DE525444C - Verfahren zur Herstellung von Kautschukbahnen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KautschukbahnenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J5/00—Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
- C08J5/02—Direct processing of dispersions, e.g. latex, to articles
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
Es ist bereits vorgeschlagen worden, aus wässerigen Kautschukdispersionen Kautschukniederschläge
dadurch zu erzeugen, daß man mit koagulierenden Stoffen getränkte poröse Tauchformen in die wässerige Kautschukdispersion
taucht, wobei die aus der Tauchform in die Dispersion diffundierenden koagulierenden
Mittel auf der Oberfläche der Tauchform einen zusammenhängenden Niederschlag erzeugen. Die Dichte des Niederschlages läßt
sich dabei dadurch erhöhen, daß man während des Tauchens oder nachträglich, jedenfalls
aber noch im feuchten, bildsamen Zustand des frisch gebildeten Niederschlages an der von
der Dispersion abgewandten Seite die Tauchform einem Unterdruck aussetzt, so daß der
hierdurch entstehende Flüssigkeitsdruck den noch bildsamen Niederschlag verdichtet und
die Erzielung einer glatten Oberfläche des Niederschlages ermöglicht. Ein kräftiger
Anpressungsdruck kann nur bei entsprechend hochgradiger Porosität der Niederschlagungsunterlage erreicht werden. Bei hochgradiger
Porosität und starkem Druckunterschied zwisehen den beiden Seiten der Wandung der
Tauchform tritt aber die Gefahr ein, daß kolloidale Teilchen der Dispersion in die
Poren der Form eingesaugt und im Inneren derselben koaguliert werden, wodurch sich die
Poren allmählich verstopfen und den durch die Saugwirkung hervorgerufenen Druckunterschied
herabmindern. Die Wirksamkeit des in der Tauchform aufgespeicherten Koagulierungsmittels
und des Druckunterschiedes nimmt alsoJtnLaufe der Arbeit allmählich ab.
Dieser Nachteil tritt insbesondere dann in den Vordergrund, wenn man den Kautschukniederschlag
in der Form von fortlaufenden Kautschukbahnen erhalten will, wobei eine teilweise in die Kautschukdispersion tauchende
■gedrehte, poröse Trommel als Niederschlagungsunterlage dient und der an der Mantelfläche
der Trommel gebildete Niederschlag an dem aus der Dispersion herausragenden Teil
der Trommel abgehoben wird. In diesem Falle werden sämtliche Teile des Tromnielumfanges
in häufiger Wiederholung zum Tauchen benutzt, so daß sich die Poren der
Trommel allmählich verstopfen und sowohl die Stärke als auch die Güte der erzeugten
Kautschukwaren allmählich abnimmt.
Gemäß der Erfindung wird zur Vermeidung dieser Nachteile die mit der zu koagulierenden
Dispersion in Berührung tretende äußerste Oberfläche der dem Vakuum unterworfenen
porösen Niederschlagungstrommel mit einer
ablaufenden Gewebebahn überdeckt, indem
man den Niederschlag an dieser über die poröse Niederschlagungstrommel geführten
saugfähigen Gewebebahn entstehen läßt. Die angesaugten koagulierbaren Teilchen der Dispersion
dringen also nur in das fortbewegte Gewebe ein und können nicht bis an die
Niederschlagungstrommel herantreten. Diese verliert infolgedessen ihre Wirksamkeit nicht,
ίο während die als äußerste Schicht der Niederschlagungstrommel
dienende fortbewegte Gewebebahn nach Abheben der niedergeschlagenen
Kautschukschicht von den eingedrungenen Teilchen gereinigt werden kann, bevor
sie der festen Saugunterlage zugeführt wird. Mit Rücksicht darauf, daß die Länge der Gewebebahn
ein Vielfaches des Trommelumfanges betragen kann, wird unter Umständen
keine fortlaufende Reinigung der Gewebebahn erforderlich sein, so daß man die Gewebebahn
nur zeitweise einer Reinigung unterwerfen muß. Bei Erzeugung von mit Kautschuk getränkten
Geweben kann das zu tränkende Gevvebe gleichzeitig als Schutzbekleidung der Niederschlagungssaugtrommel dienen.
Als zu verarbeitende Dispersion kommen in erster Reihe natürliche oder künstliche wässerige
Dispersionen von Kautschuk und kautschukähnlichen Stoffen, wie Guttapercha und Balata, gegebenenfalls auch in vulkanisiertem
Zustande, zweckmäßig mit den üblichen Zusatzstoffen vermischt, vorteilhaft auch in
möglichst hochkonzentriertem Znstande in Betracht, doch können auch wässerige Dispersionen
anderer organischer Stoffe, wie z. B. Kasein, Kunstharze, oder Mischungen derartiger
Dispersionen in der gleichen Weise verarbeitet werden.
Die Saugtrommel kann zweckmäßig aus unglasiertem Ton bestehen, und als Koagulationsmittel
kann man wässerige Lösungen von Calciumchlorid, Kalialaun oder verdünnte
Säuren, wie Ameisen- oder Essigsäure, verwenden. Den Unterdruck kann man durch
Saugen an der von der Dispersion abgewandten Seite oder durch überdruck an der entgegengesetzten
Seite erzeugen.
Im nachstehenden ist das Verfahren an einigen Beispielen erläutert.
B ei sρ i ei 1
Zwecks Herstellung einer fortlaufenden Kautschukhaut wird das Gewebeband 10
(Abb. 1) an der Rolle 11 vorbeigeführt, welche
auf die eine Seite des Gewebes 10 ein Koagulationsmittel
aus dem Behälter 2 aufträgt. Das Band 10 wird sodann mit seiner nicht imprägnierten
Seite auf eine mit ihrem unteren Teil in das Bad 4 der zu verarbeitenden Dispersion
tauchende poröse Hohltrommel 8 liegend um diese herumgeführt. Im Hohlraum
der Trommel 8 wird ein Unterdruck aufrechterhalten. Durch das Koagulationsmittel werden
die im Bad 4 dispergieren Stoffe an der von der Trommel 8 abgekehrten Seite des
Bandes 10 niedergeschlagen, und der Niederschlag wird durch den Unterdruck fest an das
Band angesaugt und hierdurch verdichtet. Das mit dem Niederschlag 12 bekleidete Band
gelangt entweder unmittelbar oder nachdem es über weitere, außerhalb des Bades 4 liegende Saugtrommeln geführt worden ist, auf
die geheizte Trockentrommel 13 und wird dann vom Gewebeband 10 abgehoben und auf
die Walze 9 aufgewickelt, während das Gewebeband im geschlossenen Kreislauf wieder
der Aufträgwalze 1 r zugeführt wird.
Zur Herstellung eines mit Kautschuk gut durchtränkten Gewebes, wie dies für Luftreifen
erforderlich ist, wird das zu tränkende Gewebe 10 (Abb. 2) von der Vorratsrolle 1
über die Führungswalze 14 um eine mit Koagulierungsmittel getränkte oder bekleidete,
teilweise in das Kautschukbad 4 tauchende Walze 5 und nach Verlassen des Bades^
um die poröse Saugwalze 8 herumgeführt, sodann auf der geheizten Trommel 13
getrocknet und über Führungsrollen 6 auf die Walze 9 aufgewickelt.
Zur Herstellung eines mit Kautschuk imprägnierten wasserdichten Gewebes wird das
Gewebe 1 (Abb. 3) durch das koagulierende Bad 2 und sodann zwischen das Ouetschwalzenpaar
3, 3 um die nicht poröse Trommel 5 geführt, die teilweise in das Kautschukbad
4 taucht. Das Gewebe wird nach dem Verlassen des Bades 4 über Führungs walzen 6,
7 zum zweitenmal in das Kautschukbad 4 geleitet, diesmal aber um eine poröse Saugtrommel
8 herum, in der ein Unterdruck von etwa 80 mm Quecksilbersäule aufrechterhalten wird. Der Zeitraum, in dem. das Gewebe von
der Walze 5 zur Walze 8 gelangt, soll möglichst kurz sein. Die die Stärke des Kautschukniederschlages
bestimmende Tauchzeit im Kautschukbad 4 kann durch die Geschwindigkeit des Gewebes, den Durchmesser der
Walzen 5 und 8 und deren Eintauchtiefe geregelt werden. Nach Verlassen der Walze 8
wird das Gewebe getrocknet und auf die Walze 9 aufgewickelt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Kautschukbahnen durch Niederschlagen von Kautschuk aus wässerigen Dispersionen unter Verwendung einer teilweise in die Dispersion tauchenden, gedrehten, porösenNiederschlagungstrommel, von auf die Dispersion einwirkenden koagulierenden Stoffen und unter Anwendung eines auf den noch bildsamen, feuchten Niederschlag durch die Saugtrommel hindurch einwirkenden Unter druckes, dadurch gekennzeichnet, daß man den Niederschlag auf einer um die NTiederschlagungs- bzw. Saugtrommel herumgeführten saugfähigen Gewebebahn entstehen läßt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB667083X | 1928-01-09 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE525444C true DE525444C (de) | 1931-05-23 |
Family
ID=10491405
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEA56409D Expired DE525444C (de) | 1928-01-09 | 1929-01-08 | Verfahren zur Herstellung von Kautschukbahnen |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE525444C (de) |
FR (1) | FR667083A (de) |
-
1929
- 1929-01-08 DE DEA56409D patent/DE525444C/de not_active Expired
- 1929-01-08 FR FR667083D patent/FR667083A/fr not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR667083A (fr) | 1929-10-12 |
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