DE1583825C - Unterwasser Steigleitungskopf zur Forderung von Ol oder Gas - Google Patents
Unterwasser Steigleitungskopf zur Forderung von Ol oder GasInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft einen Unterwasser-Steigleitungskopf zur Förderung von öl oder Gas aus einer
Bohrung mit einem inneren Rohr eines Produktionskopfes mit seitlichem Auslaß und wenigstens zwei
übereinander angeordneten Steigleitungshängern, die unter Wasser im Innenrohr gegen Vertikalbewegung
verriegelbar sind und mit einer Absperreinrichtung.
Bei der Vorbereitung eines Unterwasser-Bohrlochs für die Förderung nach Beendigung der eigentlichen
Bohrarbeit werden konzentrische Steigleitungsstränge in einem Steigleitungskopf einer Steigleitungshänger-Einheit
aufgehängt, der auf dem Meeresboden angeordnet ist. Die Steigleitungsstränge werden derart
im Inneren eines Bohrlochkopfes bzw. Produktionskopfes aufgehängt, daß der innere Strang, das ist der
Strang mit dem kleineren Durchmesser, in dem äußeren Strang hängt, wobei dieser wiederum in dem Produktionskopf
aufgehängt ist. Wenn Steigleitungsstränge mit größerem Durchmesser oder mehrere Steigleitungsstränge
in einem derartigen Steigleitungskopf aufgehängt werden sollen, dann muß die Bohrung im
Produktionskopf entsprechend größer sein, um die größeren oder zusätzlichen Steigleitungshänger aufnehmen
zu können. 6g
Ein Unterwasser-Steigleitungskopf mit Abdichtungseinrichtungen oberhalb und unterhalb von Auslassen
ist beispielsweise durch die USA-Patentschrift 3 268 242, 3 248 132 oder 2 035 834 bekannt. Bei diesen
bekannten Konstruktionen ist jedoch nicht ohne weiteres eine Bedienung der Absperreinrichtung von
der Wasseroberfläche her möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Unterwasser-Steigleitungskopf der eingangs genannten
Art vorzuschlagen, dessen Absperreinrichtung auch fernbedienbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Absperreinrichtung
mit einem Setzwerkzeug verbindbar, in das Innenrohr des Produktionskopfes, dieses an seinem oberen Ende
abdichtend verschließend, einsetzbar und auf den oberen Steigleitungshänger aufsetzbar ausgebildet ist.
Mittels dieses Setzwerkzeugs kann somit die Absperreinrichtung in das Innenrohr des Produktionskopfes dichtend eingesetzt werden, so daß es auf dem
oberen Steigleitungshänger aufsitzt.
Um den Strömungsweg vom Innenrohr zum Setzwerkzeug zu öffnen, besitzt die Absperreinrichtung
bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Gegenstands der Erfindung ein Doppel-Rückschlagventil, das für
die Betätigung durch einen mit dem Setzwerkzeug verbundenen Stift ausgebildet ist.
Die Absperreinrichtung kann ferner zur Verbindung mit einem Ziehwerkzeug mit einer Mittelbohrung
und einer auf eine Ventilkugel des Doppel-Rückschlagventils aufsetzbaren Spitze ausgebildet sein.
Durch diese Einrichtung kann vor dem Ziehen der Absperreinrichtung der Innendruck des Innenrohrs
geprüft werden, wobei die Spitze die Ventilkugel von ihrem Sitz abhebt.
Zum Druckausgleich können an der Absperreinrichtung ein Differentialflächenventil und am Ziehwerkzeug
ein Rückschlagventil· vorgesehen sein, wobei eine öffnung in der Wand des Ziehwerkzeugs dessen
Mittelbohrung mit einem Raum zwischen dem Differentialflächenventil und dem Rückschlagventil
verbindet.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigt
F i g. 1 teilweise im Schnitt den untersten Steigleitungshänger der erfindungsgemäßen Vorrichtung, der
an einem Setzwerkzeug in den Produktionskopf eingelassen und in einem" Innenrohr des Produktionskopfes
(production mandrel) abgesetzt ist,
F i g. 2 teilweise im Schnitt eine Vorrichtung gemäß
Fig. 1, wobei der Steigleitungshänger durch Betätigung
des Setzwerkzeugs in seiner Absetzstellung in dem Innenrohr des Produktionskopfes verriegelt ist,
F i g. 3 das Innenrohr des Produktionskopfes mit einem zweiten darin aufgehängten Steigleitungshänger,
der in dem Innenrohr des Produktionskopfes oberhalb des ersten Steigleitungshängers verriegelt ist,
wobei das Setzwerkzeug entfernt und stattdessen ein Ziehwerkzeug für den Steigleitungshänger eingeführt
ist,
F i g. 4 teilweise im Schnitt eine Absperreinrichtung für das Innenrohr des Produktionskopfes, die an
ihrem Setzwerkzeug in den oberen Bereich des Innenrohrs des Produktionskopfes oberhalb des zweiten
Steigleitungshängers eingelassen ist.
Fig.5 die Absperreinrichtung für das Innenrohr
des Produktionskopfes in einer Stellung, in der sie innerhalb des Innenrohrs des Produktionskopfes verriegelt
und in der ein Werkzeug zum Ziehen der Absperreinrichtung in das Innenrohr des Produktionskopfes
eingeführt ist,
F i g. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in F i g. 3, wobei die Verriegelungselemente in dem Innenrohr
des Produktionskopfes verriegelt und mittels einer Verriegelungsmuffe in dieser Lage gehalten
sind,
F i g. 7 das Innenrohr des Produktionskopfes mit zwei Steigleitungshangern und mit der mittels Verriegelungselementen
in dem Innenrohr des Produktionskopfes verriegelten Absperreinrichtung für das Innenrohr
des Produktionskopfes sowie einen in das obere Ende des Innenrohrs des Produktionkopfes mittels
Gewinde eingeschraubten Deckelstopfen.
Nach Beendigung der Bohrarbeiten bei einer in mehreren Produktionshorizonten fündig gewordenen
offshore-Bohrung wird zuerst ein Bohrlochkopf bzw. Produktionskopf (in den Zeichnungen ist lediglich ein
Innenrohr 10 eines derartigen Produktionskopfes dargestellt) auf dem Meeresboden installiert. Der Produktionskopf
bzw. sein Innenrohr kann zusammen mit oder als Teil eines Bohr- bzw. Verrohrungskopfes
ausgebildet oder in einem derartigen Bohr- bzw. Verrohrungskopf verriegelt werden. Der Steigleitungsstrang
mit dem größten Durchmesser wird an einem unteren Steigleitungshänger 12 mit einem Paßstück 14
unter Verwendung eines Setzwerkzeugs 16 aufgehängt, das ein Gestänge 18 aufweist und von über
Wasser, z. B. von einer Bohrinsel oder von einem Bohrschiff aus, herabgelassen wird. Durch Betätigung
des Setzwerkzeugs 16 werden Verriegelungselemente in Form von Klauen 20 nach außen in eine Verriegelungsstellung
getrieben, worauf das Setzwerkzeug von dem Steigleitungshänger gelöst und zum Bohrschiff
zurückgeholt wird. Dann wird ein zweiter Steigleitungshänger 22 in das Innenrohr 10 des Produktionskopfes abgesenkt, auf der Oberseite des unteren bzw.
des ersten Steigleitungshängers 12 abgesetzt und in dem Innenrohr 10 des Produktionskopfes verriegelt
(F i g. 3), wobei genau so vorgegangen wird wie beim Einlassen des ersten Steigleitungshängers 12. Darauf
wird eine Absperreinrichtung 24 an einem Setzwerkzeug in das Innenrohr des Produktionskopfes eingelassen
(F i g. 4) und durch Betätigen des Setzwerkzeuges verriegelt, worauf das Setzwerkzeug an dem Gestänge
18 wieder aus dem Innenrohr des Produktioriskopfes gezogen wird. Im Anschluß daran wird ein
Deck- bzw. Deckelstopfen 28 an einem dritten Setzwerkzeug in das obere Ende des Innenrohrs des Produktionskopfes
eingelassen und dort mittels Gewinde eingeschraubt (Fig. 7); der Stopfen 28 dient als zusätzliches
Mittel zum Niederhalten und Abdichten.
Nachdem das Innenrohr 10 des Produktionskopfes an dem unter Wasser gelegenen Ansatzpunkt des
Bohrloches festgelegt worden ist, z. B. an einem in das obere Ende des Innenrohrs einschraubbaren Spezialwerkzeug
herabgelassen, abgesetzt und in oder auf einem nicht gezeigten Bohr- bzw. Verrohrungskopf
durch Drehung des Gestänges 18 vom Schiff aus verriegelt worden ist, werden die Bohrloch-preventer und
das nicht gezeigte, vom Bohrloch zum Bohrschiff führende Rohr wieder mit dem oberen Ende des Innenrohrs
des Produktionskopfes an einem Verriegelungskragen 30 (Fig. 4 und7) verbunden. Falls erwünscht,
kann nun entweder die Sonde perforiert oder es können Brückenstopfen entfernt oder andere Arbeiten
im Bohrloch ausgeführt werden, bevor die Steigleitung eingebaut wird.
Dann wird der Steigleitungsstrang, der den größten Durchmesser aufweist, an einem Gewindeabschnitt 34
mit dem Paßstück 14 verschraubt, und dieses Paßstück wird in den ersten bzw. untersten Steigleitungshänger
12 eingeschraubt. Darauf wird das Setzwerkzeug 16 für den Steigleitungshänger mittels eines Gewindeabschnitts
36 mit einem Gewindeabschnitt 37 am oberen Ende des Steigleitungshängers verschraubt
(an Bord des Schiffes) und an dem Gestänge 18 zusammen mit dem Steigleitungshänger 12 in das Innenrohr
10 des Produktionskopfes eingelassen. Der Steigleitungshänger wird auf einer Schulter 38 im Innenrohr
des Produktionskopfes abgesetzt (gelandet), sobald ein Landering 40 des Steigleitungshängers auf
der Schulter 38 aufsetzt. Das Setzwerkzeug 16 für den Steigleitungshänger ist mit diesem mittels einer Laufhülse
bzw. Laufmuffe 60 verschraubt, die mit dem Rohrkörper 16 des Setzwerkzeugs mittels einer
J-Schlitzverbindung verbunden ist, welche an dem Rohrkörper des Setzwerkzeugs mit einem Zapfen 44
und in der Laufhülse mit einem J-Schlitz 46 versehen ist.
Wenn der Steigleitungshänger auf der in dem Innenrohr des Produktionskopfes vorgesehenen Schulter
38 gelandet bzw. abgesetzt wird, wird das Bohrgestänge nach links gedreht, um den Zapfen 44 in den
vertikalen Bereich des J-Schlitzes zu bewegen, und das Werkzeug wird (unter der Wirkung seines Eigengewichtes)
nachgelassen, so daß eine Verriegelungshülse 48 des Steigleitungshängers nach unten getrieben
wird und die Verriegelungselemente 20 nach außen in eine Ausnehmung 50 im Innenrohr des Produktionskopfes
hineintreibt, weil der Rohrkörper 16 des Setzwerkzeugs nach unten gezogen wird. Ein Treibring
56 auf dem Setzwerkzeug greift an einer Oberfläche 58 an der Oberseite der Verriegelungshülse 48
des Setzwerkzeugs an, so daß die Verriegelungselemente 20 nach außen in die Ausnehmung in dem InnenrohrdesProduktionskopfeshineingetrieben
werden. Eine zufällige Abwärtsbewegung der Verriegelungshülse 48 wird dadurch verhindert, daß die Hülse
mittels Scherbolzen 49 mit dem Steigleitungshänger 12 verbunden ist. Die Scherbolzen 49 werden erst
dann abgeschert, wenn die Verriegelungshülse, wie erwünscht, von dem Treibring 56 nach unten getrieben
wird. Eine nicht beabsichtigte Aufwärtsbewegung der Verriegelungshülse 48 wird von einem Sprengring 148
verhindert. Wenn sich die Verriegelungshülse 48 des Steigleitungshängers noch nicht in ihrer Setzstellung
(Verriegelungsstellung) (Fig. 1) befindet, befindet sich der Sprengring 148 in einer Ausnehmung 150 und
wird erst dadurch von einer Schulter 153 nach unten in eine Ausnehmung 152 hineingetrieben, daß die
Verriegelungshülse 48 nach unten getrieben wird, wobei sie die Verriegelungselemente 20 nach außen in
die Verriegelungsstellung treibt. Wie am besten aus F i g. 7 ersichtlich, ist auf jedem Steigleitungshänger
eine Anzahl von in Umfangsrichtung in Abstand voneinander angeordneten Verriegelungselementen in
Form von Klauen 20 vorgesehen, die den jeweiligen Steigleitungshänger in dem Innenrohr des Produktionskopfes
verriegeln. Die Verriegelungselemente 20 werden von Schrägschultern 52 und 53 der Verriegelungshülse
48 nach außen getrieben.
Soll das Setzwerkzeug 16 aus dem Steigleitungshänger 12 entfernt werden, wird zwecks Drehung der
Laufhülse 60 das Gestänge 18 nach rechts gedreht. Dadurch wird der Gewindeabschnitt 36 des Setzwerkzeugs
aus dem Gewindeabschnitt 37 des Steigleitungshängers herausgedreht, worauf das Setzwerkzeug mit-
tels des Gestänges 18 aus dem Innenrohr 10 des Produktionskopfes
gezogen werden kann.
Sobald das Setzwerkzeug 16 vom Steigleitungshänger 12 getrennt und zum Bohrschiff zurückgezogen
worden ist, kann der zweite Steigleitungshänger 22 mit dem Gewindeabschnitt 36 der Laufhülse 60 des Steigleitungshänger-Setzwerkzeuges
16 verschraubt und mittels des Gestänges 18 in das Innenrohr 10 des Produktionskopfes
eingelassen und in diesem Innenrohr gelandet bzw. abgesetzt werden, wobei ein Zwischenstück
156 an einer oberen Schulter 62 des ersten Steigleitungshängers angreift (Fig. 3). die Zwischen
stücke 156 sind mittels Stiftschrauben 158 mit dea Steigleitungshängern verbunden. Nachdem der zweite
Steigleitungshänger 22 auf dem unteren Steigleitungshänger 12 gelandet bzw. abgesetzt worden ist, wird er
durch Betätigung des Steigleitungshänger-Setzwerkzeugs mittels Verriegelungselementen in Form von
Klauen 64 in dem Innenrohr 10 des Produktionskopfes verriegelt, und zwar in analoger Weise, wie es im
Zusammenhang mit dem Setzen und Verriegeln des ersten Steigleitungshängers 12 beschrieben worden ist.
Somit ist mittels des unteren Steigleitungshängers 12 der äußere Steigleitungsstrang (nicht gezeigt), der
an den Gewindeabschnitt 34 des Paßstücks 14 angeschraubt ist, aufgehängt. Mittels einer Dichtung 160
sind die beiden unteren Auslaßöffnungen 66 und 68 im Innenrohr des Produktionskopfes voneinander getrennt.
Die Dichtung wird von unten her von dem Landering 40 getragen bzw. unterstützt, der mittels
eines Sprengrings 162 an dem Steigleitungshänger 12 gehalten wird. Die untere Auslaßöffnung 66 steht mit
dem Ringraum zwischen der Bohrlochverrohrung und der einen großen Druchmesser aufweisenden (äußeren)
Steigleitung in Verbindung; die Mittelöffnung 68 in dem Innenrohr des Produktionskopfes ist für den
Ringraum zwischen der Steigleitung mit dem großen Durchmesser und der Steigleitung mit dem kleinen
Durchmesser (nicht gezeigt) bestimmt.
Eine obere Auslaßöffnung -82 in dem Innenrohr des Produktionskopfes ist für den inneren Steigleitungsstrang
bestimmt und steht damit in Verbindung. Wie in den F i g. 4 und 7 gezeigt, dichtet die im Innenrohr
des Produktionskopfes vorgesehene Absperreinrichtung 24 dieses oberhalb der obersten Auslaßöffnung
82 mittels einer V-förmige Dichtungselemente aufweisenden Dichtung 84 ab und bildet den oberen
Verschluß für den inneren Steigleitungsstrang (nicht gezeigt), der an dem Steigleitungshänger 22 aufgehängt
ist. In dem unteren Ende der Bohrung der Absperreinrichtung 24 ist ein Doppel-Rückschlagventil
170 (F i g. 4) vorgesehen, das Strömungen von strömungsfähigen Stoffen durch die Absperreinrichtung
24 in beiden Richtungen verhindert, jedoch eine im Bohrloch nach unten gerichtete Druckübertragung
mittels des Ziehwerkzeugs (F i g. 5) ermöglichen soll, wie weiter unten beschrieben wird.
Nachdem der zweite Steigleitungshänger in dem Innenrohr des Produktionskopfes verriegelt und das
Setzwerkzeug gezogen worden ist, wird ein Setzwerkzeug 26 für die Absperreinrichtung 24, das, wie gezeigt,
mittels Scherbolzen 70 mit der Absperreinrichtung 24 verbunden ist, mit dem Gestänge 18 mittels
Gewinde verschraubt. Dann wird die Absperreinrichtung 24 in das Innenrohr 10 des Produktionskopfes
eingelassen und auf einem oberen Ende 72 des zweiten Steigleitungshängers 22. gelandet bzw. abgesetzt
(F i g. 4). Unterhalb der Absperreinrichtung 24 eingeschlossene strömungsfähige Medien können durch die
Absperreinrichtung entweichen, wenn diese in das Innenrohr des Produktionskopfes abgesenkt ist (F i g. 4),
und zwar durch Schlitze 73 in einem Stößel 75, der in dem Setzwerkzeug 26 für die Absperreinrichtung vorgesehen
ist und die Aufgabe hat, eine Ventilkugel 170 α von ihrem Sitz fernzuhalten. Nachdem die Absperreinrichtung
24 in dem Innenrohr des Produktionskopfes abgesetzt bzw. gelandet ist, wird das Setzwerkzeug
26 nach rechts gedreht und nachgelassen, damit sich der Zapfen 27 in den vertikalen Bereich des
J-Schlitzes 29 bewegen kann und um das untere Ende eines Hauptteils 74 des Setzwerkzeugs nach unten gegen
die Oberseite einer Verriegelungshülse 76 der Absperrvorrichtung 24 zu treiben, damit Verriegelungselemente 78 nach außen in eine Ausnehmung 80 in
dem Innenrohr des Produktionskopfes hineingetrieben werden und auf diese Weise die Absperreinrichtung
24 in dem oberen Ende des Innenrohrs 10 des Produktionskopfes verriegelt wird. Nachdem das
Setzwerkzeug nach rechts gedreht und nachgelassen worden ist, werden durch die Abwärtsbewegung des
Hauptteils 74 des Setzwerkzeugs auch Scherbolzen 77 abgeschert, so daß ein Stößeltragteil 79, das mittels
Gewinde in das Hauptteil des Setzwerkzeugs eingeschraubt ist, sich relativ zu einem T-Kopf 81 des Stößels
75 nach unten bewegt. Nachdem die Absperreinrichtung 24 mittels der Verriegelungselemente 78 in
dem Innenrohr des Produktionskopfes verriegelt worden ist, wird das Setzwerkzeug 26 von der Absperreinrichtung
dadurch gelöst, daß die Scherbolzen 70 durch Aufwärtsziehen des Gestänges abgeschert und
somit die Verbindung zwischen dem Setzwerkzeug 26 und der Absperreinrichtung 24 für das Innenrohr des
Produktionskopfes getrennt wird.
Oberhalb der Absperreinrichtung 24 wird in das Innenrohr 10 des Produktionskopfes mittels eines Setzwerkzeugs
86 ein Deckstopfen 28 (Fig. 7) eingeschraubt. Dieser Deckstopfen wirkt als Zusatz-Dichtung
zusätzlich zu allen anderen Dichtungen im Innenrohr des Produktionskopfes und dient außerdem
als weitere Einrichtung zum Niederhalten der Steigleitungshänger und der Absperreinrichtung 24. Der
Deckstopfen 28 wird durch Drehen des Setzwerkzeugs 86 nach links in das'Innenrohr des Produktionskopfes
eingeschraubt, und zwar soweit, bis der Stopfen 28 die in F i g. 7 dargestellte Lage einnimmt. Durch weiteres
Drehen nach links wird der Scherbolzen 85 abgeschert und die Öffnung bzw. Bohrung 90 dadurch geschlossen,
daß das Innenteil 87 des Stopfens 28 relativ zu dem äußeren Stopfenteil 28 nach oben verschraubt
wird. Das Setzwerkzeug 86 wird durch Drehen und Aufwärtsziehen von dem Deckstopfen 28 getrennt.
Wenn in dem Bohrloch bzw. in der Sonde irgendwelche Arbeiten ausgeführt werden müssen oder
wenn eine Bohrlochbehandlung erfolgen soll oder wenn die Sonde abgeworfen werden soll, kann es notwendig
werden, den Deckstopfen 28, die Absperreinrichtung 24 im Innenrohr des Produktionskopfes und
die Steigleitungshänger wieder ziehen zu müssen. Übliche Bohrlocharbeiten am Seil bzw. Kabel können allerdings
durch den inneren Steigleitungsstrang hindurch nach Entfernen des Deckstopfens und der Absperreinrichtung
im Innenrohr des Produktionskopfes durchgeführt werden. Soll nun der Deckstopfen gezogen
werden, dann wird das zum Einbauen des Stopfens benutzte Setzwerkzeug 86 in das Bohrloch eingefahren,
über einen Zapfen bzw. Bolzen abgesenkt und
auf diese Weise der Deckstopfen aus dem Innenrohr des Produktionskopfes herausgeschraubt. Durch Drehen
des Werkzeuges 86 nach rechts wird zunächst die Öffnung bzw. Bohrung 92 für von unten wirkenden
Druck dadurch geöffnet, daß das Innenteil 87 des Stopfens relativ zu dem Stopfenteil 28 nach unten geschraubt
und so das Innenteil von seinem Sitz abgehoben wird. Durch weitere Rechtsdrehung wird der
Stopfen 28 aus dem Innenrohr des Produktionskopfes herausgeschraubt.
Die im Innenrohr des Produktionskopfes vorgesehene Absperreinrichtung 24 wird mittels eines besonderen
Ziehwerkzeugs 93 (Fig. 5) gezogen. Zu diesem Zweck wird das Ziehwerkzeug 93 in die Absperreinrichtung
24 eingelassen, so daß ein Endteil 96 der Absperreinrichtung in ein unteres Ende 94 der in der
Absperreinrichtung 24 vorgesehenen Innenbohrung eingeführt ist. Ein Punkt bzw. eine Spitze 172 des
Ziehwerkzeugs 93 hebt eine Ventilkugel 174 des Doppel-Rückschlagventils 170 von ihrem Sitz ab, so daß
von unten durch das Rückschlagventil 98 in der Nase des Ziehwerkzeugs Druck angezeigt wird. Wenn von
unten Druck angezeigt wird, wird ein strömungsfähiges Medium durch das Bohrgestänge hindurch nach
unten durch das Ziehwerkzeug 93 und durch Öffnungen 97 gepumpt, um den Druck im Bohrloch auszugleichen.
Das in die öffnungen 97 hineingepumpte Druckmedium bewegt zunächst ein Differentialflächenventil
176 nach oben, und durch den fortdauernden Druck wird eine Ventilkugel 178 von ihrem Sitz
abgehoben, die dann strömungsfähiges Medium in die Sonde eintreten läßt, so daß der vorstehend erwähnte
Bohrlochdruck ausgeglichen werden kann. Dichtungen 99 und 101 isolieren das strömungsfähige Medium,
das durch die öffnungen 97 des Ziehwerkzeugs 93 hindurch gepumpt worden ist. Nach dem Ausgleich
des Drucks im Bohrloch wird ein Scherbolzen 180 durch Nachlassen des Gestänges abgeschert, und das
Ziehwerkzeug wird nach rechts gedreht, um die Zapfen an dem Ziehwerkzeug in den senkrechten Bereich
des J-Schlitzes zu bewegen. Eine Relativdrehbewegung zwischen dem Ziehwerkzeug und der Absperreinrichtung
24 wird durch die Reibungswirkung der Dichtungen 99 und 101 verhindert.
Sobald das Ziehwerkzeug 93 nachgelassen und nach rechts gedreht worden ist, befindet sich ein Gewindeabschnitt
95 einer Außenhülse 108 des Ziehwerkzeugs in einer Stellung, in der er in einen entsprechenden
Gewindeabschnitt 112 der Absperreinrichtung 24 eingeschraubt werden kann. Sobald das Ziehwerkzeug
93 in den Gewindeabschnitt 112 eingeschraubt worden ist, kann das Ziehwerkzeug am Gestänge
nach oben gezogen werden, und eine Hülse 122 kann hinter den Verriegelungselementen 78 angehoben
werden. Durch die Aufwärtsbewegung der Hülse 122 greift ihre obere Schulter 128 an einer unteren Begrenzungsfläche
132 einer Buchse 130 an, die in das
5 obere Ende der Absperreinrichtung 24 eingeschraubt ist. Infolgedessen werden die Verriegelungselemente
78 aus der Ausnehmung 80 im Innenrohr des Produktionskopfes
zurückgezogen, weil sie eine Abschrägung 124 der Ausnehmung 80 berühren. Somit kann die
ίο Absperreinrichtung 24 aus dem Innenrohr 10 des Produktionskopfes
entfernt werden.
Die Steigleitungshänger 12 und 22 können mittels eines Ziehwerkzeugs 134 (F i g. 3) gezogen werden.
Das Ziehwerkzeug 134 wird am Bohrgestänge 18 in eine Innenhülse 136 des Steigleitungsaufhängers 22
eingeschraubt. Wird nun die Innenhülse 136 mittels des Bohrgestänges, das in das obere Ende des Ziehwerkzeugs
eingeschraubt ist, angehoben, dann wird sie aus ihrer Lage hinter den Verriegelungselementen
64 gezogen. Auf diese Weise wird der obere Steigleitungshänger 22 in dem Innenrohr 10 des Produktionskopfes entriegelt. Eine weitere Aufwärtsbewegung des
Ziehwerkzeugs 134 und der Innenhülse 136 hat zur Folge, daß eine Schulter 142 der Hülse 136 eine untere
Begrenzungsfläche 144 einer Buchse 146 berührt. Durch weiteres Aufwärtsbewegen wird der Steigleitungshänger
22 aus dem Innenrohr des Produktionskopfes entfernt. Der untere Steigleitungshänger 12 (und
der damit verbundene, nicht dargestellte äußere Steigleitungsstrang) kann auf genau dieselbe Art und Weise
aus dem Innenrohr des Produktionskopfes entfernt werden wie der obere Steigleitungshänger 22 (und der
damit verbundene nicht dargestellte innere Steigleitungsstrang).
Obwohl nicht dargestellt, können weitere Steigleitungshänger oben auf dem oberen Steigleitungshänger
22 gelandet bzw. abgesetzt werden (in einem Produktionskopf, der ein längeres Innenrohr besitzt), so daß
zusätzliche innere Steigleitungsstränge aufgehängt werden können.
Die erfindungsgemäße Steigleitungshängereinheit schafft einen Steigleitungskopf für mehrere Steigleitungsstränge,
von denen jeder jeweils in dem Produktionskopf bzw. in dessen Innenrohr verriegelt wird, so
daß in einem Produktionskopf gegebener Größe Steigleitungsstränge mit größeren Durchmessern eingebaut
werden können als bei Verwendung der bekannten konzentrisch ineinander angeordneten bzw. ineinander
verriegelten Steigleitungshänger. Die Erfindung schafft auch die Möglichkeit, die einzelnen Steigleitungshänger
in einem mehrere Steigleitungsstränge aufnehmenden Steigleitungskopf gegeneinander auszutauschen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
209 539/Π
Claims (4)
1. Unterwasser-Steigleitungskopf zur Förderung von öl oder Gas aus einer Bohrung mit
einem inneren Rohr eines Produktionskopfes mit seitlichem Auslaß und wenigstens zwei übereinander
angeordneten Steigleitungshängern, die unter Wasser im Innenrohr gegen Vertikalbewegung
verriegelbar sind, und mit einer Absperreinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Absperreinrichtung (24) mit einem Setzwerkzeug (26) verbindbar, in das Innenrohr (10) des Produktionskopfes,
dieses an seinem oberen Ende abdichtend verschließend, einsetzbar und auf den oberen Steigleitungshänger (22) aufsetzbar ausgebildet
ist.
2. Steigleitungskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperreinrichtung (24)
ein Doppel-Rückschlagventil (170) aufweist, das für die Betätigung durch einen mit dem Setzwerkzeug
(26) verbundenen Stift (75) ausgebildet ist.
3. Steigleitungskopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperreinrichtung (24)
zur Verbindung mit einem Ziehwerkzeug (93) mit einer Mittelbohrung und einer auf eine Ventilku- as
gel (170 a) des Doppel-Rückschlagventils (170) aufsetzbaren Spitze (172) ausgebildet ist.
4. Steigleitungskopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Absperreinrichtung
(24) ein Differentialflächenventil (176) und am Ziehwerkzeug (93) ein Rückschlagventil (98) vorgesehen
sind, wobei eine öffnung (97) in der Wand des Ziehwerkzeugs (93) dessen Mittelbohrung
mit einem Raum zwischen dem Differentialflächenventil (176) und dem Rückschlagventil
(98) verbindet.
Applications Claiming Priority (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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