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Kühlkörper Gegenstand der Erfindung ist ein Kühlkörper, der mit einem
Kälteträger, z. B. mit Sole, gefüllt ist.
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Es ist an sich schon vorgeschlagen worden, Kühlpatronen. der angegebenen
Art an Stelle von Stangeneis zur Beschickung von Kühlschränken oder für dergleichen
andere Kühlzwecke zu verwenden, weil solche Patronen sehr viel bequemer zu handhaben
sind- und eine schmelzwasserfreie Trockenkühlung ermöglichen. Kühlpatronen der vorliegenden
Art lassen sich jedenfalls auch in sehr vielen anderen Fällen mit großem Vorteil
gebrauchen, in denen man sonst von vornherein, auf die Anwendung von Stangeneis
mit aus den, angegebenen Gründen generell verzichten muß. Dies trifft vor allem
auch dort zu, wo es sich um Kühlanordnungen transportabler Art handelt, bei denen
man auch auf möglichst geringes Gewicht Wert legen muß und bei denen es geradezu
ausschlaggebend ist, daß man nicht noch ein Gefäß zum Auffangen des Schmelzwassers,
mitführen muß. Demgegenüber kann aber die eine Trockenhaltung bzw. Trockenkühlung
ermöglichende Kühlpatrone sogar geradezu mitten zwischen die kühlenden Gegenstände
gepackt werden, ohne diese irgendwie zu beeinträchtigen, was sich nicht nur wirtschaftlichkeitssteigernd
auswirkt, sondern auch ganz neue Möglichkeiten der Kühlungsanwendung erschließt.
Auch für einen Kundendienst würde eine Kühlpatrone brauchbarer Art aus naheliegenden
Gründen gegenüber dem bisher immer noch bestehenden Eisgeschäft einen ganz außerordentlichen
Fortschritt bedeuten.
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Trotz der angeführten Vorzüge hat sich die Kühlpatrone nach vergeblichen
Versuchen nachweisbar bisher in der Praxis nicht durchsetzen
können,
weil die bekannten Kühlpatronen einem Dauerbetrieb nicht standzuhalten vermochten,
wie er aus Wirtschaftlichkeitsgründen unerläßlich ist. Die Kühlpatronen müssen nämlich
zu diesem Zweck immer wieder neu gekühlt werden, wobei sie im Verlauf ihres Gebrauchs
ganz erheblichen Temperaturdifferenzen ausgesetzt sind, wenn man bedenkt, d aß sie
sich im Sommer bis zur Raumtemperatur von ao his 30° C erwärmen und anschließend
im Kältebad mindestens wieder auf ebensoviele Kältegrade gebracht werden,. Hierbei
ist man ebenfalls wieder aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bestrebt, die Kältegrade
je nach Verwendung der Kühlpatrone sogar auf den doppelten Wert oder noch tiefer
zu drücken. Hierzu ist es aber dienlich und je nachdem sogar erforderlich, daß für
das Kühlmittel eine besonders gute Spezialsole Verwendung findet.
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Solche Kühlsolen haben nun die Eigenschaft, daß von den Molekülen
des in ihr in Lösung befindlichen chemischen Stoffes sich einige, wenrn auch nur
in Spuren, in ihre Atome zerlegen, eine Erscheinung, die vor .allem bei den hier
in Betracht kommenden hochwertigen Salzlösungen um so leichter auftritt. Die so
frei werdenden Atome besitzen dann in der Regel noch: unterschiedliche elektrische
Ladungen, welche elektrolytische Vorgänge zur Folge haben können, und zwar insbesondere
bei Vorhandensein: eines metallischen Leiters, der dabei als Elektrode wirksam werden
kann. Diese Vorgänge, die über kurz oder lang zur Korrosion des betreffenden Leiters
führen, scheinen in um so stärkerem Maße und, um so rascher aufzutreten, je größeren
Temperaturdifferenzen die betreffende Solelösung ausgesetzt ist, wobei vor allem
auch die relative Höhe der Temperatur eine Rolle spielt. Jedenfalls darf man annehmen,
daß dergleichen elektrische Vorgänge die Ursache dafür sind, daß bisher sämtliche
Kühlpatronen einem vorzeitigen Verschleiß unterlagen.
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Demgegenüber ist es nunmehr Zweck und Aufgabe der Erfindung, diesen
Mangel in grundsätzlicher Weise zu beheben. Dieser Erfolg wird der vorgetragenen
Erkenntnis entsprechend erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß beim neuen Kühlkörper
dafür Sorge getragen ist, @daß sich innerhalb des Kühlmittels mögliche Dissoz .iationserscheinungen
od. dgl. nicht mehr im Sinne der Entstehung von wahrscheinlich, wie angegeben, :auf
elektrolytische Vorgänge zurückzuführender Korrosion auf den: Kühlkörper auswirken
können. Um dieser Aufgabe zu entsprechen, wird der Kühlkörper unter bewußter Vermeidung
jeder für ihn bestehenden Möglichkeit einer Stromführung aus einem chemisch inaktiven,
säurefestem Nichtleitermaberial, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff,
hergestellt. Es hat sich nämlich gezeigt, daß aus solchem Material hergestellte
Kühlkörper jetzt jedem Dauerbetrieb gewachsen sind und dabei keinerlei Verbrauchserscheinungen
mehr feststellen lassen. Das angegebene Kunststoffmaterial hat aber speziell für
den vorliegenden. Zweck auch sonst noch ganz hervorragende Vorzüge. Es ist nicht
nur leicht, so d.aß der Kühlkörper bei gleichem Gewicht eine größere Menge an Kühlmittel
enthalten kann, sondern es wirkt auch als schlechter Wärmeleiter, so daß der Wärme-
bzw. Kälteaustausch möglichst langsam vor sich geht, was bei vorhandenen, möglichst
großen Temperaturdifferenzen zwischen dem Außen- und dem Innenraum des Kühlkörpers
sehr wesentlich ist. Auch der Ausdehnungskoeffizient dieses Materials, das zudem
noch mit hervorragend kältefester Eigenschaft hergestellt werden kann, liegt dabei
günstig. Hinzu kommt schließlich noch die leichte thermoplastische Verschließbarkeit
des angegebenen Materials, die es ermöglicht, auf einfachste Weise lediglich durch
Erwärmung einen völlig homogenen Verschluß der Einführungsöffnung des Körpers zu
erzielen..
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An Hand der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der
Erfindung unter Erläuterung weiterer Erfindungsmerkmale noch näher beschrieben.
Es zeigt Fig. i und 2 einen Kühlkörper der neuen Art schaubildlich und in einem
Vertikalschnitt dargestellt.
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Dieser Körper i besteht aus Kunststoffmaterial vorzugsweise thermoplastischer
Art, hergestellt auf der Basis eines Polyplasten. Dieser Körper hat zweckmäßigerweise,
wie an sich bekannt, zylindrische Form mit einwärts gewölbtem Boden 2. und Deckel
3. Dieser Deckel 3 ist zusätzlich noch mit einer Querrippe q. versehen, in
welcher sich als Greiferglied ein Loch 5 befindet, mittels dessen der Körper i mit
einem Haken od. dgl. gehalten und getragen werden kann. In, Innern des Körpers i
befindet sich als Kälteträger eine hochwertige Spezialsole 6. Nach dem Einfüllen
dieser Sole, und zwar in einer Menge, daß mindestens 1/11 des Innenraumes des Körpers
i frei bleibt, wird der Verschlußdeckel 7, welcher aus dem gleichen thermoplastischen
Material besteht, aufgelegt und dann die homogene Verschweißung dieses Deckels längs
der Kante B. mit dem übrigen Körper durch entsprechende Wärmezufuhr vorgenommen,
so daß ein nahtlos geschlossener Hohlkörper entsteht, in dem die Sole als Kälteträger
eingekapselt ist.
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Der in den Figuren dargestellte Kühlkörper hat eine Festform. Es entspricht
der Erfindung aber auch, wenn er mit einern nachgebenden Folienmantel hergestellt
ist, so daß er beispielsweise die Form eines Beutels, eines Kissens. oder eines
anderen Hohlkörpers . entsprechend nachgebender Art vorzugsweise in flacher Gestalt
annehmen kann, um ihm so z. B. möglichst raumsparend in einem Behälter als Wandungsauskleidung,
in: eine Tasche üsw. auswechselbar eingeben oder um ein Kühlobjekt herumlegen zu
können. Als Material für die Folie wird man dabei e-in solches wählen, das auch
bei tieferen Kältegraden noch elastisch bleibt. Ferner wird man, in diesem Fall
die Kühlung der Sole zweckmäßig nur so weit tief vornehmen, daß sie noch nicht erstarrt,
um die Geschmeidigkeit des so geschaffenen Kühlmantels ebenfalls nicht zu beeinträchtigen.
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Es kommt ferner in Betracht, die Kühlkörper der angegebenen Art noch
zusätzlich mit einer lösbaren
Isolierhülle aus schlecht wärmeleitendem
Stoff zu umgeben, um auf diese Weise die Abkühlung noch langsamer und gleichmäßiger
herbeizuführen. Diese Hülle kann dann zugleich auch als unmittelbarer Berührungsschutz
dienen.