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DE845106C - Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten ungesaettigter organischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten ungesaettigter organischer Verbindungen

Info

Publication number
DE845106C
DE845106C DEP13485D DEP0013485D DE845106C DE 845106 C DE845106 C DE 845106C DE P13485 D DEP13485 D DE P13485D DE P0013485 D DEP0013485 D DE P0013485D DE 845106 C DE845106 C DE 845106C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
polymerization
parts
compounds
diacetyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP13485D
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr Billig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEP13485D priority Critical patent/DE845106C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE845106C publication Critical patent/DE845106C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F4/00Polymerisation catalysts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymerization Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten ungesättigter organischer Verbindungen Es ist bekannt, die Herstellung voll Polymerisationsharzen aus polymerisationsfähigen, ungesättigten Verbindungen für sich oder in Mischung mit anderen ungesättigten Verbindungen in Gegenwart voll Katalysatoren durchzuführerj. So werden in ausgedehntem Maße peroxydische Verbindungen verwandt, wie Wasserstoffsuperoxyd, Persalze, z: B. Persulfate, ferner organische Peroxyde wie Benzoylperoxyd.
  • Es ist eine Erfahrungstatsache, daß nicht alle Katalysatoren für jede Subtanz oder jedes Substanzgemisch gleich gut anwendbar sind. Es bestehen sehr große Unterschiede in ihrer Wirksamkeit, je nach der Konstitution sowohl des Katalysators als auch der polymerisationsfähigen Verbindungen und je nach den Polymerisationsbedingungen. Es wurde nun gefunden, daß auch solche Verbindungen, die mindestens zwei Carbonylgruppen in benachbarter Stellung enthalten, geeignet sind, Polymerisationen oder Mischpolymerisationen ungesättigter organischer Verbindungen zu fördern.
  • Brauchbare Verbindungen sind beispielsweise solche, die benachbarte Aldehydgruppen, Keton= gruppen. Carboxylgruppen usw. enthalten. Dementsprechend kommen z. B. folgende Verbindungen in Frage: Glyoxal, Diacetyl, Benzil, Glyoxalsäure, Oxalsäure. Auch viele der funktionellen Derivate dieser N"erbindungen sind sehr gut brauchbar, z. B. die Bisulfitverbindungen der carbonylhaltigen Stoffe, die Derivate der Säuren, wie ihre Salze, Ester, Amide usw. Alle diese angeführten Verbindungen lassen sich auch in Mischungen miteinander anwenden.
  • Weiterhin können Zusätze schon in geringer Menge aktivierend wirken, auch solche Zusätze, welche bereits für sich die Polymerisation auszulösen imstande sind. In manchen Fällen wirkt z. B. Wasserstoffsuperoxyd in diesem Sinne; ferner die organischen Peroxyde, wie Benzoy lperoxyd, außerdem Persalze wie Persulfate und andere polymerisationsfördernde sauerstoffhaltige Verbindungen.
  • Auch scheinbar indifferente Stoffe können von wichtigem EinfluB sein, z. B. ätherartige Substanzen als Lösungsmittel, wie Ringäther, Ringacetale u. ä.
  • An polymerisationsfähigen Substanzen kommen alle in Frage, welche ungesättigte Bindungen haben und für sich oder in Mischung mit anderen ungesättigten Verbindungen zu polymerisieren vermögen. Solche Verbindungen sind z. B. die zahlreichen Vinylverbindungen, wie Vinylester, Acrylderivate, Vinylketone, Styrol. Die Anwendungsmöglichkeiten der oben gekennzeichneten Katalysatoren erstrecken sich auf alle Polymerisationsverfahren, also auf das Polymerisieren in Substanz, in Lösungs- und Verteilungsmitteln, in Form von Emulsionen.
  • Durch das neue Polymerisationsverfahren sind die bisherigen Möglichkeiten der Polymerisationen von ungesättigten organischen Verbindungen und ihren Mischungen in ausgedehnter Weise erweitert worden, so daß ein großer technischer Fortschritt vorliegt. Beispiele i. Acrylsäureamid bleibt in Lösung über lange Zeit unverändert. Werden aber geringfügige Zusätze von 'Verbindungen gemacht, die benachbarte Carbonylgruppen enthalten, so tritt je nach der Konstitution langsame oder rasche Polymerisation schon bei Zimmertemperatur ein, wobei die Reaktionswärme so schnell frei werden kann, daß die Temperatur wesentlich steigt. Folgende Versuchsreihe soll dies veranschaulichen: Man fügt zu 5 Gewichtsteilen einer 2oo/oigen wässerigen Lösung von Acrylamid die folgenden Substanzen hinzu und läßt die Gemische bei Zimmertemperatur stehen: 0,25 Gewichtsteile Diacetyl: Die Temperatur steigt innerhalb '/a Stunden bis auf P'. °. Gleichzeitig polymerisiert das Acrylamid zu einer dicken Lösung, die kaum noch fließbar ist.
  • o,o5 Gewichtsteile glyoxylsaures Natrium (25o/oig) : Das Monomere polymerisiert im Laufe von 24 Stunden langsam zu einer ähnlich dicken Lösung wie mit Diacetyl.
  • 0,05 Gewichtsteile krist.Oxalsäure: Der Polymerisationsverlauf ist ähnlich dem des vorhergehenden Versuchs.
  • 0,05 Gewichtsteile Glyoxylsäureäthylester: Die Lösung polymerisiert in 48 Stunden. Auch in anderen als wässerigen Lösungen tritt Polymerisation mit geeigneten Oxoverbindungen ein. So ergeben 5 Gewichtsteile einer 2&/oigen Lösung von Acrylamid in Eisessig mit 0,05 Gewichtsteilen Diacetyl innerhalb voll 40 bis 6o Stunden Polymerisation.
  • Durch geeignete Zusätze läßt sich die Wirksamkeit der Oxoverbinduligen außerordentlich steigern; als besonders vorteilhaft hat sich beim Acrylamid das Wasserstoffsuperoxyd erwiesen. Gleichzeitig ist dabei das angewandte Lösungsmittel von erheblichem Einfluß. Die folgende Versuchsreibe beweist dies: Es wird i Gewichtsteil Acrylamid in 4 Gewichtsteilen Lösungsmittel gelöst und bei Zimmertemperatur mit je o,o5 Gewichtsteilen Diacetyl und 0,05 Gewichtsteilen 3oo/oigem wässerigem Wasserstoffsuperoxyd versetzt: Wird Wasser als Lösungsmittel verwandt, so steigt die Temperatur in wenigen Augenblicken bis 65°; dabei tritt Polvmerisation zu einer dicken, nicht mehr fließbaren wasserklaren Lösung ein. Wasserstoffsuperoxyd allein ohne Diacetyl hatte auch nach Wochen bei Zimmertemperatur keine Polymerisation ausgelöst.
  • Bei Verwendung von Äthanol als Lösungsmittel beginnt die Lösung nach ü2 Stunde sich zu trüben. Die Temperatur steigt langsam bis 28'; das Polymerisat scheidet sich aus der Lösung aus, so daß das Gemisch breiartig wird.
  • In Glykolformal bemerkt man nach io Minuten eine beginnende Trübung, die Temperatur steigt bis 25°; innerhalb i Stunde wird das Gemisch breiartig dick.
  • In Dioxan beginnt die Trübung nach i1/4 Stunden; die Lösung wird langsam breiartig.
  • In Tetrahydrofuran setzt die Trübung nach 2 bis 3 Minuten ein, in io Minuten hat die Temperatur mit 4o° ihren Höhepunkt erreicht. Das Gemisch ist breiartig geworden.
  • Merkwürdigerweise tritt in Eisessig selbst innerhalb von Wochen keine Polymerisation ein. Ähnlich wie Acrylsäureamid verhalten sich andere Acrylsäureabkömmlinge, ebenso die Acrylsäure selbst, sowie Mischungen der Acrylsäurederivate.
  • 2. Acryltaurinnatrium. CHE-CH - CO ' NH CHQ - CH. - S03 Na, bleibt in wässeriger Lösung lange Zeit hindurch unverändert. Durch Zusatz von Substanzen, die Carbonylgruppen in Nachbarschaft enthalten, tritt je nach der Konstitution und den Bedingungen ebenfalls schon bei Zimmertemperatur Polymerisation ein.
  • In der folgenden Versuchsreihe wurden je io Gewichtsteile einer 27o/oigen wässerigen Lösung von Acryltaurinnatrium mit verschiedenen Zusätzen versehen, wobei der Beginn und das Fortschreiten der Polymerisation durch Ausfällen des Polymerisats mit Methanol gut verfolgt werden konnte.
  • o,i Gewichtsteil Diacetyl: Die Lösung wird nach 2 Stunden etwas dicklich; im Laufe von mehreren Tagen sehr dick.
  • 0,05 Gewichtsteile Glyoxalbisulfitnatrium: In 5 Minuten steigt die Temperatur auf 35° und hält sich längere Zeit in dieser Höhe. Die Polymerisation verläuft rasch.
  • 0,05 Gewichtsteile glyoxylsaures Natrium (25o/oig) : In 20 Minuten steigt die Temperatur auf 34°. Die polymerisierte Lösung ist so dick, daß sie nicht mehr fließt.
  • Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd wirkt bei einzelnen Stoffen sehr beschleunigend, wobei aber die Lösungen nicht immer ganz so gallertartig dick werden; ein Zeichen, daß der Polymerisationsgrad etwas niedriger sein kann.
  • Es wurden io Gewichtsteile der obenerwähnten 27o/oigen wässerigen Lösung von Acryltaurinnatrium versetzt mit o,o2 Gewichtsteilen Diacetyl + o,i Gewichtsteil Wasserstoffsuperoxyd (300/0i9): Die Temperatur steigt in 5 Minuten auf 52°; die Lösung wird schnell sehr dick, o, i Gewichtsteil Wasserstoffsuperoxyd (3oo/oig) allein ohne Zusatz von .Diacetyl führt nur langsam Polymerisation herbei. Die Temperatur steigt in i Stunde nur auf 312°; 0,o5 Gewichtsteilen Glyoxylbisulfitnatrium + o, i Gewichtsteil Wasserstoffsuperoxyd (3oo/oig) : Die Temperatur steigt ebenfalls in 5 :Minuten auf 52' unter gleichzeitiger Polymerisation der Lösung; 0,o5 Gewichtsteilen krist. Oxalsäure + o,i Gewichtsteil Wasserstoffsuperoxyd (3oo/oig) : Die Temperatur steigt auf 31'; trotzdem findet merkwürdigerweise erst nach längerer Zeit Polyrnerisation statt. Nach .t8 bis 6o Stunden ist die Lösung ganz dick geworden.
  • Außer durch Wasserstoffsuperoxyd wird auch durch Zusatz anderer aktivierender Mittel die Polymerisation beschleunigt, z. B. durch Kaliumpersulfat. Es besteht keine vollständige Parallele zu den einander entsprechenden Zusätzen von Wasserstoffsuperoxyd und Kaliumpersulfat. Es kann sogar der Fall eintreten, daß der eine Zusatz stark fördernd und der andere stark verzögernd wirkt.
  • Es wurden wieder Zusätze zu io Gewichtsteilen der obenerwähnten 27o/oigen wässerigen Lösung von Acryltaurinnatrium bei Zimmertemperatur gemacht.
  • Zum Vergleich sei angeführt, daß bei Zusatz von Kaliumpersulfat allein, und zwar 0,05 Gewichtsteilen, außerordentlich langsame Polymerisation stattfindet. Nach i Stunde ist die Lösung etwas dicklich, nach 1r/4 bis 1'/z Stunden wird sie sehr dick, wobei die Temperatur auf 26° steigt.
  • Anders bei folgenden Zusätzen: 0,o5 Gewichtsteile Glyoxalbisulfitnatrium + 0.o5 Gewichtsteile Kaliumpersulfat: Die Temperatur steigt in 5 bis 7 Minuten auf 43'; die wässerige Lösung des Polymerisats wird so dick, daß sie kaum noch fließt.
  • 0,05 Gewichtsteile glyoxylsaures Natrium (25o/oig) +0,05 Gewichtsteile Kaliumpersulfat: Die Temperatur steigt in 12 Minuten auf 4o°; die Lösung wird ganz dick und nicht mehr fließbar.
  • Die aktivierenden Zusätze können den verschiedensten Körperklassen angehören und sind durchaus nicht auf Verbindungen vom Typus Wasserstoffsuperoxyd oder Kaliumpersulfat beschränkt.
  • 3.-Acrylsäuremethylester bleibt auch bei tagelangem Erhitzen unter Rückfluß monomer.
  • In Gegenwart von i % Diacetyl bleibt der Ester bei Zimmertemperatur ebenfalls lange Zeit hindurch unpolymerisiert; aber beim Sieden wird er schon nach 5 Minuten dicklich und ist nach io Minuten so weit polymerisiert, daß das Reaktionsgemisch nicht mehr fließt.
  • Wird an Stelle von iDiacetyl io/o Benzil verwendet, so zeigt sich eine viel geringere Beschleunigung. Erst nach 10 bis 30 Stunden ist das Polymerisationsgemisch dick geworden.
  • Die Gegenwart von geeigneten Lösungsmitteln erhöht die Polymerisationsgeschwindigkeit stark. So gibt eine Mischung von 5 GeNvichtsteilen Acrylsäuremethylester, 5 Gewichtsteilen Tetrahydrofuran und 0,o5 Gewichtsteilen Diacetyl schon bei Zimmertemperatur unter Temperaturerhöhung auf 81 ° heftige Polymerisation, die unter Umständen durch Kühlung gemäßigt werden muß.
  • Ohne Zusatz von Diacetyl sind die Lösungen von monomerem Acrvlsäuremethvlester in Tetrahvdrofuran sehr lange Zeit hindurch unverändert haltbar. Setzt man außer 0,o5 Gewichtsteilen Diacetyl gleichzeitig noch 0,o5 Gewichtsteile 3oo/oiges `'Wasserstoffsuperoxyd hinzu, so wird ganz im Gegensatz zu den Beispielen i und 2 die Reaktion gehemmt und verläuft viel weniger energisch. Es wird erst im Verlauf von i Stunde die Höchsttemperatur mit nur 50° erreicht.
  • Ähnlich wie ,:4crytsäuremettiylester verhalten sich die anderen Ester der Acrylsäure für sich oder in Mischung miteinander.
  • .4. Vinylacetat wird in Gegenwart geringer Mengen von Diacetyl oder von Diacetyl und Wasserstoffsuperoxyd auch innerhalb vieler Wochen nicht verändert. Beim lange dauernden Sieden tritt langsam Polymerisation ein. Anders gestalten sich die Verhältnisse in Gegenwart von Lösungsmitteln, wie Methanol, Dioxan, Glykolformal und Tetrahydrofuran. Eine Mischung von 5 Gewichtsteilen Vinylacetat, 5 Gewichtsteilen Tetrahydrofuran und 0,o5 Gewichtsteilen Diacetyl polymerisiert langsam schon beim Stehenlassen bei Zimmertemperatur. In i bis i4 Tagen wird die Lösung außerordentlich dick. Tetrahydrofuran. allein ohne Diacetyl führt unter diesen Bedingungen keine Polymerisation herbei. Gleichzeitige Gegenwart von Wasserstoffsuperoxyd neben Diacetyl wirkt merkwürdigerweise etwas verzögernd. In der Hitze ist die Einwirkung naturgemäß viel auffälliger. Eine Mischung von 25 Gewichtsteilen Vinylacetat, 1211= Gewichtsteilen Tetrahydrofurati und 0.2; Gewichtsteilen Diacetvl wird zum Sieden unter Riickfluß erhitzt. Schon nach 5 Minuten wird die Lösung etwas dicklich. Zum vollständigen ..-\uspolymerisieren läßt man die Lösung zweckmäßig mehrere Stunden kochen.
  • Andere Ester des Vinylalkohols reagieren ähnlich, und zwar je nach der Konstitution langsamer oder rascher. So wird Vinvlchloracetat schneller in das Polymere übergeführt als das nicht substituierte Vinylacetat.
  • 5. Vinylmethylketon reagiert auf Zusätze von Diacetyl ganz besonders leicht, sowohl für sich als auch mit weiteren Zusätzen, wie geringen :Mengen von Aldehyden, Wasserstoffsuperoxyd oder Lösungsmitteln usw. Bereits beim Stehenlassen der Polymerisationsmischungen bei Zimmertemperatur tritt in kurzer Zeit unter starker Wärmeentwicklung und Aufkochen Reaktion ein.
  • Mischt man 5o Gewichtsteile Vinylinethylketon mit 0,2.9 Gewichtsteilen Diacetyl sowie o,25 Gewichtsteilen Acetaldehyd und i Gewichtsteil 3oo/oigem Wasserstoffsuperoxyd und erwärmt sofort die Mischung, so setzt zwischen 40 und 5o° eine lebhafte Reaktion ein, die durch Kühlung gemäßigt werden muß. Die Polymerisation ist in kurzer Zeit zu Ende.
  • Gleichzeitige Gegenwart von Wasser führt eine weitere Erhöhung der Polymerisationsgeschwindigkeit herbei.
  • 6. 2-Chlorbutadien-1, 3 polymerisiert für ,sich ohne Zugabe von Katalysatoren schon langsam, sei es als Substanz, in Lösung oder in Emulsion. Durch Zugabe geeigneter Polyoxoverbindungen oder deren Derivaten wird die Polymerisation ganz wesentlich beschleunigt. So polymerisiert eine Emulsion aus ioo Gewichtsteilen 2-Chlorbutadien-1, 3 und Zoo Gewichtsteilen einer wässerigen Lösung, in welcher GeNvichtsteile butylnaphthalinsulfosaures N atrium, 2,3 Gewichtsteileölsaures Natrium und 1,5Gewichtsteile kristallisiertes Natriumpyrophosphat gelöst sind und welche gegebenenfalls mit Natronlauge auf den pH-Wert io eingestellt ist, unter Rühren und Ausschluß von Luft in einer Wasserstoff- oder Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von + .5' je nach dem Reinheitsgrad im Laufe von 1.3 1>is 4o Stunden. Gibt man zu dieser \lischting unter denselben Bedingungen o,5 Gewichtsteile Glyoxalbisulfitnatrium, so ist die Polymerisation schon nach 4 bis 4'/2 Stunden beendet.
  • Werden gleichzeitig noch o,25 Gewichtsteile joo/oiges Benzoylperoxyd oder 0,25 Gewichtsteile Kaliumpersulfat hinzugegeben, so findet weiterhin eine Verkürzung der Polymerisationszeit um ungef'ä'hr '/2 Stunde statt. 0,2,3 Gewichtsteile 7oo/oiges Renzoylperoxyd oder 0,2,5 Gewichtsteile Kaliumlicrsulfat für sich allein ergeben erst nach etwa io Stunden und darüber Auspolymerisation.
  • Hält man die Polymerisationstemperatur nicht durch Kühlung bei + 5 °, sondern läßt die Temperatur von .5° an durch die Reaktionswärme steigen, so werden bei den Versuchen mit Glyoxalbisulfitnatrium in 20 bis 30 Minuten Temperaturen von 65 ° und mehr erreicht, wobei die Auspolymerisation in 2/q bis i'42 Stunden zu Ende geht. Ähnlich wie 2-Chlorbutadien-i, 3 reagieren andere Diene, ebenso Mischungen mit ungesättigten Verbindungen, wie Acrylderivate. Stvrol usw.

Claims (2)

  1. PATENTANSI,RI (:nE: i. Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten durch Polvinerisation oder vlischpolymerisation ungesättigter organischer Verbindungen in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatoren solche Verbindungen verwendet werden, die mindestens zwei Carl)onylgruppen in Nachbarstellung enthalten.
  2. 2. Verfahren nach .\tislirtich i, dadurch gekennzeichnet, daß niati in Gegenwart von Lösungsmitteln :irl)eitct.
DEP13485D 1943-12-05 1943-12-05 Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten ungesaettigter organischer Verbindungen Expired DE845106C (de)

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DE (1) DE845106C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1263301B (de) * 1963-11-14 1968-03-14 Degussa Verfahren zur Homo- und Copolymerisation von Monovinylmonomeren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1263301B (de) * 1963-11-14 1968-03-14 Degussa Verfahren zur Homo- und Copolymerisation von Monovinylmonomeren

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