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CH313614A - Verfahren zur Herstellung einer Giessform für Metallguss - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Giessform für Metallguss

Info

Publication number
CH313614A
CH313614A CH313614DA CH313614A CH 313614 A CH313614 A CH 313614A CH 313614D A CH313614D A CH 313614DA CH 313614 A CH313614 A CH 313614A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
mold
casting
alcohol
entire surface
casting mold
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Shaw Noel
Original Assignee
Sulzer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer Ag filed Critical Sulzer Ag
Publication of CH313614A publication Critical patent/CH313614A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/20Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents
    • B22C1/205Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents of organic silicon or metal compounds, other organometallic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer Giessform     für        Metallgüss       Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur       Heiivtellung    einer     Giessforen    für     Metallguss     aus einem feinkörnigen     feuerfesten    Stoff     und          einem        als    \Bindemittel wirkenden organischen       Silikat,

      bei welchem der     feuerfeste    Stoff     mit     einem     niedrigmolekulgren        AIliylsilikat    und  einem mit     Wasser        verdünnten,        Gelierungsr     mittel zu einem Brei gemischt und     die    so er  haltene Formmasse zur     Giessform        geformt     wird.

   Das     Verfahren    nach der     Erfindung    ist       dad        ureh        gekennzeichnet,    dass nach dem Er  starren 'der     Formnasse    der beider Hydrolyse       des    Bindemittels     entstehende        und    aus der  ganzen Oberfläche der Form verdampfende  Alkohol entzündet     wird.    Zu     diesem    Zweck       wird    die Form während des     Verbrennens        des     Alkohols     voxtellhaft    so.

       gelagert,    dass Luft  entlang der ganzen     Formoberfläche    zirkulie  ren kann, derart, dass     eine        gleichmässige    Ver  brennung     des    Alkohols über die     ganze    Form  oberfläche     stattfindet.     



  Es ist bekannt,     feuerfeste    Formen für       Metallguss    so     herzustellen,    dass     ein        feinkörni-          ger        feuerfester    Stoff     mit        einem    organischen  Silikat     und    einer zur     Hydrolyse        desselben          ausreichenden        Menge        Wasser        zusammen    mit  einem sauren oder     basischen        Gelierungsbe-     

       schleuniger        zu    einem Brei gemischt und die  so     erhaltene        Formmasse    zur     Giessform    ge  formt wird., worauf     unter    Hydrolyse und     Ge-          lierung        des        Silikats    die Formmasse     erstarren          gelassen    wird.

      Zu     diesem    Zweck sind     verschiedene    orga  nische     Silikate        verwendet    worden, in den       meisten        Fällen        jedoch        Ortho-Äthylsilikat.    Vor  liegende     Erfindung    wird     nachstehend        im        Zu-          sammenhang    mit der     Verwendung    von     Ortho-          Äthylsi#likat    näher     erläutert.    Essei aber     

  festge     halten,     :dass        dasVeràhren    nach     derErfindung     nicht auf die     Verwendung    von     0rtho-Äthyl-          silikat        beschränkt        ist,    sondern     vielmehr    unter       Verwendung        irgendeines.        Alkylsilikates    durch  geführt werden     kann,    welches bei der Hydro  lyse     Alkohol        auscheidet,

      der     genügend        flüeh-          tig        ist,    um nach     Entzündung    zu verbrennen.  Solche     Silikate        sind        nachstehend    mit      nIedrig-          moleku        lare        Alkylsüikate     bezeichnet.  



  Ferner sind     bereits        verschiedene        feuer-          feste    - Stoffe     vorgeschlagen    worden, z. B.  Quarz,     Tonerde,        Zirkon,

          Zirkonoxyd    und  ähnliche feuerfeste     Oxyde    und     Silikate.    Die       Auswahl.    eines     bestimmten        feuerfesten    Stoffes  -wird     beeinflusst        durch    die Höhe der Giess  temperatur des zu     vergiessenden        Metalls.     



  Bei der     Durchführung        des    oben aufge  führten     bekannten.        Herstelhungvzrfahrens          wurde        .es        als    nötig erachtet, nach dem     Erstar-          ren        :

  der    Formmasse und     dem        Entfernen        de,#     zur     Formgebung        benötigten        Modellen    die  Form einer längeren     Trocknungabehandlimg     und hierauf     sorgfälü:

  g    mit     allmählich    steigen  der Temperatur     einer        Wärmebehandlung        ziz          unterwerfen,    weil     @allgemein,        allgenommen     wurde,

       d'ass    die     Entfernung        des    bei der Hy-           droly    se des     Bindemittels    entstehenden     Alko-          hols    und     des        Wasserdampf    feg     Risse    oder eine       unzulässige    Formänderung der Giessform ver  ursacht, sofern diese nicht sorgfältig ge  trocknet und.

   gebrannt     wird.    Ein     solches    Vor  gehen ist zeitraubend     und        erfordert        Troek-          nungsgestelle    von beträchtlichen     Abmessun-          gen,    während der zur Verfügung     stehende          Ofenraum    infolge d :er langen     Brenndauer    für  längere Zeit belegt     ist    und nicht für andere  Zwecke verwendet werden kann.

   Ferner       wurde    gefunden, dass     dieses        Verfahren    trotz  sorgfältigster     Durchführung    in     vielen    Fällen  Risse     in    der     Giessform    und     unzulässige    Defor  mationen :derselben     zur    Folge hat.  



  Vorliegende     Erfindüng    ermöglicht,     diese          Nachteile        auszuschalten.    Es     wurde        erkannt,     dass     oben:

  genannte    Schwierigkeiten nicht auf  treten,     wenn,der        aus    der Form verdampfende       Alköhol    nach Erstarren der     Formmasse    und  nach dem Entfernen der Form aus     dem    Mo  dell     entzündet    wird,     und.    wenn die Giessform       hierbei    so     gelagert    wird, zum     Beispiel    in  einem offenen     Gestell    aus     Drahtgeflecht,    dass  Luft frei     :

  entlang    der     ganzen        Formoberfläche          zirkulieren    kann. Letzteres ermöglicht     eine          gleichmässige        Verbrennung        des        Alkohols    über  die     ganze        Formoberfläche.     



  Die     Entzündung    des     Alkohols        kann    auf  einfache     Weise    so     erfolgen,    d ass     die    ganze  Oberfläche mit     Eixitchluss    der innern Teile  mit einer Flamme     bestachen    wird,

   worauf  der     Alkohol    von     selbst        weiterverbrenut.'    Nach       abgesehlosssener    Verbrennung des     Alkohols     kann die Giessform     zusammengebaut        und    un  mittelbar anschliessend     das        flüssige    Metall  eingegossen werden, In einigen     Fällen,    insbe  sondere bei     Gussstüeken    mit geringen Wand  stärken,     ist        es    zweckmässig, die     Giessform,    in  einem geeigneten Ofen,

   zum     Beispiel    in einem       Muffelofen,    weiter zu     erhitzen.    Die höhere       Temperatur    der     Giessform.    bewirkt in     diesem     Fall, dass das     Metall.    in     kleinste        Formhohl-          räume    einwandfrei     ausläuft.    Die Giessform       kann        unmittelbar    nach     Entzünden    des Alko  hols in, den Ofen verbracht     werden.     



  Bei der     Durchführung    des     Verfahrens     nach :der     Erfindung    wird der     feuerfeiste    Stoff-    zweckmässig     zum        Beispiel        mit        Äthylsilikat     und einer mit     Wasser        verdünnten        Säure,        zum          Beispiel    mit     Salzsäure,    zu einem Brei ge  mischt und durch Abgiessen in geeignete       formgebende-Behälter    geformt.

   Nach Erstar  ren der Formmasse unter     Gelierung    wird die       Form    auf ein     geeignetes        Gestell    aus Draht  gefleeht verbracht, worauf der während der  Hydrolyse     des        Äthylsi!likats    entstehende Al  kohol entzündet wird. Bei     kleineren    Formen  kann dem     Alkohol        unmittelbar    oder nach we  nigen Minuten entzündet werden; bei grösse  ren Formen empfiehlt sich     unter        Umständen          eine    Wartezeit bis zu einigen Stunden.

   Die  Verbrennung     des        Alkohols    erfolgt vorteilhaft       unter    einer     Absaughaube        zwecks        Entfernung     der     Verbrennungsprodukte.     



  Nach dem Verfahren     hergestellte    Giessfor  men zeichnen sieh durch eine besonders vor  teilhafte     spezifische        Struktur    aus, mit deren  Hilfe     :die        Gussqualität        entcheidend    verbessert  werden kann.

   Die     Struktur    zeichnet sieh     da-          durch        aus,-    dass das mit dem     Alkoholverlust          zusammenhängend.eSehwinden    keine     nachteili-          gen    Veränderungen der     äussern    Masse, son  dern das     Entstehen    von     innern        'Lffi*krorissen     verursacht.

   Eine solche     Struktur        ergibt    eine       beträchtliche        Porosität,    welche     die        Anordnung     spezieller Luftkanäle     überflüssig        macht.     Schliesslich ist die     Giessform    in besonderem  Masse gegen rasche     Temperaturänderungen          widerstandsfähig.    Die nach dem Verfahren       hergestellten        Giessformen    eignen sich zum  Vergiessen der     verschiedenartigsten    Metalle  und     Legierungen,

          insbesondere    auch für  hochschmelzende     Stahllegierungen.  

Claims (1)

  1. - PATENTANSPRUCH Verfahren zur Ilerstellung einer Giessform für Metallguss aus einem feinkörnigen feuer festen Stoff und einem. als Bindemittel wir- kenden. organischen Silikat, bei welchem der feuerfeste Stoff mit einem niedrigmalekularen Alkylsilikat und einem.
    mit Wasser verdünn ten Gelierungsmittel zu einem Brei gemischt und die so,erhaltene Formmasse zur Giessform geformt wird, ,dadurch gekennzeichnet, dass nach dien Erstarren der Formmasse der bei der Hydrolyse des Bindemittels entstehende und aus der ganzen Oberfläche der Form ver dampfende Alkohol entzündet wird.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch, gekennzeichnet, dass die Giessform während des Verbrennens des Alkohols so gelagert wird, dass Luft entlang der ganzen Formober fläche zirkulieren kann, derart, dass eine gleichmässige Verbrennung des Alkohols über die ganze Formoberfläche stattfindet.
CH313614D 1952-04-03 1953-03-26 Verfahren zur Herstellung einer Giessform für Metallguss CH313614A (de)

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