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Kurzschlußkolben Bei Messungen :an koaxialen Nabeln und Hohlrohrleitungen
im Gebiet sehr kürzer Wellen @ Meter-, Dezimeter- und Zentimeterwellen) ergibt sich
die Notwendigkeit, an definierter Stelle einen exakten Kurzschluß herzustellen,
der insbesondere verschiebbar sein soll. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt,
einen Kurzschlußkolben zu schaffen, mit dem es möglich wird, einen exaktvn Kurzschluß
an einer vorgegebenen Stelle reproduzierbar herzus=tellen.
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Der Kurzschlußkalben für koaziale und Hohlrohrleitungen gemäß der
Erfindung ist .dadurch gekennzeichnet, daß er verstellbare konische bzw. keilförmige
Teile aufweist, mit deren Hilfe er an die Wandung des oder der Leiter angepreßt
werden k arm, und daß sich die Kontaktstellen der konischen _bzw. keilförmigen
Teile an der Stirnseite des Kolbens befinden, derart, daß eine mixt dem :oder den
Kabelleitern fest verkeilte, in i wesentlichen ebene Kurzs.chluhfläche hergestellt
werden kann.
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In den Fig. i biss 7 sind Ausführungsformen von Kurzschlußkolben ,gemäß
der Erfindung dargestellt, an Hand deren weitere Einzelheiten der Erfindung erläutert
werden. Die Fig. i zeigt beispielsweise einen Kurzschlußkolben für eine koaxiale
Leitung mit dem Innenleiter i und dem Auhenleiter z. Bei dieser Ausführungsform
ist für die Verkeilung ues Kolbens 3 mit dem Innenleiter -ein geschlitzter Ile#mmlzo#nus
.1 vorgesehen, während für de Verbindung der Stirnfläche 3' des Kolbens mit dem
Außenleiter a eine Schelle 5 vorgesehen ist, die den geschlitzten Außeail,eiter
an der Stirnfläche des
Kolbens festklemmt. Auf diese Weise wird
ein exakter Kurzschluß an @definiierter Stelle sichergestellt. Der Antrieb des Klemmkonus
verfolgt über die Rohrstange 6, rdie über @deim Innenleiber angeordnet ist und an
ihrem verbreiterten Endre 7 im Kolben 3 verschnra;ubbar ist. Bei Rechtsdrehung :dieser
Rohrstange, z. B: @mittels :eines Handgriffes 8, wird -die Stange in :dien Kurzschlußkolben
hineinbewegt und drückt den Klexnmkon@us fest an den Innenleiter an. Bei rentgegengesetzter
Drehung wird er Konus durch Nasen ad. dgl. 9; die z. B. über einen am Konus angeordneten
Flansch greifen., aus dem Kolben wieder herausgezogen.
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Besonders vorteilhaft wird bei koaxialen Leitungen rdie Anordnung
so ausgebildet, daß durch einen Klemmkonus :od. dgl. gleichzeitig die Verbindung
der Kurzschlußfläche :des Kolbens. mixe dem Außenleiber und dem Innenleiter erfolgt.
Ein Beispiel hierfür ist in rder Fig.2 idargestellt. Der Klelmmkonus und seine Führung
sind im wesentlichen. ebenso rausgebildet wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
i und in der Figur mit den gleichen Bezeichnungen versrohen. Der Kurzschlußkalben
3 isst jedoch geschlitzt, derart, :daß beim Anziehen :des Konus ;gleichzeitig die
durch die Schltzung entstandenen Segmente dies Kolbens gegen den Außenleiber geklemmt
werden. Die Segmente des Kolbens müssen dabei selbstverständlich federnd ausgebildet
sein. In der Darstellung ist diesies :dadurch rerreicht, daß die Kolbenwandung etwa
in der Mitte des Kolbens sehr dünn gehalten ist. Die Schlitze, z. B. acht Schlitze,
reichen dann bis zu rdiesexri Teil herab.
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Einen Spezialkolben, :der vorzugsweise für Koaxialkabel mit dickem
Innenleiter geeignet ist, zeigt Flg. 3. Der einmal geschlitzte Außenleiter 2 wird
mittels der Schelle 5 zusammengepreßt und klemmt gleichzeitig den mehrfach geschlitzten
Kolben 3 zwischen Außenleiter 2 und Innemsleiter i fest, wodurch san der Stirnfläche
3' ein ,exakter Kurzschluß zwischen Innen- rund Außenleiber entsteht. Eine Eindrehung
31 im Kurzschlußkolben sorgt für eine genügende Beweglichkeit edier einzelnen Segmente.
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Bei Hohlrohrleitern kann man ebenfalls einen geschlitzten Kolben anwenden,
etwa in der Art, wie es die Fig. 2 zeigt. Der Klemmkonus isst dann jedoch voll auszubilden,
da der Innenleiter wegfällt, und ist nicht :geschlitzt. Besser ist es jedoch, einen
geschlitzten kanis.chen Klemmring io zu Herstellung reines definierten Kontaktes
der Kolbenstirnflache mit der Hohlrohrleitung zu verwenden, wie res beispielsweise
die Anordnung nach Fig. 4 zeigt. In dieser Figur ist die Hohlrohrleitung selbst
nichtdargestellt, sondern Lediglich die Kolbenanordnung. Der konische Klemmring
i o, der vielfach geschlitzt ist, wird bei dieser Ausführungsform durch eine Druckplatte
i i angepreßt. Bieispielsweise kann man zu :diesem Zweck ein ko@axiiales Rohrsystem
12, 13 verwenden. Das Rohr i 3 ist in dem. Druckkolben 3 einschraubbar und liegt
dabei mit einem Ansiatz gegen die Druckplatte, ;auf diese Weise den konischen Klemmring
anpressend. Über Stifte 14, rdie durch Öffnungen in :der Druckplatte hindurchragen,
steht das Rohr 12 mit dem Kolben in Verbindung und kann zur Kolbenverschiebung benützt
wenden. Die Stifte 14 sichern -dabei gleichzei!tig die Lage der Druckplatte i i.
Dias Rohr 12 kann mit reiner Ablesevorrichtung ausgerüstet werden, beispielsweise
derart; daßr eine Markierung an 12 die Stellung des Kolbens im Hohlrohr an einer
mit der Hohlrohrleitung verbundenen Skala abzulesen ;gestattet.
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Besonderer Wert ist darauf zu legen, daß die konischen bzw. keilförmigen
Teile längs dies ganzen Umfanges mit gleichmäßigem Kontaktdruck anliegen. Bei Anwendung
eines konischen Klemmringes kann Man dabei so vorgehen, daß mehrere Druckplatten
vorgesehen sind, die stufenförmig mit zum konischen Klemmring zunehmender Unterteilung
hintereinander angeordnet sind, derart, daß sich ein gleichmäßiger Kontaktdruck
:ergibt. So zeigt beispielsweise die Fig. 5 eine Anordnung, bei der der Konusring
i o in mehrere, z, B. acht Segmente ;aufgeteilt ist, die durch ein System von Blattfedern
15 sternförmig an einem Ring 16 b -halben werden. Auf jedes Segment drückt,das Ende
eines von vier Druckhebeln 17, dir- wiederum durch Blattfedern 18 zentrisch
an einem Ring 19 gehalten werden. Auf je zwei dieser Druckhebel drücken wiederum
die Druckheb@el2o, dir- über die Blattfedern 21 am Ring 22 befestigt sind. Die Ringe
16, i 9 !und 22 sind ;gegen Verdrehung durch Nasen gesichert, die in ,den Führungsschlitz
des Bolzens 23 ein;grefen und dadurch gegen Verdrehung gesichert sind. Der Bolzen
23 isst mit der Kurzschlußplatte 3 und dem Führungsrohr 12 fest verbunden. In dem
Führungsschlitz rdes Bolzens 23 gleitet der abschließende Druckhebel 24, der auf
dir- Hebel 2o drückt, -sobald die Druckspindel 13 durch Verschralubung im Führungsbolz
n 23 angezogen wird. Dann verteilt sich ,der Anpreßdruck der Klemmspindel 13 genlau
gleichmäßig auf die Segmente i o, dir- so zwischen Kurzschlußplatte 3 und Hohlrohr
2 fest verkeilt werden. Die Unterteilung des Konusringes im Ausführungsbeispiel
in acht Segmente kann sinngemäß Bauch in ein andrer- Anzahl, z. B.
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12, 16, 24 -u, a., vorgenommen werden, die .dann eine rentspre-chendie
,andere Unterteilung der Druckhebelsyste!m@eerfordert.
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In oder Fig.6 ist reine andere Ausführungsform dargestellt, die bei
geringem Aufwand ebenfalls einen verhältnismäßig gleächmäßigen Kontaktdruck durch
relastischen Ausgleich längs -des ganzen Umfanges ermöglidht. Der konische Klemmring
io kann in der gleichen Weise ausgebildet sein wie bei -dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 5; einfacher isst jedoch die Konstruktion nach Fig.6, in der der Konusring
io in einzelne Segmente aufgeteilt iisit, düe durch reinem Stahldrahtring 25 gehalten
werden. Zur übermiittlung .des Druckes auf diesen Konussriing wird hier jedoch ,eine
ssteTnförmig ausgebil#drete federnde Platte 26 benutzt, die ebenso viele Federlappen
trägt, wie der Konusring Segmente aufweist. Dir- seitliche Führung,der Segmente
übernimmt die Sternfeder 26, deren Federlappen in entsprechende Nuten der Segmente
greifen. Auf
die Federplatte 26 drückt die Druckplatte, die
aus dem Druckring 27 und dem Druckhebel 24 besteht und in gleicher Weise angetrireben
wird wie beim Kolben nach Fig. 5.
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Bei rechteckförmigen Hohlrohrleitungen kann man in genau der gleichen
Weisse vorgehen. wie bei runden Hohlrohrleitungen. Statt eines. Klemmringes verwendet
man dabei keilförmige Klemmleisten, die an allen Begrenzungskanten der Kurzschl'u.ßfläche
einen definierten Kontakt mit der Hohlrohrleitung ergeben. In Fig.7 ist bei,spielsweis.e
:eine Ausführungsform dargestellt, bei der die gleichmäßige Druckverteilung durch
zwischengeschaltete Schraubenfedern 28 erzielt wird. Der rechteckförmige Kurzs.chlußkolhen
3 wird durch die keilförmigen Klemmleisten 29, die. in einzelne Segmente unterteilt
sind, durch den Druck .auf diese Segmente fest mit dem Hohlrohr z verkeilt. Die
Klemmleisten werden durch Druck .der Klemmspindel 13 auf die Druckplatte i i über
die Schraubenfedern 28 ,gegen die Kurzschlußplatte 3 gepreßt. Die Siegmente der
Klemmleisten 29 werden dlurch Stifte 30 in der Druckplatte i i geführt.