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DE386390C - Magnetische Stuetzvorrichtung fuer frei haengende Kreiselapparate - Google Patents

Magnetische Stuetzvorrichtung fuer frei haengende Kreiselapparate

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Publication number
DE386390C
DE386390C DER49417D DER0049417D DE386390C DE 386390 C DE386390 C DE 386390C DE R49417 D DER49417 D DE R49417D DE R0049417 D DER0049417 D DE R0049417D DE 386390 C DE386390 C DE 386390C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
axis
gyro
support system
free
hanging
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER49417D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
THEODOR ROSENBAUM DR
Original Assignee
THEODOR ROSENBAUM DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by THEODOR ROSENBAUM DR filed Critical THEODOR ROSENBAUM DR
Priority to DER49417D priority Critical patent/DE386390C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE386390C publication Critical patent/DE386390C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/34Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
    • G01C19/38Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by other than magnetic means, e.g. gyrocompasses using earth's rotation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Description

  • Magnetische Stätzvorrichtung für.frei hängende Kreisel.apparate. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche einen oder zugleich mehrere Kreisel, die ein System zu bestimmten Drehachsen stabilisieren sollen, befähigt, dadurch, daß sie den angreifenden Kräften durch Präzessionen entgegenwirken, solche magnetischen Gegenimpulse zu schaffen, welche ein fortgesetztes Präzedieren überflüssig machen.
  • Abb. i zeigt im Seiten-riß eine Kreiselvorrichtung, zum Zweck, die Wirkungsweise des magnetischen Stützverfahrens. bei einem einzelnen Kfeisel zu erläutern. Abb. 2 zeigt dieselbe Vorrichtung von oben gesehen.
  • Der den Motor a tragende Stator b ist frei drehbar um eine vertikale Achse in dem rechteckigen Rahmert c, welcher wieder in dem Träger d um eine horizontale, senkrecht zur Zeichnung stehende Achse Bewegungsfreiheit hat. Dem rechteckigen Rahmen c sind unten die beiden Elektromagnete c und f angeschlossen, oben die kreisförrnige Scheibe g. Außerhalb des Schwingungsbereiches des mit dem Rahmen c um seine horizontale Achse beweglichen Systems sind den Magneten e und f die Eisenkerne h und i gegenübergestellt: Zusammen mit dem Stator b bewegt sich der zweiarmige Hebel k, so daß die von diesem getragenen Kontaküstifte 1 und m, indem sie die Präzessionsdrehungen des Kreisels mitmachen, auf der Scheibe g hin und hergleiten müssen. Gegen den oberen Wellenstuinpf des Stators b ist der Hebel k durch eine aus nicht leitendem Material hergestellte Platte m isoliert. Auf der Scheibe g (Abb. 2) sind im Umdrehungskreis der Kontaktstifte 1 und in, die vier Kontaktfelder o, p, q und r angeordnet. Von den Kontaktfeldern o und p führt je ein Leitungsdraht zur elektrischen Batterie s, voll dieser wieder je ein Leitungsdraht zu den Wickeluligen der Elektromagneten e und f und von dort weiter züi den Kontaktfeldern r und q.
  • Die Stützwirkung der angegebenen Vorrichtung kommt auf folgende Weise zustande: Wenn auf das in dem Träger d bewegliche System irgendeine Kraft einwirkt, wie sie in Abb. i durch den Pfeilstrich t angedeutet ist, so ist diese einem statischen Moment M, zur horizontalen Achse des rechteckigen Rahmens c gleichbedeutend. Entgegen diesem Momentdruck hält der Kreisel den Rahmen c in seiner vertikalen Stellung fest, führt dabei aber selbst eine Drehung um seine vertikale Achse aus, indem er nach der rechten Seite aus der Ebene des Rahmens heraustritt und zugleich die Kontaktstifte 1 und in auf die Kontaktfelder o und q gleiten läßt. Damit be-2, Iyinnt die magnetische Stützwirkung. Denn sobald der Stromkreis, der vom Felde o ausgehend über die Batterie s und den Elektromagneten f zum Felde q führt, geschlossen ist, wird der Magnet f in Tätigkeit gesetzt und erzeugt durch seine Anziehung auf den Eisenkern i ein dem Moment 21, entgegengerichtetes Moment M., das, wenn M2> MI ist, den Kreisel so lange zurückschwenken läßt, bis die Kontaktstifte wieder ihre neutralen, Felder erreicht haben und das Spiel von neuem beginnen kann. Die Folge wird deshalb ein fortgesetztes Ein- und Ausschalten des elektrischen Stromes sein, durch welches erreicht wird, daß die magnetischen Impulse der auf das System wirkenden Kraft genau (-las Gleichgewicht halten. Auf gleiche Weise muß die Gegenwirkun- . zustande kommen, wenn die durch den Pfeilstrich t angedeutete Kraft die umgekehrte Richtung hat. Der Unterschied würde nur darin bestehen, daß clann der Stromkreis durch die Verbindung der Kontaktfelder p und r geschlossen und auf diese Weise der Magnet c in Tätigkeit ge- setzt -,%-erden -##-ürde.
  • Abb- 3 zeigt eine Kreiseh-orrichtung, die als eine gyrostatisch festgestellte Lotlinie wirk-en muß oder, was dasselbe bedeutet, als ein künstlicher Horizont. Die Darstellung hat, den Zweck-, die Anwendung des soeben beschriebenen Verfahrens auf ein Zweikreiselsystem zu erläutern. Die beiden Motoren it und v sind hier mit ihren Statoren w und x in dem gemeinsamen Rahmen y gelagert, und zwar in der Weise, daß die beiden horizontal gerichteten Ringachsen zueinander senkrecht stehen. Die Gyrostaten sollen, in dem Rahinen y nicht völlig frei drehbar, sondern durch Gewichts- oder elastischen Zug in ihrer horizontalen Lage etwas gefesselt sein. Das ganze System ist oberhalb der Kreisel mittels seiner vertikalen Mittelachse z in einem mit allen Freiheitsgraden ausgestatteten Ringsystem aufgehängt zu denken, d. h. es soll nicht nur in jeder vertikalen, sondern auch in horizontaler Drehrichtung frei beweglich sein. Das Ringsvstem, das man sich aus einem vertikalen Innenring und aus einem horizontalen Außenring zusammengesetzt vorzustellen hat, derart, daß die innere Aufhängungsachse - vertikal, die mittlere und die äußere Aufhängungsachse horizontal gerichtet sind, ist auf der Zeichnung fortgelassen, da es sich um eine bekannte Vorrichtung handelt. Es genügt zu wissen, daß das Kreiselsystein im Gegensatz zu den frei auf Ouecksilber schwimmenden Apparaten einen unverrückbaren Schwingungsmittelpunkt haben soll. Radial zur vertikalen Mittelachse z sind dem Rahmen v die Elektromagnete a, b, c, und d, angeschlossen. Die Magnete a, und c, sollen dein Rotor ii, die Magnete b, und d, dem Rotor --, als Stützelemente dienen und mit den Statoren w und x durch gleichartige Stromkreisvorrichtungen in Verbindung stehen, wie sie bei der in Abb. i und :2 dargestellten Kreiselvorrichtung beschrieben sind. Außerhalb des sphärischen Schwingungsbereiches des Gyrostatensvstems e. ist den vier Magneten ein als Anker'wirkender Weicheisenring f, gegen-Übergestellt, und zwar in der Weise, daß die magnetischen Kraftlinien tangential zum Schn,ingungsmittelpunkt gerichtet sein müsseil. Um dieses zu erreichen, soll der das Stützsvstem vorstellende Weicheiseliring oberli#lbder.N,1a-netebenealigeordnetseill. 01) es außerdem zweckmäßig ist, der Innenfläche des Ringesf, zur Kugelfläche des Schwin-Isungsbereiches e, eine nach oben spitze Willkelstellung zu geben, wird in erster Linie voll den besonderen in jedem Falle verschiedenen reclinerischen Voraussetzungen abhängen.
  • Wie im vorstellenden bereits angedeutet ist, hat die in Abb. 3 dargestellte Kreiselanordnung lediglich den Zweck, ganz all-, einein die Anwendung des beschriebenen Stutzverfahrens auf ein Zweikreiselsystem zu erläutern. Gegenstand der Erfindung ist, um es iioch einmal hervorzuheben, allein die inagneiische Stützvorrichtung, welche durch ein dein Kreiselsystem in der Weise gegenübergestelltes Stützsystein gekennzeichnet ist, daß einmal das erstere innerhalb des letzteren eine völlig kontaktlose Bewegungsfreiheit hat und daß zweitens alle beim Kreiselapparat aligreifenden Kräfte solche unmittelbar, d. h. ohne Vermittlung einer Triebvorrichtung von Sy- stem zu System wirkenden magnetischen Impulse auslösen, welche die Kreisel wieder in ihre Mittelstellung zurückführen müssen. Die Bedeutung der so entstehenden Wechsel-,virkungen liegt also in erster Linie in der gleichzeitig bei mehreren Gyrostaten innerhalb ein und desselben, Systems zu erreichenden indirekten Fesselung in der gegebenen Anordnung, die dadurch zustande kommt, daß die Kreisel bestrebt sind, den von außen auf sie einwirkenden magnetischen Kräfteti so lange rechtwinkelig auszuweichen, bis sie ihre Fesselungslage erreicht haben.
  • Von den vier auf der Zeichnung dargestellten horizontalen Achsen g, h, i, und k, ist die Achse g, dadurch gekennzeichnet, daß sie der vertikalen Symmetrieebene des Systems entspricht, so daß man. sie auch als die Symmetrieachse bezeichnen kann. Die Achse hsteht senkrecht zur Symmetrieachse g, die Achsen i, und k, dagegen, welche mit der Symmetrieachse Winkel von 45' bilden, sind den Präzessionsachsen der Rotoren u und v eichgerichtet. Die Zwangsrichtungen der Schwungkörper ergeben sich aus dem Bestreben des Kreisels, sich mit seiner Schwingungsebene immer in die Drehrichtling der auf ihn einwirkenden Impulse einzustellen. Die Feststellung des Systems zur Achse k, wird somit von dem durch die Magnete a, und c, gestützten Rotor it bewerkstelligt werden, die Feststellung zur Achse i:, von dem durch die 'Magnete b, und d,. gestützten Rotor v. Impulse zur Achse h, werden symmetrische Impulse zur Achse g, unsymmetrische Präzessionen der beiden Rotoren zur Folge haben.
  • Ob es von Vorteil ist, auch das Stützsystern mit einem oder mehreren Freiheitsgraden zu versehen, wird hauptsächlich von den Schwingungsbedingungen seines fliegenden oder schwimmenden Trägers abhängen. Es steht uns ebenso frei, den Eisenring f, ausschließlich um die Längsachse des Fahrzeuges beweglich zu machen, als ihm zwei horizontale Achsen zu geben. Im letzteren Falle müßten die äußeren Aufhängungsachsen der beiden gegenübergestellten Systeme zusammenfallen und ihre horizontalen Ringe konzentrisch angeordnet sein. Bei beiden Aufhängungen dürfte es aber zweckmäßig sein, um störende Verschiebungen der Ebene des Ringes f, durch die Schleuderkraft zu vermeiden, das Stützsystem zu seiner horizontalen. Außenachse durch irgendeine Pendel- oder Kreiselvorrichtun- zu stabilisieren. Die Stützvorrichtung, -welche soeben bei einem Zweikreiselsystem erläutert worden ist, kann natürlich auch auf ein System mit drei oder mehrKreiseln angewendet werden. Die Bedingung würde aber sein, 'daß dieselben Grundsätze beachtet werden, die aus der gegebenen Darstellung zu erkennen sind. Diese Grundsätze lassen sich wie folgt zusammenen fassen: i. jeder Kreisel wird wenigstens durch zwei Magnete gestützt, welche wechselweise in Tätigkeit gesetzt werden, je nachdem der Kreisel nach der einen oder anderen Präziessionsrichtung aus seiner gegebenen Mittellage heraustritt.
  • 2. Die stützenden Magnete müssen in der Weise angeordnet sein, daß immer eine möglichst große Komponente der magnetischen Zugrichtung auf diejenige Drehebene entfällt, welche einerseits durch die Rotationsachse, anderseits durch die Präzessionsachse des züi stützenden Kreisels bezeichnet wird.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Magnetische Stützvorrichtung für frei hängende Kreiselapparate, gekennzeichnet durch die Verbindung eines dem Kreiselsystem außerhalb seines Schwingungsbereiches (e,) gegenübergestellten und mit diesem andauernd außer Kontakt bleibenden als Stützsystem dienenden horizontalen Weicheisenringes (f,) mit Elektromagneten (a, b, c, und dJ, die zwecks Erreichung einer tangentialen Richtung des magnetischen Zuges etwas oberhalb oder etwas unterhalb der Eisenringebene angeordnet und in der Weise dem Kreiselapparat radial zu seiner vertikalen Mittelachse (z) angeschlossen sind, daß jedem Gyrostaten wenigstens zwei Magnete entsprechen, welche er mittels der durch seine Präzessionen herbeigeführten Stromschlüss.- wechselweise in Tätigkeit setzen kann.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützsystem Bewegungsfreiheit zur äußeren Aufhängungsachse des Kreiselsystems hat. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Stützsystem zwei horizontale Aufhän.-Ungsachsen gegeben sind. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützsystem zur äußeren Aufhängungsachse des Kreiselsysterns durch eine Pendel-oder Kreiselvorrichtung stabilisiert ist.
DER49417D 1920-01-31 1920-01-31 Magnetische Stuetzvorrichtung fuer frei haengende Kreiselapparate Expired DE386390C (de)

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