocarbamylsulfenamids umaesetzt.
Die neuen Thiocarbamylsulfenamide nach der Erfindung
sind besonders vorteilhaft für die Verwendung als Beschleuniger in Kautschukmassen. Sie sind bei
der Lagerung stabil und demnach für die Verwendung leicht verfügbar. Eine solche Verwendung ist besonders
erwünscht, wenn ein Phenylendiaminantiozonans in die Kautschukmasse eingearbeitet wird, da das
Antiozonans die Zeit bis zum Aushärten (scorch time)
erniedrigt Die vulkanisierten Kautschukprodukte besitzen gute physikalische Eigenschaften, wie durch
die nachfolcenden Beispiele erläutert wird.
Die neuen Thiocarbamylsulfenamide können in
irgendeiner vulkanisierbaren Dienkautschukmasse verwendet werden, wie in Styrol-Butadienmischpolymeren.
Mischpolymeren von Butadien und Acrylnitril. Mischpolymeren von Butadien oder Isopren
mit ,<-Methylstyrol, ringsubstituierten Styrolen, Ch ormethylstyrol, Butadien-Isoprenmischpolymeren, lsobutylen-Isoprenmischpolymeren,
Isobutylen-Cyc opentadienmischpolymeren,
Vinylpyridinen. Polybutadien, synthetischem Polyisopren, Athylen-Propylen-Dienterpolymeren
oder Naturkautschuk.
Die neuen Beschleuniger nach der Erfindung werden zweckmäßig in Konzentrationen im Bereich '.on etwa
0 05 bis etwa 5. vorzugsweise von etwa 0,1 bis 1.5 Teilen je 100 Teile Kautschukkohlenwasserstoff, verwendet.
Die Kautschukinasse kann auch herkömmliche Bestandteile außer dem Beschleuniger nach aer vorliegenden
Erfindung enthalten, wie Kohlenstoff, Zinkoxid, Schwefel, Stearinsäure, Antioxidans, Antiozonans
oder bekannte Beschleuniger usw., wobei alle diese Stoffe in herkömmlichen Konzentrationen eingesetzt
werden.
N.N - Diäthylthiocarbamy! - N' - phenylsulfenamid
wurde in der Weise hergestellt, daß 32,5 g (0,25 Mol) Anilinhydrochlorid in 100 ml Methanol aufgelöst
wurden und die resultierende Lösung in einen Kolben
filtriert wurde, der 54,5 g (0,25 Mol) N,N-Diäthylthiocarbamyl-N
'-cyclohexylsulfenamid in Methanol enthielt. Beim Rühren bildete sich ein feiner kristalliner
Niederschlag, der durch Filtration abgetrennt wurde und aus NJN-Diäthylthiocarbamyl-N'-phenylsulfecamid
bestand. F. = 93,5 bis 95CC, Ausbeute 58%.
Elementaranalyse:
Berechnet ... C 54,83, H 6,81, S 26,G%;
gelunden .... C 54,96, H 6,70, S 26,68%.
gelunden .... C 54,96, H 6,70, S 26,68%.
Das als Ausgangsmaterial verwendete N,N-Diäthylthiocarbamyl-N'-cyclohexylsulfenamid
wurde folgendermaßen hergestellt: Schwefelkohlenstoff wurde tropfenweise
unter Rühren und mildem Kühlen auf 20 bis 300C zu einer wäßrigen Lösung äquimolarer
Mengeln von Natriumhydroxid und Diäthylamin zugesetzt. Die Umsetzung verläuft quantitativ, das
gebildete Natrium-N,N-diäthylaithiocarbamat ist in Wasser bis zu etwa 2 Mol je Liter löslich.
132Og einer 5,6%igen Lösung von Natriumhypochlorit(l,0
Mol) wurde tropfenweise zu 109 g(l,l Mol) Cyclohexylamin zugesetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde während der Herstellung auf 0 bis 10° C gehalten. Dann wurde 1,0 Mol Natrium-N,N-diäthyldithiocarbamat
tropfenweise unter heftigem Vermischen zu 1,0 Mol des Monochlorcyclohexylamins in etwa 300 ml Wasser zugesetzt. Das dabei gebildete
N,N - Diäthylthiocarbamyl - N' - cyclohexylsulfenamid wurde in 77%iger Ausbeute cewonnen. F. = 63 bis
650C.
Elementaranalyse:
Berechnet ... C 52,61,
gefunden C 53,62,
gefunden C 53,62,
H 8,95,
H 8,99,
H 8,99,
S 26,2%;
S 26,02%.
S 26,02%.
'5 neutraler Tonerde schickte und anschließend aus Methanol umkristallisierte. F. = 133 bis 135.5 C.
Elementaranalyse:
Berechnet ... C 5J,94, H 5,55, S 25,2%;
gefunden .... C 51,79, H 5,64, S 25,8%.
gefunden .... C 51,79, H 5,64, S 25,8%.
Das als Ausgangsmaterial verwendete N-Oxydiäthylenthiocarbamyl-N
'-cyclohexylsulfenamid wurde folgendermaßen hergestellt: 1 Mol N-Monochlorcyclohexylamin
in etwa 500 ml Wasser wurde in der Weise bereitet, daß 1320 g einer 5,6%igen Lösung von
Natriumhypochlorit (1,0MoI) tropfenweise zu 109 g
(1,1 Mol) Cyclohexylamin zugesetzt wurden. Das Reaktionsgemisch wurde während der Zugabe auf
0 bis 1O0C gehalten. Zu diesem Chloramin wurde 1,0MoI Natrium-N-oxydiäthylendithiocarbamat in
etwa 300 ml Wasser tropfenweise unter heftigem Rühren zugesetzt. Das resultierende Sulfenamid wurde
durch Filtration gesammelt und durch Abpressen zwischen Filterpapier getrocknet. Dies ergab 162 g
(62,3%) des Rohproduktes als hellgelben Feststoff. Umkristallisation aus Methanol ergab dichte farblose
Kristalle. F. = 84bis85,5"C.
Elementaranalyse:
Berechnet ... C 50,73, H 7,74, S 24,6%;
gefunden .
gefunden .
35
N,N - Dimethylthiocarbamy 1 - N' - phenylsulfenamid wurde in der gleichen Weise hergestellt, wie im Beispiel
1 beschrieben wurde, jedoch mit der Ausnahme, das Ν,Ν'-Dimethylamin als Reaktionspartner verwendet
wurde. Das N,N Dimethyldithiocarbamat wurde mit N-Chlorcyclohexylamin unter Bildung von
Ν,Ν-Dimethylthiocarbamyl-N'-oyclohexylsulfenamid
umgesetzt, und dieses wurde dann mit Anilinhydrochlorid unter Bildung von Ν,Ν-Dimethylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid
umgesetzt. Ausbeute 78,3%. F. = 82 bis 84° C.
Elementaranalyse:
Berechnet ... C 50,91, H 5,70, S 30,2%;
gefunden .... C 50,31, H 5,83, S 31,1%.
gefunden .... C 50,31, H 5,83, S 31,1%.
55
N - Oxydiäthylendithiocarbamyl - N' - phenylsulfenamid
wurde folgendermaßen hergestellt: 32,5 g Anilinhydrochlorid (0,25 Mol) wurden in 100 ml Methanol
aufgelöst, und die resultierende Lösung wurde in einen Kolben filtriert, der 65 g (0,25 Mol) N-Oxydiäthylenthiocarbatnyl-N'-cyclohexylsulfenamid
in Methanol enthielt. Beim Rühren bildete sich ein feiner kristalliner Niederschlag, der durch Filtration isoliert
wurde und 60 g (96% Ausbeute) Produkt abgab. Die Reinigung erfolgte in der Weise, daß man eine Ätherlösung
des Sulfcnamids durch eine kurze Säule von C 50,20. H 7,83, S 25,1%.
Vergleichsversuch
In vier Proben einer Kautschukmasse der folgenden Zusammensetzung wurde jeweils eines der drei nach
den Beispielen 1 bis 3 hergestellten Thiocarbamylsulfenamide und zu Vergleichszwecken N-Cyclohexylbenzothiazol-2-sulfenamid
als Beschleuniger eingearbeitet. Sodann wurde untersucht, wie durch diese Beschleuniger die durch das N,N'-Di-2-octylp-phenylendiamin
verursachte Verkürzung der Scorch-Zeit kompensiert wurde.
Bestandteile der Kautschukmassc | Gcwichtstcilc |
Kautschuk | 100 |
Ofenruß | 40 |
ölstreckmittel | 10 |
Zinkoxid | 3 |
Stearinsäure | 2 |
Schwefel | 2 |
N,N'-Di-2-octyl-p-phenylendiamin | 2 |
Beschleuniger | 1.25 |
Die Bestandteile der Kautschukmasse wurden miteinander vermählen und die Masse wurde 40 Minuten
bei 140 C gehärtet.
Die Scorch-Werte wurden in einem kleinen Mooney-Rotorviscosimeter
bei 121°C bestimmt. Die Werte
bedeuten die Zahl von Minuten Für einen das Härtungsmittel enthaltenden Kautschuk, die erforderlich
war. um die Viskosität um 5 und dann um 20 Punkte zu erhöhen. Diese Methode simuliert die beim Mahlen
auftretenden Bedingungen. Ein hoher Scorch-Wert zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vorzeitiges
Härten. Außerdem wurden die physikalischen Eigenschaften des gehärteten Kautschuks bestimmt.
In der folgenden Tabelle sind die Meßergebnisse .msainmensestcllt:
Versuch Nr. | Mooncy-Scoi cli-Wort | 20 Punkte | Physikalische Kigenschaften | 520 | Modul (kg/cm2) 200% |
300% | Zerieißfestig kcit (kp.'cm2! |
5 Punkte | 23,2 | Shore-A-Härtc Dehnung beim Bruch.% |
505 | 50 | 80 | 157 | |
Vergleichs versuch |
20,7 | 35.0 | 59,0 | 645 | 52 | 89 | 1:16 |
1 | 29,8 | 61,9 | 59,0 | 475 | 41 | 71 | 170 |
2 | 52,8 | 43,4 | 55,0 | 51 | 85 | 140 | |
3 | 37,7 | 59,0 |
Die in den obigen Versuchen verwendeten Beschleu- 15 umgerechnet. Die Ergebnisse der Bestimmungen sir
niger waren folgende: nachfolgend wiedergegeben.
Vergleichsversuch:
N-Cyclohexylbenzothiazol-2-sulfenamid.
Versuch Nr. 1:
Versuch Nr. 1:
N.N-Dimethylthiocarbamyl-N'-phenylsulfcn-
amid.
Versuch Nr. 2:
Versuch Nr. 2:
N.N-Diäthylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid.
Versuch Nr. 3·
Oxydiälhylendithiocarbamyl-N'-phenyl- 2S
sulfenamid.
Die Werte in der Tabelle zeigen, daß die Thiocarbamylsulfenamide
nach der Erfindung die Scorch-Zeit gegenüber der Vergleichssubstanz wesentlich stärker
erhöhen.
Vergleichsversuch 2 N.N-Diäthylthiocarbamyl-N'-cyclohexylsulfenamid
35
40
45
Es wurde die Lagerbeständigkeit von bekanntem N.N'-DiäthyHhiocarbarnyl-N'-cyclohexylsulfenamid
einerseits und von erfindungsgemäßem N.N-Diäthylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid
andererseits untersucht. Das Verfahren wurde mit einer Säule aus rostfreiem Stahl von 90 cm χ 2,3 mm mit einer Beschickung
aus poröser Kieselsäure mit darauf abgelagertem /i./i'-Oxydipropylnitril durchgeführt. Die poröse
Kieselsäure besaß eine Oberfläche von 50 bis 100 qm je Gramm und einen Porendurchmesser der
Größenordnung von 200 bis 400 Ä.
Die Testsubstanzen wurden mit einem Lösungsmittelgemisch aus Chloroform und Cyclohexan (2:8)
durch die Säule eluiert, und die Messungen wurden mit einem UV-Detektor bei einer Wellenlänge von
280 nm durchgeführt.
Eine Reihe abgewogener Proben der Testsubstanzen wurden in einem verschlossenen Kolben während zunehmender
Zeiträume auf 50aC erhitzt. Sodann wurden
die Proben in kalibrierte Kolben überführt und mit Chloroform auf ein spezielles Volumen verdünnt.
Ein so erhaltener Anteil von 10 mm der Lösung wurde mit der obengenannten Säule unter Verwendung des
angegebenen Eluiermittels mit einer Fließgeschwindigkeit von 0,5 mm je Minute lokalisiert.
Die Fläche des Sulfenamidpeaks- wurde jeweils gemessen
und mit Eichkurven auf die Gewichtswerte
55
Probe | Zeit | Gewichts | Zeit | Gewichts |
(Tage) | prozent | (Tage) | prozent | |
unzersetzte | unzersetzte | |||
Verbindung | Verbindunj | |||
-1 | 0 | 98 | 0 | 95 |
_2 | 0,68 | 91 | 0,68 | 92 |
-3 | 1,00 | 96 | 1,00 | 95 |
-4 | 1,66 | 93 | 1,66 | 95,94 |
ς | 1,99 | 93 | 2,82 | 96 |
-6 | 2,82 | 87 | 3,81 | 92 |
η | 3,81 | 84 | 7,67 | 87 |
-8 | 4,65 | 74 | 8,75 | 87 |
-9 | 5,66 | 67 | 18.69 | 70 |
-10 | 6,68 | 54 | 23,68 | 80,82 |
-11 | 7.67 | 27 | 30,68 | 76.75 |
-12 | 8.68 | 24 | ||
-13 | Ii .69 | 25 | ||
-14 | 16,69 | 17 | ||
Ν,Ν-Diäthylthiocarbamyl-N'-phenylsulfenamid | ||||
Probe | ||||
-1 | ||||
_·> | ||||
-3 | ||||
-4 | ||||
-6 | ||||
-7 | ||||
-8 | ||||
9 | ||||
-10 | ||||
-11 | ||||
-12 |
Claims (1)
1. Thiocarbamylsulfenamide der allgemeinen Formel
R1 S R3
\ Il /
N—C—S—N
R2 Ar
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US246049A US3883592A (en) | 1972-04-20 | 1972-04-20 | Thiocarbamyl sulfenamides |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
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DE2319647A1 DE2319647A1 (de) | 1973-11-08 |
DE2319647B2 DE2319647B2 (de) | 1975-05-07 |
DE2319647C3 true DE2319647C3 (de) | 1975-12-11 |
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ID=22929132
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2319647A Expired DE2319647C3 (de) | 1972-04-20 | 1973-04-18 | ThiocarbamylsuHenamide und deren Verwendung |
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