DE4102808A1 - Verfahren zur herstellung von ethylenhomo- und ethylencopolymerisaten in mehrzonenrohrreaktoren - Google Patents
Verfahren zur herstellung von ethylenhomo- und ethylencopolymerisaten in mehrzonenrohrreaktorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hochdruckmassepolymerisationsverfahren
zur Herstellung von Polyethylen und dessen
Copolymeren mit verbesserten Eigenschaften in Mehrzonenrohrreaktoren,
das unabhängig von der Zahl und Länge der
Reaktionszonen angewendet werden kann.
Die Polymerisation von Ethylen nach dem Hochdruckmasseverfahren
ist allgemein bekannt. Man arbeitet dabei in kontinuierlich
betriebenen Rühr- oder Rohrreaktoren bei Reaktionsdrücken
zwischen 150 und 350 MPa und bei Temperaturen
zwischen 423 und 623 K. Die mittleren Verweilzeiten betragen
üblicherweise 30 bis 120 Sekunden (Ullmann's Encyklopädie
der techn. Chemie, 4. Auflage, Bd. 19, 1980, S. 169-178).
Der erzielbare Umsatz und die Qualität der erzeugten
Polyethylene werden dabei weitgehend von der Temperaturführung
im Reaktor bestimmt, wobei der erzielbare Umsatz
direkt proportional der abgeführten Wärmemenge ist. Je
größer die durch den indirekten Wärmeaustausch über die
Reaktorwand abgeführte Wärmemenge ist, desto höher kann
der Umsetzungsgrad des Ethylens zu Polyethylen durch Erhöhung
der Initiatorkonzentration bei sonst gleichbleibenden
Bedingungen eingestellt werden. Es sind eine Reihe von
Verfahren bekannt geworden, diese Reaktionswärme in möglichst
großem Umfang abzuführen (vgl. z. B. DE-AS 14 95 107).
Nach diesem Verfahren ist es zwar möglich, vergleichsweise
hohe Umsätze zu erzielen, nachteilig wirken sich aber die
zwangsläufig tieferen Temperaturen der Reaktionsmischung in
unmittelbarer Nähe der Reaktorwand aus. Es entsteht ein
ungleichmäßiges Produkt mit erhöhtem hochmolekularem Anteil.
Unter diesen Umständen kommt es zur Ablagerung von
Wandbelägen auf der Innenseite des Reaktors, die unkontrolliert
als hochmolekulare Bestandteile bzw. "Gele" in das
Endprodukt gelangen und die Qualität herabsetzen (Stippen
in Blasfolien oder Schmelzbrucherscheinungen beim Extrudieren).
Zur Vermeidung von Wandablagerungen an der Reaktorinnenwand
sind ebenfalls mehrere Verfahren bekannt geworden,
die entweder auf dem Prinzip der "Reizung" (periodische
Druckabsenkung im Reaktor - vgl. z. B. US-PS 28 52 501), der
generellen Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Reaktionsmischung
(DE-OS 25 13 851), oder dem Zusatz spezieller
Modifikatoren beruhen. Dadurch wächst entweder der technisch-
technologische Aufwand oder das Eigenschaftsbild der
Polymeren verändert sich in unerwünschter Weise.
Die Eigenschaften von Hochdruckpolyethylen hängen bekanntlich
in entscheidender Weise von der Molmassenverteilung
ab (vgl. P. J. Perom u. a., Polymer Engineering and Science
12 (1972), 5, S. 340). Die Molmassenverteilung hingegen
wird von der Anzahl der Langkettenverzweigungen beeinflußt
(vgl. J. K. Bisley, Journal of American Chemical Society,
75, (1953), S. 6123-6127). Die Molmassenverteilung wie
auch die Langkettenverzweigung sind recht komplexe Größen,
die durch das Zusammenspiel aller Reaktionsteilschritte
bestimmt werden. So wird die Molmassenverteilung durch die
Kaltgasnachdosierung, die als wesentliche Maßnahme zur Umsatzsteigerung
bekannt ist, verbreitert (G. Luft, Erdöl
und Kohle - Erdgas - Petrochemie 31 (1978) 7, S. 317-322).
Es ist auch bekannt, daß die unzureichende Molmassenverteilung
im Polyethylen verbessert werden kann durch ein insgesamt
tieferes Temperaturniveau unterhalb des thermodynamisch
möglichen Maximalwertes über den gesamten Reaktor
(vgl. z. B. DD-PS 58 387 oder Ullmann's Encyklopädie der
techn. Chemie 4. Auflage, Bd. 19 (1980) S. 173). Allerdings
ist dabei eine spürbare Qualitätsverbesserung nur
mit einer deutlichen Umsatzreduzierung erreichbar. Es sind
weiterhin verschiedene Verfahren bekannt, nach denen Polyethylene
mit besonders einheitlicher Struktur bzw. einer
gezielt eingestellten molekularen Uneinheitlichkeit erhalten
werden sollen. So sollen Polyethylene mit besonders
einheitlicher Struktur erhalten werden durch die Einstellung
und Regelung eines speziellen Temperaturregimes (vgl.
DD-PS 1 60 224) oder durch Dosierung einer gleichbleibenden
Konzentration an Kettenregler und in periodisch wiederkehrenden
Zeitabständen sowie in Abhängigkeit von der Entstehung
des Wandbelages im Reaktor eine zusätzliche erhöhte
Kettenreglerdosierung (vgl. DD-PS 2 28 270).
Produkte mit breiter Molmassenverteilung und praktisch frei
von sehr hochmolekularen Bestandteilen (DE-AS 18 07 493, DE-AS
19 08 962, DE-AS 19 08 963) werden erhalten, wenn die Reaktormaximaltemperatur
der ersten Zone höher ist, als die der
zweiten Zone, organische Hydroperoxide und Kettenregler
mit geringen cS-Werten im Bereich von 2,0 × 10-2 bis 1,0 × 10-4
eingesetzt werden bzw. mit enger Molmassenverteilung
und praktisch frei von hochmolekularen Bestandteilen (DE-
AS 19 08 964), wenn die Reaktormaximaltemperatur der ersten
Zone größer als die der zweiten Zone ist, organische Hydroperoxide
und spezielle Kettenregler mit cS-Werten im Bereich
1,0 × 10-2 bis 4,0 × 10-1 eingesetzt werden.
Es ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Ethylenhomo-
und Ethylencopolymeren in Mehrzonenrohrreaktoren mit
verbesserten Produkteigenschaften und hohen Umsätzen vorgeschlagen
worden, bei dem dem Reaktionsgemisch zwischen den
einzelnen Reaktionszonen jeweils ein Frischgasstrom in
einem bestimmten Mengenverhältnis zugesetzt wird und die
Temperaturdifferenz zwischen dem aus jeder Reaktionszone
austretenden Reaktionsgemisch und dem jeweils zugeführten
Frischgas zwischen 130 und 210 K liegt.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, weitere technologisch
einfache Modifizierungsmöglichkeiten eines herkömmlichen
Polymerisationsverfahrens für die Herstellung
von Ethylenhomo- und Ethylencopolymeren nach dem Rohrreaktorprinzip
zu finden, so daß Polyethylene mit verbesserten
Gebrauchs- und Verarbeitungseigenschaften bei gleichzeitig
hohem Umsatz herstellbar sind.
Dieses Problem wird gelöst mit einem Verfahren zur Herstellung
von Ethylenhomo- und Ethylencopolymeren in Mehrzonenrohrreaktoren
nach dem Hochdruckmassepolymerisationsverfahren
mit verbesserten Produkteigenschaften bei hohen Umsätzen
und Drücken von 150 bis 250 MPa sowie Temperaturen
von 393 bis 603 K, in Gegenwart von Sauerstoff und anderen
freie Radikale bildenden Verbindungen, Kettenreglern und
ggf. Modifikatoren oder Comonomeren, bei Strömungsgeschwindigkeiten
zwischen 4 und 20 m/s, wobei mindestens der ersten
Reaktionszone ein Vorheizer vorgeschaltet ist und entlang
des Reaktors im Gegenstrom Heißwasser in einem Außenmantel
geführt wird, das am Eingang der ersten Reaktionszone den
Reaktor wieder verläßt, indem erfindungsgemäß in der ersten
Reaktionszone zwischen der Monomertemperatur unmittelbar
vor der Peroxid-Dosierstelle (T₁) und einer Reaktortemperaturmeßstelle
(T₂), die in einer Entfernung vom Ort der
Temperaturmeßstelle (T₁) von 300 bis 320 angeordnet ist,
eine Temperaturdifferenz von 8 bis 30 K, vorzugsweise von
18 bis 28 K, über eine im Bereich von 480 bis 498 K, vorzugsweise
483 bis 493 K, am Ort von (T₁) im Außenmantel
angelegte Heißwasseraustrittstemperatur aus dem Reaktor
(T₃) eingestellt wird.
Eine Heißwasseraustrittstemperatur T₃ im erfindungsgemäß
geforderten Temperaturbereich kann durch Mengen- bzw. Temperaturregelung
der Heißwassereingangstemperatur in die
erste Reaktionszone THW eingestellt werden.
Mittels der erfindungsgemäßen Lösung können im Langzeitbetrieb
höhere Umsätze bei gleichzeitiger Erhöhung der Gebrauchswerte
von Folien- und Profilgrundmaterial gefahren
werden. Die sonst gemäß Stand der Technik notwendige Umsatzbegrenzung
zur Herstellung hochwertiger Folienprodukte
entfällt. Der Hersteller ist somit in der Lage, die Verfahrensökonomie
wesentlich zu verbessern und den Aufwand an
vergegenständlichter Arbeit zu senken.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele
näher erläutert:
Nach einem radikalischen Hochdruckmassepolymerisationsverfahren
zur Herstellung von Polyethylen in einem Zweizonenrohrreaktor
mit einem Rohrinnendurchmesser D von 0,04 m und
einem L/D-Verhältnis von 10500 : 1 in der ersten und 13 670 : 1
in der zweiten Reaktionszone werden 28 t/h propan- und sauerstoffhaltiges
Ethylen mit einem Druck von 226 MPa in den Vorheizer
vor der ersten Zone geführt und unmittelbar danach
mit Bis-3,5,5-Trimethylhexanoylperoxid (l₁) initiiert und
bis zu einer Maximaltemperatur von 558 K teilweise zu Polyethylen
umgesetzt. Das am Zonenende eingespeiste Heißwasser
mit einer Eintrittstemperatur THW in den äußeren Reaktormantel
von 467 K wird durch Mengenregelung auf eine Außenmanteltemperatur
am Ort von T₁ (unmittelbar vor der Peroxid-
Dosierstelle) von 471 K (T₃) eingestellt. Zwischen T₁ und
der in 300 L/D entfernten Reaktortemperaturmeßstelle T₂
wird eine Temperaturdifferenz von 3 K eingestellt. Das in
der ersten Reaktionszone entstandene Reaktionsgemisch wird
gekühlt und nach Mischung mit 28 t/h propan- und sauerstoffhaltigem
Frischgas in einer zweiten Reaktionszone erneut
mit l₁, beginnend bei der Mischtemperatur, initiiert und bis
zur gleichen Maximaltemperatur wie in der ersten Reaktionszone
teilweise umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird nochmals
mit im Gegenstrom fließenden Heißwasser gekühlt, teilweise
entspannt, in einem Abscheidersystem in monomere und
polymere Phase getrennt, wobei die monomere Phase gereinigt
in den Kreislauf zurückgeführt und das Produkt über einen
Extruder ausgetragen wird. Das entstandene Polyethylen hat
bei einem Gesamtumsatz von 23,2% einem Schmelzindex bei
463 K von 0,30 g/10 min und eine Dichte von 920 kg/m³ bei
293 K. Es wird ein Polymerisationsgrad von 682 entsprechend
einer zahlenmittleren Molmasse Mn von 19 100 g/mol und eine
Produktuneinheitlichkeit
von 15,0 erreicht.
Das so hergestellte Polyethylen ist bei einem in einer Knetkammer
gemessenen Drehmoment (423 K, 30 min-1) von 16,1 Nm
thermomechanisch wenig belastbar und wenig homogenisierfähig.
Das Produkt weist einen hohen Anteil an Folieninhomogenitäten
auf. Die Temperaturbedingungen und die Produktkennwerte
sind jeweils in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
Bei einem radikalischen Hochdruckmassepolymerisationsverfahren
des Ethylens im gleichen Zweizonenrohrreaktor wie
in Vergleichsbeispiel 1 mit gleichen Maximaltemperaturen,
gleicher Mischtemperatur und gleichem Kettenregler wird bei
einer Heißwassereintrittstemperatur in den Reaktor von
480 K eine Heißwasseraustrittstemperatur T₃ von 507 K und
eine Temperaturdifferenz zwischen T₁ und T₂ von 6 K eingestellt.
Bei einem Reaktoreingangsdruck von 224,5 MPa wird
mit dem Initiator l₁ und Sauerstoff bis zu den gewünschten
Maximaltemperaturen initiiert. Dabei wird mit Hilfe der
Kettenreglerdosierung ein mittlerer Schmelzindex von 0,25 g/10 min
eingestellt. Unter diesen Prozeßbedingungen macht
sich eine störende Pulsation in der Temperaturdifferenz
zwischen T₁ und T₂ bemerkbar, die periodische Temperaturschwankungen
am Zonenausgang verursacht, die weiterhin
zu Umsatzverslusten und zu Schwankungen in den Produkteigenschaften
führt. Bei einem mittleren Gesamtumsatz
von 22,0% liegt das analog zu Vergleichsbeispiel 1 gemessene
mittlere Drehmoment bei 17,1 Nm und weist einen
mittleren Polymerisationsgrad von 721 entsprechend einer
zahlenmittleren Molmasse von 20 200 g/mol und eine Produktuneinheitlichkeit
von 13,4 auf.
Nach einem Hochdruckpolymerisationsverfahren des Ethylens
im gleichen Reaktor und mit gleichen Reaktoreingangsdruck
wie im Vergleichsbeispiel 1 wird die Temperatur T₃ auf
511 K bei T₁ von 437 K eingestellt. Die Heißwassereintrittstemperatur
in die erste Reaktionszone beträgt 463 K.
Die Temperaturdifferenz zwischen T₁ und T₂ wird auf 34 K
eingestellt. Als Initiatoren werden neben Sauerstoff ein
Gemisch aus l₁ und tert-Butylperbenzoat im Dosiermengenverhältnis
von 4 : 1 eingesetzt, wobei die Maximaltemperaturen
in beiden Zonen auf 583 K eingestellt werden. Das nach diesem
Verfahren hergestellte Polyethylen mit einer Produktdichte
von 920 kg/m³ und einem mit Propan eingestellten
Schmelzindex von 0,33 g/10 min hat bei einem Polymerisationsgrad
von 761 eine mittlere Uneinheitlichkeit U von
12,3 bei einem Umsatz von 21,4% und ein wie im Vergleichsbeispiel 1
bestimmtes Drehmoment von 15,7 Nm. Das Produkt
ist thermomechanisch nur gering belastbar. Das Verfahren
ist durch starke Temperaturschwankungen am Ausgang der
ersten Reaktionszone und durch periodische Schwankungen
der Mischtemperatur am Eingang der zweiten Reaktionszone
gekennzeichnet, die von Ausstoßschwankungen begleitet werden
und breite Toleranzgrenzen in den Produkteigenschaften
liefern.
In einem Zweizonenrohrreaktor mit der gleichen Reaktorgeometrie,
dem gleichen Durchsatz und Durchsatzverhältnis,
dem gleichen Reaktionsdruck, mit den Initiatoren l₁ und
Sauerstoff, mit Propan als Kettenregler, mit gleichen Maximaltemperaturen
in beiden Reaktionszonen, der gleichen
Mischtemperatur und Heißwassereintrittstemperatur in den
Reaktor wie im Vergleichsbeispiel 1 wird T₃ auf 483 K bei
T₁ von 419 K eingestellt, wobei die Temperaturdifferenz
zwischen T₁ und T₂ 8 K beträgt. Bei annähernd gleichem
Umsatz, gleichem Schmelzindex und gleicher Dichte wie im
Vergleichsbeispiel 1 wird ein Polymerisationsgrad von 746,
entsprechend einer zahlenmittleren Molmasse Mn von 20 900 g/mol
bei einer Uneinheitlichkeit von 13,6 erreicht.
Das am gleichen Gerät und unter gleichen Bedingungen wie
im Vergleichsbeispiel 1 gemessene Drehmoment an der Kneterwelle
beträgt für das so hergestellte Produkt 16,8 Nm
(gleicher Schmelzindex!), ist somit während der Verarbeitung
höher belastbar und besser homogenisierfähig. Der
Folieninhomogenitätenanteil an der Gesamtproduktion liegt
deutlich unter dem Niveau des Verfahrens nach Vergleichsbeispiel 1.
Das Produkt zeichnet sich durch eine hohe
Schlagbeanspruchbarkeit aus und ist besonders für Schwerlastfolien
geeignet.
Bei einem Hochdruckverfahren des Ethylens mit den gleichen
Einstellwerten für die Maximaltemperaturen, Mischtemperatur,
Reaktoreingangsdruck, Heißwassereintrittstemperatur,
bei gleichem Kettenregler und Initiatoren wie im Vergleichsbeispiel 2
wird die Heißwasseraustrittstemperatur T₃ auf
493 K, und die Temperaturdifferenz T₂-T₁ auf 25 K eingestellt.
Bei gleichem Schmelzindex und gleicher Dichte wie
im Vergleichsbeispiel 2 wird ein Polymerisationsgrad von
836 entsprechend einer zahlenmittleren Molmasse von 23 400 g/mol
und eine Produktuneinheitlichkeit von 11,5 bei einem
nach Vergleichsbeispiel 1 in der Knetkammer bestimmten Drehmoment
von 18,2 Nm erhalten. Auf Grund der geringen Temperaturschwankungen
ist eine Umsatzerhöhung und ein ausgeglichenes
Qualitätsniveau zu verzeichnen.
Nach einem Hochdruckmassepolymerisationsverfahren analog zum
Vergleichsbeispiel 3 mit gleichem Reaktoreingangsdruck,
gleicher Heißwassereingangstemperatur in den Reaktor, gleichen
Maximaltemperaturen, gleichern Mischtemperatur, gleichem
Schmelzindex und gleicher Dichte, gleichen Initiatoren
und Initiatorenmengenverhältnissen und gleichem Kettenregler
wird T₃ auf 498 K und die Temperaturdifferenz zwischen
T₁ und T₂ auf 23 K eingestellt.
Im Gegensatz zu Vergleichsbeispiel 3 wird ein Polymerisationsgrad
von 850, eine Uneinheitlichkeit von 10,8 und ein
Drehmoment von 16,7 Nm bei einem durch höhere Reaktortemperaturkonstanz
erzielten Umsatz von 22,0% erreicht. Das
so hergestellte Polyethylen zeichnet sich durch einen minimalen
Anteil an Folieninhomogenitäten aus und ist besonders
für die Verarbeitung zu Spezialfolien und PE-Rohren geeignet.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Ethylenhomo- und Ethylencopolymeren
in Mehrzonenrohrreaktoren nach dem Hochdruckmassepolymerisationsverfahren
mit verbesserten Produkteigenschaften
bei hohen Umsätzen und Drücken von 150 bis
250 MPa sowie Temperaturen von 393 bis 603 K, in Gegenwart
von Sauerstoff und anderen freie Radikale bildenden
Verbindungen, Kettenreglern und gegebenenfalls Modifikatoren
oder Comonomeren, bei Strömungsgeschwindigkeiten
zwischen 4 und 20 m/s, wobei mindestens der ersten Reaktionszone
ein Vorheizer vorgeschaltet ist und entlang des
Reaktors im Gegenstrom Heißwasser in einem Außenmantel
geführt wird, das am Eingang der ersten Reaktionszone den
Reaktor wieder verläßt, dadurch gekennzeichnet, daß in der
ersten Reaktionszone zwischen der Monomertemperatur unmittelbar
vor der Peroxid-Dosierstelle (T₁) und einer Reaktortemperaturmeßstelle
(T₂), die in einer Entfernung vom
Ort der Temperaturmeßstelle (T₁) von 300 bis 320 L/D angeordnet
ist, eine Temperaturdifferenz von 8 bis 30 K über
eine im Bereich von 480 bis 498 K am Ort von (T₁) im Außenmantel
angelegte Heißwasseraustrittstemperatur aus dem
Reaktor (T₃) eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Temperaturdifferenz (T₂-T₁) von 18 bis 28 K eingestellt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstellung der Temperaturdifferenz (T₂-T₁) über eine Heißwasseraustrittstemperatur (T₃) im Bereich von 483 bis 493 K
erfolgt.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914102808 DE4102808A1 (de) | 1991-01-31 | 1991-01-31 | Verfahren zur herstellung von ethylenhomo- und ethylencopolymerisaten in mehrzonenrohrreaktoren |
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DE19914102808 DE4102808A1 (de) | 1991-01-31 | 1991-01-31 | Verfahren zur herstellung von ethylenhomo- und ethylencopolymerisaten in mehrzonenrohrreaktoren |
Publications (1)
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DE4102808A1 true DE4102808A1 (de) | 1992-08-06 |
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ID=6424046
Family Applications (1)
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DE19914102808 Ceased DE4102808A1 (de) | 1991-01-31 | 1991-01-31 | Verfahren zur herstellung von ethylenhomo- und ethylencopolymerisaten in mehrzonenrohrreaktoren |
Country Status (1)
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