DE3032C - Apparat zur Herstellung eines Zierstiches auf Nähmaschinen - Google Patents
Apparat zur Herstellung eines Zierstiches auf NähmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B21/00—Sewing machines with devices for automatically controlling movement of work-carrier relative to stitch-forming mechanism in order to obtain particular configuration of seam, e.g. programme-controlled for sewing collars, for attaching pockets
- D05B21/002—Sewing machines with devices for automatically controlling movement of work-carrier relative to stitch-forming mechanism in order to obtain particular configuration of seam, e.g. programme-controlled for sewing collars, for attaching pockets consisting of lateral displacement of the workpieces by a feed-dog or a fluted presser foot
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Description
1878.
Ϊ! Klasse 52. _ _ i
GEORGE E. HART in NEWARK (Staat New-Jersey, V. S. Α.).
Apparat zur Herstellung eines Zierstiches auf Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Februar 1878 ab.
Die nachstehend beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Erfindung zeigt diejenigen
besonderen Einrichtungen an Nähmaschinen, welche diese Maschinen geeignet machen, aufser
den gewöhnlichen Näharbeiten Stickereien, Filet- und Litzenarbeiten auf denselben herstellen
zu können.
Fig. ι ist eine Seiten-Ansicht dieser verbesserten
Einrichtungen.
Fig. 2 zeigt einen Vertical-Durchschnitt derselben.
Fig. 3 ist eine untere Ansicht, bei welcher die Bodenplatte, um die Theile zu zeigen, abgenommen
ist.
Fig. 4 ist ein Grundrifs des in den Fig. 1 und 2 in Seiten-Ansicht und Durchschnitt gezeichneten
Gabelarmes G.
Fig. 5 zeigt den unteren Theil des Apparates in vergröfsertem Maafsstabe im Durchschnitt.
In den Fig. 6 bis 8 sind die zur Führung des Fadens und zur Bildung der Fadenschlingen
dienenden Theile des Apparates gezeichnet.
Der Mechanismus, durch welchen das Sticken und Filetiren, sowie die Herstellung von Litzen
bewirkt wird, ist an den Stoffdrücker A der Nähmaschine befestigt.
Die Befestigung an diesem Theile ermöglicht die Anwendung der Erfindung bei fast allen
verschiedenen Nähmaschinen-Systemen.
An dem Stoffdrücker A befindet sich die feste Hülse B, um welche sich die Fadenführung
C abwechselnd nach rechts und links drehen kann.
Der Fadenführer C empfängt seine Bewegung durch Uebertragung vom Zahnrade E auf das
an C befindliche Zahnrad D.
Das Zahnrad E ist an der Welle F befestigt.
F dreht sich in zwei Lagern, von denen das
untere an dem Stoffdrücker Α., das obere an
dem im rechten Winkel umgebogenen Theil des Armes cl befestigt ist.
Der Arm c' ist mit dem Stoffdrücker A
bei c2 verbunden.
Die Welle F besteht aus dem oberen Zapfen, einem kurzen flachen Theil, aus der in Fig. 1
und 2 ersichtlichen, mit grofser Steigung gewundenen Schraubenfläche und aus dem unteren
Zapfen.
An die Nadelführung d ist eine Hülse G befestigt.
An G befindet sich ein gabelförmiger Arm, dessen Theile e und el in die Schraubengänge
der Welle fassen.
Die auf- und abgehende Bewegung der Nähmaschinennadel wird durch den Arm G und
dessen Gabel e e' auf die Welle F übertragen,
und zwar erzeugt der Arm G bei dem Heruntergehen der Nadel eine drehende Bewegung
von F von rechts nach links, bei dem Hinaufgehen bewirkt die wie eine Schraubenmutter
in die steile Schraube von F eingreifende Gabel c c ' eine Drehung der Welle F von links
nach rechts.
An die Welle F ist das Rad E (Fig. 2 und 5)
befestigt, dieses greift in das an der Fadenfuhrung C befindliche Rad D, und erzeugt bei
dem Heruntergehen der Nadel eine drehende Bewegung von C und zwar von links nach
rechts, bei dem Hinaufgehen der Nadel dagegen eine solche von rechts nach links.
Die Fadenführung C erhält also ihre Bewegung durch Arm G, Welle F und durch die
Räder D und E.
Der in der höchsten und niedrigsten Stellung der Nadel erforderliche Stillstand von C wird
dadurch erreicht, dafs die Gabel e e' oben und
unten die nicht schraubenförmige Fläche von F umfafst.
Die als schraubenförmige Fläche hergestellte Welle F läfst sich aber auch durch eine cylindrische
Welle, in die eine schraubenartige Rinne von erforderlicher Steigung eingeschnitten ist,
und in welcher sich ein Stift des Armes der Hülse G führt, ersetzen.
Das Zusammenwirken des Greifers der Nähmaschine, der sich um die Hülse B abwechselnd
nach rechts und links drehenden Fadenführung C, der Nadel und des durch C geführten
Fadens, erzeugt den für die Stickerei-, Filet- und Litzenarbeit erforderlichen Stich
und die zu Flechtarbeiten gehörigen Schlingen, wie auch deren Verbindung.
Die Verwerthung der Nähmaschine ist durch die vorstehend beschriebene Erfindung, welche
überaus einfach construirt ist und sehr saubere Arbeit liefert, wesentlich erweitert.
Wie in Fig. ίο zu se'hen, -wird jede Schlinge
des, Stickfadens· a'durch ,den Nähfaden b, welcher
durch jedes von diesen Schlingen gebildete Auge geht, gehalten.
Erhebt sich die Nadel der Maschine, so zieht sie den Nähfaden b mit hinauf und spannt ihn
hinter dem Stickfaden α straff.
Bei dieser aufwärtsgehenden Bewegung der Nadel gleitet der gabelförmige Arm der Hülse C
auf der schraubenförmig gewundenen Spindel F (Fig. io); die auf diese Weise gedrehte Spindel
überträgt die Bewegung durch die Zahnräder E und D (Fig. 5) auf die bewegliche, die Schlingen
herstellende Fadenführung C.
Die Bewegungsrichtung der Fadenführung C wird bei dem Aufgang der Nadel der in Fig. 11
gezeigten entsprechen.
Hat die Fadenführung C die Grenze ihrer Drehung erreicht, so gleitet "bei dem weiter
Aufwärtsgehen der Nadel der gabelförmige Arm G auf dem nicht gewundenen oberen
Theil der Schraubenspindel F.
Bei dieser Drehung des schlingenbildenden Hakens ν hält er den Stickfaden α fest und
trägt ihn gegen den feststehenden Haken w (Fig. 11 und 15) der befestigten Hülse B, indem
er ihn, da der Haken w sich über die Fläche des Randes / erhebt, in den Kanal u
und theilweise um die äufsere Fläche der Hülse B legt.
Hat die Nadel ihre Bewegung nach aufwärts vollendet und die Fadenführung die in Fig. 11
gezeigte Stellung eingenommen, so wird der Stickfaden α in Gestalt einer grofsen Schlinge
erscheinen, die bei dem Befestigungspunkt mit der Arbeit beginnend, sich um den festen
Haken w, in den Kanal der Hüse B, um die Hülse B selbst und um den Haken ν legt.
Der von ν wegführende Stickfaden geht diametral über die Fadenführung C nach dem
führenden Auge r (Fig. 10).
In dieser eben beschriebenen Stellung wird der Haken ν sowohl, als der den Stich bildende
Nähfaden, der vom letzten Stichpimkte aus bis zum Nadelöhr gespannt ist, den Stickfaden
straff ziehen.
Die Führung des Tuches in der Richtung des Pfeiles (Fig. 10) wird, während die Nadel
nahezu in ihrer höchsten Stellung ist, vollzogen.
Beginnt die Nadel sich herab zu bewegen, so gleitet der gabelförmige Arm G erst auf dem
nicht gewundenen Theile der Spindel F, ehe er in deren Windungen eingreift, was veranlafst,
dafs der Haken ν in der in . Fig. 11 gezeigten
Stellung verbleibt, bis die Nadelspitze weit genug herabgekommen ist, um den Stickfaden fassen
zu können (Fig. 10).
In diesem Augenblick greift der Gabelarm der Hülse G in die Windungen der Spindel F
ein, die Fadenführung C dreht sich rückwärts und nimmt die in den Fig. 12 und 13 gezeigte
Stellung ein. Infolge dessen verläfst der Haken ν theilweise die Stickfaden-Schlinge, welche jetzt
nur noch durch den Rand t der festen Hülse B und durch die Nadel unterstützt wird (Fig. 12).
Die Schlinge bleibt in dieser Stellung aufgehängt, bis der Nähfaden an der Stelle, wo
er durch das Nadelöhr geht, den Stickfaden auffängt. Er nimmt die Schlinge von dem
Rande t weg und legt sie innerhalb der festen Hülse B auf das Tuch nieder (Fig. 13).
Hier bleibt die Schlinge liegen, während der Nähfaden durch das Fabrikat geführt wird, um
die Nähschlinge' zu bilden; während dieser Zeit sind sowohl der Stick- als der Nähfaden
schlaff.
In dem Augenblick, wo die Nadel sich wieder zu erheben beginnt, ziehen sich beide Fäden
straff an und die Fadenführung C wiederholt ihre rotirende Bewegung, um eine neue Schlinge
in der vorher beschriebenen Weise zu bilden.
Während diese neue Schlinge entsteht, wird die zuletzt gebildete, die lose in der Hülse B
liegt, zusammengezogen, so dafs sie den Nähfaden umfafst.
Während dieser Periode wird der Nähfaden straff angespannt und geschieht dies durch einen
diesen Faden führenden Zapfen, wie gewöhnlich angewendet.
Die schlaffe Schlinge wird auf diese Weise eng um die Nadel herumgezogen, da der Widerstand
des Stickfadens gröfser als der durch die Schlinge herbeigeführte ist.
Ist die Schlinge aber zusammengezogen, so überwindet ihr Widerstand die Spannung des
Stickfadens und der Haken ν zieht dann die Länge des zur Bildung der neuen Schlinge
nöthigen Stickfadens von der Spule ab.
Bei der nächsten abwärts gehenden Bewegung der Nadel bildet der Nähfaden einen neuen
Stich, derselbe umfafst und befestigt den Bogen der vorher gebildeten Stickfaden-Schlinge.
Befindet sich der Mechanismus in der Fig. 11 gezeigten Stellung, so ruht das Zuführungs-Ende
des Stickfadens auf dem erhobenen Rande m der Fadenführung C,
Dieser Rand m ist mit der geneigten Oberfläche
η versehen, welche sich allmälig von dem Haken υ aus erhebt.
Dreht sich daher die Fadenführung rückwärts, um den Stickfaden loszulassen, so hebt ihre
geneigte Oberfläche diesen Faden auf; derselbe bleibt dann auf dem Rande m (Fig. 14) liegen,
während sich die Fadenführung glatt darunter hinwegdreht, bis er nach und nach vom Haken ν
herunterfällt, um später behufs Bildung einer neuen Schlinge wieder aufgefangen zu werden.
Die auf diese Weise gebildeten Stichbogen auf dem Fabrikat sind Cycloidal-Curven, deren
Dimensionen durch Variiren der Spannung des Stickfadens oder Veränderung der Stoffzuführung,
oder durch gleichzeitige Anwendung beider Mittel, regulirt werden können.
Bei Spannungsverminderung des Stickfadens wird eine ausgedehnte Stickschlinge oder
cycloidale Curve erzeugt; wird aber die Geschwindigkeit des zu führenden Stoffes vermindert,
so werden die Schlingen sich dichter aneinander legen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Den Apparat in seiner Zusammensetzung und in seinen Theilen, bei welchem die auf- und, ■) .·\ ι -Orabgehende Bewegung der NadelCäitf, thtimliche, um eine feste Hülse' ''aum einenach links und rechts drehbare Fadenführung, durch Anordnung einer schraubenförmigen Welle und einer auf der Nadelführung befestigten Hülse mit Gabel übertragen bezw. umgewandelt wird.Aufserdem die Verbindung des Apparates mit dem der Nähmaschine als Stoffdrücker dienenden Theile.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3032C true DE3032C (de) |
Family
ID=282153
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT3032D Active DE3032C (de) | Apparat zur Herstellung eines Zierstiches auf Nähmaschinen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3032C (de) |
-
0
- DE DENDAT3032D patent/DE3032C/de active Active
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