DE3115726C2 - Umlenkbeschlag für einen Sicherheitsgurt, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Umlenkbeschlag für einen Sicherheitsgurt, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
Ein Sicherheitsgurt, insbesondere für Kraftfahrzeuge, besteht im wesentlichen aus Gurtband, Schloß mit Schloßhalterung, Gurtaufroller, Umlenkbeschlag und Befestigungsbeschlägen, wobei der Umlenkbeschlag um einen Befestigungsbolzen drehbeweglich zur Anbringung an einem fahrzeugfesten Teil eingerichtet sein kann und mit einem Umlenkungselement versehen ist, über welches das Gurtband derart verläuft, daß es von einem stehenden Trum mittels der Umlenkung in ein ziehendes Trum übergeht. Dabei tritt das Problem auf, daß das stehende Trum im Hinblick auf seitliche Bewegungen nicht ortsfest verbleibt, wenn mit dem ziehenden Trum Schwenkbewegungen in verschiedene Richtungen ausgeführt werden. Dies hat den Nachteil, daß das stehende Trum nicht immer in genau derselben Lage in eine Sperrvorrichtung einlaufen kann, sei es ein selbstsperrender Gurtaufroller oder eine Gurtband-Klemmvorrichtung. Zur Lösung der Aufgabe, das stehende Trum des Gurtbandes stets ortsfest zu halten, wird das Umlenkungselement im Verhältnis zur Drehachse des Umlenkbeschlages so angeordnet, daß die Drehachse die Mittenebene des über das Umlenkungselement verlaufenden Gurtbandes in jeder Stellung des Umlenkbeschlages schneidet. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß der solcherart ausgebildete Umlenkbeschlag mit einer Gurtband-Klemmvorrichtung, die im Verlauf des stehenden Trumes angeordnet ist, insbesondere zu einer Baueinheit, kombiniert ist. Hierdurch werden Funktionsfehler der ...........
Description
Die Erfindung betrifft einen Umlenkbeschlag für einen Sicherheitsgurt, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
zur Umlenkung des von einer unteren Befestigung aufrecht stehend geführten Gurtabschnittes zu einem diagonal
verlaufenden Brust- oder Schultergurtabschnitt, so daß das Gurtband von dem stehenden mittels der
Umlenkung in ein ziehendes Trum übergeht, wobei im Bereich des aufrecht stehend geführten Gurtabschnittes
eine Klemmeinrichtung für das Gurtband vorgesehen ist.
Durch die deutsche Auslegeschrift 24 32 956 ist eine Sicherheitsgurtanordnung bekannt geworden, bei der
das Gurtband von einem aufrecht stehend geführten Gurtabschnitt über einen Umlenkbeschlag in einen diagonal
verlaufenden Schultergurt umgelenkt wird; hierbei ist in dem aufrecht stehend geführten Gurtabschnitt
noch eine Klemmeinrichtung eingeschaltet, mit deren Hilfe im Crash-Fall unter anderem der sogenannte Filmspuleneffekt
im Gurtaufroller ausgeschaltet werden soll, um die dadurch entstehende (iurtbandlosc nicht zur
Auswirkung auf die angeschnallte Person kommen zu lassen.
Die bekannte Sicherheitsgurtanordnung hat jedoch den Nachteil, daß das so bezeichnete stehende Trum des
Gurtbandes zwischen Umlenkbeschlag und Gurtaufroller nicht ortsfest ist, sondern je nach Verlauf des ziehenden
Trumes in Abhängigkeit von der Sitzposi'Jon und möglichen Bewegungen der angeschnallten Person Hin-
und Herbewegungen in seitlicher Richtung ausführt. Diese Bewegungen haben zur Folge, daß das Gun band
nicht immer genau in derselben Lage in die Klemmvorrichtung einläuft, was dazu führen kann, daß die Klemmvorrichtung
im Ernstfall nicht einwandfrei funktioniert. Hiermit ist eine entsprechende Gefahr für Leib und Leben
der angeschnallten Person verbunden. Es ist /.war weiterhin schon aus der DE-AS 23 54 803 bekannt geworden,
an einem Sicherheitsgurtaufroller eine schwenkbare, gegenüber dem Gurtaufroller geneigte
Gurteinführungsvorrichtung vorzusehen, deren Mitte in der zur Gurtaufrollerachse senkrechte Mittenebenc der
Gurtrolle liegt, jedoch diente diese Anordnung zum Sicherstellen eines geraden Gurtbandeiniaufs in den
Gurtaufroller bei jeder Einbaulage zur Vermeidung von Reibungskräften im Gurtaufroller bzw. an dessen seitlichen
Wandflächen. Auf die an einem Umlenkbeschlag herrschenden Verhältnisse, insbesondere dann, wenn
die Klemmeinrichtung mit Abstand vom Umlcnkbeschlag angeordnet ist, sind diese Gesichtspunkte nicht
übertragbar, weil es darauf ankommt, das Gurtband möglichst weit von oben her und mit einer gewissen
Freiheit von der Wandseite der Karosserie zum Körper der anzuschnallenden Person zu führen und in dieser
Lage ohne seitliche Bewegungen des Gurtbandes bei jeder Stellung des Umlenkbeschlages zu halten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, dies
zu erreichen, wobei die erwähnten Hin- und Herbewegungen des stehenden Trumes des Gurlbandcs nicht
auftreten dürfen, mag sich die Person mit dem über sie verlaufenden Gurtband bewegen, wie sie will. Gleichzeitig
soll gewährleistet bleiben, daß der Sicherheitsgurt im Crash-Fall die Person sicher zurückhält.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und
Weiterbildungen aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser Beschreibung vorangestellt sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Umlenkbeschlag ähnlich wie ein Kranausleger
umgekehrt L-förmig gestaltet, was mit geringem Fertigungsaufwand gewichtsmäßig leicht verwirklicht
werden kann. Dabei bleibt die Erfüllung der Funktion des Umlenkbeschlages in jeder Beziehung erhalten, d. h.
das Gurtband des stehenden Trumes kann exakt aulgerollt
werden, und mit dem ziehenden Trum läßt sich eine optimale Gurtgeometrie über dem Körper der Person
herstellen. Mit einer derartigen Ausgestaltung der Erfindung ist unter anderem der Vorteil einer sehr einfachen
Bewältigung des geschilderten Problems verbunden.
Zwar ist eine L-förmige Halterung mit Anschlägen zur Bewegungsbegrenzung für das Umlenkelement gemäß
dem Ausführungsbeispiel der Erfindung aus der DE-OS 27 26 683 bekannt, jedoch fehlt es an deren weiterer
Ausgestaltung. Weiterhin ist noch auf die DF.-OS 24 28 814 hinzuweisen, bei der eine Feder in Verbindung
mit einem Umlenkbeschlag beschrieben ist. Diese bekannte Feder dient der Verhinderung des Axialspiels
des Umlenkbeschlagcs und der Rückstellung des Um-
br> lcnkbcschlagcs in seine Normallage. Die Verbindung
von Umlcnkbcschlag und Klemmcinrichiung zu einer
baulichen Einheit ist aus der DE-OS 25 40 302 bekannt. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der
Erfindung wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben
werden:
Fi g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Umlenkbeschluges
in Ansicht von vorn, wobei mehrere Schwenklagcn dargestellt sind,
F i g. 2 den Gegenstand von F i g. 1 in seitlicher Schnitiansicht,
Fig.3 den unteren Teil von Fig.2 in vergrößertem
Maßstab,
F i g. 4 eine Ansicht auf den Gegenstand von F i g. 3 in Pfeilrichiung IV, jedoch in kleinerem Maßstab,
F i g. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel, wobei der Umlenkbeschlag mit einer Gurtband-Klemmvorrichtung
kombiniert ist, in schaubildlicher Darstellung,
F i g. 6 eine Ansicht auf einen senkrechten Querschnitt durch den Gegenstand von F i g. 5 in vergrößertem
Maßstab.
Die Fig. 1—4 zeigen einen Umlenkbeschlag 30 zur
Anbringung an der sogenannten ß-Säule im Innern eines Personenkraftwagens. Dieser Umlenkbeschlag 30
hat eine aus einem Blechzuschnitt zusammengefaltete Lasche 31, mittels der eine längliche Öse 32 gehaltert ist.
Die Lasche 31 ist mittels einer Schraube 13 und einem mutierartigen Verstärkungsteil 14 schwenkbeweglich
an dem Karosserieblech 15 der ß-Säule angebracht. Die öse 32 weist zwei gerade Schenkel auf, von denen der
obere durch die Lasche 31 umfaßt und festgehalten wird, während der untere Schenkel als Umlenkelement
33 zur Führung und Umlenkung des Gurtbandes 18 dient. Das mit 18a bezeichnete stehende Trum 18a des
Gurtbandes 18 verläuft vom Umlenkelement 33 dir Öse
32 a us senkrecht nach unten, während das so bezeichnete ziehende Trum 186 des Gurtbandes 18 den Bewegungen
folgt, welche die betreffende Person beim Anschnallen oder Abschnallen mit dem Sicherheitsgurt
ausführt, indem sie das Gurtband mit der Hand hin- und herzieht.
Die Lasche 31 ist L-förmig gestaltet und derart auf der Schraube 13 gelagert, daß sich eine umgekehrte
L-Form ergibt, d. h. der kurze Schenkel der L-Form liegt oben und ragt in das Innere des Fahrzeuges hinein. Zusammen
mit der öse 32 bilden Lasche 31 und öse 32 ungefähr ein mit der öffnung nach unten angeordnetes
U-förmiges Bauteil, welches so dimensioniert ist, daß die Mitte des Gurtbandes 18 an der Stelle, wo es über das
Umlenkelement 33 der Öse 32 verläuft, in der Flucht der Schwenkachse 24 der Schraube 13 liegt. Dies bewirkt,
daß das stehende Trum 18a des Gurtbandes 18 in jeder Stellung des Umlenkbeschlages 30 in bezug auf seitliche
Bewegungen ortsfest verbleibt.
Ein mathematisch genaues Schneiden der Längsmittenlinie 24 und der Mittenebene des Gurtbandes 18 wird
sich in der Praxis nicht immer erzielen lassen, weil beispielsweise verschiedene Gurtbanddicken angeboten
werden oder ein durch längeren Gebrauch gestrecktes Gurtband mit der Zeit dünner wird. Für die gewünschte
Wirkung einer ortsfesten Ruhelage des stehenden Trums 18a kommt es auf mathematische Genauigkeit
aber auch gar nicht an, wenn die Verhältnisse nur so gewählt sind, daß das siehende Trum 18a keine wesentlichen
Seitwärtsbewegungen mehr ausführt.
Zur Vermeidung eines Umkippens des Umlenkbeschlages 30 bei schräg einkommender Zugkraft am ziehenden
Trum 186 des Gurtbandes 18 ist dieser Umlenkbeschlag mit einer Kippsperre und mit einer Rückstellvorrichtung
versehen, die sich vor allem aus den F i g. 3 und 4 entnehmen lassen. Die Kippsperre besteht aus
einer durchgestanzten Abkröpfung als Gegenanschlag 34 im Blech 15 der ß-Säule, so daß sich ein Vorsprung
ergibt, der mit zwei Anschlägen 35 am unteren Ende der Lasche 31 des Umlenkbeschlages 30 zusammenwirkt. Je
nachdem in welche Richtung sich die Lasche 3i beim Ziehen am ziehenden Trum Mb des Gurtbandes 18 verschwenkt,
kommt nach einer Schwenkbewegung um einen Achtelkreis entweder der rechte oder der linke Anschlag
35 zur Berührung mit dem Gegenanschlag 34, womit ein weiteres Verschwenken und damit ein Kippen
des Umlenkbeschlages 30 verhindert sind. Bei nachlassendem Zug am Gurtband 18 erfolgt die Rückstellung
der Lasche 31 in ihre Grundstellung mittels einer Rückstellfeder 36, die auf einem Zapfen 37 gelagert ist
und mit einem Finger 38 in eine Bohrung 39 am unteren Ende der Lasche 31 eingreift. Das entgegengesetzte Federende
40 ist in einer Bohrung 41 fixiert, welche sich an der ß-Säule befindet.
Die öse 32 kann durch nicht dargestellte Einprägungen
in dem umschlingenden Blech der Lasche 31 stellungsmäßig festgehalten sein, wobei die Schräglage der
öse 32 so gewählt wird, daß die Oberkante des Umlenkelementes 33 ungefähr in der Höhe der verlängerten
Schwenkachse 24 liegt.
Die Fig. 5 und 6 verdeutlichen ein Ausführungsbeispiel,
welches eine Kombination eines Umlenkbeschlages mit einer Gurtband-Klemmvorrichtung darstellt,
d. h. Umlenkbeschlag und Klemmvorrichtung bilden eine Einheit. Die Funktionstüchtigkeit dieses selbständigen
baulichen Bestandteiles eines Sicherheitsgurtes wird durch eine Ausbildung des Umlenkbeschlages gewährleistet,
welches seitliche Hin- und Herbewegungen des stehenden Trumes 18a des Gurtbandes 18 nicht zuläßt.
Hierzu schneidet wiederum die Längsmittellinie des Schwenkorganes des Umlenkbeschlages die Mitte
des über das Umlenkungselement des Beschlages verlaufenden Gurtbandes in jeder Stellung des Umlenkbeschlages.
Das kombinierte Gerät hat ein Gehäuse 70 nach Art eines Ringes (siehe F i g. 5), d. h. das Gehäuse 70 ist oben
und unten offen. Die senkrechte Rückwand 71 des Gehäuses 70 weist eine mittlere Bohrung 72 auf, durch die
ein nicht dargestellter Schraubenbolzen geführt wird, mit dem das Gerät an einem tragenden Teil der ß-Säule
im Kraftwagen unverdrehbar befestigt wird. Hierzu eignet sich bevorzugt die innere Oberfläche im üblichen
U-Profil einer ß-Säule, wodurch auch erreicht werden kann, daß das Gerät im Innern dieser Säule verschwindet,
d. h. vom Innenraum des Kraftwagens her nicht sichtbar ist.
An dem Gehäuse 70 sind unten zwei seitliche Ohren 73 angeformt, die durch einen Achsbolzen 74 miteinander
verbunden sind. Darauf schwenkbeweglich gelagert sind zwei seitliche, nach oben ragende Hebel 75, die
umgekehrt L-förmig gestaltet und oben durch eine Querwand 76 miteinander verbunden sind. In dieser
Querwand befindet sich eine Bohrung, durch die ein Lagerzapfen 77, gesichert durch einen Sprengring 78,
geführt ist, der vorn einen Umlenkbeschlag 80 trägt. Dieser besteht aus einem Basisteil 81 und zwei daran
ansetzenden Seitenwangen 82, zwischen denen sich ein Umienkelement 83 in Form eines festen Bolzens oder
einer drehbeweglichen Rolle erstreckt. Über das Umlenkelement 83 ist aer Sicherheitsgurt 18 geführt.
Oie Längsmittenlinie 84 des Lagerzapfens 77 cchneidet
— mit einer gewissen Toleranz — die Mitte des über das Umlenkelement 83 verlaufenden Gurtbandes 18 in
jeder Stellung des Umlenkbeschlages 80, d. h. die Oberkante des Umlenkelementes 83 ist im Verhältnis zur
Schwenklagerung des Umlenkbeschlages 80 so angeordnet, daß diese geometrische Zuordnung vorliegt.
Hierdurch wird gewährleistet, daß sich das stehende Trum 18a des Gurtbandes 18 bei den verschiedenen, im
praktischen Fahrbetrieb auftretenden Zieh- und Schwenkbewegungen des ziehenden Trumes 186 in seitlicher Richtung nicht verlagern kann.
In lotrechter Flucht unterhalb der inneren Kante des Umlenkelementes 83 ist an dem Gerät ein Klemmschlitz
85 angeordnet, der auf der einen Seite durch die innere Oberfläche der vorderen Gehäusewand 86 des Gehäuses 70 und auf der anderen Seite durch eine Klemmplatte 87 begrenzt wird. Diese Klemmplatte hat an ihrer
Rückseite zwei Ansätze 88, mit denen die Platte auf einem Achsbolzen 89, der sich zwischen den Hebeln 75 ts
erstreckt, kippbeweglich gelagert ist. Dabei ist eine schwergängige Lagerung vorgesehen, um trägt Kippbewegungen der Klemmplatte 87 zu bewirken. Diese
soll das stehende Trum 18a des Sicherheitsgurtes nicht berühren, so lange nicht die Klemmung eintreten muß.
Im Betrieb verläuft das stehende Trum 18a des Gurtbandes 18 vom nicht dargestellten Gurtaufroller aufsteigend durch den Klemmschlitz 85 zum Umlenkelement
83 und von dort aus in Gestalt des ziehenden Trumes ISb zum Körper der angeschnallten Person und von
dort zum Gurtschloß. Der Umlenkbeschlag nimmt dabei diejenige Winkelstellung (vgl. F i g. 5) ein, die sich
aus den Umständen ergibt, beispielsweise durch die Stellung des Fahrzeugsitzes und die Größe (Dicke) der
angeschnallten Person bedingt ist. Bei einem Unfall wird der Körper der Person nach vorn geschleudert, hierdurch wird ein starker Zug auf das ziehende Trum 186
ausgeübt, und gleichzeitig wird der ganze Umlenkbeschlag 80 über das Element 83 nach vorn (in F i g. 6 nach
rechts) gezogen. Da der Umlenkbeschlag 80 zwar schwenkbeweglich, aber im übrigen mit den beiden Hebeln 75 verbunden ist, schwenken diese in Fig.6 im
Uhrzeigersinn um den Achsbolzen 74 und schieben so die Klemmplatte 87 in Richtung nach rechts, womit das
stehende Trum 18a im Klemmschlitz 85 zwischen Klemmplatte 87 und der Innenseite der Vorderwand 86
des Gerätes 70 eingeklemmt wird. Auf diese Weise kann das Gurtband 18 nicht weiter von der Gurtaufwickel
welle des Gurtaufrollers abgespult werden, womit die bekannten vorteilhaften Wirkungen verbunden sind. Eine
Funktionsstörung der Klemmvorrichtung aufgrund des etwa schief in den Schlitz 85 einlaufenden Gurtbandes
18 ist ausgeschlossen.
Mit einem Gerät gemäß den F i g. 5 und 6, bei dem Gurtbandumlenkung und Gurtbandklemmung kombiniert
in einer Baueinheit zusammengefaßt sind, ist auch noch der Vorteil verbunden, daß ein vergleichsweise
besonders geringer Abstand zwischen Umlenk- und Klemmstelle eingehalten werden kann, so daß ein Zusammenfalten
des Gurtbandes auf dem Umlenkungselement 83 bei außergewöhnlichen Schwenklagen des Umlenkbeschlages
80 ohne nachteilige Folgen bleibt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
60
60
Claims (5)
1. Umlenkbeschlag für einen Sicherheitsgurt, insbesondere für Kraftfahrzeuge, zur Umlenkung des
von einer unteren Befestigung aufrechtstehend geführten Gurtabschnittes zu einem diagonal verlaufenden
Brust- oder Schultergurtabschnitt, so daß das Gurtband von einem stehenden mittels der Umlenkung
in ein ziehendes Trum übergeht, wobei im Bereich des aufrechtstehend geführten Gurtabschnittes
eine Klemmeinrichtung für das Gurtband vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in
bekannter Weise ein Umlenkelement (33) an einer um eine horizontale Schwenkachse (24) drehbaren
Halterung (Lasche 31) befestigt ist und daß der höchste Punkt der Gurtmittellinie an dem Umlenkelement
(33) in der Schwenkachse (24) liegt.
2. Umlenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (Lasche 31) für das
Umlenkungselement (33) in an sich bekannter Weise L-förmig ausgebildet und umgekehrt am Schwenkpunkt
(Schwenkachse 24) angeordnet ist.
3. Umlenkbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die L-förmige Halterung in bekannter
Weise als Lasche (31) ausgebildet ist und am kurzen Schenkelende eine längliche Öse (32) aufweist,
die sich schräg von oben nach unten erstreckt, und daß die Lasche (31) an ihrem über die Schwenkachse
(24) nach unten hinausragenden Ende mit Anschlägen (35) versehen ist, die mit einem Gegenanschlag
(34) zusammenwirken, um die Schwenkbewegungen des Umlenkbeschlages (30) zu begrenzen.
4. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche
(31) mit einer an sich bekannten Rückstellfeder (36) verbunden ist.
5. Umlenkbeschlag nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter
Weise Umlenkbeschlag und Klemmeinrichtung zu einer baulichen Einheit kombiniert sind.
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