GEBIET DER ERFINDUNG
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Die Erfindung betrifft schwimmende Fußböden mit hoher
Stoßkraftgeräuschisolierung, die beim Bau
mehrstöckiger Appartments oder Gebäude verwendet werden, um die
Übertragung von Boden-Stoßkraftgeräuschen auf den
unmittelbar darunter liegenden Raum zu verhindern.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Bei mehrstöckigen Appartments oder Gebäuden wird die
Übertragung von Boden-Stoßkraftgeräuschen von
höhergelegenen Stockwerken zu einem unmittelbaren darunter
liegenden Raum häufig als störend empfunden. Diese
Boden-Stoßkraftgeräusche werden generell in zwei
Gruppen unterteilt, d.h. durch leichte
Gewichteinwirkung bewirkte Boden-Stoßkraftgeräusche, die durch
eine Aktivität der Bewohner wie beispielsweise Gehen
verursacht werden, und schwere
Boden-Stoßkraftgeräusche aufgrund kräftiger kurzzeitiger Stöße, wie sie
beispielsweise durch herabfallende Gegenstände oder
ein auf- und abspringendes Kind verursacht werden.
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Die zuerst genannten, durch leichte Gewichteinwirkung
verursachten Boden-Stoßkraftgeräusche werden wirksam
reduziert, indem ein Verkleidungs-Bodenbelag aus
weichen oder flexiblen Verkleidungs-Bodenbelagteilen,
beispielsweise aus Teppichen, gebildet wird, da
derartige Verkleidungs-Bodenbeläge die durch leichte
Gewichteinwirkung verursachten Stoßkräfte in
effektiver Weise absorbieren.
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Mit derartigen Verkleidungs-Bodenbelägen ist es
jedoch sehr schwierig, die schweren
Boden-Stoßkraftgeräusche wirkungsvoll zu reduzieren. Die schweren
Boden-Stoßkraftgeräusche sind zu stark für die
weichen Verkleidungs-Bodenbelagteile und werden von
dem Verkleidungs-Bodenbelag kaum absorbiert. Somit
werden die schweren Stoßkräfte durch die Bodenpaneele
hindurch direkt auf die Betonplatten übertragen,
wobei sie eine mit niedrigen Frequenzen erfolgende
Vibration der Betonplatte bewirken, die wiederum zur
Entstehung schwerer Bodenstoßkraftgeräusche führt.
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DE-A-3029025 offenbart eine schalldämmende Platte,
die ein Paar Plattenteile und einen zwischen diesen
gelagerten Kern mit Zellenstruktur aufweist, wobei
eines der Plattenteile mehrere Löcher hat.
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DE-U-7920434 offenbart eine in einem Fußboden
angeordnete schalldämmende Schicht, die insbesondere
zum Dämmen des Geräusches von Fußtritten vorgesehen
ist. Diese Schalldämmungsschicht besteht aus zwei
Bahnen aus Papier und einer zwischen diesen
angeordneten gewellten Papierschicht.
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Als Einrichtung zur Reduzierung der Übertragung von
Stoßkräften auf die Betonplatte ist ein schwimmender
Fußboden bekannt, der ausgebildet wird, indem
Dämpfungsteile, beispielsweise Matten aus Glaswolle, auf
eine Bodenplatte, beispielsweise Betonplatten, gelegt
werden, Bodenbalken in geeigneten Intervallen auf den
Dämpfungsteilen angeordnet werden, zur Bildung eines
schwimmenden Fußbodens Bodenpaneele auf den
Bodenbalken angeordnet werden und dann der schwimmende
Fußboden mit Verkleidungs-Bodenbelagteilen bedeckt
wird. Bei einem derartigen schwimmenden Fußboden wird
eine schwere Stoßkraft, die auf einen Punkt des
Verkleidungs-Bodenbelages auftrifft, durch das
Bodenpaneel auf mehrere Bodenbalken verteilt und dann
auf die Dämpfungsteile übertragen. Die übertragene
Kraft wird dann absorbiert und durch Deformation der
Dämpfungsteile in einem gewissen Grad abgeschwächt,
wodurch die direkt auf die Betonplatte einwirkenden
Kräfte reduziert werden können.
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Mit diesem schwimmenden Fußboden ist es jedoch
unmöglich, zufriedenstellende
Geräuschisolierungseigenschaften zu erhalten. Da bei dem schwimmenden
Fußboden ein Zwischenraum zwischen den Bodenpaneelen
und den Dämpfungsteilen ausgebildet ist, werden die
Bodenpaneele durch den starken Stoß leicht einer
Biegungsdeformation ausgesetzt. Aus diesem Grund
erzeugt der schwere Boden-Stoß eine beträchtliche
Biegungsdeformation der Bodenpaneele, die sich leicht
durch die Bodenplatte auf den direkt darunter
liegenden Raum ausbreiten kann. Zudem verursacht die
Biegungsdeformation des Bodenpaneels eine spontane
Kompression von Luft unter den Bodenpaneelen, was zu
einem Ansteigen des Luftdrucks führt. Der Druck der
komprimierten Luft wirkt abwechselnd auf die
Unterseite des Bodenpaneels und die Oberseite der
Dämpfungsteile und verursacht eine Vibration der
Bodenplatte. Ferner wird bei Einwirken irgendeiner
schweren Stoßkraft auf eines der Bodenpaneele dessen
Biegungsvibration durch die Bodenbalken auf die
anderen Bodenpaneele übertragen, da die Bodenpaneele
parallel an den installierten Bodenbalken montiert
sind. Da die einzelnen Bodenbalken auf den weichen
Dämpfungsteilen angeordnet werden müssen, ist es beim
Stand der Technik zudem schwierig, die Bodenbalken
während der Montagearbeit in ihren festgelegten
Positionen zu halten. Somit ist es bei Verwendung der
Balken schwierig, die Arbeitseffizienz zu verbessern.
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Gemäß einem ersten Aspekt schafft die Erfindung einen
schwimmenden Fußboden, der die genannten Nachteile
zumindest teilweise beseitigt und der eine
beträchtliche Reduzierung der Übertragung von
Bodenstoßgeräuschen auf den unmittelbar darunterliegenden Raum
ermöglicht.
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Ein zweiter Aspekt der Erfindung besteht darin, einen
schwimmenden Fußboden für mehrstöckige Appartments
oder Gebäude zu schaffen, der ein Ansteigen des
Luftdrucks unter dem Bodenpaneel verhindert, wodurch
der auf das Boden-Rahmenwerk einschließlich der
Dämpfungsteile und der Bodenplatte einwirkende
Luftdruck verringert wird, um die Übertragung von
Bodenstoßkraftgeräuschen auf den unmittelbar
darunterliegenden Raum zu reduzieren.
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Gemäß einem dritten Aspekt schafft die Erfindung
ferner ein Bodenpaneel, das es ermöglicht, einen
schwimmenden Fußboden ohne Verwendung von Bodenbalken
zu konstruieren.
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Nach der Erfindung umfaßt ein schwimmender Fußboden
mehrere Bodenpaneele mit ebenen, mehrere
Durchgangslöcher aufweisenden Körperteilen, wobei die
Bodenpaneele von auf einer Bodenplatte liegenden
Dämpfungseinrichtungen elastisch getragen sind, jedes
Bodenpaneel mehrere Trageteile aufweist, die in Intervallen
von dem Körperteil herabhängen, um mindestens einen
offenendigen Raum zwischen dem Bodenpaneel und den
Dämpfungseinrichtungen zu bilden, und die in dem
Körperteil ausgebildeten Durchgangslöcher Durchmesser
im Bereich von 5 bis 20 mm aufweisen, wobei das
Verhältnis zwischen dem gesamten oberen Öffnungsbereich
der Löcher und dem oberen Oberflächenbereich des
Bodenpaneels im Bereich von 0,1 bis 20 % liegt.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das
Bodenpaneel ein Festkörper mit mehreren Durchgangslöchern,
die eine Verbindung zwischen den Räumen zwischen den
Bodenpaneelen und den Dämpfungseinrichtungen und dem
Raum an der gegenüberliegenden Seite der Bodenpaneele
aufweisen.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist
das Bodenpaneel ein Hohlkörper mit einem Paar von
Stirnplatten und mehreren Abstandhalterelementen, die
zur Ausbildung von Hohlräumen zwischen diesen
angeordnet sind, wobei Trageteile von der an der
Unterseite befindlichen Stirnplatte herabhängen, und
wobei jede Stirnplatte mehrere Durchgangslöcher
aufweist und jedes Durchgangsloch der an der
Oberseite befindlichen Stirnplatte mit einer Öffnung der an
der Unterseite befindlichen Stirnplatte ausgerichtet
ist.
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Vorzugsweise weist das Bodenpaneel abgestufte
Bereiche auf, die entlang seines Umfangs ausgebildet sind
und an denen Verbindungsteile zur Ausbildung eines
flachen Bodens montiert sind.
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Als Material für die Bodenpaneele können
beispielsweise Holzplatten, anorganische Bretter oder Verbund-
Holzbretter verwendet werden, die mit einem Material
hoher Biegestärke verstärkt sind, z.B. mit
Eisenplatten, glasfaserverstärkten Kunststoffplatten und
dgl., um die Biegefestigkeit zu verbessern. Die
Holzplatten schließen, ohne auf diese beschränkt zu
sein, Sperrholz, geschichtetes Furnierholz (LVL),
Spanplatten, verleimte Holzplatten und dgl. ein. Die
anorganischen Bretter schließen, ohne auf diese
beschränkt zu sein, verstärkte Mörtelpaneele,
Betonpaneele, glasfaserverstärkte (GRC) Zementpaneele,
Zementpaneele und dgl. ein. Diese Paneele können als
massive oder hohle Paneele verwendet werden.
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Wenn bei dem schwimmenden Fußboden, der die
Bodenpaneele der Erfindung aufweist, eine Stoßkraft auf die
Bodenverkleidung einwirkt, wird die Stoßkraft durch
die Bodenplatte und die an ihrer Unterseite
vorgesehenen Trageeinrichtungen auf die
Dämpfungseinrichtungen verteilt, wodurch es möglich wird, die
Dämpfungseinrichtung an einer örtlichen Übertragung
der Stoßkraft zu hindern. Gleichzeitig wird das
Bodenpaneel durch die Stoßkraft spontan deformiert,
jedoch wird die unter dem Bodenpaneel befindliche
Luft durch die Durchgangslöcher hindurch sanft zu der
oberen Seite der Bodenpaneele abgeleitet. Dann wird
das Bodenpaneel aufgrund der Reaktion in der
umgekehrten Richtung gebogen, wobei jedoch die in dem
oberen Raum befindliche Luft durch die Löcher zu der
Unterseite des Bodens strömt. Bei der Erfindung wird
eine Kompression und Expansion der unter den
Bodenpaneelen befindlichen Luft verhindert, wodurch eine
beträchtliche Verringerung der Übertragung der
Bodenstoßgeräusche in den direkt darunterliegenden
Raum erzielt wird.
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Da die Trageeinrichtungen einstückig an der
Unterseite des Bodenpaneels ausgebildet sind und als
Bodenbalken dienen, besteht keine Notwendigkeit zur
Verwendung separater Bodenbalken, wodurch die
Arbeitseffizienz verbessert werden kann.
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Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung im
Zusammenhang mit den Zeichnungen, welche exemplarisch
mehrere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
zeigen, genauer ersichtlich.
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Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht eines
Bodenpaneels für den schwimmenden Fußboden gemäß
der Erfindung;
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Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des
Bodenpaneels gemäß Fig. 1;
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Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des
Montagevorgangs der Bodenpaneele gemäß Fig.
1;
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Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht einer
modifizierten Konstruktion eines schwimmenden
Fußbodens mit den Bodenpaneelen gemäß Fig. 1;
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Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer
weiteren Ausführungsform eines Bodenpaneels
für den schwimmenden Fußboden gemäß der
Erfindung;
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Fig. 6 ist ein Querschnitt eines schwimmenden
Fußbodens, wobei die Anordnung der
Bodenpaneele von Fig. 5 gezeigt ist;
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Fign. 7 bis 9
sind Querschnitte eines Bodenpaneels gemäß
der Erfindung, wobei mehrere Formen der in
dem Paneel ausgebildeten Durchgangslöcher
gezeigt sind;
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Fig. 10 ist ein Querschnitt eines schwimmenden
Fußbodens gemäß der Erfindung, wobei die
Konstruktion des Fußbodens gezeigt ist;
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Fig. 11 ist ein Fig. 10 gleichender Querschnitt,
der eine weitere Form einer Konstruktion
des schwimmenden Fußbodens zeigt.
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Fig. 12 ist ein Fig. 10 gleichender Querschnitt,
der eine weitere Form einer schwimmenden
Fußbodenkonstruktion zeigt;
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Fig. 13 ist ein Schaubild, welches die
Stoßkraftgeräuschisolierungseigenschaften des
schwimmenden Fußbodens mit einem aus einem
Teppich bestehenden Verkleidungs-Bodenbelag
zeigt; und
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Fig. 14 ist ein Schaubild, welches die
Stoßkraftgeräuschisolierungseigenschaften des gemäß
der Erfindung vorgesehenen schwimmenden
Fußbodens mit einem hölzernen Verkleidungs-
Bodenbelag zeigt.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
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Fign. 1 und 2 zeigen ein Bodenpaneel A für einen
schwimmenden Fußboden gemäß der Erfindung, das
einen Paneelkörper 1, beispielsweise eine Sperrholz-
oder Spanplatte mit einer Länge von 1800 mm, einer
Breite von 900 mm und einer Dicke von 50 mm, und
mehrere stabähnliche Trageteile 2 mit einer Länge
von 900 mm, einer Breite von 80 mm und einer Dicke
von 2 bis 20 mm aufweist. Die Trageteile 2 sind in
Intervallen von 450 mm einstückig an der Unterseite
des Paneelkörpers 1 montiert. Der Paneelkörper 1
weist mehrere Durchgangslöcher 3 mit einem
Durchmesser von 5 bis 20 mm auf. Diese Durchgangslöcher
3 sind gleichmäßig über den Paneelkörper 1
verteilt, derart, daß das Verhältnis des
Öffnungsbereiches
der Durchgangslöcher zu dem
Oberflächenbereich des Paneelkörpers 1 einen Wert im Bereich von
0,1 bis 20 % annimmt.
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Die Trageteile 2 bestehen aus dem gleichen Material
wie der Paneelkörper 1. Es ist jedoch anzumerken,
daß die Trageteile aus einem anderen Material als
demjenigen des Paneelkörpers 1 gefertigt sein und
in irgendeiner anderen Konfiguration ausgebildet
sein können, beispielsweise in Form von Blöcken.
Die Trageteile 2 können durch Stifte oder Schrauben
derart an der Unterseite des Paneelkörpers
befestigt sein, daß ihre Höhe einstellbar ist.
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Gemäß der Erfindung sind die Durchgangslöcher 3 auf
diejenigen beschränkt, die einen oberen
Öffnungsdurchmesser von 5 bis 20 mm aufweisen und
gleichmäßig über das Bodenbrett verteilt sind, derart, daß
das Verhältnis des Öffnungsbereiches der Löcher zu
dem Oberflächenbereich des Paneels 1 einen Wert im
Bereich von 0,1 bis 20 % annimmt, und zwar aus den
folgenden Gründen. Wenn der Öffnungsdurchmesser der
Durchgangslöcher 3 größer als 20 mm ist, vermittelt
das Vorhandensein der Durchgangslöcher 1 den Füßen
ein Gefühl physischer Unregelmäßigkeit, wenn die
Bodenpaneele direkt mit weichen
Verkleidungs-Bodenbelagteilen bedeckt sind. Wenn der Durchmesser
geringer ist als 5 mm, erfolgt der Luftstrom wegen
des Anstieges des Strömungswiderstandes nicht
reibungslos. Wenn das Verhältnis des Öffnungsbereiches
der Durchgangslöcher zu dem Oberflächenbereich des
Paneels kleiner als 0,1 % ist, wird der Widerstand
gegen den Luftstrom beträchtlich, und die Luft
strömt nicht ungehindert durch die Luftlöcher.
Somit ist es schwierig, die Vibration des
Bodenpaneels effektiv zu reduzieren. Wenn das
Öffnungsbereich-Verhältnis größer als 20% ist, wird die
mechanische Stärke des Bodenpaneels massiv
reduziert, was zu einem Anstieg der durch schwere
Stoßkräfte verursachten Biegungsdeformation des Paneels
führt. Wenn die Verteilung der Durchgangslöcher
örtlichen Charakter hat, ergibt sich eine örtliche
Verringerung der Stärke des Bodenpaneels, und
aufgrund des Druckanstiegs der unter dem Bodenpaneel
befindlichen Luft nimmt der Widerstand gegen den
Luftstrom zu. Somit werden die Durchgangslöcher
bevorzugt über die gesamte Oberfläche des
Bodenpaneels verteilt, um zu verhindern, daß das
Bodenpaneel einen höheren Strömungswiderstand und örtlich
reduzierte Stärke aufweist.
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Im folgenden wird der Zusammenhang zwischen
Abmessung und dem Öffnungsbereich genauer erläutert,
wobei als Beispiel ein Bodenpaneel mit Abmessungen
von 1800 mal 900 mm verwendet wird, das
Durchgangslöcher mit kreisförmigem Querschnitt aufweist. Wenn
der Durchmesser der Durchgangslöcher 5 mm ist,
beträgt die Anzahl der Durchgangslöcher, die dem
genannten Öffnungsbereich entspricht, 90 bis 3000.
Bei einem Durchmesser der Durchgangslöcher von 10
mm beträgt die Anzahl der Durchgangslöcher 30 bis
2000, und bei einem Durchmesser von 20 mm beträgt
die Anzahl der Durchgangslöcher 10 bis 1000. Es ist
jedoch anzumerken, daß die Abmessungen sämtlicher
in dem Bodenpaneel A auszubildender
Durchgangslöcher nicht notwendigerweise gleich sind; es können
zwei oder mehr Arten von Durchgangslöchern mit
unterschiedlichen Durchmessern in den Bodenpaneelen
ausgebildet werden. Ferner kann das Durchgangsloch
3 einen Durchmesser der oberen Öffnung haben, der
sich von dem Durchmesser der unteren Öffnung des
Lochs unterscheidet.
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Das Paneelteil 1 weist zudem entlang seiner oberen
Seiten abgestufte Bereiche auf, um Kanäle zum
Kombinieren benachbarter Bodenplatten A zu bilden.
Gemäß Fig. 3 wird ein schwimmender Fußboden
konstruiert, indem zunächst aus einem porösen Material
bestehende Dämpfungsteile 11, beispielsweise Matten
aus Glaswolle oder verwobener Wolle, auf eine
Bodenplatte 10 oder eine Betonplatte gelegt werden,
um eine Dämpfungsschicht zu bilden, die
Bodenpaneele A auf die Dämpfungsschicht gelegt werden und
dann stabartige Verbindungsteile 5, beispielsweise
Befestigungsstangen, in die durch die abgestuften
Bereiche 4 benachbarter Bodenpaneele A gebildeten
Kanäle eingeführt werden. Das Vorsehen der
abgestuften Bereiche 4 ermöglicht es, benachbarte
Bodenpaneele A durch Verwendung der Verbindungsteile
5 schnellstmöglich zu verbinden, ohne die
Durchgangslöcher zu blockieren, und trägt zu einer
verbesserten Effizienz der Montagearbeit bei. Die
Bodenpaneele A können jedoch auch durch herkömmliche
Mittel verbunden werden, beispielsweise durch
Überfalzung, Gleitfedern oder dgl.
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Gemäß Fig. 4 können die Bodenpaneele A in
geeigneten Zwischenräumen derart angeordnet sein, daß
zwischen benachbarten Paneelen ein Raum zur
Leitungsverlegung
gebildet wird. In diesem Fall wird der
schwimmende Fußboden montiert, indem Bodenpaneele A
in geeigneten Intervallen auf die Dämpfungsschicht
11 gelegt werden, die Leitungen 6 in dem Raum
verlegt werden und die Verbindungsteile 5 an den
abgestuften Bereichen der Bodenpaneele A montiert
werden. Somit können die Leitungen durch die
Verbindungsteile 5 kaschiert werden. Falls die Leitungen
6 ausgetauscht werden sollen, wird dies auf
einfache Weise durchgeführt, indem zunächst die
Verbindungsteile 5 über den Leitungen 6 und den zur
Verlegung von Leitungen vorgesehenen Räumen
entfernt werden, die Leitungen 6 geändert werden und
dann die Verbindungsteile wieder an den
ursprünglichen Positionen plaziert werden. In diesem Fall
ist es nicht nötig, die Bodenpaneele 8 abzunehmen.
Somit wird unter dem Gesichtspunkt der Effizienz
der Montage und der Verlegung der Leitungen diese
Anordnung bevorzugt verwendet.
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Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines
Bodenpaneels gemäß der Erfindung, das ein hohles
Holzbrett 1 aufweist, welches aus einem Paar
Stirnplatten 1a,1b besteht, die durch Fensterstäbe 1c in
geeigneten Intervallen so verbunden sind, daß
Hohlräume 1 d gebildet werden. Die Stirnplatten 1a,1b
sind jeweils mit mehreren Durchgangslöchern 3
versehen. An der an der Unterseite befindlichen Platte
1b sind Trageteile 2 einstückig angeformt. Wenn
gemäß Fig. 6 irgendein Stoß auf die Oberfläche des
Bodenpaneels einwirkt, strömt die unter dem unteren
Paneel 1b befindliche Luft in die Hohlräume 1d,
wenn sie sich von den Luftlöchern 3 des unteren
Paneels 1b her ausdehnt, und strömt dann durch die
Durchgangsöffnungen 3 der oberen Platte 1a aus den
Hohlräumen 1d heraus.
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Dieses Bodenpaneel A dient als
Geräuschabsorbierungsvorrichtung, so daß der Luftdruck in dem Raum
zwischen den Bodenpaneelen A und der
Dämpfungsplatte reduziert werden kann.
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Zur Verringerung des Widerstandes gegen den
Luftstrom und zur Verbesserung der
Geräuschabsorbierungsfunktion des Bodenpaneels A kann das
Bodenpaneel A von Fig. 6 in der in Fign. 7 bis 9 gezeigten
Weise modifiziert sein. In Fig. 7 ist der
Fensterstab 1c mit Löchern 1d versehen, deren Durchmesser
größer ist als derjenige der Durchgangslöcher 3. In
Fign. 8 und 9 sind die Durchgangslöcher 3 nach
außen hin verengt oder so ausgebildet, daß sich ihr
Durchmesser nach innen hin nach und nach
vergrößert. Die Hohlräume 1d und die Durchgangslöcher 3
bilden Geräuschabsorbierungslöcher.
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Fig. 10 zeigt einen schwimmenden Fußboden, der
Bodenpaneele A gemäß der Erfindung aufweist. Bei
dieser Ausführungsform sind die Bodenpaneele A von den
Dämpfungsteilen 11, bei denen es sich
beispielsweise um auf eine Bodenplatte 10 oder eine Betonplatte
aufgelegte Glaswollmatten handelt, elastisch
gestützt und direkt mit porösen
Verkleidungs-Bodenbelagteilen 12 aus Fasermaterial, beispielsweise
Teppichen, bedeckt.
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Wenn bei dem schwimmenden Fußboden von Fig. 10 eine
schwere Stoßkraft auf die Oberseite des
schwimmenden Fußbodens einwirkt, wird die Luft in dem
zwischen den Bodenpaneelen A und den Trageteilen 2
ausgebildeten Raum durch die Biegung des
Bodenpaneels A komprimiert, und gleichzeitig wird die Luft
durch die Durchgangslöcher 3 und die porösen
Verkleidungs-Bodenbelagteile 12 in den oberen Raum
freigegeben. Wenn das Bodenpaneel 3 aufgrund seiner
Reaktion in der Gegenrichtung deformiert wird,
strömt die in dem oberen Raum befindliche Luft
durch die Löcher 3 des Bodenpaneels A in die
Hohlräume. Das Aus- und das Einströmen der Luft
verhindern, daß sich der Raum bei Luftdruck vergrößert,
was zu einer Reduzierung der auf die Bodenplatte 10
einwirkenden Kraft führt. Andererseits wird die auf
das Bodenpaneel A aufgebrachte Stoßkraft durch die
Trageteile 2 auf die Dämpfungsteile 11 verteilt und
dann von den Dämpfungsteilen absorbiert, wobei die
auf die Bodenplatte 10 einwirkende Stoßkraft
beträchtlich abgeschwächt wird. Diese Phänomene
reduzieren nicht nur die von der Luft und dem
Bodenpaneel auf die Platte 10 übertragene Stoßkraft,
sondern auch die Reaktionskraft aufgrund der auf
das Bodenpaneel A einwirkenden komprimierten Luft,
wodurch die Vibration der Bodenpaneele A und der
Platte 10 reduziert werden kann, was seinerseits
bewirkt, daß die in den unmittelbar
darunterliegenden Raum übertragenen Boden-Stoßkraftgeräusche
reduziert werden können.
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Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform des
schwimmenden Fußbodens, dessen Aufbau demjenigen
von Fig. 10 mit Ausnahme der Tatsache gleicht, daß
die Bodenpaneele A von einer porösen Schicht 13 aus
Filz bedeckt sind, auf der
Verkleidungs-Bodenbelagteile 12', beispielsweise Bodenbelag-Kissen oder
Vinylfliesen, angeordnet sind. Wenn bei dieser
Ausführungsform eine Stoßkraft auf den Boden einwirkt,
wird durch die Biegung des Bodenpaneels A die Luft
unter dem Bodenpaneel A komprimiert und dann durch
die Durchgangslöcher 3 in die poröse Schicht 13
gedrückt.
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Fig. 12 zeigt eine weitere Ausführungsform des
schwimmenden Fußbodens. Bei dieser Ausführungsform
sind Abstandhalter 14, beispielsweise Balken, mit
geeigneten Zwischenräumen angeordnet, und hölzerne
Verkleidungs-Bodenbelagteile 12" werden auf die
Abstandhalter gelegt, um Luftwege 15 zwischen den
Bodenpaneelen A und den
Verkleidungs-Bodenbelagteilen 12" zu schaffen. Wenn bei dieser
Ausführungsform eine Stoßkraft auf den Boden einwirkt, wird
durch die Biegung des Bodenpaneels A die Luft unter
dem Bodenpaneel A komprimiert und dann durch die
Löcher 3 hinaus in die Luftwege 15 gedrückt.
Vorzugsweise sind mehrere Luftlöcher in den
Verkleidungs-Bodenbelagteilen 12" ausgebildet, damit die
Luft in dem Luftweg wie in Fig. 12 gezeigt in den
oberen Raum strömen kann.
BEISPIEL 1
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Es wurden Bodenpaneele vorbereitet, indem zuerst
180 Löcher mit Durchmessern von 12 mm in einer
festen Spanplatte von einer Länge von 1800 mm, einer
Breite von 900 mm und einer Dicke von 24 mm
ausgebildet wurden, derart, daß die Löcher gleichförmig
über die Platte verteilt waren und ein
Öffnungsbereich-Verhältnis von 1,2 % aufwiesen, dann
stabartige Trageteile mit einer Länge von 800 mm, einer
Breite von 50 mm und einer Dicke von 12 mm mit der
Unterseite der Platte parallel mit Intervallen von
360 mm verbondet wurden, und schließlich die obere
Seite des Brettes entlang seines Umfangs derart
geschnitten wurde, daß abgestufte Bereiche mit
einer Breite von 60 mm und einer Tiefe von 12 mm
gebildet werden.
BEISPIEL 2
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Bei Verwendung von zwei Sperrholzplatten von 1800
mm x 900 mm x 12 mm als Stirnplatten und
Fensterstäben von 1800 mm x 20 mm x 12 mm wurde ein hohles
Paneel gebildet, indem die Fensterstäbe in
Intervallen von 40 mm zwischen den Sperrholzplatten
angeordnet und mittels Leim verbunden wurden. Die
obere und die untere Stirnplatte wurden so
angebohrt, daß 100 Löcher mit einem Durchmesser von 12
mm (Öffnungsbereich-Verhältnis: 0,7 %) gebildet
wurden, die die gleiche Achse hatten. Nach dem
Fixieren der Trageteile an der Unterseite des hohlen
Paneels, wurde die obere Seite des Paneels entlang
ihres Umfangs derart geschnitten, daß in der
gleichen Weise wie in Beispiel 1 abgestufte Bereiche
gebildet wurden.
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Zur Auswertung der Stoßgeräuschisoliereigenschaften
der so ausgebildeten Bodenpaneele wurden diese
Bodenpaneele Seite an Seite auf Glaswollmatten mit
einer Dichte von 64 kg/m³ und einer Dicke von 50 mm
auf einer Betonplatte mit einer Dicke von 150 mm
angeordnet und dann mit einem Teppich oder
hölzernen Verkleidungs-Bodenbelagteilen bedeckt. Der
hölzerne Verkleidungs-Bodenbelag wurde vorbereitet,
indem zunächst Balken mit einer Dicke von 12 mm und
einer Breite von 80 mm mit Abständen von 450 mm auf
dem Bodenpaneel angeordnet wurden und dann die
hölzernen Verkleidungs-Bodenbelagteile auf die Balken
gelegt wurden.
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Die Messung des Stoßkraftgeräuschpegels des
Fußbodens wurde ausgeführt durch ein Verfahren zur
Feldmessung des Boden-Stoßkraftgeräuschpegels, welches
in JIS A 1418 aufgeführt ist und mittels einer
schweren Bodenstoßkraftgeräusch-Erzeugungsmaschine
durchgeführt wird. Die Ergebnisse sind in den Fign.
13 und 14 zusammen mit den Standardwerten für
Boden-Stoßkraftgeräuschisoliereigenschaften
aufgeführt. Fig. 13 zeigt die Ergebnisse für den
schwimmenden Fußboden mit Teppichbelag, und die
Ergebnisse für den schwimmenden Fußboden mit
Holz-Verkleidungs-Bodenbelag sind in Fig. 14 gezeigt.
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Zum Vergleich wurde ein schwimmender Fußboden
vorbereitet, indem Balken mit einer
Querschnittsbemessung von 50 mm x 50 mm auf den Glaswollmatten
angeordnet wurden, eine Spanplatte mit einer Dicke
von 25 mm darauf gelegt wurde und die Platte dann
mit dem gleichen Teppich- oder
Holz-Verkleidungsbelag
wie oben bedeckt wurde. Die Ergebnisse für
den zum Vergleich vorgesehenen schwimmenden
Fußboden sind auch in den Fign. 13 und 14 gezeigt.
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Aus den in Fign. 13 und 14 gezeigten Ergebnissen
ist ersichtlich, daß der schwimmende Fußboden nach
der Erfindung die durch den Fußboden hindurch
erfolgende Stoßkraftgeräuschübertragung besonders bei
Frequenzen im Bereich von 63 Hz reduzieren kann.
Ferner bietet der schwimmende Fußboden nach der
Erfindung eine hervorragende
Trittkraftgeräuschisolierung, die die Bedingungen der in JIS A 1419
aufgeführten Geräuschisolierungsklasse LH-40 oder LH-
50 erfüllt.