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Verfahren zur Herstellung von halogenierten 2-Pyridon-4-carbonsäure-derivaten
Aus der Literatur sind zahlreiche Verbindungen bekannt, die als Röntgenkontrastmittel
Ver,vendung finden sollen. So wird z. B. durch die deutsche Patentschrift 806 701
die Verwendung der 3,5-Dijod-pyridon-(4)-N-essigsäure und der 3,5-Dijod-pyridon-(2)-N-essigsäure
oder ihrer Salze als Röntgenkontrastmittel vorgeschlagen. Weiterhin ist in Collection
Czechoslov. Chem.
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Communs., Bd. 16, S. 348 bis 357 (1951), ref. in Ch.Abstr., 1953,
Sp. 3310a bis 3310g, eine Arbeit veröffentlicht, in der die 1,SDihydro-1-(p-jodphenyl)-2,6-dimethyl4-oxopyridin-3,5-dicarbonsäure
bzw. die entsprechende 1-(2,4-Dijod-phenyl)-verbindung oder Salze dieser Dicarbonsäuren
als Röntgenkontrastmittel vorgeschlagen worden.
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Diese Verbindungen erfüllen jedoch bezüglich der Verträglichkeit
nicht in vollem Maße die Anforderungen, die an ein Röntgenkontrastmittel gestellt
werden müssen.
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So beträgt z. B. die Verträglichkeit des Natriumsalzes der 3 ,5-Dij
od6-methyl-2-pyridon-Nessigsäure 4,5 g/kg Maus i. v. Die Verträglichkeit der in
der tschechoslowakischen Arbeit beschriebenen Verbindungen ist noch ungünstiger.
Demgegenüber wurde nun gefunden, daß halogenierte 2-Pyridon4-carbonsäuren, die in
6-Stellung einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest enthalten und am Ringstickstoffatom
durch einen Alkyl- oder Aralkylrest substituiert sein können, oder in den Pyridonresten
halogenierte Alkylen-bis-[6'-alkyl- (bzw. 6'-aryl- bzw. 6'-aralkyl)-1'-pynd-2'-on4'-carbonsäuren]
oder deren Salze oder Ester ausgezeichnete Röntgenkontrastmittel darstellen, die
gegenüber den obengenannten bekannten für diesen Zweck empfohlenen Mitteln den Vorteil
einer erhöhten Verträglichkeit besitzen. So zeigte es sich bei den Erzeugnissen
des vorliegenden Verfahrens, daß ihre Verträglichkeit bis zu 10 bis 12 g/kg Maus
i. v. beträgt.
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Man erhält diese Verbindungen, indem man in an sich bekannter Weise
eine 2-Pyridon4-carbonsäure, die in 6-Stellung einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest
trägt und am Ringstickstoffatom durch einen Alkyl- oder Aralkylrest substituiert
sein kann, oder eine Alkylen-bis-[6'-alkyl- (bzw. 6'-aryl- bzw. 6'-aralkyl)-1'-pyrid-2'-on-4'-carbonsäure]
oder ein Salz oder einen Ester einer solchen Carbonsäure mit einem halogenierenden,
besonders bromierenden oder jodierenden Mittel behandelt und gegebenenfalls eine
entstandene halogenierte Verbindung, falls sie am Ringstickstoffatom unsubstituiert
ist, mit einem reaktionsfähigen Ester bzw. Diester eines ein- bzw. mehrwertigen
aliphatischen oder araliphatischen Alkohols umsetzt oder gegebenenfalls eine entstandene
halogenierte Verbindung mit freier Carboxylgruppe durch Umsetzung mit einer anorganischen
oder organischen Base in ein Salz überführt.
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Als Röntgenkontrastmittel gut brauchbare Verbindungen erhält man
auch, wenn man von einer solchen in 6-Stellung einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest
enthaltenden 2-Pyridon4-carbonsäure ausgeht, die am Ring-
stickstoffatom einen eine
Keton- oder Carboxyl-, Carbalkoxy-, Carbonamid- oder Cyangruppe tragenden Alkylrest
aufweist, oder wenn man eine nach dem Verfahren des Anspruchs 1 erhaltene halogenierte,
in 6-Stellung einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest tragende 2-Pyridon-4carbonsäure
oder ein Salz oder einen Ester einer solchen Carbonsäure mit einem reaktionsfähigen
Ester, besonders einem Mineralsäureester oder Sulfonsäureester, eines ein-oder mehrwertigen
aliphatischen oder araliphatischen Alkohols behandelt, der noch eine Keton- oder
Carboxyl-, Carbalkoxy-, Carbonamid- oder Cyangruppe trägt.
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Die als Ausgangsstoffe dienenden 2-PyridonWcarbonsäuren lassen sich
nach an sich bekannten Arbeitsweisen darstellen und sind beispielsweise im J. Chem.
Soc.
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London, 1929, S. 2223 ff., beschrieben. Als halogenierendes Mittel
können beispielsweise Brqmwasser, Jod in alkalischer Lösung, Chlorjod und Kaliumjod
in salpetersaurer Lösung in der Wärme verwendet werden.
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Die Substitution am Ringstickstoffatom kann bei den halogenhaltigen
2-PyridonScarbonsäuren sowie deren Salzen und Estern, die in 6-Stellung eine Alkyl-,
Aryl-oder Aralkylgruppe enthalten, mit Hilfe von reaktionsfähigen Estern bzw. Diestern,
z. B. Mineralsäureestern oder Sulfonsäureestern, von ein- oder mehrwertigen aliphatischen
oder araliphatischen Alkoholen geschehen.
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Die Alkohole können verschieden lange Kohlenstoffketten enthalten
und verzweigt sein. Sie können durch Ketogruppen, freie Carbonsäuregruppen oder
funktionelle Gruppen derselben, wie z. B. Carbonester-, Carbonamid-und Cyangruppen,
weiter besetzt sein.
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Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens ist die Umsetzung
der in 6-Stellung substituierten, halogenierten 2-PyridonXcarbonsäuren mit reaktionsfähigen
Diestern von Glykolen unter Anwendung von 1 Mol Glykolderivat auf 2 Mol Pyridonderivat
bzw. die Halo-
0ierung solcher Abkömmlinge der in 6-Stellung substiersten
2-Pidon-4-carbonsauren, bei denen zwei subtuierte PyTidoncarbonsäurereste an den
Ringstick ffatomen durch eine Alkylengruppe verbunden sind.
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Soweit für die Anwendung der Erzeugnisse des vorwenden Verfahrens
als Röntgenkontrastmittel wasserliche Produkte erwünscht sind, kann man die Prokte,
sofern sie in Form der in Wasser sehr schwer lichen freien Carbonsäuren vorliegen,
mit Hilfe anranischer und organischer Basen in ihre wasserlöslichen Ize nachträglich
umwandeln.
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Beispiel 1 60 g 6-ilethyl-2-pyridon-4-carbonsäure werden mit sva
1,8 1 15%iger Salpetersäure versetzt und auf 60 bis °C erwärmt. Unter lcräftigem
Rühren läßt man bei ser Temperatur langsam eine Lösung von 133 g Kalinjodid in 100
ccm Wasser zutropfen. Anschließend wird ,ch 5 Stunden in der Wärme oder über Nacht
bei mmertemperatur gerührt. Zur Reinigung kann man die gesaugte Substanz aus Natronlauge-Salzsäure
um-Eilen oder in Sodalösung lösen und vom eventuell zuckgebliebenen Jod absaugen.
Das Filtrat wird mit itriumbisulfitlösung entfärbt und mit verdünnter Salzure angesäuert.
Wenn notwendig, wiederholt man diese reinigung unter Zusatz von Tierkohle und kristallisiert
e Substanz aus Alkohol oder Eisessig um. Die so geinigte 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon-4-carbonsäure
ist ne ganz schwach gelbgefärbte Substanz, die unter Zertzung bei 270°C schmilzt.
Die Ausbeute beträgt 120 g.
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Berechnet ... C 20,75, H 1,24, N 3,46, J 62,65010; gefunden ... C20,70,
H 1,67, N 3,66, J 62,7201o.
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20,47, 1,69, Für die Anwendung als Röntgenkontrastmittel wird Is
Natriumsalz der 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon-4-caronsäure dargestellt, von dem man
eine 47%ige wäßrige ösung herstellen kann.
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Beispiel 2 In einer Lösung von 70 g Ätznatron in 1,4 1 Wasser löst
lan 60 g 6-Methyl-2-pyridonXcarbonsäure und gibt 20 g Jod zu. Nachdem das Reaktionsgemisch
auf 100 bis lO°C erwärmt ist, läßt man unter Rühren abwechsetngsweise Salzsäure
bis zur sauren Reaktion und an-:hließend Natronlauge bis zur basischen Reaktion
zuopfen. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis ch beim Ansäuern kein Jod
mehr abscheidet. Nach dem mühlen und Ansäuern mit verdünnter Salzsäure wird die
vierte Substanz abgesaugt und nach Beispiel 1 geinigt. Man erhält die gleiche Substanz
wie im Beispiel 1 1 einer Ausbeute von 100 g.
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Beispiel 3 In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 werden 15 g -Äthyl-2-pyridonXcarbonsäure
mit 450 ccm 150/ger alpetersäure versetzt und mit einer Lösung von 30 g ialiumjodid
in 25 ccm Wasser behandelt. Die erhaltene ,5-Dijod-6-äthyl-2-pyridon-4-carbonsäure
kann zur Reiiigung aus Eisessig umkristallisiert werden und schmilzt unter Zersetzung
bei 2600 C. Die Ausbeute beträgt 14 g.
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Berechnet... N 3,34, J 60,6 °1O; gefunden ... N 3,17, J 59,550/0.
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Beispiel 4 Wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 19,5 g 6-Butyl->-pyridon4-carbonsäure
mit etwa 600 ccm 150/ger ialpetersäure versetzt und in der Wärme mit einer Lösung
Ion 33,5 g Kaliumjodid in 30 ccm Wasser behandelt. Die
erhaltene 3,5-Dijod-6-butyl-2-pyridon-3-carbonsäu
fällt sich aus Alkohol umkristallisieren und schmilzt unter Zersetzung bei 254°C.
Die Ausbeute beträgt 22,7 g.
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Berechnet ... C 26,9, H 2,46, N 3,14, J 56,8 %; gefunden . C 26,97,
H 2,45, N 3,11, J 56,25 °lo 27,26, 2,61, 6-Butyl-2-pyridon-4-carbonsäure wurde aus
a,y-Dioxoheptancarbonsäureäthylester durch Umsatz mit Cyanacetamid zum 6-Butyl-3-cyan-2-oxypyridin-4-carbon
säureäthylester und anschliel3endes Kochen mit Bromwasserstoff-Eisessig dargestellt.
Sie schmilzt, aus Alkohol umkristallisiert, bei 275 bis 278°C.
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Beispiel 5 Nach Beispiel 1 versetzt man 22 g 6-Amyl-2-pyridon-4-carbonsäure
mit etwa 660 ccm 15%iger Salpetersäure und läßt nach Erwärmen auf 60 bis 700C eine
Lösung von 36 g Kaliumjodid in 30 ccm Wasser zutropfen. Nach Umkristallisieren aus
Alkohol schmilzt 3,5-Dijod-6-amyl-2-pyridon-4-carbonsäure bei 2550 C unter Zersetzung.
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Die Ausbeute beträgt 22 g.
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Berechnet ... N 3,04, J 55,0 0lo; gefunden . N 3,17, J 54,9401o.
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6-Amyl-2-pyridon-4carbonsäure wurde aus a,y-Dioxopelargonsäureäthylester
durch Umsatz mit Cyanacetamid zum 6-Amyl-3-cyan-2-oxypyridin-4-carbonsäureäthylester
und Kochen mit Bromwasserstoff-Eisessig dargestellt. Sie schmilzt, aus Alkohol umkristallisiert,
bei 246 bis 250°C.
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Beispiel 6 Wie im Beispiel 2 beschrieben, wird eine Lösung von 15
g 6-Decyl-2-pyridon-4-carbonsäure, 9,6 g Ätznatron und 300 ccm Wasser mit 30 g Jod
umgesetzt. Die zur Reinigung aus Alkohol umkristallisierte 3,5-Dijod4-decyl-2-pyridon-4-carbonsäure
schmilzt bei 206 bis 210°C.
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Die Ausbeute beträgt 16 g.
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Berechnet ... C36,09, H4,34, N2,63, J 47,75 01o; gefunden ... C 36,05,
H 4,33, N 2,77, J 47,71 0/o.
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36,34, 4,61, 6-Decyl-2-pyridonWcarbonsäure wurde aus a,y-Dioxotridecan-carbonsäureäthylester
durch Umsatz mit Cyanacetamid zum 6-Decyl-3-cyan-2-oxypyridin-4-carbonsäureäthylester
und anschließendes Kochen mit Bromwasserstoff-Eisessig dargestellt. Sie schmilzt
bei 243 bis 246°C (aus Alkohol).
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Beispiel 7 16 g 6-Tridecyl-2-pyridonXcarbonsäure werden in einer
Lösung von 12,5 g Ätzkali in 375 ccm Wasser gelöst und mit 28 g Jod versetzt. Die
Weiterverarbeitung erfolgt nach Beispiel 2. Die aus Alkohol umkristallisierte 3,5-Dijoda-tridecyl-2-pyridon-4-carbonsäure
schmilzt bei 188 bis 190"C. Die Ausbeute beträgt 20 g. 6-Tridecyl-2-pyridon-4-carbonsäure
wurde aus a,y-Dioxo-margarinsäureäthylester durch Umsatz mit Cyanacetamid zum 6-Tridecyl-3-cyan-2-oxypyridin-4-carbonsäureäthylester
und durch Kochen mit Bromwasserstoff-Eisessig dargestellt. Aus Alkohol umkristallisiert,
schmilzt sie bei 238 bis 240°C.
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Beispiel 8 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon-4-carbonsäure wird nach der
Arbeitsweise von Beispiel 1 oder 2 hergestellt. 15 g dieser Säure werden in einer
Lösung von 3 g Ätznatron in 75 ccm Wasser gelöst. Nach Zutropfen von 5 g Dimethylsulfat
erhitzt man das Gemisch 4 Stunden im Wasserbad.
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Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur saugt man das
Reaktionsgemisch
ab und säuert das Filtrat mit vn-Salzsäure an. Die abgesaugte und mit Wasser gewaschene
Substanz wird aus Alkohol umkristallisiert. 3,5-Dijod-1 ,6-dimethyl-2-pyridon-4-carbonsäure
kristallisiert in weißen Kristallen und schmilzt bei 250"C unter Zersetzung.
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Die Ausbeute beträgt 14 g.
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Berechnet... C22,9. Kl.67, N3,35, J60,6 o!o; gefunden .. C 23,31,
H 1,65, N 3,26, J60,370!0.
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23,49, 2,00, Zur Herstellung einer wäßrigen Lösung wurden 47,5 g
3,5-Dijod-1 ,6-dimethyl-2-pyridon-4carbonsäure in der berechneten Menge 2 n-Natronlauge
gelöst und auf 1W ccm mit Wasser aufgefüllt.
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Beispiel 9 Wie im Beispiel 8 beschrieben, werden 23,5 g 3,5-Dijod-6-butyl-2-pyridon-4-carbonsäure
in einer Lösung von 4,5 g Ätznatron in 100 ccm Wasser gelöst und mit 7 g Dimethylsulfat
behandelt. Die erhaltene 3,5-Dijod-6-butyl-2-pyridon-1 -methyl4-carbonsäure kann
zur Reinigung umgefällt oder aus Alkohol umkristallisiert werden. Sie schmilzt bei
220°C unter Zersetzung.
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Berechnet . C 28,62, H 2,82, N 3,04, J 55,1 °/0; gefunden ... C28,9,
H3,21, N3,37, J 54,30!o.
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29,01, 3,07, Beispiel 10 Wie im Beispiel 8 beschrieben, werden 15
g 3,5-Dijod-6-amyl-2-pyridontcarbonsäure in einer Lösung von 2,6 g Ätznatron in
75 ccm Wasser gelöst und mit 4,3 g Dimethylsulfat behandelt. Die aus Alkohol umkristallisierte
3,5-Dijod-6-amyl-2-pyridon-1 -methyl-4-carbonsäure schmilzt bei 228"C.
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Berechnet . C 30,27, H 3,16, N 2,95, J 53,4 °/0; gefunden ... C 30,57,
H 3,34, N 2,96, J 52,42O!o.
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30,44, 3,14, Beispiel 11 Nach der im Beispiel 8 beschriebenen Methode
werden 15 g 3,5-Dijod-6-tridecyl-2-pyridon-4-carbonsäure, in einer Lösung von 2,2
g Atznatron in 50 ccm Wasser gelöst, mit 3,6 g Dimethylsulfat behandelt. Die isolierte
3,5 -Dijod-6-tridecyl-2-pyridon-l -methyl-4-carbonsäure läßt sich aus Alkohol umkristallisieren
und schmilzt bei 161 bis 164"C. Die Ausbeute beträgt 12 g.
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Berechnet... C40,9, H5,28, N2,39, J 43,3 0/,; gefunden .. C41,2,
H5,42, N2,43, J42,98°/o.
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Beispiel 12 64 g Brom werden bei Zimmertemperatur in 2400 ccm Wasser
gelöst. Dann gibt man nach und nach 30,6 g 6-Methyl-2-pyridon-4carbonsäure zu und
rührt über Nacht. Der Rückstand wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und aus Alkohol
umkristallisiert. Dabei scheidet sich 3,5-Dibrom6-methyl-2-pyridon-4carbonsäure
in weißen Kristallen ab, die bei 280°C unter Zersetzung schmelzen. Die Ausbeute
beträgt 23 g. Durch Einengen der Reaktionsflüssigkeit kann eine weitere Menge der
Bromverbindung gewonnen werden.
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Beispiel 13 15 g 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon-4-carbonsäure werden
in etwa 2 Mol der berechneten Menge n-Natronlauge gelöst. Dazu gibt man 8,7 g Monochloressigsäure
gelöst in 93 ccm n-Natronlauge, und erhitzt 4 Stunden im
Wasserbad. Nach dem Kühlen
wird die Lösung abgesaugt und das Filtrat gegebenenfalls unter kühlung mit 2n -
HCI angesäuert. Dabei fällt 3,-Dijod-6-methyl-2-pyridon4-carbonsäure-N-essigsäure
als weiße Substanz aus, die durch Umfällen oder Umkristallisation aus Eisessig gereinigt
werden kann. Die Ausbeute beträgt 11 g.
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Die Substanz bildet farblose Kristalle, die sich bei 260°C zersetzen.
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Berechnet ... N 3,11, J 54,800/0; gefunden .. N 3,25, J 54,840/,.
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Beispiel 14 Wie im Beispiel 2 beschrieben, werden 21,5 g 6-Phenyl-2-pyridon-4-carbonsäure
in einer Lösung von 18 g Ätznatron und 360 ccm Wasser gelöst und mit 56 g Jod versetzt.
Die erhaltene 3,5-Dijod-6-phenyl-2-pyridonXcarbonsäure läßt sich durch Umfällen
oder Umkristallisation aus Alkohol reinigen. Die Substanz zersetzt sich bei 290"C,
wobei schon vorher etwas Jod abgespalten wird.
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Die Ausbeute beträgt 21 g.
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6-Phenyl-2-pyridon4-carbonsäure wurde durch Umsatz von Benzoylbrenztraubensäureäthylester
mit Cyanacetamid zum 6-Phenyl-3-cyan-2-oxypyridinWcarbonsäureäthylester (gelbe Kristalle,
Schmp. 236 bis 240"C) und durch Kochen mit Bromwasserstoff-Eisessig dargestellt.
Die aus Alkohol umkristallisierte Substanz scheidet sich in gelben Kristallen ab,
die bei über 290° C schmelzen.
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Beispiel 15 Nach der gleichen Methode, wie im Beispiel 2 beschrieben,
wurden 22,9 g 6-Benzyl-2-pyndonZcarbonsäure (F: oberhalb 2900 C) in 18 g Natriumhydroxyd
und 300 ccm Wasser gelöst und mit 56 g Jod umgesetzt. Die Ausbeute von 3,5-Dijod-6-benzyl-2-pyridon4-carbonsäure
beträgt 22 g.
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Beispiel 16 20 g 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon-4-carbonsäure werden
mit 16,5 g geglühter Pottasche und 200 ccm getrocknetem Aceton 3 Stunden zum Sieden
erhitzt. Anschließend läßt man 5,6 g destilliertes Äthylenbromid in 10 ccm Aceton
zutropfen und erhitzt weitere 15 Stunden zum Sieden. Nach dem Kühlen wird der Rückstand
abgesaugt und in Wasser gelöst. Die wäßrige Lösung erwärmt man gegebenenfalls mit
Tierkohle und säuert die filtrierte Lösung mit verdünnter Salzsäure an. Die abgeschiedene
Substanz wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen.
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1,2-Bis- [N- (3',5'-dijod-6'-methyl-2'-pyridon-4'-carbonsäure)]-äthan
läßt sich durch Umfällen und Umkristallisation aus Alkohol oder Eisessig reinigen.
Es zersetzt sich ab 250"C. Die Ausbeute beträgt 20 g.
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Berechnet ... C 22,9, H 1,44, N3,35, J60,8°/o; gefunden .. C 22,80,
H 1,74, N 3,32, J 58,90/,.
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Von dem entsprechenden Natriumsalz läßt sich eine 43°/Oige wäßrige
Lösung herstellen.
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Beispiel 17 Wie im Beispiel 16 beschrieben, werden 20 g 3,5-Dijod-6-methyl-2-pyridon4-carbonsäure
mit 16,4 g Pottasche in 200 ccm Aceton zum Sieden erhitzt und mit 5,7 g 1 ,4Dibrom-butan
versetzt. Das erhaltene 1 ,4Bis-[N-(3',5' -dijod-o' -methyl-2' -pyridon-4' -carbonsäure)lbutan
kann durch Umfällen oder Umkristallisation aus Alkohol gereinigt werden. Es bildet
leichtgelbgefärbte Kristalle, die sich bei 276°C zersetzen. Man kann eine
8°/Oige
wäßrige Lösung des entsprechenden Natriumpilzes darstellen.
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Beispiel 18 Nach der gleichen Methode, wie im Beispiel 16 bechrieben,
erhält man durch Umsetzung von 20 g 3,5-Diod-6-methyl-2-pyridon-4-carbonsäure, 16,4
g Pottasche nd 5,7 g 1,5-Dibrom-pentan in 200 ccm Aceton 1,5-Bisf - (3' ,5' - dij
od - 6' - methyl - 2' - pyridon - 4' - carbonsäure)]-pentan. Die Substanz kann aus
Eisessig umkristallisiert erden und zersetzt sich bei 278"C.
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Berechnet . . N 3,19, J 57,9°/0; gefunden N 3,13, J 57,00/,.
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PATENT.~NSPRt CHE.
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1. Verfahren zur Herstellung von halogenierten 2-Pyridon-4-carbonsäuren,
die in 6-Stellung einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest enthalten und am Ringstickstoffatom
durch einen Alkyl- oder Aralkylrest substituiert sein können, oder von in denPyridonresten
halogenierten Alkylen-bis-[6'-alkyl- (bzw.
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6'-aryl- bzw. 6'-aralkyl)-1'-pyrid-2'-on4'-carbonsäuren] oder von
Salzen oder Estern dieser Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich
bekannter Weise eine 2-Pyridon4-carbonsäure, die in 6-Stellung einen Alkyl-, Aryl-
oder Aralkylrest trägt und am Ringstickstoffatom durch einen Alkyl- oder Aralkylrest
substituiert sein kann, oder eine Alkylenbis-[6'-alkyl- (bzw. 6'-aryl- bzw. 6'-aralkyl)-1'-pyrid-2'-on-4'-carbonsäure]
oder ein Salz oder einen Ester
einer solchen Carbonsäure mit einem halogenierenden,
besonders bromierenden oder jodierenden Mittel behandelt und gegebenenfalls eine
entstandene halogenierte Verbindung, falls sie am Ringstickstoffatom unsubstituiert
ist, mit einem reaktionsfähigen Ester bzw. Diester eines ein- bzw. mehrwertigen
aliphatischen oder araliphatischen Alkohols umsetzt oder gegebenenfalls eine entstandene
halogenierte Verbindung mit freier Carboxylgruppe durch Umsetzung mit einer anorganischen
oder organischen Base in ein Salz überführt.