DE458052C - Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Schaerfe oder Schneidfaehigkeit und der Dauerhaftigkeit der Schneidflaechen von Klingen, Werkzeugen o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Schaerfe oder Schneidfaehigkeit und der Dauerhaftigkeit der Schneidflaechen von Klingen, Werkzeugen o. dgl.Info
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- G01N3/58—Investigating machinability by cutting tools; Investigating the cutting ability of tools
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Description
- Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Schärfe oder Schneidfähigkeit und der Dauerhaftigkeit der Schneidflächen von Klingen, Werkzeugen o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf ein zu dessen Ausführung dienendes Gerät zur quantitativen Bestimmung der Schärfe und Dauerhaftigkeit der Schneidflächen von Klingen, Werkzeugen u. dgl.
- Zweck der Erfindung ist, ein wissenschaftliches Mittel zu schaffen, durch welches die Schärfe und Dauerhaftigkeit von Schneidflächen quantitativ genau bestimmt werden kann.
- Die Erfindung soll ermöglichen, die Schneidfähigkeit in wissenschaftlicher und quantitativer Weise festzustellen, und zwar dadurch, daß die zu untersuchende Schneidfläche wagerecht in der richtigen Lage auf einen Stoß von Papier, Gewebe oder sonstigen dünnen Lagen gesetzt und mit einer bestimmten Belastung beschwert wird, so daß sie in den Papier- o. dgl. Stoß einschneidet. Die Schneidfläche wird so angeordnet, daß sie in einem bestimmten Hub bewegt werden kann, und die Anzahl der Lagen von Papier o. dgl., die dabei durchschnitten werden, geben den Maßstab für die ursprüngliche Schärfe der Schneidfläche. Die Anzahl der durch eine Schneidfläche nach io, 2o und 3o Hinun:dherbewegungen zerschnittenen Lagen gibt die Dauerhaftigkeit an, welche die Schneidfläche nach zehnmaliger, zwanzigmaliger und dreißigmaliger Benutzung noch aufweist. Die Anzahl. der Hinundherbewegungen, die notwendig ist, um die Anzahl der Lagen auf die Hälfte oder i/,; der ursprünglichen Schneidfähigkeit herabzumindern, wird als Maßstab für die Dauerhaftigkeit der Schneidfläche genommen.
- In der Zeichnung ist ein zur Ausführung des Verfahrens dienendes Gerät zur Darstellung gebracht, und zwar ist Abb. i eine schematische Veranschaulichung des Prinzips der Erfindung, Abb. 2 ein Diagramm der' Kurven 1-N, welche die Abnahme der Schneidfähigkeit darstellen, die bei Prüfung verschiedener Arten. von Schneidflächen mit dem ;nachstehend zu beschreibenden Gerät erhalten wird. Auf der Ordinate ist die Anzahl der Papierbogen und auf der Abszisse die Anzahl der Hinundherbewegungen der Schneide aufgetragen.
- Abb.. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch! das Gerät, Abb. -. ein Grundriß und Abb. j ein senkrechter Längsschnitt nach Linie a-a der Abb.3.
- In Abb. i ist S eine zu untersuchende Schneide, die auf einen auf der Grundfläche F ruhenden Stapel L von dünnen Papierblättern gesetzt ist. Die Schneide S wird mit dem Gewichte W belastet. Es wird nun die Anzahl der Papierblätter gezählt, die durch die Schneide unter der vorher angegebenen Bedingung bei einer einzigen Hinundherbewegung (deren Hub etwa 3 cm beträgt) zerschnitten werden. Diese Anzahl wird als 1 aß für die Schärfe genommen.
- In der Weise sind eine Anzahl von. Versuchen mit verschiedenen Schneiden gemacht worden, z. B. mit: i. einem japanischen Schwert, genannt Masamune, 2. einem Rasiermesser (Henckel), 3. einem japanischen Schwerte, genannt Muramasa, einem in Sakai in Japan hergestellten Küchenmegser.
- Die Schneidfähigkeit und ihre Änderung mit der Anzahl der Schneidvorgänge wird ausgedrückt durch die Kurven I, II, III und IV in Abb. 2, welche die Abnahme der Schneidfähigkeit der Schneide veranschaulichen.
- Wird die Anzahl der Schneidbewegungen, die notwendig ist, um die Anzahl der Blätter, die bei jeder Operation zerschnitten werden, auf 1/s derjenigen Anzahl herabzumindern, die bei der zuerst genannten Operation: erbalten wird, festgestellt, so ergibt sich die Dauerhaftigkeit der erwähnten Schneiden nach dieser Definition. wie folgt: i. für ein japanisches Schwert (Masamune). . . . . . . . . . . . i i o, 2. für ein Rasiermesser (Henckel) . . --,5, 3. für ein japanisches Schwert (Muramasa) . . . . . . .. . . . . 53, 4. für ein Küchenmesser (Sakai, Japan) über . . . . . . . . . . . . ioo. in den Abb.3 bis 5, die das zur Durchführung der Erfindung dienende Gerät darstellen, ist mit i die zu untersuchende Schneide bezeichnet. 2 ist ein Tragrahmen für die Schneide 1, 3 ein Klemmrahmen, durch welchen die Schneide i gegen den Rahmen; 2 unter Vermittlung der Schraube q. geklemmt wird. Der Tragrahmen 2 wird in senkrechten Pfosten 6, 6' so geführt, daß er sich frei bewegen kann. Die Pfosten 6, 6' werden durch einen Arm 5 zusammengehalten, und dieser trägt eine wagerechte Stange 22, während die unteren Teile der Pfosten 6, 6' in einer in die Grundfläche 7 eingelassenen Nut 8 geführt werden.
- Die beweglichen Pfosten 6, 6' werden mittels einer Stange g und eines bei i i drehbaren Handhebels i o in wagerechte Hinundherbewegung um eine bestimmte Hublänge gesetzt.
- 12 ist eine Papierfestklemmvorrichtung, die mit einer Grundplatte 13 versehen ist und eine Druckplatte 14 trägt, die den Papierstapel 15 festklemmt und zusammenpreßt. Die Grundplatte 13 dient zugleich mit der Nut 16 der Grundplatte 7 dazu, den Papierstoß unter die Schneide entweder von Hand oder durch eine geeignete selbsttätige (nicht dargestellte) Einrichtung zu führen.
- 17 ist eine Querstange, die an beiden Enden gelagert ist und in senkrechter Richtung zwischen zwei Pfosten 18, 18' gleiten kann, die an der Grundfläche 7 befestigt sind. Die Stange 17 wird durch ein Gewicht ig belastet.
- Die Querstange 17 weist an der Unterseite Rollen 2o, 2o' auf, welche auf dem Rahmen 2 -ruhen und einen bestimmten Druck auf die Schneide ausüben, wenn der Rahmen 2 wagerecht bewegt wird. 21 ist ein vorstehender Zapfen zum Heben des Rahmens.
- Durch das beschriebene Gerät kann die Schneidfähigkeit oder Schärfe leicht quantitativ dadurch bestimmt werden, daß man die Schneide mittels des Handgriffes i o unter Belastung mit einem genügenden Gewicht i g hin und her bewegt, und die Dauerhaftigkeit der Schneide kann durch Wiederholung dieses Vorgangs festgestellt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Schärfe oder Schneidfähigkeit und der Dauerhaftigkeit der Schneidflächen von Klingen, Werkzeugen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide bei gleichbleibender Belastung einer wiederholten mechanischen Hinundherbewegung von gleichbleibender Amplitude auf einen Stapel von Papier, Stoff o. dgl. Faserstoffschichten derart ausgesetzt wird, daß die Zahl der durchschnittenen Blätter oder Schichten ,ein Maß für die Schneidfähigkeit und daß die Zahl der zur Abschwächung der Schneidfähigkeit um einen gewissen Bruchteil erforderlichen Schneidbewegungswiederholungen ein Maß für die Dauerhaftigkeit der Schneide abgibt.
- 2. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung für die zu untersuchende Schneide, eine Einrichtung, welche eine gleichmäßige Belastung der zu untersuchenden Schneide ermöglicht, und ein Getriebe, welches die Schneide hin und her durch den Papierstoß zu bewegen vermag.
- 3. Gerät nach Anspruch i und 2, bestehend aus einer Grundplatte (7), einem gegen diese beweglichen Tragrahmen (2) für die zu untersuchende Schneide, einem die Schneide (i) festhaltenden auf und ab beweglichen, 'von dem Tragrahmen (2) geführten KleSnmrahmen (3), einer den Papier- o. dgl. Stoß festhaltenden Einrichtung (13) und einem Antriebe (9, io), mittels dessen dein Rahmen (2, 3) und damit der Schneide (i) eine bestimmte Bewegung erteilt wird. Gerät nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den an der Grundplatte (7) befestigten Pfosten (18, 18') eine Querstange (17) angeordnet ist, die mittels eines Gewichtes (i 9) belastet ist und an der Unterseite geeignete, auf den die Schneide (i) tragenden Rahmen (2) sich stützende Rollen (20, 20') trägt. 5. Gerät nach Anspruch 2 bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (3) in senkrechter Richtung verschiebbar ist, auf dessen gleicher Grundfläche (7) der Papier- o. dgl. Stapel durch eine verstellbare Klemmvorrichtung (12, 13) festgehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
JP458052X | 1926-01-20 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE458052C true DE458052C (de) | 1928-03-30 |
Family
ID=12729466
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEH109442D Expired DE458052C (de) | 1926-01-20 | 1926-12-25 | Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Schaerfe oder Schneidfaehigkeit und der Dauerhaftigkeit der Schneidflaechen von Klingen, Werkzeugen o. dgl. |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE458052C (de) |
-
1926
- 1926-12-25 DE DEH109442D patent/DE458052C/de not_active Expired
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