DE116460C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
- B41J1/00—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies
- B41J1/04—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies carried upon levers or radial arms, e.g. manually operated
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- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Mit Hülfe der in der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel dargestellten Vorrichtung
ist man in den Stand gesetzt, genau prüfen zu können, ob die Typen solcher Schreibmaschinen
noch die richtige Gestalt und Lage haben, bei denen ein oder mehrere Typen
in kleine Stahlklötzchen eingeschnitten sind, die ihrerseits wieder an den Enden von
schwingenden, durch die Tastenhebel in Bewegung gesetzten Hebeln sitzen. Damit diese
Maschinen den an sie gestellten Anforderungen genügen können, ist es erforderlich, dafs die
einzelnen Typen ganz genau ausgeführt sind und sich auch ebenso genau und fehlerfrei
der runden Walze anpassen, auf welcher das Papier sich gewöhnlich befindet.. Die vorliegende
neue Vorrichtung hat also den Zweck, eine genaue Beobachtung der Typen, ob und wie weit sie den bezeichneten Bedingungen
entsprechen, zu gestatten.
Die Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht
die Vorrichtung theilweise im senkrechten Schnitt und theilweise in der Seitenansicht.
Die Fig. 2 ist eine zu Fig. 1 rechtwinklige Seitenansicht, wobei ebenfalls einzelne Theile
im Schnitt erscheinen.
Die Fig. 3 ist die Oberansicht desjenigen besonderen Theiles, welcher zur Erkennung
der richtigen oder fehlerhaften Lage der Type bezw. der fehlerhaften Gestalt derselben dient.
Die Fig. 4 und 5 sind zwei zu einander rechtwinklige Ansichten eines Haupttheils der
neuen Vorrichtung. In Fig. 4 ist nur der untere Theil, welchen Fig. 3 im Grundrifs
zeigt, geschnitten, während die Fig. 5 ein senkrechter Schnitt ist.
• Die Fig. 6 zeigt, die Anwendung des Erfindungsgegenstandes
bei Maschinen, bei denen man mit der einen Hand einen Zeigerhebel
auf eine bestimmte Type einstellen und mit der anderen Hand diese Type anschlagen mufs.
Mit ι ist in den Fig. 1 und 2 das Gestell
einer Schreibmaschine bezeichnet. 2 ist der auf- und niederschwingende Typenhebel, 3 ist
die Zugstange, welche diesen Hebel mit dem Tastenhebel 4 verbindet. Die angedeutete
Maschine ist von der gebräuchlichen Art, bei welcher jedes an dem freien Ende der Hebel 2
sitzende Typenklötzchen zwei Typen, z. B. einen grofsen und einen kleinen Buchstaben
trägt.
Diese Buchstaben sind in der Fig. 1 mit 6 bezeichnet. Die Walze, um welche sich das
Papier herumbewegt, ist mit .5 bezeichnet und in ihren beiden Lagen durch Punktirung
angedeutet. Mit 7 ist eine Grundplatte bezeichnet, welche sowohl die zu prüfende
Schreibmaschine als auch die zur Prüfung dienende Vorrichtung trägt. Auf der Platte 7
liegen zwei Gradführungen 10, auf denen sich ein Rahmen 8 mittelst Schienen 9 führt. Dieser
Rahmen 8 hat rechtwinklig zu 9 und 10 Gradführungen 13, auf denen sich ein Rahmen 11
mittelst Schienen 12 führt. Der Rahmen 1.1
dient seinerseits in der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise zur Aufnahme und vorübergehenden
Befestigung der zu untersuchen-;
den Schreibmaschine. Diese letztere kann mit Hülfe der beiden Spindeln 14, 15 so verschoben
werden, dafs die zu prüfenden Typen nach erfolgtem Anschlag derselben mittelst des
entsprechenden Tastenhebels 4 genau unter die zur Prüfung dienende Vorrichtung sich legen.
Mit 16 ist eine hohle Säule bezeichnet, welche
sich um die feststehende Säule ι 7 leicht drehen kann. In die Säule 17 sind zwei Vertiefungen 20
hineingebohrt, und je nachdem die Vorrichtung sich über der Schreibmaschine befindet oder
nicht, greift ein federnder Zapfen 19 in eine dieser beiden Bohrungen 20 ein. Die Säule 20
hat am oberen Ende zwei wagerechte Lagerarme 18. In dem oberen Lagerarm ruht eine
Hülse 24 frei drehbar, welche durch eine Schraube 26, die in eine Ringnuth eingreift,
daran verhindert wird, nach oben aus dem Arm 18 herauszutreten. Am oberen Ende trägt
die Büchse 24 ein Schneckenrad 28 (Fig. 2), in welches eine in geeigneter Weise am Arm 18
gelagerte Schnecke 30 eingreift. Zur Drehung dieser Schnecke dient die Welle 29 (Fig. 1).
Der untere Arm 18 und die Hülse 24 dienen zur Führung einer Spindel 21, welche durch
eine Nase 25 der Hülse 24 daran gehindert wird, sich zu drehen. Die Spindel 21 ist mit
einem Gewinde 22 versehen, und durch Drehung der Mutter 23 kann man die Spindel auf- und niederstellen. Die mit Stellscheibe
versehene Mutter 23 pafst genau zwischen die beiden Lagerarme 18 hinein und kann sich daher
selbst nicht nach oben oder unten verschieben. Das untere Ende der Spindel 21 ist in der
aus Fig. 5 ersichtlichen Weise der Länge nach ausgebohrt und nimmt eine Stange 31 auf,
welche an ihrem unteren gegabelten Ende die eigentliche Prüfungsvorrichtung trägt. Die
Stange 31 wird in 21 durch eine kleine Stellschraube
33 unbewegbar festgehalten. In der Nähe der Gabel 39 trägt Stange 31 ein Lager
32, welches sich ganz lose um die Stange 31 drehen kann und zur Unterstützung eines
Armes 42 dient, dessen oberes, als Lagerungspunkt dienendes Ende von der Kugel 43 gebildet
wird. Letztere liegt nur.bis zur Hälfte in dem Lager 32 und wird durch ein zweites
Lager 44, welches sich ebenfalls lose um 31 drehen kann, daran verhindert, aus dem Lagertheil
32 herauszuspringen. Die beiden Lager 32 und 44 können durch die auf der Stange 3 1
aufgeschraubte Mutter 45 derart an einander geschraubt werden, dafs sie die Kugel 43 ganz
festklemmen, derselben aber auch eine gewisse Drehung gestatten können. Das untere Ende
der Stange 42 bildet das Lager für eine Kugel 41, die ihrerseits das freie Ende eines
Armes 40 am Rahmen 35 (Fig. 4 und 5) bildet. Der Rahmen 35 hat in der aus Fig. 3
und 5 ersichtlichen Weise zwei Zapfen 36, mittelst deren er sich in einem zweiten Rahmen
37 im gewissen Grade drehen kann. Dieser Rahmen 37 ruht seinerseits mittelst Zapfen 38 in den beiden Armen der Gabel 39.
Die Rahmen 35 und 37 bilden also ein sogen. Kreuzgelenk und gestatten daher dem vom
Rahmen 3 5 gehaltenen durchsichtigen Körper 34, sich innerhalb gewisser Grenzen in verschiedenen
Ebenen einzustellen. Es empfiehlt sich, den Körper 34 aus Glas zu machen. Dieser
Körper kann aus einer Anzahl einzelner Theile bestehen, wenn dies für zweckmäfsig erachtet
wird. Er braucht ferner nicht in seiner ganzen Masse durchsichtig zu sein, sondern nur
innerhalb der in der Fig. 3 durch 47 bezeichneten Grenzen, welche den je von einem Buchstaben
eingenommenen Raum umschliefsen.
In den Fig. 4 und 5 ist diese theilweise Undurchsichtigkeit des Körpers 34 nicht angedeutet,
um die Klarheit der Zeichnung nicht zu beeinträchtigen.
Bei dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel besteht der . Körper 34 aus zwei Theilen und
die Unterfläche jedes dieser beiden Theile ist entsprechend der Papierwalze 5 der betreffenden
Maschine cylindrisch nach aufsen gekrümmt. Die Mittelpunkte der Krümmungen der beiden
Stücke 34 entsprechen genau den geometrischen Achsen der beiden Endstellungen der Walze 5.
Die Nummern 49 bezeichnen in Fig. 5 die Unterflächen der beiden Glasstücke. Diese
selbst können auf irgend eine geeignete Weise unbewegbar festgehalten werden, und da sie
unmittelbar zur Beobachtung der Typen dienen,, so empfiehlt es sich, auch ihre Oberseite, wie
es in den Fig. 4 und 5 vorausgesetzt wurde, zur Vergröfserung des Typenbildes linsenförmig
zu gestalten.
Damit die Glaskörper 34 ihren Zweck erfüllen, genügt es, ihre Unterfläche für den
durchsichtigen Theil 47 so aufzurauhen, dafs diese Fläche nur noch durchscheinend ist.
Man kann indessen eine vollkommenere Einrichtung dadurch schaffen, dafs man die Flächen 49 mit einem zähen, schwach durchsichtigen
oder nur durchscheinenden Anstrich oder aber mit einer entsprechend dünnen und zähen Masse versieht, welche sich, wenn man
einen Buchstaben in sie hineindrückt, so elastisch zur Seite schiebt, dafs dieser Buchstabe durch
das Glas hindurch sichtbar wird. Diese Masse ist in den Fig. 4 und 5 mit 50 bezeichnet,
und um sie gegen äufsere Einflüsse zu schützen, empfiehlt es sich, sie mit einem weichen Häutchen
aus Gummi oder einem ähnlichen, sehr elastischen Stoff zu beziehen. Dieses Gummihäutchen,
welches in den Fig. 4 und 5 mit 51 bezeichnet ist, kann durch ein kleines Rähmchen
52 dauernd festgehalten werden. Dieses Gummiplättchen mufs so fein sein, dafs es-
die Sichtbarkeit der Buchstabenumrisse durch das Glas 34 hindurch vollkommen ermöglicht,
wenn der betreffende Buchstabe mit einem gewissen Druck gegen die Gummiplatte bezw.
also die Fläche 49 gedrückt wird.
Um die neue Vorrichtung zu benutzen,. verfährt man in der Weise, dafs man die Arme 18
zunächst zur Seite schwenkt, darauf die zu prüfende Maschine auf den Rahmen oder die
Platte 11 setzt, und sie gegebenenfalls entsprechend
befestigt und ferner die Papierwalze so zurückklappt, dafs man die Vorrichtung zum
Prüfen durch Zurückschwenken der Arme 18 an ihre Stelle bringen kann. Wenn die Maschine
auf die Platte 11 gesetzt wird, so ist
ein Typenklötzchen, beispielsweise dasjenige, welches die beiden Buchstaben N. und η trägt,
bereits genau ausgerichtet, und mit Hülfe dieses Typenklötzchens werden nun die beiden
Flächen 49 ihrerseits in die richtige Lage gebracht. Um dieses zu ermöglichen, wird unten
in das Schreibmaschinengestell eine Querstange 53 so hineingelegt oder geklemmt, dafs
sie sich nicht bewegen kann. In der Mitte trägt die Stange 53 eine senkrechte Stange 54,
welche durch eine Feder 55 aufwärts gedrückt wird. Eine Schraube 56 dient dazu, die
Stange 54, wenn sie die richtige Stellung einnimmt, festzuklemmen. Bevor man die Maschine
auf die Platte 11 setzt, oder doch bevor man die Papierwalze 5 zurückklappt und die
Arme 18 in die Arbeitslage bringt, drückt man
den ausgerichteten Typenhebel mittelst der entsprechenden Taste so in. die Höhe, dafs
sich der grofse oder kleine Buchstabe gegen die Papierwalze leicht anlegt. Wenn dieses
geschehen ist, bewegt man die Stange 54 so in die Höhe, dafs sie sich unter das freie
Ende des ausgerichteten Typenhebels legt, und die Feder 55 bewirkt, dafs die betreffende
Type, also beispielsweise N oder n, mit dem erforderlichen mäfsigen Druck in Anlage gegen
die Papierwalze verbleibt. Sodann klemmt man 54 mittelst 56 fest, klappt die Papierwalze
zurück und dreht die Arme 18 in die Wirkungslage. Durch entsprechende Drehung
der Schrauben 14 und 15 kann man nun die als Normaltypen zu betrachtenden, genau ausgerichteten
Buchstaben N und η genau senkrecht unter die beiden durchsichtigen Theile 47
(Fig. 3) der Glasstücke 34 bringen. Das erforderliche Höher- und Tieferstellen der Glaskörper
34 wird mit Hülfe der Schraube und Mutter 22, 23 bewirkt, nachdem man mittelst
Stange und Stellschraube 31, 33 schon vorher die ungefähr richtige Stellung festgesetzt
hatte. Wenn die Spindel bezw. also die Glaskörper 34 gegenüber den Buchstaben etwas
verdreht sind, so dafs also die geometrische: Achse der gekrümmten ' Fläche 34. nicht: ganz
mit den entsprechenden Lagen der Papierwalze parallel liegen, so dreht man Spindel 21 mittelst
der Schraube und des Schneckenrades 30 und 28. Die Mutter 45 ist jetzt noch lose.
Unter nötigenfalls entsprechendem Drehen der Mutter 23 kann man jetzt die Glaskörper 34
mit der Hand so verstellen, dafs sie die beiden Typen genau und scharf durchscheinen lassen.
Die Kugelgelenkverbindung mit der Hauptspindel 21, 31 und die Anordnung in einem
_j^euzgelenk_ gestattet den Glaskörpern 34, wie
bereits erwähnt, nach allen Richtungen innerhalb gewisser Grenzen beliebig von der wagerechten
Einstellung abzuweichen. Es ist also möglich, die Flächen 49 der Glaskörper 34 in
durchweg gleichmäfsiger Anlage mit den Kanten oder Umrissen der Normalbuchstaben zu bringen.
Sobald dieser Zweck unter etwaiger noch nachträglicher Feststellung der Schrauben 14,
15 und 30 erreicht ist,, schraubt man die
Mutter 45 herunter, so dafs sie sich auf Lager. 44, 32 auflegt und dabei die Kugel 43 ganz festklemmt,
wodurch sich diese letztere und dementsprechend also auch die ganz kleine, im
Wesentlichen aus dem Glaskörper 34 bestehende Prüfungsvorrichtung nicht mehr bewegen kann.
Man kann nunmehr durch Lösung der Schraube 56 (Fig. 2) die Stange 54 freigeben
und dementsprechend dem die Normalbuchstaben tragenden Hebel 2 gestatten, in seiner
Ruhelage nach unten zu schwingen. Die Querstange 53 wird jetzt vollständig herausgenommen,
und durch Niederdrücken der Tastenhebel werden nun die einzelnen übrigen Typen an die Glasstücke 34 herangedrückt.
Erscheinen die betreffenden Schriftzeichen vollständig, wenn man sie durch 34 hindurch
betrachtet, und befinden sie sich gleichzeitig innerhalb des durch 47 in Fig. 3 angegebenen
Raumes, so sind sie genau eingestellt. Im anderen Falle müssen die Typen durch Biegen
ihrer Hebel, Veränderung der Lage der Drehlager der Hebel, Verdrehung der Typenklötzchen
an ihren Hebeln und durch ähnliche Mafsnahmen so gerichtet werden, dafs ihr volles Bild in der erforderlichen Schärfe durch
die Glaskörper 34 hindurch sichtbar wird. Ob eine Type nur theilweise anliegt, kann
man an ihrer theilweisen Sichtbarkeit erkennen; wenn sie fehlerhaft ist, so erkennt man dies
daran, dafs gegenüberliegende Theile des betreffenden Schriftzeichens sichtbar sind, während
wieder andere Theile, die sich beispielsweise auch gegenüberliegen, nicht sichtbar sind.
Dieses würde also bedeuten, dafs die sichtbaren Theile zu hoch, die unsichtbaren zu
niedrig sind, man also durch Bearbeitung der zu hohen Stellen die. richtige Cylindergestalt
der wirksamen Oberfläche der Typen herbeiführen mufs. Die Vorrichtung kann so fein
ausgeführt sein, dafs man sogar einigermafsen grobe Risse oder Einkerbungen der einzelnen
Buchstaben oder Schriftzeichen erkennen kann. Die in der Zeichnung mit 50 und 51 bezeichneten
Theile der Ausführung können erheblich verändert werden, ohne dafs dadurch der eigentliche Erfindungsgedanke geändert wird.
Man kann beispielsweise sehr wohl die zähe Masse bezw. den Anstrich 50 fortlassen und das
Gummihäutchen 51 allein verwenden, andererseits
steht aber auch der Fortlassung dieses Gummihäutchens und der alleinigen Verwendung
des zähen Anstrichs nichts im Wege. Wie auch schon erwähnt wurde, kann man sogar beide Hülfsmittel 50, 51 vollkommen
fortlassen und zur Erzielung des Durchscheinens der Gläser 34 diese letzteren an ihren Flächen 49
in dem erforderlichen Mafse aufrauhen. Da der eigentlich beabsichtigte Zweck ist, nur
die Umrisse der Buchstaben durch den Glaskörper 34 hindurchscheinen zu lassen, man
also den ganzen Buchstaben und das ihn tragende Klötzchen, wenn er sich nicht in Berührung
mit der Fläche 49 befindet, nicht soll sehen können, so können die Flächen 49 überhaupt
in jeder für geeignet erachtenden Weise hergerichtet werden, um diesen Zweck zu erreichen.
Man kann z. B. die Fläche 49 mit einem durchscheinenden Stoff belegen, welcher lediglich
diejenigen Theile des ganzen Umrisses der Type erkennen lassen, welche thatsächlich in
Berührung mit ihnen sind. Solche Stoffe sind beispielsweise Isländischer Spat, Turmalin,
Glimmer und dergl. Durch diese Stoffe kann man ohne Weiteres die Buchstaben nicht erkennen,
selbst wenn dieselben sich in unmittelbarer Nähe befinden. Der Umrifs kann nur
erkannt werden, soweit sie thatsächlich in Berührung mit dem betreffenden Stoff ist. Man
kann ferner beispielsweise dem bereits erwähnten Anstrich 50 eine helle Farbe und dem Schutzüberzug
51 eine dunkle Farbe geben. Ein solcher Schutzüberzug kann z. B. aus schwarzer
Seide bestehen, wenn man eine weifse Bemalung der Fläche 49 gewählt hat. Durch
die schwarze Seide hindurch kann man selbstverständlich den Buchstaben nicht erkennen,
selbst wenn man sich in nächster Nähe desselben befindet. Die wirklich zur Anlage
kommenden Theile des Buchstabens können aber genau erkannt werden, sobald der Buchstabe
mit mäfsigem Druck gegen die Seide geprefst wird.
Die Fig. 6 veranschaulicht die Anwendungsweise des Erfindungsgegenstandes bei einer
Maschine mit sich drehendem Typencylinder. 58 bezeichnet diesen Cylinder und 59 sind
die Typen. Mittelst eines klammerartigen Klötzchens 61, welches auf einem festen Ringe 60
mittelst eines Schräubchens 62 unbewegbar
festgeklemmt werden kann, läfst sich der Typencylinder genau in der richtigen Arbeitslage und
auch so feststellen·, dafs er sich nicht bewegt. 34 ist die Glaslinse, welche von einem geeig-;
neten kleinen Rahmen 35 gegenüber den zu untersuchenden Buchstaben festgehalten wird.
Bei dieser Anordnung wird entweder der Buchstabe oder die diesem Buchstaben gegenüberliegende
Fläche der Linse mit dem bereits erwähnten zähflüssigen, elastischen Stoff überzogen, welcher bei der Berührung mit dem
Umrifs der Type nur diese letztere, soweit die Berührung in der That stattfindet, durchscheinen
läfst. Wenn sich bei der Ausführung des Beobachtungsverfahrens herausstellt, dafs
einzelne Theile der Typen zu tief liegen, '. so durchsticht man die Typen, welche bekanntlich
aus Gummi bestehen, mit einer heifsen Nadel an der betreffenden tiefliegenden Stelle,,
um dieselbe in die Höhe zu drücken. :
Es soll nicht unerwähnt gelassen werden, dafs man unter Umständen die Linse 34 vollständig
aus durchscheinendem Material beispielsweise Turmalin, Isländischem Spat oder dergl., herstellen
kann. In solchen Fällen sind die mit 50 und 51 in der Zeichnung bezeichneten
Hülfsmittel vollkommen entbehrlich, die Linse ist genügend durchscheinend, ohne indessen
durchsichtig zu sein.
Es geht aus dem Vorstehenden hervor, dafs die Anordnungsweise der Gläser oder Linsen 34
eine sehr verschiedene sein kann, je nach dem Zwecke und der Art des zu prüfenden Gegenstandes.
Das wesentliche Kennzeichen bleibt jedoch in allen Fällen, dafs die Körper 34 entweder
durch geeignete Wahl des Materials selbst durchscheinend sind, oder dafs sie, wenn
sie durchsichtig sind, durch geeignete Hülfsmittel 50,51 durchscheinend gemacht werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Prüfen der Gestalt und
Lage der Typen von Schreibmaschinen, gekennzeichnet durch einen lichtdurchlässigen
festen Körper (34), dessen von dem Beobachter abgewandte Fläche (49) der
Krümmung der Papierwalze der Maschine angepafst ist, und welcher unter Benutzung
einer schon ausgerichteten Type der zu prüfenden Maschine mittelst eines ihn haltenden
Rahmens (35) so eingestellt werden kann, dafs man durch Andrücken der zu prüfenden Typen gegen seine ausgerichtete
Unterfläche durch ihn hindurch die wirklich anliegenden Theile der Typen erkennen
und dementsprechend ihre Lage und Gestalt beurtheilen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die mit der zu prüfenden
Type in Berührung kommende Fläche (49) des lichtdurchlässigen Körpers zur schärferen
Markirung der anliegenden Typentheile mit einem zähen, elastischen Anstrich (50) ausgerüstet
ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die mit der zu prüfenden Type in Berührung kommende Fläche (49) des lichtdurchlässigen Körpers zur schärferen
Markirung der anliegenden Typentheile mit einem elastischen Häutchen (51) bespannt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Körper (34) eine
Vergröfserungslinse bildet, zu dem Zwecke, die anliegenden Typentheile genauer erkennbar
zu machen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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