DE4424613A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines Walzgerüstes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines WalzgerüstesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Betreiben eines Walzgerüstes, insbesondere Dressierwalzgerüst,
das Stützwalzen, eine hydraulische Anstellung, eine
Passline-Einstellung, Biegeeinrichtungen für die Arbeits- und/oder
Zwischenwalzen sowie weitere Gerüststellglieder
aufweist.
Ein Walzgerüst dieser Art, bei dem die Walzen eines Walzenpaares
zudem gegensinnig axial verschiebbar sind und jede der
verschiebbaren Walzen mindestens über ein Teil der Länge des
Walzenballens eine von einer achsparallelen Geraden abweichende,
gekrümmte Kontur aufweist, ist durch die DE-A-29 19 105
bekanntgeworden. Eine Veränderung der Walzspaltkontur ist bei
diesem Walzgerüst aufgrund der Konturengebung der Walzen und
der Walzenbiegevorrichtungen möglich, die als Stellglieder zur
Beeinflussung des Walzspaltprofils arbeiten und für eine positive
oder eine negative bzw. eine positive und negative Biegung
ausgelegt sein können, um den Walzspalt zwischen den
Arbeitswalzen zu beeinflussen. Das Walzgerüst ist so ausgelegt,
daß sich im Walzbetrieb durch gezielten Einsatz der Stellglieder,
nämlich durch die axiale Verschiebung der eine gekrümmte Kontur
besitzenden Walze und eine gleichzeitig auf diese zur Einwirkung
gebrachte Biegebeanspruchung, die Gestalt des Walzspaltes und
damit das Profil des Walzbandes beeinflussen läßt.
Um Profilanomalien, die die walzbare Länge eines zu walzenden
Bandes in einer Breite stark einschränken, zu vermeiden bzw.
zu verringern, ist es beispielsweise bekannt, die Änderung des
thermischen Crowns und des Arbeitswalzenverschleißes durch ge
eignete Stellglieder wie Verschiebe- und/oder Biegeglieder,
z. B. "CVC" (Continuously Variable Crown)-Verschiebung (vgl.
DE 30 38 865 C1) oder eine geeignete Kühlung, im Sinne einer
Angleichung der Istkontur zu kompensieren. Als Walzlänge in
einer Breite wird im übrigen die Summe aller Bandlängen
definiert, die in einer Breite oder annähernd gleicher Breite
gewalzt werden.
Durch die EP 0 276 743 B1 ist es bekanntgeworden, zum Steuern
der Balligkeit und/oder des Kantenabfalls des Bandes die
horizontale Verschiebung der Arbeitswalzen und die auf diese
Arbeitswalzen wirkenden Biegekräfte einer an der Aufstromseite
befindlichen Gruppe der Walzgerüste eines Tandemwalzwerkes nach
Maßgabe der Walzbedingungen einschließlich der Breite der Bänder
einzustellen. Zum Steuern des Verschleißes und der thermischen
Bombierung der Arbeitswalzen, mit dem Ziel, unerwünschte
Profilformen beim Walzen in einer Breite zu vermeiden, werden
in einer an der Abstromseite befindlichen Gruppe der Walzgerüste
die Arbeitswalzen in vorbestimmten Intervallen, ungeachtet der
Breite des Bandes, hin- und herverschoben. Hierbei werden die
hinteren Gerüste nach jedem Band gegensinnig um einen bestimmten
Betrag verschoben; hat der Verschiebebetrag einen maxialen Wert
erreicht, wird die Verschieberichtung umgekehrt. Durch dieses
zyklische Verschieben wird der Verschleiß der Arbeitswalzen
auf einen größeren Bereich vergleichmäßigt.
Schließlich ist es aus der EP 0 219 844 B1 bekannt, das Profil
jeder Arbeitswalze in axialer Richtung zu bestimmen, das sich
während des Zeitintervalls zwischen einem Wechseln der
Arbeitswalzen ändert. Sodann wird auf der Basis des bestimmten
Walzenprofils die Konfiguration des Spalts zwischen der oberen
und unteren Arbeitswalze in Axialrichtung als eine Funktion
der Größe einer relativen Verstellung der Walzenlagen festgelegt,
um diejenige Größe der Verstellung der Walzenlagen zu bestimmen,
die eine möglichst glatte Konfiguration in axialer Richtung
für den Spalt innerhalb des Kontaktbereichs zwischen dem Walzband
und den Arbeitswalzen hervorruft. Es geht dort somit um das
Glätten des Walzspaltes.
Diese unter Einsatz der Gerüststellglieder getroffenen, die
Profilgenauigkeit und Planheit des zu walzenden Bandes
beeinflussenden Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, um das
Aufprägen einer gewünschten Rauhigkeit zu ermöglichen. Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit
denen sich unter Einsatz der Gerüststellglieder auf die
Rauhigkeit des zu walzenden Bandes Einfluß nehmen läßt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung verfahrensmäßig dadurch
gelöst, daß mittels einer geschlossenen Echtzeit-Regelung der
Walzprozeß zur Aufbringung einer gezielten Oberflächenrauhigkeit
eingesetzt wird. Der Erfindung liegt somit die Überlegung
zugrunde, bei den in Frage kommenden Walzgerüsten, d. h. dort,
wo die äußere Bandbeschaffenheit und damit die Rauhigkeit der
Oberfläche ein entscheidendes Kriterium ist, wie vor allem in
Dressierwalzgerüsten zum Nachwalzen von Bändern, das durch
den Walzprozeß erzeugte Rauhigkeitsprofil der Bandoberfläche
während des laufenden Betriebes, ohne in den Prozeß eingreifen
müssen, zu erfassen und damit den Walzprozeß selbst unmittelbar
auszunutzen, um ein Band mit gewünschter Oberflächenrauhigkeit
zu erzeugen. Um die Rauhigkeiten zu verändern, läßt sich
beispielsweise ein Zusatzsollwert auf die Biegeeinrichtungen
aufgeben und folglich über die Biegung die Walzkraft in
gewünschter Weise verändern. Die aufgrund der Echtzeit-Regelung,
d. h. während des laufenden Prozesses ermittelten Kennwerte
der Rauhigkeit lassen sich außer zur Regelung der Rauhigkeit
gleichzeitig dazu ausnutzen, die Walzkraft entsprechend der
Festigkeit der zu walzenden Stahlqualität anzupassen. Das ist
z. B. zum Nachwalzen von insbesondere verzinkten - oder auch
in einer Glühlinie behandelten - Walzbändern von Bedeutung.
Denn das Programm derartiger Feuerverzinkungsanlagen umfaßt
neben hochfesten Stählen auch Stahlsorten von weichen,
unlegierten Feinblechen und Sondertiefziehgüten bis beispiels
weise hin zu mikrolegierten IF (Interstitial Free
Steels)-Stählen, die sehr weich sind und folglich mit
entsprechend geringeren Walzkräften nachgewalzt werden müssen,
als das bei den hochfesten Stahlqualitäten der Fall ist.
Ein besonders bevorzugter Vorschlag der Erfindung sieht vor,
daß aus den während des laufenden Walzprozesses gewonnenen
Rauhigkeits-Kennwerten ein Rauhigkeitsprofil und daraus durch
einen Soll-Istwertvergleich mit einem Rauhigkeitssollprofil
ein zweidimensionaler Fehler ermittelt sowie dieser Fehler in
Fehleranteile zerlegt wird, die jeweils einem mit einem
Stellglied verbundenen Rauhigkeitsregelkreis des Walzgerüstes
zugeführt werden. Das Erfassen der Rauhigkeits-Kennwerte, d. h.
der Rauhtiefe und der Spitzenzahl, kann entweder durch Auswertung
einer oder mehrerer über die Bandbreite verteilter diskreter
Meßspuren, z. B. Messung der Bandrauhigkeit in drei Spuren,
nämlich an den beiden Bandkanten und in der Mitte, durch
scannende oder durch Parallelmeßverfahren erfolgen. Das Zerlegen
des ermittelten zweidimensionalen Rauhigkeitsfehlers (Fehler
= f (Breite; Zeit)) ermöglicht es, entsprechend den
unterschiedlichen Fehleranteilen über den jeweiligen,
geschlossenen Rauhigkeitsregelkreis zur Korrektur des
Rauhigkeitsfehlers ein entsprechend geeignetes Stellglied des
Walzgerüstes einzusetzen. Es ist daher eine Aufschaltung der
Soll-Istwertabweichungen auf beispielsweise die folgenden
Regelkreise möglich:
- - 0-ter Ordnung, nämlich dann, wenn die Rauhtiefe über die gesamte Breite dem gewünschten Wert nicht entspricht. Eine Korrektur des Rauhigkeitsniveaus ist über Änderungen der Walzkraft möglich.
- - 1-ter Ordnung, d. h. es liegt ein linearer Fehler über die Bandbreite vor, beispielsweise wenn die Rauhigkeitstiefe von der Bedien- zur Antriebsseite des Walzgerüstes linear zu- oder abnimmt. Eine Korrektur ist beispielsweise über die Schräglagenposition oder die Differenzwalzkraft möglich.
- - 2-ter Ordnung, in welchem Fall ein parabolischer Fehler vorliegt, dessen Abweichung mathematisch mit einer Parabel zweiter Ordnung beschrieben werden kann. Als Stellglieder zur Korrektur lassen sich die Biegeeinrichtungen einsetzen, d. h. eine positive/negative Walzenbiegung vorsehen; alternativ ist beispielsweise eine Axialverschiebung der Stütz- und/oder Arbeitswalzen bzw. Zwischenwalzen möglich.
- - n-ter Ordnung, womit Rauhigkeitsfehler höherer Ordnung vorliegen, die sich den vorgenannten Stellgliedern nicht mehr zuordnen lassen, z. B. eine Parabel 4-ter Ordnung. Die Erfassung dieser Fehler setzt ein mehr als drei Meßpunkte aufweisendes Rauhigkeitsmeßgerät voraus. Im Falle einer Parabel 4-ter Ordnung läßt sich z. B. durch den Einsatz dünner Arbeitswalzen oder einer sehr großen Arbeitswalzenbiegung Einfluß nehmen. Bei Fehlern noch höherer Ordnung kommen Stellglieder in Form z. B. einer gezielten Kühl- und Schmiermittelverteilung in Frage, wodurch sich der thermische Ballen der Walzen verändern ließe.
Zur Ermittlung der Rauhigkeits-Kennwerte wird vorgeschlagen,
vorzugsweise an der Auslaufseite des Walzgerüstes ein mindestens
einen Meßpunkt aufweisendes Rauhigkeitsmeßgerät anzuordnen;
alternativ ist es möglich, ein- und/oder auslaufseitig ein
Meßgerät mit Sensoren als Meßglied für die Regelung der
Rauhigkeit vorzusehen. Derartige on-line-fähigen
Rauhigkeitsmeßgeräte sind zum Messen und Erfassen von
Rauhigkeiten im Markt erhältlich; sie werden aber nicht
eingesetzt, um ein Walzgerüst nach diesen Kriterien einzustellen
und damit den Walzprozeß unmittelbar zur Aufbringung einer
gezielten Oberflächenrauhigkeit einzusetzen.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das
Rauhigkeitsmeßgerät an ein ein Rauhigkeitsfehlerprofil
ermittelndes Soll-Istwert Vergleichsgerät und dieses an einen
Fehleranalysator angeschlossen ist, der wiederum über Regler,
die in Regelkreisen integriert sind, an Gerüststellglieder
angeschlossen ist. Je nachdem, welcher Ordnung der jeweils
ermittelte Fehleranteil zuzuordnen ist, läßt sich über einen
Walzkraft- bzw. Schräglagen- bzw. Biegekraftregler oder einen
Regler n-ter Ordnung das Stellglied bzw. lassen sich entsprechend
den Fehleranteilen mehrere Stellglieder des Walzgerüstes
gleichzeitig zum Einsatz bringen und damit der Rauhigkeitsfehler
des Walzgerüstes entsprechend korrigieren.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der für
den Betrieb eines Quarto-Walzgerüstes anhand eines
Blockschaltbildes die Betriebsweise mit einer
on-line-Rauhigkeitsregelung näher erläutert wird.
Von einem gemäß dem Ausführungsbeispiel Vier-Walzen- bzw. Quarto-
Walzgerüst, insbesondere Dressierwalzgerüst, sind in der
Zeichnung - da derartige Walzgerüste hinlänglich bekannt sind
- der Einfachheit halber lediglich die obere und untere
Arbeitswalze 1 bzw. 2 sowie die diese von oben bzw. unten
abstützenden Stützwalzen 3, 4 dargestellt. Sowohl der oberen
als auch der unteren Arbeitswalze 1 bzw. 2 ist ein nicht
gezeigtes Biegesystem bzw. eine Biegeeinrichtung zugeordnet;
diese besitzen als integrierte Bestandteile Biegezylinder für
eine negative oder positive bzw. eine positive und eine negative
Biegung, um den Walzspalt 5 zwischen den Arbeitswalzen 1, 2
zu beeinflussen.
An der Auslaufseite des Walzgerüstes 1, 2; 3, 4 ist ein
Rauhigkeitsmeßgerät 6 angeordnet, das über die Breite des in
Bandlaufrichtung (vgl. Pfeil 7) auslaufenden Walzbandes 8
mehrere, durch auf das Walzband 8 gerichtete Vertikalpfeile
schematisch angedeutete Sensoren bzw. Meßpunkte 9 aufweist. Das
Rauhigkeitsmeßgerät 6 erlaubt es, daß durch den Walzprozeß
erzeugte Rauhigkeitsprofil der Bandoberfläche des Walzbandes
8 bis hin zu Fehlern höherer Ordnung zu erfassen.
Das Rauhigkeitsmeßgerät 6 ist an ein Vergleichsgerät 10
angeschlossen, das aus dem gemäß Pfeil 11 eingehenden
Rauhigkeitsistprofil und einem gemäß Pfeil 12 vorgegebenem
Rauhigkeitssollprofil einen zweidimensionalen Rauhigkeitsfehler
ermittelt. Das Rauhigkeitsfehlerprofil (vgl. Pfeil 13) wird
in einem Fehleranalysator 14 in Fehleranteile unterschiedlicher,
nämlich 0-ter, 1-ter, 2-ter und n-ter Ordnung zerlegt. Jeder
dieser Fehleranteile wird einem seiner Ordnung entsprechenden
Rauhigkeitsregelkreis 15, 16, 17 bzw. 18 zugeführt und über
einen in dem jeweiligen Regelkreis integrierten Walzkraftregler
19 bzw. Schräglagenregler 20 bzw. Biegekraftregler 21 bzw. einem
Regler 22 n-ter Ordnung auf die im einzelnen nicht gezeigten,
insgesamt durch einen Pfeil 23 zusammengefaßten Stellglieder
a₁, ₂ . . . an des Walzgerüstes aufgeschaltet. Der jeweilige
Rauhigkeitsfehler wird folglich während des Walzprozesses durch
den Einsatz des jeweils geeigneten Stellgliedes a₁ bzw. a₂ bzw.
an korrigiert und damit eine gezielte Oberflächenrauhigkeit
des Walzbandes 8 erreicht.
Claims (4)
1. Verfahren zum Betreiben eines Walzgerüstes, insbesondere
Dressierwalzgerüst, das Stützwalzen, eine hydraulische
Anstellung, eine Passline-Einstellung, Biegeeinrichtungen
für die Arbeits- und/oder Zwischenwalzen sowie weitere
Gerüststellglieder aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels einer geschlossenen Echtzeit-Regelung der
Walzprozeß zur Aufbringung einer gezielten
Oberflächenrauhigkeit eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus den während des laufenden Walzprozesses gewonnenen
Rauhigkeits-Kennwerten ein Rauhigkeitsprofil und daraus durch
einen Soll-Istwertvergleich mit einem Rauhigkeitssollprofil
ein zweidimensionaler Fehler ermittelt sowie dieser Fehler
in Fehleranteile zerlegt wird, die jeweils einem mit einem
Gerüststellglied verbundenen Rauhigkeitsregelkreis des
Walzgerüstes zugeführt werden.
3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
ein vorzugsweise auslaufseitig des Walzgerüstes (1, 2; 3,
4) angeordnetes, mindestens einen Sensor bzw. Meßpunkt (9)
aufweisendes Rauhigkeitsmeßgerät (6).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rauhigkeitsmeßgerät (6) an ein ein
Rauhigkeitsfehlerprofil (13) ermittelndes Soll-Istwert-
Vergleichsgerät (10) und dieses an einem Fehleranalysator
(14) angeschlossen ist, der wiederum über Regler (19, 20,
21 bzw. 22), die in Regelkreisen (15, 16, 17, 18) integriert
sind, an die Gerüststellglieder (a₁, a₂ . . . .an angeschlossen
ist.
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