DE691438C - Kreiselgeraet mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor - Google Patents
Kreiselgeraet mit Antrieb durch einen GleichstromelektromotorInfo
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- DE691438C DE691438C DE1936A0079119 DEA0079119D DE691438C DE 691438 C DE691438 C DE 691438C DE 1936A0079119 DE1936A0079119 DE 1936A0079119 DE A0079119 D DEA0079119 D DE A0079119D DE 691438 C DE691438 C DE 691438C
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- G01C19/02—Rotary gyroscopes
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Description
- Kreiselgerät mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kreiselgerät mit Antrieb durch einen Gleichstnomelektromotor, insbesondere für Luftfahrzeuge, und bezweckt, den Antrieb derartig auszubilden, daß bei Spannungsschwankungen der Stromquelle die Drehzahl konstant gehalten wird. Spannungsschwankungen rufen nämlich Drehzahländerungen und IdamitÄnderungen der Präzessionskraft des Kreisels hervor, welche eine Funktion der Drehzahl des Kreisels ist.
- Zur Einregelung einer konstanten Tourenzahl wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der ganze AnkerstrFomkreis,durch an sich bekannte fliehkraftgesteuerte Kontakte ein-bzw. abschaltbar ist. Sobald bei einer derartigen Anordnung der Motor das Bestreben hat, seine Drehzahl über den normalen Wert zu erhöhen; wird der ganze Ankerstromkreis abgeschaltet. Infolge davon sinkt die Drehzahl wieder, und ,der Ankerstromkreis wird wieder geschlossen. Der Anker nimmt also während jeweils zweierUnterbrechungen Strom auf. Dabei wird unabhängig.von der Höhe der Spannung der Stromquelle durch einzelne Impulse von entsprechender Zeitdauer der Spannungsquelle nur so viel Leistung entnommen, wie tatsächlich zur Aufrechterhaltung der normalen Drehzahl notwendig ist.
- Infolgedessen kann zum Antrieb des Kreiselmotors eine Spannungsquelle geringer Leistng benutzt werden.
- Diese Art der Drehzahlregelung ist besonders dann vorteilhaft, wenn zum Antrieb des Kreisels nur eine kleine Trockenbatterle zur Verfügung steht und das elektrisch betriebene Kreiselgerät entweder als Notgerät benutzt werden soll oder beim Einbau des Kreisels in ein Segelflugzeug von vornherein nur die Energie des Trockeneiements zur Verfügung steht. Die Spannung eines solchen Trockenelements fällt bei Belastung zunächst rasch und dann langs,amer ab. Der Kreiselmotor muß deshalb so eingerichtet sein, daß er bei einer Nennspannung desTlno,ckenelements von 4,5 Volt noch bei I,5 Volt seine richtige Dreh zahl macht. Würde man den Kreisel, wie es bereits bekannt ist, mit einer durch die Fliehkraft gesteuerten mechanischen Bremse ausrüsten, so müßte diese so eingestellt werden, daß der Motor bei I,5 Volt gerade frei läuft.
- Ein Ansteigen der Drehzahl bei höheren Spannungen würde dabei Idurch die mechanische Bremse verhindert. Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise von dem beschränkten Energievorrat ein sehr großer Teil nutzlos in der Bremse verbleibt. Durch die Einführung des Kontaktreglers kann daher die Laufdauer des durch eine kleine Spannungsquelle gespeisten Kreiselmotors gegenüber dem ungeregelten Kreisel vervielfacht werden.
- In bestimmten Fällen kann es elwünscl sein, in an sich bekannter Weise den An des zum Antrieb des Kreisels dienen-a Gleichstrommotors zusammen mit dem 1X+ lektor stillstehend und das Feldmagnetsystem mit den auf dem Kollektor schleifenden Bürsten - drehbar anzuordnen, beispielsweise dann, wenn eine störende Beeinflussung des magnetischen Streufeldes des Gleichstrommotors auf einen in der Nähe befindlichen Kompaß vermieden werden soll. Da in diesem Falle mit dem Feldmagnetsystem auch das Streufeld zugleich umläuft, so ist bei den hohen Umlaufzahlen, die für derartige Kreiselmotoren in Frage kommen, der Störeinfluß praktisch beseitigt; denn in jedem Punkte außerhalb des Systems werden in äußerst kurzzeitiger Folge nacheinander ungleichnamige Pole in gleicher Stärke wirksam, so daß sich die Störwirkungen immer gegenseitig aufheben. Bei einer solchen Ausbildung des Elektromotors läßt sich der Erfi;ndungsgegenstand in einfachster Weise durch Bemessung der Andruckfederung der Bürsten erreichen.
- Man kann nämlich bei an sich bekannterAusbildung der umlaufenden Bürsten als doppelarmige Hebel die Andruckfederung der Bürstenhebel derart bemessen, daß bei zunehmender Drehzahl der Bürstendruck infolge der Zentrifugalkraft abnimmt. Dann wird beim Überschreiten einer bestimmten Drehzahl die Bürste vom Kollektor abgehoben und der Ankerstrom unterbrochen. Da infolgedessen die Drehzahl absinkt, kommt die Bürste wieder in Berührungsstellung mit dem Kollektor.
- Im folgenden ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
- In der Abbildung ist mit 8 ein um den stillstehenden Anker 6 umlaufender Feldmagnet bezeichnet. Der Feldmagnet 8 trägt diametral gegenüberliegende Lager 9, 9', in denen als zweiarmige Hebel 10, IO' ausgebildete Bürsten gelagert sind. Die Bürsten lo, IO' schleifen auf einem mit dem Anker 6 verbunde -nen und deshalb stillstehen den Kollektor 7 werden durch Federn II, 11' an den Koltor 7 angedrückt. Auf den Bürstenhebeln @@, ob ist außerdem noch ein Gegengewicht s Form einer längs des Hebels IO, 10' verstellbaren Mutter 12, 12' angebracht. Die Stromzuleitung zu den Bürsten 10, IO' erfolgt über nicht dargestellte Schleifringe.
- Beim schnellen Umlauf des Feldmagneten 8 wirkt auf die Bürstenhebel IO, IO' eine Zentri fugalkraft ein. Verschiebt man die Gegen. gewichte I2, I2' nach innen, so wird bei zunehmender Drehzahl der Bürstendruck geringer, bis schließlich die Zentrifugalkraft größer wird als die Kraft der Andruckfeder 11, 11= so daß die Bürsten 10, IO' vom Kollektor 7 abgehoben werden. Die dadurch bewirkte Stromunterbrechung setzt die Drehzahl wieder herab. Die Federkraft 1 1, 1 1' überwiegt dann wieder und bringt die Bürsten IO, Io' wieder in Berührungsstellung. Auf diese Weise ergibt sich eine unmittelbare Drehzahlregelung.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Kreiselgerät mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor, insbesondere für Luftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß der ganze Ankerstromkreis durch an sich bekannte fliehkraftgesteuerte Kontakte ein-bzw. ab schaltbar ist.
- 2. Kreiselgerät nach Anspruch I, bei dem der Anker zusammen mit dem Kollektor stillstehend und die Bürsten zusammen mit dem Feldmagnetsystem drehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei an sich bekannter Ausbildung der umlaufenden Bürsten als doppelarmige Hebel die Andruckfederung der Hebel derart bemessen ist, daß sich die Bürsten beim Überschreiten einer bestimmten Drehzahl unter dem Einfluß der Zentrifugalkräfte vom Kollektor selbsttätig abheben.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1936A0079119 DE691438C (de) | 1936-04-19 | 1936-04-19 | Kreiselgeraet mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1936A0079119 DE691438C (de) | 1936-04-19 | 1936-04-19 | Kreiselgeraet mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE691438C true DE691438C (de) | 1940-05-27 |
Family
ID=6947637
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1936A0079119 Expired DE691438C (de) | 1936-04-19 | 1936-04-19 | Kreiselgeraet mit Antrieb durch einen Gleichstromelektromotor |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE691438C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1274355B (de) * | 1961-02-14 | 1968-08-01 | United Aircraft Corp | Wende- bzw. Integrierkreisel |
-
1936
- 1936-04-19 DE DE1936A0079119 patent/DE691438C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1274355B (de) * | 1961-02-14 | 1968-08-01 | United Aircraft Corp | Wende- bzw. Integrierkreisel |
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