[go: up one dir, main page]

DE486135C - Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke

Info

Publication number
DE486135C
DE486135C DEM95808D DEM0095808D DE486135C DE 486135 C DE486135 C DE 486135C DE M95808 D DEM95808 D DE M95808D DE M0095808 D DEM0095808 D DE M0095808D DE 486135 C DE486135 C DE 486135C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amalgam
metal
production
mercury
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM95808D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DEM95808D priority Critical patent/DE486135C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE486135C publication Critical patent/DE486135C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C7/00Alloys based on mercury
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/84Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising metals or alloys
    • A61K6/847Amalgams

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders für zahnärztliche Zwecke Das Bestreben, Amalgam herzustellen, i geht dahin, die zur Amalgamierung verwendeten Metalle und Metalllegierungen so vorzubereiten, daß das Quecksilber möglichst große Kontaktflächen antrifft und d'aß eine möglichst gleichmäßige und le:.chte Auflösung unter der Quecksilbereinwirkung erfolgt.
  • Man verwendet zu diesem Zwecke die verschiedensten Legierungen und hinsichtlich der physikalischen Beschaffenheit des Metalles Spänchen, Flocken, Pulver, Folien usw., die bei größter, also zackiger, rissiger Oberfläche die geringsten Tiefen und Dichten aufweisen.
  • Ein erheblicher Mangel bei diesen Verfahren Liegt in folgendem: Das bisher zur Verwendung gelangende Metall, selbst das in Pulverform, ergibt eine völlig ungleichmäßige Umkristal'1isierung und Bindung, weil die einzelnen Körnchen von verschiedener Größe und verschiedenem Gewicht sind, wodurch der Angriff des Quecksilbers auf das Metall ungleichmäßig erfollgt; was den Lösungsdruck und die Gleichgewichtslage nachteilig beeinfllußt.
  • Nach dem Amalgamieren verbleiben in der Masse immer freie Metallteilchen und freies Quecksilber, die nachteilige: und gesundheitsschädigende Wirkungen. ausüben.- Bei den großen und schweren Teilen gehen zunächst nur die Außenflächen des Kornes in Lösung, während der Kern der größeren und schwereren Teile erst nach und nach legiert wird. Dadurch wird die weitere Umsetzung in hohem Maße erschwert , manchmal für Jahr und Tag aufgeschoben.
  • In dem Amalgam entstehen durch den vorgeschriebenen Vorgang Spannungszustände und in deren Folge Formveränderungen -und Abblätterungen. .
  • 'Zusammenfassend ergibt sich, daß, bei Verwendung ungleich großer und gewichtsungleicher Metallteile., weiche bei den bekannten Verfahren durchweg benutzt werden, die Amalgamierung niemals gleichmäßig vor sich gehen kann, da kleine Metallteilfe schneller umkristallisieren als große; bei den großen bleibt der Kern auf lange Zeit, vielIieicht für immer, unverletzt. Freies Metall und freies Quecksilber verbleibt im Amalgam.
  • Die vorliegende Erfindung stellt alle diese Mängel ab.
  • Zahlreiche Versuche mit gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metallteilen sowie ebenso zahlreiche Vergleichsversuche mit üngleichkörnigen und gewichtsungleichen Metallteilen haben # eine überraschende Überlegenheit des die Erfindung darstellenden Verfahrens erwiesen.
  • Es wurde erreicht: a) absolute Formbeständigkeit infolge vollständiger Konzentration, keine Spannungsunterschiede, keine Abblätterungen, b) hohe Plastizität, da weder freies Metall noch«freies Quecksilber sich im Amalgam befinden, c) schnelle Erhärtung infolge völliger Diffusion, d) Bruchfestigkeit, Abschleifwiderstand, Randfestigkeit und Druckfestigkeit.
  • Es lag nun nahe, die bisher bei der Amalgambereitung unvermeidlichen gesundheitsschädigenden Vorgänge auszuschließen und dem neuartigen Amalgam endgültige Vollkommenheit zu. geben.
  • Die bis ins kleinste angestellten Versuche führten zu einem für die Amalgambereitung ausschlaggebenden Ergebnis. An Stelle des Quecksilbers wird leine an der Fließgrenze liegende Amalgampaste verwendet, die, fabrikmäßig hergestellt, als fertiges Produkt in die Hände der Verbraucher gegeben wird. Diese an der Fließgrenze liegende Paste .entsteht dadurch, daß beispielsweise 2o Teile mlögEdhst gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metalles ioo Teilen flüssigen Quecksilbers im Rührwerk bei gewöhnlicher Temperatur innig beigemischt werden. Diese an der Fließgrenze befindliche Paste gelangt gleichzeitig mit einer Dosis des oben beschrneb@anen gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metallpulvers in die Hand des Verbrauchers. Dieser stellt sich das Amalgam duxch Verreiben oder Verrühren von jeeiner Dosis Mer tallpulver und Paste selbst her. Obgleich bei diesem Verfahren eine Dosis Metallpulver zu. dem reinen Quecksilber und. eine zweite zu der Paste hinzugesetzt wird, wird keinesfalls mehr Metalljpullver zur endgültigen Herstellung dies Amalgams benötigt als bei den bisher üblichen Verfahren. Die Bedeutung der Anwendung einer solchen Paste bei der Amalgambereitung liegt in folgendem: a) Der Gleichgewichtszustand im Amalgam wird sehr schnell erreicht.
  • b) Die gesundheitsschädigenden Quecksilberdämpfe entstehen nicht, da freies Quecksilber zur Amalgambereitung nicht mehr in Anwendung kommt.
  • c) Der Verdampfungsgrad der Paste gegenüber dem Verdampfungsgrad freien Quecksilbers ist so. hoch gestellt, daß die Gefahren der Gesundheitsschädigung durch Verdampfen nicht mehr in Frage kommen. können.

Claims (1)

  1. PATTSNTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß, zunächst unter Verwendung von Metallpu1verteiachen von möglichst gleicher Körnung und Gewichtsgröße eine an der Fließgrenze befindliche Paste hergestellt wird, welche darauf bei gewöhnlicher Temperatur mi't so viel Metallpulver gleicher Körnung und Gewichtsgröße verrieben wird, daß endgültig .ein festes Produkt entsteht.
DEM95808D 1926-08-18 1926-08-18 Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke Expired DE486135C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM95808D DE486135C (de) 1926-08-18 1926-08-18 Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM95808D DE486135C (de) 1926-08-18 1926-08-18 Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE486135C true DE486135C (de) 1929-11-08

Family

ID=7323100

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM95808D Expired DE486135C (de) 1926-08-18 1926-08-18 Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE486135C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE486135C (de) Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke
DE475114C (de) Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels
DE446864C (de) Verfahren zur Herstellung kolloidaler Metalloesungen
DE504827C (de) Verfahren zur Herstellung von Bleitetraaethyl
DE678506C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gold
DE529081C (de) Verfahren zur Ausnutzung der oligodynamischen Wirkung von Metallen
DE903694C (de) Die Verwendung von aus eisen-, aluminium- und nickelhaltigem Magnetstahlschrott erzeugtem Pulver zum Herstellen von Sintermagneten
DE302252C (de)
DE656598C (de) Verfahren zur Herstellung von Presshefe
DE932779C (de) Edelmetallpraeparate zum Aufbrennen auf keramische Unterlagen
AT150007B (de) Verfahren zur Mischung gefärbter Körper mit zwei oder mehreren Farbtönen, insbesondere zur Herstellung eines Farbrasters.
DE887297C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Gefrieren von Lebensmitteln
DE26697C (de) Verfahren zum Entfetten von Knochen und zur Darstellung von Superphosphat
DE659217C (de) Behandlung von vitaminhaltigen Leberoelen
DE423536C (de) Verfahren zur Gewinnung von Stampfasphaltmehl und aehnlichen Produkten
DE437019C (de) Herstellung von Legierungskoerpern
AT53850B (de) Verfahren zum Auftragen der Emailmasse auf Werkstücke, insbesondere Bijouteriewaren.
DE854091C (de) Verfahren zur Herstellung von lumineszierenden Kunststoffen
DE519993C (de) Verfahren zur Herstellung von Erzbriketten
DE139635C (de)
DE555169C (de) Herstellung von Eisen in Form von Flittern durch thermische Zersetzung von Eisencarbonyl
DE523642C (de) Verfahren zur Behandlung von reibenden Teilen
DE540528C (de) Verwendung von stickstoffgehaertetem Stahl fuer Strangpressen
DE663969C (de) Verfahren zum kolloidalen Vermahlen von arzneilichen Drogen
DE619409C (de) Verfahren zur Veredlung von Aluminium-Silizium-Legierungen