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DE98796C - - Google Patents

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Publication number
DE98796C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
etching
paste
glycerine
glycose
colored
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT98796D
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English (en)
Publication of DE98796C publication Critical patent/DE98796C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes
    • D06P5/155Locally discharging the dyes with reductants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
entwickelten Azofarben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1897 ab.
Das durch das Patent Nr. 95827 geschützte Verfahren zum Weifs- und Buntä'tzen von Paranitranilinroth durch Zinnsalz unter Zusatz von Glycerin, Acetin oder ähnlichen Körpern leidet an dem Uebelstande, dafs ein reines Weifs ohne Angreifen der Faser nicht zu erhalten ist, ferner dafs die Buntätzen einen ziemlich mäfsigen Echtheitsgrad besitzen.
Ebenso ergiebt das durch D. R. P. Nr. 94174 geschützte Verfahren zum Aetzen von Azofarben mit Rhodanzinn ein reines Weifs bei Schonung der Faser nicht. Auch stehen die auf diesem Wege erhaltenen Buntätzen den nach unserem Verfahren erzielten an Echtheit nach.
Durch unser Verfahren werden beide vorstehend besprochene Uebelstande gehoben.
Das neue Verfahren beruht auf der Beobachtung, dafs fertig gefärbtes Paranitranilinroth und andere auf der Faser direct erzeugte Azofarbstoffe durch Glykose oder andere Zuckerarten in alkalischer Lösung reducirt werden. Diese Reduction vollzieht sich besonders leicht und rasch in Gegenwart von Glycerin, welches die Reaction in hohem Mafse befördert; es spielt in diesem Falle nicht die Rolle eines Lösungsmittels.
Unser Verfahren unterscheidet sich wesentlich von dem bekannten alkalischen Aetzverfahren auf Türkischroth, bei welchem der Thonerdealizarinlack durch die starke Lauge in seine Componenten zerlegt und die Glykose nur in das Verfahren hineingezogen wird, wenn es sich um gleichzeitigen Indigoaufdruck handelt, dadurch, dafs bei dem neuen Verfahren der Farbstoff auf der Faser eine alkalische Reduction erleidet.
Die von uns bisher benutzte Arbeitsweise ist folgende:
Der gebleichte, beispielsweise für Roth mit ß-Naphtolnatrium imprägnirte, getrocknete Stoff wird durch Diazoparanitranilin gezogen, gewaschen, eventuell geseift, getrocknet, ein- oder zweiseitig mit Glykose oder anderen Zuckerarten imprägnirt, wieder getrocknet und dann bedruckt, für Aetzweifs mit einer stark alkalischen Aetzfarbe, welche aufser Glykose und Glycerin ein Verdickungsmittel, wie Gummi, gebrannte Stärke oder Traganth, enthält. Nach dem Drucken und Trocknen wird kurze Zeit gedämpft, gesäuert, gut gewaschen und geseift.
Bei dem beschriebenen Verfahren zum Aetzen von Paranitranilinroth kann man, anstatt Glycerin, Glykose und Natronlauge aufzudrucken, die Arbeitsweise so abändern, dafs man das Glycerin direct der Glykosemischung beimischt, mit welcher die Waare vor dem Druck imprägnirt wird.
Beim Aufdruck ganz stark zuckerhaltiger Farben, wie das beim Perrotinendruck, mithin bei einer Druckweise, die viel Farbe aufzudrucken erlaubt, möglich ist, kann das vorherige Zuckern des Stoffes wegfallen.
Durch gleichzeitigen Aufdruck von Indigo, Bleioxydnatron, einem Gemisch beider und einem Dampfanilinschwarz erhält man, wenn
(2. Auflage, ausgegeben am ig. August i8g8.)
nach dem Seifen noch chromirt wird, direct ohne irgend welche Corrosion der Faser und in ganz echter Weise: Weifs, Blau, Gelb, Grün und Schwarz.
Beispiele:
Aetzweifs.
800 bis 1000 g hellgebrannte Stärke, 2 1 Glycerin,
1200 g Gummilösung Y1, 5300 ecm Natronlauge von 500 B., 1Y2 1 Glykose von 300B.
Aetzgelb.
4Va kS Bleipaste,
4 kg Aetzweifs.
Aetzblau, dunkel. 9 kg Paste für Aetzblau, 3 kg Indigopaste.
Aetzblau, hell. 14 kg Paste für Aetzblau, ι kg Indigopaste.
Aetzgrün.
7 1 Aetzgelb für Grün, ι 1 Aetzblau, dunkel.
Bleipaste.
2 kg Bleioxyd,
ι 1 Glycerin,
3 1 Natronlauge von 500B.
Paste für Aetzblau. 500 g hellgebrannte Stärke, ! 1 Wasser,
ι 1 Glycerin,
Y2 1 Gummilösung Y1,
2Y2 1 Natronlauge von 500B.
Indigopaste.
2Y2 kg Indigo in Pulver,
3Y2 1 Natronlauge von 360B.
Aetzgelb für Grün.
4Y2 kg Bleipaste,
4 kg Paste für Aetzgrün.
Paste-für Aetzgrün. 300 g hellgebrannte Stärke, ι 1 Wasser,
ι 1 Glycerin,
Y2 1 Gummilösung Y1, 2Y2 1 Natronlauge von 500 B.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung bei dem Weifs- und Buntätzen von fertig gefärbtem Paranitranilinroth und ähnlichen auf der Faser direct erzeugten Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Farbstoffe mit einer alkalischen Lösung unter Zuhülfenahme von Glykose oder einer anderen Zuckerart, vorzugsweise .in Gegenwart von Glycerin reducirt werden.
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