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DE806701C - Kontrastmittel fuer die roentgenographische Darstellung von Koerperhoehlen und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Kontrastmittel fuer die roentgenographische Darstellung von Koerperhoehlen und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE806701C
DE806701C DEP25540D DEP0025540D DE806701C DE 806701 C DE806701 C DE 806701C DE P25540 D DEP25540 D DE P25540D DE P0025540 D DEP0025540 D DE P0025540D DE 806701 C DE806701 C DE 806701C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salt
contrast
body cavities
substance
representation
Prior art date
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Expired
Application number
DEP25540D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cilag AG
Original Assignee
Cilag AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Cilag AG filed Critical Cilag AG
Application granted granted Critical
Publication of DE806701C publication Critical patent/DE806701C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K49/00Preparations for testing in vivo
    • A61K49/04X-ray contrast preparations
    • A61K49/0433X-ray contrast preparations containing an organic halogenated X-ray contrast-enhancing agent
    • A61K49/0447Physical forms of mixtures of two different X-ray contrast-enhancing agents, containing at least one X-ray contrast-enhancing agent which is a halogenated organic compound
    • A61K49/0452Solutions, e.g. for injection

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description

  • Kontrastmittel für die röntgenographische Darstellung von Körperhöhlen und Verfahren zu seiner Herstellung Zur röntgenographischen Darstellung bestimmter Hohltäume des menschlichen und tierischen Körpers, wie z. B. des Bronchialraumes, des Uteruscavums, der Tuben usw., wurden bisher ausschließ lich jodierte Öle verwendet. Sie halten den Vorteil der Dickflüssigkeit dank deren sich gute Schatten erzielen lassen, zugleich aller schwerwiegende Nachteile. Da ihr Jod zu wenig fest gebunden ist, dürfen die jodierten Ole bei Überempfindlichkeit für Jod, bei Hyperthyreoidismus Kreislaufinsuffizienz, chronischen Nierenleiden und anderen Krankheiten, die durch Jod ungünstig heeinflußt werden, nicht verwendet werden.
  • Ein weiterer Nachteil der jodierten üle liegt in ihrer langen Verweilzeit im Organismus. So werden z. B. bei Röntgenaufnahmen der Bronchien durch die langanhaltende Ausschaltung einer großen Atmungsfläche viele Kranke geschädigt. Zudem verursacht das lange Zeit liegenbleibende Öl infolge Abspaltung geringer Jodmengen beträchtliche Gewebeschäden.
  • Ein weiterer Nachteil der jodierten Öle besteht in ihrer Nichtmischbarkeit mit den serösen Körperflüssigkeiten. Dieser Umstand kann zu Fehl diagnosen Anlaß geben.
  • Bekanntlich besitzt man in den Derivaten der jodierten Pyridone Kontraststoffe, die sich durch hervorragende Schattengebung, ,ngiftigkeit unrl schnelle Ausscheidung auszeichnen. Wässerige Lösungen jodierter Pyridonderivate sind aber zu dünnflüssig, als daß man sie zur röntgenographischen Darstellung von Körperhöhlen verwenden könnte; ihre Verweilzeit und Haftfestigkeit ist zur Durchführung einer Röntgenaufnahme zu gering.
  • Bei der röntgenographischen Darstellung von Körperhöhlen bestand schon lange das Bedürfnis nach einem Kontrastmittel mit folgenden Eigenschaften: Völlig inertes Verhalten im Körper, gute Wasserlöslichkeit, schnelle Ausscheidung aus dem Körper und hohe Viskosität. Von diesen Bedingungen erfüllen die jodierten Öle nur die letzte, wäh rend wässerige Lösungen jodierter Pyridonderivate alle außer der letzten befriedigend erfüllen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu einem für die erwähnten Zwecke geeigneten, alle obengenannten Erfordernisse aufweisenden Kontrastmittel gelangen kann, indem man eine wässerige Lösung eines jodierten Pyridonderivates mit einem viskositätserhöhenden Stoffe mischt. Unter den Viskositätserhöhern hat das Natriumsalz des Celluloseglykolsäureäthers besonders günstige Resultate ergeben. Es ist frei von Nebenwirkungen, während bei der. Verwendung von Gummiarabikumpräparaten, Polyvinylverbindungen und Cellulosealkyläthern zuweilen Körperschädigungen, wie z. B.
  • Veränderungen des Blutbildes, Allergien, Unterdrückung der Blutgerinnung, Nierenschädigungen usw., beobachtet werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Kontrastmittel für die röntgenographische Darstellung von Körperhöhlen; es besteht aus der wässerigen Lösung eines unschädlichen Salzes einer ein 1-Carboxymethyl- 3, 5 - di jodpyridonyl - Radikal enthaltenden Verbindung als Kontraststoff und einem die Viskosität erhöhenden Stoff.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung des soeben erwähnten Kontrastmittels, und zwar in der Weise, daß man das Salz einer das 1 -Carboxymethyl-3, 5-dijodpyridonyl-Radikal enthaltenden Verbindung und ein unschädliches Salz des Celluloseglykolsäureäthers in Wasser löst und die erhaltene Lösung durch Erhitzen sterilisiert.
  • Zur Herstellung von Röntgenphotogrammen von Körperhöhlen wird das erfindungsgemäße Kontrastmittel in eine Körperhöhle eingeführt, diese durchleuchtet, und die Strahlen werden auf ein strahlenempfindliches Medium gerichtet.
  • Als Verbindungen, die das 1-Carboxymethyl-3, 5-dij odpyridonyl-Radikal enthalten, kommen die Salze der 3, -Dijodpyridon-(2)-N-essigsäure, der 3, 5-Dijod-6-methylpyridon-(2)-N-essigsäure, der 3, 5-Dijod-6-methylpyridon-(4)-N-essigsäure, insbesondere aber der 3, 5-Dijodpyridon-(4)-N-essigsäure in Frage.
  • Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Kontrastmittels werden beispielsweise 800 g 3, 5-dijodpyridon-(4)-N-essigsaures Diäthanolamin und 32 g des Natriumsalzes des Celluloseglykolsäureäthers in 1100 ccm destilliertem Wasser turbiniert, bi; alles gelöst ist. Die Lösung wird durch Zufügen von destilliertem Wasser auf ein Volumen von 1600 ccm gebracht, ½ Stunde im strömenden Wasserdampf sterilisiert und mit 1,9 g eines Netzmittels, z.B. eines Sorhitanpolyoxyalkylenoleates versetzt.
  • Das so gewonnene Kontrastmittel enthält 50% Kontraststoff, 2% Viskositätserhöher und 1# Netzmittel. Es ist eine klare Lösung, besitzt eine Viskosität von 3300 Centipoisen und kann für den Gebrauch nach Belieben mit sterilem Wasser verdünnt werden. Es zeigt bei scharfer Kontrastwirkung eine zur Vornahme von Röntgenaufnahmen mehr als ausreichende Haftfestigkeit, während anderseits seine Bestandteile, ohne auf den Organismus einzuwirken, innerhalb 12 Stunden praktisch vollständig aus dem Körper ausgeschieden werden.
  • An Stelle des Diäthanolaminsalzes können die Salze anderer organischer Basen, z. B. des Äthanolamins, Triäthanolamins, Nforphol ins, verwendet werden.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Kontrastmittel für die röntgenographische Darstellung von Körperhöhlen, dadurch gekennzeichnet, daß es ein unschädliches Salz einer ein 1 -Carboxynlethyl-3, 5-dij odpyridonyl-Radikal enthaltenden Verbindung, z. B. ein Salz der 3, 5-Dijodpyridon-(4)-N-essigsäure als Kontraststoff, einen die Viskosität erhöhenden Stoff, z. B. ein unschädliches Salz des Gelluloseglykolsäureäthers, und zweckmäßig ein Netzmittel in Wasser gelöst enthält.
  2. 2. Kontrastmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens annähernd 500/, des Kontraststoffes, 20/o des viskositätserhöhenden Stoffes und I °/00 des Netzmittels enthält.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung des Kontrastmittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Salz einer das 1-Carboxymethyl-3, 5-dijodpyridonyl-Radikal enthaltenden Verbindung, z. B. das 3, 5-dijodpyridon-(4)-N-essigsaure Salz einer organischen Base, zweckmäßig des Diäthanolamins, und ein unschädliches Salz des Celluloseglykoisäureäthers, vorteilhaft das Natriumsalz, in Wasser löst und die erhaltene Lösung durch Erhitzen sterilisiert, worauf noch ein Netzmittel zugefügt werden kann.
DEP25540D 1948-10-14 1948-12-19 Kontrastmittel fuer die roentgenographische Darstellung von Koerperhoehlen und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE806701C (de)

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CH806701X 1948-10-14

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DEP25540D Expired DE806701C (de) 1948-10-14 1948-12-19 Kontrastmittel fuer die roentgenographische Darstellung von Koerperhoehlen und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE (1) DE806701C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE919908C (de) * 1952-05-24 1954-11-08 Schering Ag Roentgenkontrastmittel zur Bronchographie und Hysterosalpingographie
DE1039199B (de) * 1952-10-13 1958-09-18 Astra Apotekarnes Kem Fab Verfahren zur Herstellung einer Roentgenkontrastfluessigkeit
DE1066199B (de) * 1953-08-24 1959-10-01 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von halogenierten 2-Pyridon-4-carbonsaeure-derivaten

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DE919908C (de) * 1952-05-24 1954-11-08 Schering Ag Roentgenkontrastmittel zur Bronchographie und Hysterosalpingographie
DE1039199B (de) * 1952-10-13 1958-09-18 Astra Apotekarnes Kem Fab Verfahren zur Herstellung einer Roentgenkontrastfluessigkeit
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