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DE369671C - Zuendungsanordnung fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Zuendungsanordnung fuer Verbrennungskraftmaschinen

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Publication number
DE369671C
DE369671C DEF51008D DEF0051008D DE369671C DE 369671 C DE369671 C DE 369671C DE F51008 D DEF51008 D DE F51008D DE F0051008 D DEF0051008 D DE F0051008D DE 369671 C DE369671 C DE 369671C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
internal combustion
ignition
transformer
voltage
combustion engine
Prior art date
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Expired
Application number
DEF51008D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZWEIGNIEDERLASSUNG DER GOTHAER
Original Assignee
ZWEIGNIEDERLASSUNG DER GOTHAER
Publication date
Priority to DEF51008D priority Critical patent/DE369671C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE369671C publication Critical patent/DE369671C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zündungsanordnung für Verbrennungskraftmaschinen. Es ist neuerdings vorgeschlagen worden, die Zündung von Verbrennungsmotoren, insl"esondere von Automobilmotoren, durch Wechselstrommaschinen vorzunehmen, deren Läufer ,im Umfang mit perinanenten Magneten von abwechselnder Nord- und Südpolarität besetzt ist, und deren Stator an die Primärspule eines Hochspannungstransformators angeschlossen ist, welcher den Strom auf die erforderliche Zündspannung hochtransformiert, und dessen Sekundärspule an den Verteiler angeschlossen ist, durch welchen der Zündungsstrom auf die einzelnen Zündkerzen des Verbrentiungsmotors verteilt wird.
  • Es zeigt sich nun, daß beim Anlassen des Verbrennungsmotors die durch die Wechselstrommaschine erzeugten Spannungen sehr gering sind und die Zündung in Frage stellen, weil die Drehzahl des gewöhnlich unmittelbar auf der Motorwelle sitzenden Läufers heim Andrehen der,'Nfaschine von Hand zu klein ist und bekanntlich die Spannung derartiger Dynamomaschinen im wesentlichen direkt proportional der Umlaufzahl ist. An sich wäre es nun möglich, die erforderlichen Zündspannungen dadurch zu erreichen, daß man das Transformatorübersetzungsverhältnis, d. h. das Verhältnis der Windungszahlen von Primär-und Sekundärspule entsprechend hoch wählt. Hierdurch würde aber, da ein Verbrennungsmotor mit vielfach höherer Urnlaufzahl arbeitet, wenn er erst angelassen ist, nach dein Anlassen in dem Transformator eine bei weitern zu hohe Spannung entstehen und die Anordnung eines Überspannungsschutzes, z. B. einer Funkenstrecke, erfordern, da sonst ein Durchschlagen des Transformators befürchtet werden müßte. Die Erfindung schafft nun die Möglichkeit, auch ohne Verwendung eines übermäßig großen Transformatorütersetzungsverhältnisses während des Andrehens von Hand, wenn also der Motor sich mit geringer Drehzahl dreht, die in der Sekundärspule des Transformators erzeugte Spannung auf die für die Zündung erforderliche Höhe zu brin-,gen. Sie beruht auf der an sich bekannten Tatsache, daß man die Spannung auf der Sekundärseite eines Transformators durch Einschaltung eines Kondensators oder einer Kapazität um ein Beträchtliches erhöhen kann, wenn man dafür sorgt, daß bei der vorhandenen Periodenzahl Resonanz zwischen der Sel#stinduktion der Transformatorwicklung und der eingeschalteten Kapazität besteht. Es 1,esteht demnach die Erfindung darin, daß man zur Sekundärwicklung des Transformators einen Kondensator parallel schaltet, welcher hei der Anlaßgeschwindigkeit des Motors mit ihrer Selbstinduktion Resonanz besitzt, und daß man diesen Kondensator nach dein Anspringen des Motors abschaltet, was von Hand oder automatisch geschehen kann.
  • Gemäß Abb. i der Zeichnung sitzt auf der Welle i, welche vorzugsweise die Welle des Verbrennungsmotors selbst ist, eine Scheihe:2, beispielsweise das Schwungrad des Motors, welche am äußeren Umfange mit perrnanenten Magneten 3 von abwechselnder Nord- und Südpolarität besetzt ist. Die Scheibe mit ihren permanenten Magneten bildet den Läufer einer Mittelfrequenzwechselstrornmaschine, deren Stator 4 beispielsweise Segmentform besitzt und an die Prii-närspule 5 eines Transformators angeschlossen ist. Die Sekundärspule 6 dieses Transformators ist einerseits durch eine Leitung 7 an einen rotierenden Verteiler 8, welcher die Zufuhr des Zündungsstromes zu den Zündkerzen 9 des Verbrennungsmotors bewirkt, angeschlossen, anderseits durch eine Leitung io geerdet. Diese allgemeine Anordnung einer Mittelfrequenzwechselstrommaschine mit einem zwischen Stator und Verteiler angeordnetewHochspannungstransformator und einem mit permanenten Magneten besetzten Läufer ist vorstehend nur in groben Umrissen beschrieben und in der Zeichnung nur schematisch veranschaulicht, da sie an sich nicht den Gegenstand der Erfindung bildet.
  • Gemäß dieser ist zwischen den Leitungen 7 Lind io parallel zur Sekundärwicklung 6 des Transformators ein Kondensator oder eine Kapazität ii geschaltet, welche durch einen Schalter 12 von an sich bekannter oder geeigneter Art ein- oder ausgeschaltet werden kann. Diese Kapazität i i ist derart beschaffen, daß sie bei der Anlaßdrehzahl des Verbrennungsmotors, also bei etwa n=150 bis:250, Resonanz mit der Selbstinduktion der Sekundärspule 6 besitzt. Die Wirkung dieser Anordnung ist in Abb. 2 veranschaulicht, in welcher die Kurve m die Abhängigkeit der Zündspannung von der Drehgeschwindigkeit des Motors veranschaulicht. Die gestrichelte Linie o gibt dabei die entsprechende Spannungskurve ohne Kondensator wieder. Sie ist eine stetige gerade Linie und gibt an, daß die Spannung proportional den auf der Abszissenachse aufgetragenen Umlaufzahlen wächst. Bei Einschaltung der Kapazität ii von den oben genannten Resonanzeigenschaften zeigt sich nun, daß die Spannung. bei etwa 2oo Umdrehungen ein Mehrfaches so groß ist als hei der entsprechenden Anordnung ohne Kondensator, daß sie aber, wenn der Verbrennungsmotor diese Umlaufzahlen nach dem Anlaufen überschreitet, allmählich wesentlich unter den durch die Linie o veranschaulichten Betrag herabsinkt. Der Kondensator ii übt also nur bei den während der Anlaßperiode herrschenden Umlaufzahlen eine spannungssteigernde Wirkung aus. Nach dem Anlassen wirkt er der Spannungserhöhung entgegen und vermag die Zündspannung wesentlich unter die erforderliche Höhe herabzudrücken, wenn man ihn dauernd eingeschaltet läßt.
  • Es ist deshalb erforderlich, daß der Kondensator ii alsbald wieder abgeschaltet wird, sowie der Verbrennungsmotor mit eigener Kraft läuft, da er sonst die sichere Zündung durch Herabsetzung der Zündspannung beeinträchtigt. Dieses Ausschalten kann in der einfachsten Weise durch einen Handschalter erfolgen, welchen man schließt, wenn der Motor angedreht werden soll, und sofort öffnet, sowie er angesprungen ist und mit eigener Kraft läuft.
  • Das Ausschalten des Kondensators ii kann auch auf mannigfache Weise selbsttätig geschehen. Gemäß Abb. 3 erfolgt heispielsweise die Schließung des Transformatorstromkreises 1-ei nz, durch die übliche Anlaßkurbel 13, deren Welle am Ende die bekannte Klauenkupplung 14 trägt. Mit dieser arbeitet eine auf der Motorwelle i undrehbare, aber etwas achsial verschiebbare Kupplungsmuffe 15 zusammen, welche auf der einen Stirnfläche einen isolierten Kontaktring 16 trägt. Dieser vermag im Moment des Ankuppelns zwei gleichfalls isolierte Kontakte 17, 18 zu überbrücken und dadurch den in Abb. i allgemein mit 12, bezeichneten Schalter zu schließen und dadurch die Kapazität i i parallel zur Transformatorspule 6 zu schalten. Wenn nach dem Anlaufen des Verbrennungsmotors die Kurbel 13 zurückgeführt und die Kupplungsmuffe 15 von der Kupplungsmuffe 14 freigegeben wird, rückt der Kontaktring 16 von den Kontakten 17, 18 in die in Abb. 3 veranschaulichte Stellung ab und schaltet dadurch die Kapazität i i autoniatisch ab.

Claims (3)

  1. PATrNT-ANSPRÜCHE: i.
  2. Zündungsanordnung für Verbrennungskraftmaschinen, bestehend aus einer von dem Verbrennungsmotor angetriebenen Wechselstromdynamo mit permanent magnetischem Läufer, einem Verteiler für den Zündungsstrom und einem zwischen Verteiler und Dynamo geschalteten Hochspannungstransformator, welcher den Strom auf Zündspannung bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundärwicklung des Transformators während des Ankurbelns eine Kapazität parallel geschaltet werden kann, welche bei der Anlaßdrehzahl der Dynaniomaschine volle oder angenäherte Resonanz mit der Selbstinduktion der Transformatorwicklung besitzt. :2.
  3. Zündungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, welche die Kapazität nach dem Anspringen des Verbrennungsmotors selbsttätig abschaltet. 3. Zündungsanordnung nach Anspruch i oder :2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kapazitätsstrornkreis ein gewöhnlich offener Kontakt geschaltet ist, welcher durch die Bewegung der Anlaßkurbel in die Andrehstellung geschlossen wird.
DEF51008D Zuendungsanordnung fuer Verbrennungskraftmaschinen Expired DE369671C (de)

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