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DE859883C - Herstellung von Salzsaeure - Google Patents

Herstellung von Salzsaeure

Info

Publication number
DE859883C
DE859883C DEL3592D DEL0003592D DE859883C DE 859883 C DE859883 C DE 859883C DE L3592 D DEL3592 D DE L3592D DE L0003592 D DEL0003592 D DE L0003592D DE 859883 C DE859883 C DE 859883C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
solution
steam
vapor
hydrogen chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL3592D
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dr Haltmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LECH CHEMIE GERSTHOFEN
Original Assignee
LECH CHEMIE GERSTHOFEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LECH CHEMIE GERSTHOFEN filed Critical LECH CHEMIE GERSTHOFEN
Priority to DEL3592D priority Critical patent/DE859883C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE859883C publication Critical patent/DE859883C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Bei den bisher bekannten-Verfahren zur Herstellung von Salzsäure durch Zusammenführung, von Chlorwasserstoffgas mit Wasser wird die frei werdende erhebliche Wärmemenge durch wärmedurchlässige Wandungen hindurch an die Außenluft oder an Kühlwasser übertragen. Als Baustoffe für' wärmedurchlässige Wandungen kommen im allgemeinen wegen der guten Wärmeleitfähigkeit nur Metalle in Frage. Im vorliegenden Fall scheiden jedoch die üblichen Gebrauchsmetalle infolge der außerordentlich starken korrodierenden. Wirkung der Salzsäure von vornherein aus. Gewisse seltene Metalle, vor allem Tantal, sind in einigen Fällen mit Erfolg angewendet worden. In größerem Maßstabe sind Nichtmetalle im Gebrauch, z. B. Steinzeug, Porzellan, Glas sowie säurefeste Kunststoffe, obwohl ihre Wärmeleitfähigkeit um eine Zehnerpotenz und mehr tiefer liegt als die der Metalle. Hinzu kommt, daß ihre Wandstärken erheblich höher gewählt werden müssen als die bei Metallwänden üblichen, was eine weitere Verringerung des Wärmedurchtritts zur Folge hat. Demgemäß müssen die wärmeaustauschenden Wandungen bei Verwendung von nichtmetallischen Baustoffen sehr große Dimensionen erhalten. -Im Gegensatz hierzu ist das Verfahren der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß mittels der frei werdenden Wärme ein Teil des Lösungswassers verdampft wird und daß der gebildete Wasserdampf als Trägermedium für dien. Abtransport der Wärme benutzt wird. Wärmedurchlässig Wandungen sind hierbei nicht erforderlich, so daß die bewährten säurefesten Bauweisen, z. B. ausgemauerte undJoder -gummierte Apparaturen aus Eisen, angewendet -werden können. Um die Ausbildung erhöhter Temperaturen zu verhindern, ist es von Vorteil, die Absorption des Chlorwasserstoffs und die Dampferzeugung aus dem Lösungswasser unter Vakuum durchzuführen. Der aus dem Lösungswasser gebildete Dampf wird. zweckmäßig mittels Kühlwasser niedergeschlagen. Der Druck in der dampfförmigen Phase kann dann gerhäß den zur Verfügung stehenden Kühlwassermengen und -temperaturen bestimmt werden, so daß nur verhältnismäßig geringe Gas- und Dampfreste frei der Kondensation übrigbleiben. Diese werden zweck: mäßig mittels Dampfstrahlsaugern aus der Apparatur entfernt.
  • Die Abbildung zeigt beispielsweise eine Apparatur zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Durch den; Stutzen( i tritt das Chlorwasserstoffgas in der Pfeilrichtung in die Gegen stromkolonne 2 ein. In derselben befindet sich die Füllung 3. Mittels, der Verteilvorrichtungq: wird das durch Leitung 5 eintretende Lösungswasser über die Füllung verteilt. Beim Herabrieseln in die Füllung 3 _ absorbiert das. Lösungswasser das aufsteigende Chlorwasserstoffgas und wird dadurch zu Salzsäure, die mittels der Pumpe 6 aus der Apparatur herausgefördert wird. Die bei der Absorption frei werdende Wärme verw andelt einen Teil des Lösungswassers in Dampf, dessen Chlorwasserstoffgehalt beim Aufsteigern in der Füllung im Stoffaustausch mit dem herabrieselnden Lösungswasser bis zu einem unbedeutenden Betrag abnimmt. Der am oberen Ende des Gegenstromapparates 2 austretende Dampf gelangt durch Leitung 7 in den Kondensator 8, wo er durch Kühlwasser, das in der Füllung 9 herabrieselt, niedergeschlagen wird. Durch die Pumpe ro wird das erwärmte Kühlwasser herausgefördert. Verbleibende Dampfreste oder mit dem Wasser und durch Undichtheiten der Apparatur eingedrungene inerte Gase werden durch die Vakuumpumpe i i, die vorteilhaft als Dampfstrahlsauger ausgeführt ist, entfernt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Salzsäure durch Zusammenführung von Chlorwasserstoffgas und Wasser im Gegenstrom, dadurch gekcnnzeichnet, daß mittels der frei. werdenden 1,'ärme ein Teil des Lösungswassers verdampft wird und daß der gebildete Wasserdampf als Trägermedium für den Abtransport der Wärme benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach. Anspruch, i, dadurch gekennzeichnet, daß die Absorption des Chlorwasserstoffgases und die Dampferzeugung aus dem Lösungswasser unter Vakuum durchgeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und a, ,dadurch gekennzeichnet, daß der- aus dem Lösungswasser gebildete Dampf mittels Kühlwasser niedergeschlagen wird. q..
  4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in der dampfförmigen Phase durch die Kondensation des aus dem Lösungswasser gebildeten Wasserdampfes inAbhängigkeit von den zurVerfügung stehenden Kühlwassermengen und -temperaturen bestimmt wird. .
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis- q., dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Kondensation übrigbleibenden Gas- und Dampfreste mittels Dampfstrahlsauger entfernt «-erden.
DEL3592D 1944-08-27 1944-08-27 Herstellung von Salzsaeure Expired DE859883C (de)

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DEL3592D DE859883C (de) 1944-08-27 1944-08-27 Herstellung von Salzsaeure

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DEL3592D DE859883C (de) 1944-08-27 1944-08-27 Herstellung von Salzsaeure

Publications (1)

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DE859883C true DE859883C (de) 1952-12-18

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ID=7256252

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DE (1) DE859883C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004147B (de) * 1953-03-14 1957-03-14 Hoechst Ag Verfahren zur Kuehlung und gegebenenfalls gleichzeitiger Reinigung chlorwasserstoffhaltiger Gase

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004147B (de) * 1953-03-14 1957-03-14 Hoechst Ag Verfahren zur Kuehlung und gegebenenfalls gleichzeitiger Reinigung chlorwasserstoffhaltiger Gase

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