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DE10064091A1 - Verfahren zur Herstellung von Bildwerken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bildwerken

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Publication number
DE10064091A1
DE10064091A1 DE2000164091 DE10064091A DE10064091A1 DE 10064091 A1 DE10064091 A1 DE 10064091A1 DE 2000164091 DE2000164091 DE 2000164091 DE 10064091 A DE10064091 A DE 10064091A DE 10064091 A1 DE10064091 A1 DE 10064091A1
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DE
Germany
Prior art keywords
metal
different
production
comprises applying
surface effects
Prior art date
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Ceased
Application number
DE2000164091
Other languages
English (en)
Inventor
Eva Herrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE10064091A1 publication Critical patent/DE10064091A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44DPAINTING OR ARTISTIC DRAWING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PRESERVING PAINTINGS; SURFACE TREATMENT TO OBTAIN SPECIAL ARTISTIC SURFACE EFFECTS OR FINISHES
    • B44D5/00Surface treatment to obtain special artistic surface effects or finishes

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Abstract

Verfahren zur Erzielung besonderer künstlerischer Oberflächeneffekte oder -beschaffenheiten, wobei auf ein oder mehrere unterschiedliche Metalle eine oder mehrere unterschiedliche flüssige oder dampfförmige Chemikalien aufgebracht werden, so daß eine chemische Reaktion ausgelöst wird, die auf der Metalloberfläche Farbigkeit ausbildet, welche gezielt eingesetzt ein Bildwerk oder Gemälde ausbildet.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzielung besonderer künstlerischer Oberflächeneffekte oder -beschaffenheiten, insbesondere bei einem Gemälde oder Bildwerk, mittels chemisch verändertem Metall. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein nach dem Verfahren hergestelltes Gemälde oder Bildwerk.
Metalle fanden in der Kunst bisher Verwendung als
  • - Blattmetall, z. B. bei der Ikonen- und Tafelmalerei oder zum Veredeln von z. B. Holzskulpturen,
  • - Skulptur selbst, z. B. Bronze- und Stahlskulptur.
Blattmetalle und Skulpturen solcher Art sind selten bis gar nicht bemalt, da Farbaufträge schlecht auf der Metalloberfläche haften, stumpf wirken und den Glanz des Metalls beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das es gestattet auf Metalloberflächen Farbigkeit und plastische Motive auszubilden, ohne durch Farbauftrag den Glanz zu beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird gemäß Patentanspruch 1 gelöst durch die folgenden Schritte: Auf ein oder mehrere unterschiedliche Metalle werden eine oder mehrere untersch­ iedliche flüssige oder dampfförmige Chemikalien aufgebracht, so daß eine chemische Reaktion ausgelöst wird, die auf der Metalloberfläche Farbigkeit ausbildet.
Durch gezieltes Einsetzen der Chemikalien lassen sich Motive und somit Gemälde oder Bildwerke ausbilden.
Für das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich Metallbleche, -platten bewegter oder flacher Art, Massiv- und Hohlkörper und Metallfolien vorzugsweise auf einen Träger gebracht.
Die Genannten können von gleicher oder unterschiedlicher Metallart sein.
Auf die von Fett, Staub und Schmutz gereinigte Metalloberfläche werden eine oder mehrere unterschiedliche Chemikalien aufgetragen. Durch mehrfaches Aufbringen oder/und höhere Konzentration der Chemikalien lassen sich stärkere oder/und andere Farbigkeiten ausbilden und somit die Modulation des Bildwerkes ausarbeiten.
Die eingegangenen chem. Verbindungen können gegebenenfalls mit einer anderen Chemikalie wieder gelöst werden.
In einem abschließenden Arbeitsgang kann eine Deckschicht aufgebracht werden, für die vorzugsweise ein Klarlack verwendet wird, der das Bildwerk zuverlässig vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt.
Es ist jedoch möglich mit transparenten, farbigen Spirituslacken einzelne Motive oder die Fläche gesamthaft einzufärben. Die Farbstoffe dieser Lacke sind völlig körperlos. und beeinträchtigen den Glanz des Metalles kaum. Modulationen können damit nicht gemacht werden, außerdem wirken sie oft zu grell und giftig.
Sie verfälschen auf unangenehme Weise die Farbigkeit die chemisch ausgebildet wurde. Vorteilhaft ist es nach diesem Arbeitsschritt eine schützende Deckschicht aus Klarlack aufzutragen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme der Abbildungen einiger nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bereits hergestellter Bildwerke ersichtlich.
Es zeigen:
Fig. 1-4 jeweils Blattsilber auf einen Träger gebracht und mit in Wasser gelöstem Kaliumpolysulfid erfindungsgemäß bearbeitet.
Die Kaliumpolysulfidlösung bewirkt eine Umwandlung des Silbers in Silbersulfid, das als hauchdünne Schicht verschiedene Verfärbungsstadien des Silbers zeigt, von zartgoldigen Tönen über rötliche Nuancen bis zu einem fast schwarzen Stahlblau.
Fig. 1 zeigt 4 Blattsilberblätter (2) auf einen Träger (1) gebracht.
In diesem Falle wäre es auch möglich, statt des Blattsilbers eine durchgehende Silberplatte zu verwenden.
Nach der erfindungsgemäßen Vorgehensweise wurde stark mit Wasser verdünntes Kaliumpolysulfid aufgetragen, um die hellsten, goldigen Töne (3) auszubilden. Bis die chemische Reaktion abgeschlossen ist vergehen etwa 2 Stunden, erst dann kann das Ergebnis beurteilt und weitergearbeitet werden. Vorzugsweise mit etwas höher konzentrierter Kaliumpolysulfidlösung, um dunklere, in diesem Falle rötliche Töne (4) auszubilden.
Ist auch nach diesem Arbeitsschritt die chemische Reaktion abgeschlossen, empfielt es sich für schwarz-blaue Töne (5) sehr stark konzentrierte Kaliumpolysulfidlösung zu verwenden.
Weitere Bearbeitung des Bildwerkes lässt sich jedoch auch mit mehrmaligem Auftragen der gleichen Lösung des Kaliumpolysulfids bewerkstelligen.
Vorteilhaft ist es, die verschiedenen konzentrierten Kaliumpolysulfidlösungen vor ihrer Anwendung auf dem Bildwerk auf ihre Reaktion und somit Farbstärke zu testen und gegebenenfalls zu verändern.
Fig. 2 zeigt Blattsilber (2) dem Motiv entsprechend zugeschnitten auf einem Träger (1) hier Papyros. Es wurde erfindungsgemäß weiterverfahren, wie unter Fig. 1 beschrieben.
  • 1. Arbeitsschritt mit niedrig konzentrierter Kaliumpolysulfldlösung.
  • 2. Arbeitsschritt mit etwas höher konzetrierter und 3. Arbeitsschritt mit stark konzentrierter Kaliumpolysulfidlösung.
Fig. 3 zeigt ebenfalls Blattsilber (2), dem Motiv entsprechend zugeschnitten auf einem Träger (1) Papyros und erfindungsgemäß weiterbearbeitet.
Die Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt sich hier in einer Farbschicht (6), hier Pastellkreide, die nach der erfindungsgemäßen Vorgehensweise aufgetragen ist und sich dadurch auszeichnet, daß sie das Motiv in seiner Aussagekraft unterstützt.
Fig. 4 zeigt Blattsilberblätter (2) nebeneinander auf einem Träger (1).
In diesem Falle wäre es möglich statt des Blattsilbers eine durchgehende Silberplatte zu verwenden.
Fig. 4 zeichnet sich dadurch aus, daß hochkonzentrierte Kaliumpolysulfidlösung gesamthaft mittels eines Schwammes auf die Silberoberfläche aufgebracht wurde erkennbar an der Streifigkeit des Bildwerkes.
Nach Abschluß der chemischen Reaktion wurde das Motiv mittels einer Cyannatriumlösung herausgearbeitet. Diese Cyannatriumlösung löst die Silberverbindung auf und das darunter befindliche nicht mit der Kaliumpolysulfidlösung in Verbindung gegangene Silber (7) kommt zum Vorschein.

Claims (8)

1. Verfahren zur Erzielung besonderer künstlerischer Oberflächeneffekte oder -beschaffenheiten, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein oder mehrere unterschiedliche Metalle (2) eine oder mehrere unterschiedliche flüssige oder dampfförmige Chemikalie aufgebracht werden, so daß eine chemische Reaktion ausgelöst wird, die auf der Metall­ oberfläche Farbigkeit (3; 3, 4, 5) ausbildet, welche gezielt eingesetzt ein Bildwerk oder Gemälde (Fig. 1; Fig. 1-4) ausbildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich Metallbleche, -platten bewegter oder flacher Art, Massiv- und Hohlkörper aus Metall sowie Metallfolien für das Verfahren eignen.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch mehrfaches Aufbringen und/oder höhere Konzentration der Chemikalien andere und/oder stärkere Farbigkeiten (4; 4, 5) ausgebildet werden und durch gezielten Einsatz die Ausbildung eines modulierten und somit plastischen Motivs (Fig. 1; Fig. 1-4) ermöglichen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die, durch die aufgetragenen Chemikalien hervorgerufene Reaktion gegebenfalls durch andere Chemikalien wieder aufgehoben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß in einem anschließenden Arbeitsgang eine Deckschicht aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Deckschicht ein oder mehrere unterschiedliche transparente, farbige Lacke ganz oder teilweise auf die Metalloberfläche aufgebracht werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß in einem abschließenden Arbeitsgang eine Deckschicht aufgebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß für diese Deckschicht ein Klarlack verwendet wird, der das Bildwerk zuverlässig vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt.
DE2000164091 2000-12-21 2000-12-21 Verfahren zur Herstellung von Bildwerken Ceased DE10064091A1 (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE337197C (de) * 1919-12-06 1921-05-26 Josef Rieder Verfahren zur Herstellung von AEtz- und Faerbungsmustern auf Metallflaechen
DE1927297A1 (de) * 1968-05-31 1969-12-04 Allegheny Ludlum Steel Verfahren zur Herstellung dauerhafter kontrastierender,farbiger Muster auf Metall
DE3820444A1 (de) * 1987-06-23 1989-01-05 Glaverbel Dekorationsspiegel und verfahren zu seiner herstellung
JPH02145400A (ja) * 1988-11-29 1990-06-04 Takeda Kinshiten:Kk 金銀装飾体及びその製造方法

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Non-Patent Citations (1)

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Title
Heinz Hilpke, Handbuch der Graveure, Zieseleure und Gürtler, Rühle-Diebener-Verlag Stuttgart, 1979, S. 207-212 *

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