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Videokassette
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Die Erfindung betrifft eine Videokassette, insbesondere eine für den
Einsatz als Leihkassette in Videotheken bestimmte Kassette.
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Videokassetten für Videokassettenrecorder, die nach dem VHS-System
oder nach dem Betamax-System arbeiten und bei denen das Abschalten des Bandantriebes
im Falle eines Banddes Endes abrisses oder im Falle/des Wickelvorganges des Videobandes
von einer auf die andere Spule - sogenannte Endabschaltung -von Fotozellen bewirkt
wird, sind bekannt. Bei diesen Videokassetten besteht das Kassettengehäuse aus opakem,
meist schwarz eingefärbtem Kunststoffmaterial und weist an der Oberseite, nahe den
beiden Querseiten des quaderförmigen Kassettengehäuses, je ein Fenster aus transparentem
Material auf. Das von einer Spule zur anderen geführte Videoband ist an der Frontseite
des Kassettengehäuses frei, also praktisch außerhalb des Kassettengehäuses, geführt
und ausserhalb des Einsatzes in einem Videokassettenrecorder von einer an den Querseiten
angelenkten Schutzklappe aus opakem, meist schwarz eingefärbtem Kunststoffmaterial,
abgeschirmt.
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Diese Videokassetten weisen nahe der Frontseite im Bereich zwischen
einem von einer Spule abgeführten und einem einer Spule zugeführten Abschnitt des
Videobandes eine Aussparung auf, in die eine Lichtquelle eingeordnet werden kann
und von welcher Aussparung aus Licht in das Innere des Kassettengehäuses einfallen
und auf vorgesehenen Strahlengängen, die vom abgeführten oder zugeführten Bandabschnitt
gekreuzt werden, an vorgegebenen Austrittsstellen an den Querseiten des Kassettengehäuses
aus dem Kassettengehäuse austreten und auf Fotozellen einfallen kann, die diesen
Austrittsstellen zugeordnet sind, falls die Videokassette in einem Videokassettenrecorder
eingesetzt ist. Die Fotozellen stehenmit dem Bandantrieb in schaltender Wirkverbindung.
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Für als Leihkassetten eingesetzte Videokassetten ist im Sinne einer
zügigen Bedienung des Kunden einer Videothek
eine einfache, vergleichsweise
zuverlässige und insbesondere rasche visuelle Kontrolle, insbesondere der zur Rückgabe
vorgelegten Videokassetten erforderlich. Unter diesem Aspekt ist schon vorgeschlagen
worden (DE-Gbm 83 05 302), das Kassettengehäuse im wesentlichen aus transparentem
Material auszubilden. Die Anwendung derart ausgebildeter Videokassetten in Videokassettenrecordern
nach dem VHS-System oder nach dem Betamax-System hat indessen ergeben, daß diese
Videokassetten vom Recorder nicht angenommen werden, sondern nach dem Einschieben
der Videokassette bei Inbetriebnahme des Recorders ausgeworfen werden.
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Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine Videokassette mit einem
im wesentlichen aus transparentem Material bestehenden Kassettengehäuse, wie es
insbesondere für Leihkassetten in Videotheken von überragender Bedeutung ist, zu
schaffen, die auch in Videokassettenrecordern nach dem VHS-System oder dem Betamax-System
eingesetzt und abgespielt werden können.
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Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei Videokassetten der im Oberbegriff
des ersten Anspruchs umschriebenen Gattung dadurch, daß das Kassettengehäuse - wie
im ersten und zweiten Anspruch angegeben - zumindest im Bereich zwischen Lichteinfall
und Lichtaustritt, vorzugsweise insgesamt aus transparentem bzw. durchsichtigem
Material besteht und daß jeder Austrittsstelle ein Lichtauslaßfenster, das von einer
optischen Abschirmung begrenzt und umgeben ist, zugeordnet ist.
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Dadurch wird erreicht, daß eine derart ausgebildete Videokassette
von einem Videokassettenrecorder nach dem VHS-System oder Betamax-System nicht nur
angenommen, sondern auch zur Wiedergabe oder zur Aufnahme abgespielt werden kann.
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Überraschenderweise hat sich ergeben, daß eine derart ausgestaltete
Videokassette in den vorhandenen Videokassettenrecordern lediglich abgespielt werden
kann, jedoch nicht vor- oder zurückgespult werden kann.
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Da sonach die Möglichkeit eines Rückspulens nicht gegeben ist, kann
das Videoband lediglich einmal abgespielt werden.
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Damit ist auf vergleichsweise einfache Weise eine sogenannte Einmal-Abspiel-Videokassette
gegeben. Im Falle des Verleihbetriebes in Videotheken ist somit die Möglichkeit
einer besonderen Preisgestaltung beim Verleih von derartigen Videokassetten gegeben.
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Eine besonders wesentliche Ausgestaltung der Videokassette nach den
Ansprüchen 1 und 2 besteht nach Anspruch 3 darin, daß jedem Lichtauslaßfenster an
den Querseiten des Kassettengehäuses ein auf diese ausgerichtetes Lichteinlaßfenster,
das von einer optischen Abschirmung begrenzt und umgeben ist, im Bereich der Aussparung
zugeordnet ist.
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Durch diese vergleichsweise einfache Maßnahme ergibt sich aus der
sogenannten Einmal-Abspiel-Kassette eine Videokassette, die wiederum alle Möglichkeiten
einer herkömmlichen Videokassette für Videorecorder nach dem VHS-System oder nach
dem Betamax-System aufweist, also auch jederzeit vor-oder zurückgespult werden kann.
Dabei ist es von besonderer Bedeutung, wenn die optisch abgeschirmten Lichteinlaßfenster
im Bereich der Aussparung des Kassettengehäuses wie in den Ansprüchen 8, 9 und 10
angegeben, in Form eines lösbar in der Aussparung einordenbaren Einsatzkörpers vorgesehen
sind.
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Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, auf einfache und rasche Weise
aus einer Videokassette mit herkömmlichen Funktionen eine sogenannte Einmal-Abspiel-Kassette
zu schaffen, indem der Einsatzkörper aus der Aussparung entfernt wird. Wird beispielsweise
eine abgespielte Einmal-Abspiel-Kassette zurückgegeben, so ist es dem Verleiher
auf einfache Weise durch Einsatz des Einsatzkörpers möglich, die abgespielte Kassette
in einem herkömmlichen Videokassettenrecorder zurückzuspulen und somit für ein neuerliches
Ausleihen herzurichten und bereitzustellen.
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Weitere Ausbildungen der Erfindung im Hinblick auf die optisch abgeschirmten
Fenster und deren Anordnung in und am Kassettengehäuse ergeben sich aus den Ansprüchen
4 bis 7.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Einsatzkörper in eine für
eine der Aufnahme einer Lichtquelle dienende Aussparung in einer Videokassette,
insbesondere für eine Kassette in einer Videokassette nach den Ansprüchen 1 und
2.
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Im Hinblick auf eine einfache Herstellung des Einsatzkörpers und im
Hinblick auf ein einfaches und bequemes Einsetzen und Entnehmen des Einsatzkörpers
in bzw. aus der Aussparung im Kassettengehäuse, ist dieser Einsatzkörper dadurch
gekennzeichnet, daß er hülsenförmig oder topfförmig ausgebildet ist, daß in der
den Innenraum des Einsatzkörpers für die Aufnahme der Lichtquelle begrenzenden hülsenförmigen
Wandung des Einsatzkörpers Lichteinlaßfenster ausgebildet sind und daß zumindest
die die Fenster umgebende Wandung des Einsatzkörpers lichtundurchlässig ist oder
zumindest im Vergleich zu den Lichteinlaßfenstern markant lichtundurchlässiger ist.
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Nach einer Weiterbildung dieses Einsatzkörpers nach Anspruch 11 ist
nach Anspruch 12 vorgesehen, daß sich die Lichteinlaßfenster als Durchlässe in der
hülsenförmigen Wandung des Einsatzkörpers darstellen.
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Für eine rasche lösbare Festlegung und Positionierung des Einsatzkörpers
in einer vorgegebenen Stellung in der Aussparung ist nach Anspruch 13 vorgesehen,
daß am Außenumfang des Einsatzkörpers wenigstens ein Vorsprung bzw. Nase und/oder
eine entsprechende Aussparung ausgebildet ist, welche mit entsprechender Aussparung
und/oder Vorsprung bzw.
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Nase am Innenumfang der Aussparung eine lösbare Rast- bzw.
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Schnappverbindung zwischen Einsatzkörper und Kassettengehäuse bilden.
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Durch die Weiterbildung nach Anspruch 14, wonach der oder die Vorsprünge
am Außenumfang des Einsatzkörpers die Gestalt eines sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Keils bzw. einer schiefen Ebene aufweisen, wird erreicht, daß der eingerastete
Einsatzkörper
durch Drehen des Einsatzkörpers in Richtung der Keilspitzen ein Ausrücken der keilförmigen
Vorsprünge aus den zugehörigen Aussparungen in der Innenwand der Aussparung erreicht
wird und durch ein damit einhergehendes Ziehen der Einsatzkörper, vorzugsweise unter
Verwendung eines in den Innenraum des Einsatzkörpers einsetzbaren Schlüssels, entfernt
werden kann.
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Anhand der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung und deren Merkmale
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert und beschrieben.
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Es zeigen schematisch: Figur 1 eine Draufsicht auf die Oberseite einer
Videokassette mit im Frontbereich aufgebrochenem Kassettengehause Figur 2 einen
Schnitt längs der Linie II-II in Figur 1, wobei die Schutzklappe nicht dargestellt
ist und wobei der Videokassette eine Lichtquelle sowie zwei vom Licht der Lichtquelle
beaufschlagbare Fotozellen - wie es sich bei Einsatz der Videokassette in einem
Videckassettenrecorder nach dem VHS-System oder nach dem Betamax- System darstellt
- zugeordnet sind Figur 3 einen hülsenförmigen Einsatzkörper zum Einsatz in die
zur Aufnahme einer Lichtquelle bestimmte Aussparung im Kassettengehäuse der Videokassette
und Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der Figur 3.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Videokassette mit einem zweiteilig,
aus Ober- und Unterteil, aufgebautem, quaderförmigen Kassettegehäuse 1. Das aus
transparentem Material bestehende Kassettengehäuse 1 hat eine Oberseite 11, eine
Unterseite 12, eine linke und eine rechte Querseite 13, sowie eine Frontseite 14
und eine Rückseite 15. Im Kassettengehäuse 1 sind zwei Spulen 3' und 3all drehbar
aufgenommen. Das Videoband 8 wird über Umlenkrollen 31 von der ei-
nen
Spule zur anderen Spule geführt und erstreckt sich dabei an der Frontseite 14 frei,
außerhalb des Kassettengehäuses 1. Befindet sich die Videokassette nicht im Einsatz
in einem Videokassettenrecorder, so ist die Frontseite 14 und das an ihr geführte
Videoband 8 von einer Schutzklappe 16 geschützt. Diese Schutzklappe 16 ist an den
beiden Querseiten 13 angelenkt und nach oben wegklappbar.
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Im Bereich des Zwickels zwischen den beiden Spulen 3', 3 1 und nahe
der Frontseite 14 ist im Kassettengehäuse 1 eine Aussparung 4 ausgebildet. Diese
Aussparung 4, die hier Kreisquerschnitt hat, erstreckt sich von der Unterseite 12
mit ihrer Längsachse senkrecht zur Oberseite 11 und Unterseite 12 sacklochartig
in das Kassettengehäuse hinein. Die Aussparung 4 mündet sonach an der Unterseite
11 und von dorther kann auch eine Lichtquelle 6 (Sender) eingeführt werden.Zu dieserAussparung
4 sind an den Querseiten 13 Lichtaustrittsstellen vorgesehen, denen jeweils Fotozellen
9 (siehe Figur 2) zugeordnet sind, wenn die Videokassette in einem Videokassettenrecorder
eingesetzt ist. An der Innenseite der transparenten Wandung der Querseiten 13 sind
jeweils Rahmen 5 aus lichtundurchlässigem Material mit einem Durchlaß als Lichtauslaßfenster
2 in unmittelbarer Anlage an der Innenseite der Querseite 13 angeordnet. Durch diese
Lichtauslaßfenster 2 können Lichtstrahlen, die von einer in der Aussparung 4 aufgenommenen
Lichtquelle 6 stammen, dann auf die Fotozellen 9 (Empfänger) einfallen, wenn das
Videoband 8, das den Strahlengang zwischen Sender und Empfänger kreuzt, Licht passieren
läßt. In den Figuren 1 und 2 wird der Strahlengang von der Lichtquelle 4 zur rechten
Fotozelle 9 von einem der Spule 3'' zugeführten Bandabschnitt 8" gekreuzt und der
Strahlengang zwischen Lichtquelle 6 und der linken Fotozelle 9 durch den von der
Spule 3' weg geführten Abschnitt 8' des Videobandes 8. Die Fotozellen 9 werden von
Licht von der Lichtquelle 6 beaufschlagt, wenn das dem Strdhlengang kreuzende nicht
lichtdurchlässige Videoband 8 reißt, oder sich die nicht durchsichtige Trägerfolie
von der transparenten Basisfolie des Videobandes 8
trennen sollte
oder wenn anstelle des nicht lichtdurchlässigen Videobandes 8 ein durchsichtiger
Vorspann- oder Endspannstreifen den Strahlengang kreuzt (Endabschaltung).
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Das Videoband 8 ist also über einen durchsichtigen Vorspannstreifen
an der einen Spule und über einen durchsichtigen Endspannstreifen an der anderen
Spule befestigt.
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Wie insbesondere aus Figur 2 ersichtlich, ist innerhalb der Aussparung
4 ein hülsenförmiger Einsatzkörper 7 eingeordnet. Dieser Einsatzkörper 7, der in
seinem Innenraum die Lichtquelle 6 aufnimmt, besteht hier aus lichtundurchlässigem
Material und weist hier zwei Durchlässe als Lichteinlaßfenster 3 auf. Diese Lichteinlaßfenster
3 sind auf die Lichtauslaßfenster 2 hin ausgerichtet. Durch die Fenster 2, 3 wird
der Strahlengang zwischen Lichtquelle 6 und Fotozelle 9 bestimmt.
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In den Figuren 3 und 4 ist ein hülsenförmiger Einsatzkörper 7 aus
einem lichtundurchlässigem Kunststoffmaterial als Einzelheit dargestellt. Dieser
Einsatzkörper ist zur Aufnahme in der Aussparung 4 einer Videokassette nach den
Figuren 1 und 2 bestimmt. Im Mantel bzw. der Buchsenwandung 70 des Einsatzkörpers
7 sind als Lichteinlaßfenster 3 zwei diametral zueinander angeordnete Durchlässe
bzw. Durchbrüche vorgesehen. Zur Festlegung und Positionierung des Einsatzkörpers
7 in der Aussparung 4 sind hier am Außenumfang 71 des Einsatzkörpers 7 Vorsprünge
72 vorgesehen. Diese Vorsprünge bzw. Nasen 72 haben Keilform und verlaufen in Umfangsrichtung.
Um ein Einrasten dieser Vorsprünge 72 in entsprechende Aussparungen in der Außenwandung
der Aussparung 4 zu ermöglichen, sind diese Vorsprünge 72 an Zungen 73, die aus
dem Mantel bzw. der Wandung 70 durch Einschnitte ausgebildet sind, befestigt. Dadurch
ist eine Radialverschiebung der Vorsprünge 72 und damit ein Ausrücken aus den dazugehörenden
Aussparungen in der Wandung der Aussparung 4 durch Drehen des Einsatzkörpers 7 um
seine Längsachse möglich. Sobald die Vorsprünge 72 aus ihren zugehörenden
Aussparungen
ausgerückt sind, läßt sich der Einsatzkörper durch eine Zugkraft in Längsrichtung
aus seiner Position in der Aussparung herausziehen und entfernen. Das Einsetzen
des Einsatzkörpers 7 in die Aussparung 4 erfolgt entsprechend in umgekehrter Weise.
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