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DE545595C - Verfahren zur Herstellung einer UEberzugsschicht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer UEberzugsschicht

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Publication number
DE545595C
DE545595C DER78009D DER0078009D DE545595C DE 545595 C DE545595 C DE 545595C DE R78009 D DER78009 D DE R78009D DE R0078009 D DER0078009 D DE R0078009D DE 545595 C DE545595 C DE 545595C
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DE
Germany
Prior art keywords
oil
linseed oil
coating layer
paints
mixed
Prior art date
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Expired
Application number
DER78009D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERICH ASSER DR
Gustav Ruth A G
Original Assignee
ERICH ASSER DR
Gustav Ruth A G
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Publication date
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Priority to DER78009D priority Critical patent/DE545595C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE545595C publication Critical patent/DE545595C/de
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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer liberzugsschicht Bei der Herstellung von Anstrichstoffen gelangte seither vielfach Leinöl zur Verwendung, dessen trocknende Eigenschaften durch kochen mit Trockenstoffen erhöht oder das durch Verkochen zu Standöl verdickt worden ist. Die Gewinnung des Standöles erfolgte in der Regel unter Ausschluß von Luft und unter Anwendung einer Temperatur von etwa 300°C. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, Leinöl unter gleichzeitigem Einblasen von Luft zum Zwecke des Verdickens zu erwärmen. Hierbei gelangten in der Regel Temperaturen zur Anwendung, welche bei etwa i 2o° C lagen; Temperaturen von über 25o° C sind dagegen niemals überschritten worden. Trotzdem geht bei dem Arbeiten mit derartiger, Stoffen viel Zeit verloren, weil die nächste Schicht auf die durch Anstrich oder Spritzen aufgebrachte Schicht erst folgen darf, wenn sie genügend getrocknet und ein fester Film gebildet worden ist.
  • Zur Herstellung von Anstrichen, bei welchen mehrere öllackanstriche naß übereinandergelagert werden, ist zwar bereits vorgeschlagen worden, mit Chlorschwefel versetztes Leinöl zu verwenden, welches durch die Einwirkung des Schwefels z. T. in Faktis umgewandelt worden ist. Die Benutzung eines derartigen durch die Einwirkung eines fremden Stoffes veränderten Leinöles ist insbesondere aus dem Grunde wenig zweckmäßig, weil sich die innerhalb des öles abspielende chemische Umsetzung nur sehr schwer regeln lril1t-Weiterhin sind zur Nachahmung keramischer Glasuren durch Lackanstrich Lack- oder Farbschichten auf einen mit einem überzug von Wachs oder ähnlichen Stoffen versehenen Untergrund ohne Trocknung der Anstriche nacheinander aufgebracht worden. Für die Ausführung der üblichen anstrichtechnischen Arbeiten eignet sich dieses Verfahren jedoch nicht.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich schnell trocknende, gleichmäßige Anstriche herstellen lassen, wenn man ein Leinöl verwendet, das bis kurz vor Beginn des Polymerisationsvorganges, d. h. auf etwa 2800C erwärmt und dann bei gleichzeitigem Einblasen von Luft bis auf eine Temperatur von über 300°C, z. B. 3 i o° C und darüber, weitererwärmt worden ist.
  • Je nach der Länge der Dauer dieser Behandlung läßt sich die Viskosität des so gewonnenen öles nach Wunsch einstellen. Es trocknet weit schneller als die bekannten Anstrichstoffe. Bei Verwendung von Lösungen in geeigneten Lösungsmitteln, wie Lackbenzin, Terpentinöl o. dgl., kann man die nächste Schicht auf die noch feuchte Schicht durch Streichen oder Spritzen aufbringen, sobald das Lösungsmittel aus der letzteren verdunstet ist. Trotzdem wird eine gute und einheitliche Durchtrocknung des gesamten Films erreicht, wobei sich die einzelnen Schichten innig miteinander verbinden. Durch die erhöhte Viskosität wird vermieden. daß das öl nach dem Verdunsten des LH sungsmitte Ii vöii cler FIäche-lerabrieselt, wie diese bei Leinölfirnissen vorr geringer Viskösität der Fall ist. -. .. . ., . . ... . .
  • Das auf die beschriebene Weise behandelte Öl kann vor oder nach der Behandlung mit Zusätzen von Trockenstoffen, Harzen und Ölen versehen und nach der Behandlung in geeigneten Lösungsmitteln gelöst werden. Als geeignete Trockenstoffe kommen z. B. die Resinate oder Oleate von Blei, Kobalt oder Mangan in Betracht. Ein als Zusatz geeignetes Öl ist z. B. Holzöl oder Hanföl. Das Öl läßt sich mit Farbkörpern -zur Herstellung von öl-, Lack- und Druckfarben anreiben. Ebenso ist es hervorragend zur Herstellung von Lakken geeignet, die zugleich fettes Öl und Celluloseester oder -äther enthalten.
  • Auf die beschriebene Weise lassen sich Stoffe zur Ausführung aller anstrichtechnischen Arbeiten gewinnen, also z. B. Spachtel, leinölsparende Grunclierungsmittel, Ölfarben und Emaillelacke, fette Lacke und Kombinationslacke, Rostschutzfarben, Imprägnierungsmittel usw.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung einer überzugsschicht, die aus zwei oder mehreren in feuchtem Zustand übereinanderzulegenden Anstrichen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die schnell trocknenden Schichten aus Leinöl bestehen, welches bis kurz vor Beginn der Polymerisationstemperatur von etwa 280° C erwärmt und dann unter gleichzeitigem Einblasen von Luft bis auf Temperaturen über 300° C weitererhitzt worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Anwendung gelangende Lemmöl mit Trockenstoffen, Harzen oder Ölen vermischt oder mit Farbkörpern angerieben wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch.i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vorbehandelte Leinöl für sich allein oder mit geeigneten Zusätzen und mit Celluloseestern oder -äthern gemischt verwendet wird.
DER78009D 1929-05-02 1929-05-02 Verfahren zur Herstellung einer UEberzugsschicht Expired DE545595C (de)

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DE545595C true DE545595C (de) 1932-03-08

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