DE577831C - Verfahren zum Schlichten von Textilfaeden, insbesondere Kunstseidengarnen - Google Patents
Verfahren zum Schlichten von Textilfaeden, insbesondere KunstseidengarnenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/244—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus
- D06M13/248—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus with compounds containing sulfur
- D06M13/256—Sulfonated compounds esters thereof, e.g. sultones
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Description
- Verfahren zum Schlichten von Textilfäden, insbesondere Kunstseidengarnen Es wurde gefunden, daß in Gegenwart hydrophiler Kolloide bewirkte suspensoide Fällungen von Metall- oder Erdalkalisalzen sulfonierter höherer Fettsäuren sich vorzüglich als Mittel zum Schlichten von Textilfasern verwenden lassen. Die suspensoide Ausfällung der Metallsalze oder Erdalkalisalze wird in der Weise bewirkt, daß man deren wäßrige Lösungen zu solchen Lösungen gibt, die aus Gemischen von ölsulfonaten und hydrophilen Kolloiden bestehen. Es ergeben sich dann gut beständige milchige Lösungen, in die man bei etwa q.o bis 5o° C mit der zu schlichtenden Strangware eingeht. Als hydrophile Kolloide eignen sich z. B. Gelatine, Leim, wasserlösliches Casein u. dgl., aber auch Schwefelsäureester der Cellulose (vgl. Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 61, S. 763; Traube, Blaser und G r u n e r t). Als Sulfonate können z. B. die Sulfonierungsprodukte von höheren aliphatischen oder cyclischen Fettsäuren (z. B. Naphthensäuren) oder deren Ester verwendet werden.
- Der erzielte Fadenschluß ist dem durch Leinölschlichte hervorgerufenen mindestens gleichwertig, ohne die bei Anwendung dieser Schlichte bekannten Schwierigkeiten beim Wieder-auswaschen zu ergeben. Die Entschlichtung kann bei Benutzung der neuen Schlichte bereits durch Behandeln der Gewebe mit warmem Wasser ohne Seifen- oder Sodazusatz geschehen.
- Von dem bereits bekannten Verfahren zur Imprägnierung von Textilstoffen mit Metallseifen unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß bei diesem keine erst mittels eines Netzmittels anzuteigenden Metallseifen benutzt werden, sondern vielmehr die viel feiner dispergierten suspensoiden Fällungen der Metall- und E,rdalkalisalze von sulfonierten öl- oder Fettsäuren. Dadurch wird die ganz spezifische Wirkung des dauerhaften und doch bereits durch warmes Wasser wieder auflösbaren Fadenschlusses erzielt.
- Ein besonderer Vorzug des Verfahrens ist der, daß das Schlichten in einem Arbeitsgang erfolgen kann. Dadurch unterscheidet es sich von Verfahren, die halbtrocknende oxydierte öle benutzen und bei denen die Fasern in mehreren Arbeitsgängen nacheinander geölt, getrocknet und mit einer Metallsalzlösung behandelt werden. Beispiele r. 8 Gewichtsteile handelsübliches wasserlösliches Casein werden unter Zusatz eines Konservierungsmittels, wie Salicylsäure, Hexamethylentetramin o. dgl., in 45 Gewichtsteilen Wasser gelöst und zu der Lösung .46 Gewichtsteile Türkischrotöl (5o% Fettgehalt) zugesetzt. Das Gemisch wird dann in 8oo ccm Wasser von etwa 50° C eingetragen und die suspensoide Fällung des Erdalkalisalzes des Türkischrotöles durch Zugießen von z oo ccm einer 6%igen Bariumchloridlösung erzeugt.
- In diese milchige Lösung geht man bei etwa 4o bis So' C mit Kunstseidenstrangware ein, quetscht oder schleudert nach io bis 15 Xfinuten leicht ab und trocknet bei etwa 4o bis 6o° C. Nach 2- bis 3stündiger Trokkendauer wird eine schön geschlossne, nicht abstäubende Ware erhalten, -die sofort verwebt werden kann.
- i o Gewichtsteile Leim werden unter Zusatz eines Konservierungsmittels in 45 Gewichtsteilen Wasser gelöst und der Lösung 45. Gewichtsteile sulfoniertes Erdnußöl (5o% Fettgehalt) zugesetzt. Das Gemisch wird in 8oo ccm Wasser eingetragen und die suspensoide Fällung mittels ioo ccm einer 6,6%igen Strontiumchloridlösung bewirkt. Das Schlichten wird wie unter i ausgeführt.
- 3. 7 Ge@vichtsteile Gelatine werden, wie unter 2 angegeben, gelöst und nach Zusatz von 55 Gewichtsteilen einer neutralisierten sulfonierten Naphthensäure, wie sie als Emulgatoren im Handel sind, in 8oo ccm Wasser eingetragen. Die suspensoide Fällung wird durch Zusatz von ioo ccm 5,3%iger Zinksulfatlösung hervorgerufen.
- Das Schlichten erfolgt nach Beispiel i. Je nach dem gewünschten Faserschluß und Griff des Fadens können die hydrophilen Kolloide oder die Fettgrundlage geändert werden. So ergibt z. B. Leim einen steiferen Faden als Casein oder Gelatine. Ebenso läßt sich die Korngröße der Fällung durch Änderung der Fettgrundlage beeinflussen, so daß unter Umständen die Verwendung von Gemischen verschiedener Sulfon.ate angezeigt erscheint. Endlich läßt auch die Auswahl der Metallsalze einen weiten Spielraum. Für eine besonders gut geschlossene Ware haben sich die Erdalkalisalze am besten bewährt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schlichten von Textilfäden, insbesondere von Kunstseidengarnen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fäden oder Garne mit feindispersen Lösungen von Metallsalzen oder Erdalkalisalzen von sulfonierten aliphatischen oder cyclischen Fettsäuren, z. B. Naphthensäuren, oder deren Estern behandelt.
- 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß man als feindisperse Lösungen solche verwendet, deren suspensoide Ausfällung in Gegenwart hydrophiler Kolloide hervorgerüfen worden ist.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE577831T | 1930-08-28 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE577831C true DE577831C (de) | 1933-06-06 |
Family
ID=6570288
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930577831D Expired DE577831C (de) | 1930-08-28 | 1930-08-28 | Verfahren zum Schlichten von Textilfaeden, insbesondere Kunstseidengarnen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE577831C (de) |
-
1930
- 1930-08-28 DE DE1930577831D patent/DE577831C/de not_active Expired
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