DE49933C - Einrichtung an Wasserröhrenkesseln zur Abscheidung des Kesselsteins - Google Patents
Einrichtung an Wasserröhrenkesseln zur Abscheidung des KesselsteinsInfo
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- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Construction des . vorliegenden Kesselsystems wurde u. a. Werth darauf gelegt,
dafs bei Betrieb des Kessels das frisch gespeiste Wasser, bevor es in die engen Wasserrohren
gelangen kann, einen langen Weg langsam zurücklegt, und dafs die Menge des Wassers,
die regelmäfsig durch die Heizröhren hindurchströmt, nur der wirklich verdampften Wassermenge
gleichkommt, die Dampfentnahme also selbst den Regulator für die Umlaufgeschwindigkeit
des Kesselwassers bildet, und dafs endlich das frisch in den Kessel gelangende Wasser nicht mit dem schon im Kessel befindlichen
Wasser sich mischen kann, ehe es einen Umgang im Kessel gemacht hat. Den im Feuer liegenden engen Heizröhren wird
also nur gleichmäfsig erwärmtes und ziemlich gereinigtes, von Kesselsteinbildnern freies Wasser
zugeführt.
In den Zeichnungen und nachstehender Beschreibung sind dreierlei Ausführungsarten
dieses Kesselsystems dargestellt und erläutert.
Fig. ι ist ein vertikaler Längsschnitt durch einen Kessel mit einfachem Röhrensystem,
Fig. 2 ein vertikaler Querschnitt des Kessels durch den Rost,
Fig. 3 ein Horizontalschnitt desselben Kessels durch den Wasser- und Dampf behälter, die
Circulationsvorrichtung zeigend;
Fig. 4 zeigt einen vertikalen Längsschnitt eines Kessels mit erweitertem Wasserbehälter
im Unterkessel;
Fig. 5 ist ein vertikaler Querschnitt dieses Kessels durch den Rost,
Fig. 6 ein Horizontalschnitt durch den Unterkessel und die Rohrkammer,
Fig. 7 eine Anordnung ähnlich der in Fig. 1 bis 3 dargestellten, aber mit doppeltem Röhrensystem
; ■
Fig. 8 zeigt die Circulationsanordnung im Oberkessel für Fig. 4 und 7.
Construction nach Fig. 1, 2 und 3.
Der Kessel besteht im wesentlichen aus den Oberkesseln oder Wasser- und Dampfbehältern
A A1, den Kammern B und C, welche mittelst
vertikaler Stutzen D und E bezw. D1E1 mit
den Oberkesseln A und A1 verbunden sind, dem Rohrsystem F, das zwischen die Kammern
B und C eingesetzt ist, und endlich der in den Oberkesseln angeordneten Circulations-
und Wasserscheidungsvorrichtung. Die hintere Rohrkammer C besteht aus einem horizontalen
Cylinder mit abgeflachter Vorderwand G. Letztere hat eine geneigte Lage, so dafs sie
rechtwinklig zu den Röhren steht. Die vordere Rohrkammer B bildet einen nach innen und
aufsen (hinten und vorn) abgeflachten Cylinder.
Um das in den Kessel gespeiste Wasser so zu führen, wie oben angegeben, ist die folgende
Umlaufvorrichtung angeordnet. Nahe dem vorderen Verbindungsstulzen D, ■ doch
hinter diesem, sind in den Oberkessel die in den Dampfraum hineinragenden Querwände K1
bezw. K11 eingesetzt. Die Oberkessel werden
ferner in der Längsrichtung durch je eine ebenfalls in den Dampfraum ragende, aber nicht
ganz bis zur Querwand K1 bezw. Ku reichende
Längswand L bezw. L1 getheilt, welche sich
hinten im ersten Oberkessel A zu einem oben offenen Cylinder M ausbildet. Derselbe um-
giebt die Oeffnung des Stutzens E und schliefst
den Wasserraum des Oberkessels von der Verbindung mit der Kammer C ab. Hinter M
reicht die Wand L bis an den Kopf des Kessels.
Der zweite Oberkessel A1 wird durch die
Längswand L1 ähnlich getheilt. Statt in einen ganzen Cylinder überzugehen, ist jedoch hier
die Wand nur halbcylindrisch ausgebogen, da die letzte Abtheilung der Oberkessel mit den
Stutzen communiciren kann und soll. Um nun dem frischen Wasser, nachdem es einmal
einen Umlauf durch den Kessel gemacht hat, freie und wiederholte Circulation zu ermöglichen
, ist in jeden Oberkessel ein weites Rohr N bezw. N1 eingelegt, welches, aus dem
vorderen Theil O bezw. O1 kommend, durch
die Zwischenwand K1 bezw. K11 hindurch
abwärts in die Stutzen E bezw. E' führt, wobei
N durch deri Cylinder M hindurchgeht. Diese Röhren gestatten nun die regelmäfsige
Circulation des Wassers irri Kessel, welche, da die Heizröhren nach hinten Fall haben, naturgemäfs
in der angegebenen Richtung erfolgt, von dem frisch zufliefsenden Wasser unabhängig
ist und schwächer oder stärker wird, je nach der tritensivität der Feuerung über
dem Roste.
Ganz nach denselben Grundsätzen sind die dtlf'ch die Fig. 4 bis 8 dargestellten Kessel
gebaut.
Der Kessel Fig. 4 bis 6 unterscheidet sich voll dem Vörbeschriebenen nur dadurch, dafs
die Wasserröhren verkürzt sind, die hintere Röhrkammer in den Heizkanal hineingelegt ist
und dafs an dieselben die cylindrischen Langkessel P und P1 angesetzt sind. Bei dem
durch Fig. 7 dargestellten Kessel sind die hinteren Langkessel durch ein zweites Röhrenbündel
V ersetzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Behufs Vermeidung sofortiger Vermischung des frisch in Röhrenkessel gespeisten Wassers mit demjenigen, welches bereits einen Umlauf in demselben gemacht hat, und zum Zwecke eines derartig zwangläufigen, durch den Dampfconsum regulirten Umlaufes, dafs eine Mischung des frisch in den Kessel gespeisten Wassers mit dem bereits darin befindlichen erst erfolgen kann, nachdem ersteres die Kesselsteinbildner abgesetzt und einen vollen Kreislauf durch den Kessel gemacht hat: die Anordnung der Querscheidewände K K1, der Längsscheidewände LL1, mit den Cylinderfheilen MM1 und der die Communication vermittelnden Ümlaufrohre N N1.
Publications (1)
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DENDAT49933D Expired - Lifetime DE49933C (de) | Einrichtung an Wasserröhrenkesseln zur Abscheidung des Kesselsteins |
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