DE2923310B2 - Verfahren zur Verminderung des Monomerengehalts in expandierbaren Kügelchen aus thermoplastischen Materialien - Google Patents
Verfahren zur Verminderung des Monomerengehalts in expandierbaren Kügelchen aus thermoplastischen MaterialienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von expandierbaren thermoplastischen Kugelchen mit
einem geringen Gehalt an verbliebenem Monomeren.
Expandierbare thermoplastische Kügelchen, z. B. KUgelchen aus Poly-(vinylidenchlorid-acrylnitril), Polystyrol oder Poly-(styrol-acrylnitril) werden kommerziell
nach einem Suspensionspolymerisationsverfahren hergestellt, bei dem das flüssige Monomere in einem
wäßrigen Medium, das ein oder mehrere Suspendiermittel, ein Kohlenwasserstofftreibmittel und einen Polymerisationsinitiator enthält, dispergiert wird.
!m Anfangsstadium der Polymerisation bilden die
Monomeren und das Treibmittel ein Tröpfchen mit lediglich einer Phase. Bei einem späteren Stadium der
Polymerisation ist das Treibmittel in der Polymerenphase nicht löslich und bildet eine getrennte Phase in Form
von kleinen Einschlüssen in dem Polymerentröpfchen.
Die erhaltenen Tröpfchen umfassen Polymerenschalen, die das flüssige, flüchtige Treibmittel enthalten, Die
Kügelchen expandieren, während sie auf eine Temperatur oberhalb des Siedepunkts des Treibmittels und
oberhalb des Erweichungspunkts des Polymeren, z. B. auf ca. 7(TC bei Poly-ivinylidcnchlorid-acrylnitrilJ-Kügelchen,
erhitzt werden. Die Kügelchen können zur Herstellung von cellularem Material verwendet werden,
das zahlreiche Anwendungen. /. B. in der l.solicinchi-
strie oder Verpackungsindustrie findet.
Ein bei jeder Polymerisationstechnik ernsthaftes Problem ist der Gehalt an verbliebenem Monomeren.
Die Monomeren sind mehr oder minder giftig, und da die Polymerisation nicht bis zu einer I00%igen
Umwandlung durchgeführt werden kann, wird sowohl das erhaltene Polymerisat als auch das Verfahrenswasser
mit verbliebenen Monomeren verunreinigt Dieses Problem ist besonders bei dei Polymerisation von
ίο expandierbaren Kügelchen ausgeprägt, da diese auch
eine dritte Phase, nämlich das Treibmittel bzw. Blähmittel, enthalten, in dem Monomeren gelöst sein
können.
Große Mengen an Acrylnitril in Copolymeren, z. B.
is Poly-fvinylidenchlorid-acrylnitril) und Poly-(styrolacrylnitril)
schränken drastisch die Anwendungsbereiche und den Markt derselben ein, da freies Acrylnitril in
dem Verfahrenswasser und verbliebenes Λ-.rylnitril in
den Kügelchen die Gesundheitsrisiken für die mit den Kügelchen umgehenden Personen erhöhen.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Methoden zur Reinigung von Polymerisaten von verbliebenem
Monomeren wie das sogenannte Abstreifen, insbesondere in der Polyvinylchloridtechnologie, empfohlen. Die
üblichsten Methoden betreffen die Verwendung erhöhter Temperaturen, um eine Diffusion der Monomeren
aus der Polymerenphase zu bewirken. Die erhöhten Temperaturen erhöhen die Beweglichkeit der Monomerenmoleküle und erweichen das Polymere, wobei diese
μ beiden Faktoren die Abstreifrate bzw. -geschwindigkeit
erhöhen.
Heute besteht die üblichste Methode zum Abstreifen von Vinylchlorid aus Polyvinylchlorid darin, das
erhaltene Polymere und das Verfahrenswasser mit
J5 Wasserdampf bei Temperaturen im Bereich von 80 bis 125° C bei Umgebungsdruck zu behandeln. Bei bestimmten Verfahren wird das Abstreifen unter vermindertem
Druck durchgeführt Ein derartiges Verfahren wird in der DE-OS 25 21 780 beschrieben.
Es ist jedoch nicht möglich, diees Methoden beim Abstreifen von Monomeren aus expandierbaren Kügelchen zu verwenden, da diese gegenüber Wärme und
Druck sehr empfindlich sind. Bei höheren Temperaturen sowie bei niedrigerem Druck expandieren die Kügel
chen in Abhängigkeit des Treibmittels. Ein weiteres
Problem besteht darin, daß die Monomeren in expandierbaren Kügelchen und insbesondere Acrylnitril
wasserlöslicher sind als Vinylchlorid und somit eine Entfernung aus der Wasserphase schwieriger ist.
V) Überdies besitzen zahlreiche der üblicherweise bei der
Herstellung von expandierbaren Kügelchen verwendeter Monomeren einen hohen Siedepunkt, der deren
Entfernung au' der Wasserphase durch Temperaturerhöhung schwierig macht So besitzt Acrylnitril einen
Siedepunkt von 77° C, Styrol 145° C und Vinylidenchlorid 32CC, während Vinylchlorid einen Siedepunkt von
-14° C besitzt.
Die hohe Konzentration des Treibmittels im Inneren der KUgelchen und die hohe Temperatur beim
w) Abstreifen ergeben einen beträchtlichen Druck innerhalb der Kügelchen und diese expandieren in dem
nichtgefüllten oder gasgefüllten Teil der Abstreifvorrichtung.
Die vorexpandierten KOgelchcn stellen ein Problem
und eine Kostenerhöhung bei der I lcrstellung dar. da sie durch Filtrieren oder andere Mittel von den nirhtcxpandierten
Kügelchen abgetrennt werden müssen und die vorexpandierten Kügelchen die Abfall- bzw. Verlust-
menge erhöhen.
Es wurden Versuche unternommen, um die Vorexpansion der Kügelchen zu vermeiden, indem man einen
hohen Druck, z. B. 500 bis 1500 kPa, eines Inertgases,
z.B. Stickstoff, während des Abstreifens anwandte. Jedoch führt dies nicht zu einer Beseitigung der
vorexpandierten Kügelchen, Das Gas führt in der Tat nicht zu einem höheren Druck an der Außenseite der
Kügelchen. Es entsteht ein Gleichgewicht zwischen dem Gas im Inneren der Kügelchen und dem Gas in dem
»freien Volumen« in der Abstreifvorrichtung. Die Kügelchen fahren aufgrund des »freien Volumens« und
des hohen Drucks des Kohlenwasserstoffs im Inneren der Kügelchen fort zu expandieren.
Erfindungsgemäß wird ein Abstreifverfahren für expandierbare Kügelchen geschaffen, bei dem die
Vorexpansion der Kügelchen in erheblichem Ausmaß reduziert ist Das Verfahren vermindert auch den
Monomerengehalt des Verfahrenswassers.
Erfindungsgemäß wird der Monomerengehalt in den expandierbaren! thermoplastischen Kügelchen, die
durch Polymerisation eines äthylenisch ungesättigten Monomeren oder einer Mischung von äthylenisch
ungesättigten Monomeren in wäßriger Suspension in Anwesenheit eines Treib- bzw. Blähmittels hergestellt
werden, reduziert, indem man die erhaltene Aufschlämmung
von expandierbaren Kügelcten und Wasser in
Anwesenheit eines wasserlöslichen Initiators auf eine Temperatur oberhalb 65"C in einem Gefäß erhitzt, das
vollständig mit flüssigem Medium gefüllt ist.
Durch die Verwendung eines vollständig mit flüssigem Medium gefüken Gefäßes während der Wärmebehandlung
der expandierb^ren K/igelchen übt die
Flüssigkeit einen Druck auf die Oberfläche der Kügelchen aus, was sie davor? abfr'M, während des r>
Abstreifverfahrens zu expandieren. Die in den pxpandierbaren Kügelchen verbliebenen Monomeren befinden
sich im Gleichgewicht mit den Monomeren in der Wasserphase. Werden die Monomeren in der Wasserphase
durch Polymerisatton, die durch den wasserlöslichen
Initiator herbeigeführt wird, eliminiert, so diffundiert vermutlich weiteres Monomeres aus den Kügelchen
und dem Treibmittel in die Wasserphase und das Verfahren läuft als Abslreifverfahren ab. Die Diffusion
erfolgt aufgrund der relativ hohen Temperatur ziemlich rasch.
Vorzugsweise ist das verwendete Gefäß der Polymerisationsautoklav,
jedoch kann jedes geeignete Gefäß verwendet werden. Durch Verbinden beispielsweise des
Autoklaven mit einer äußeren flüssigen Druckquelle wie einem Wasserrohr oder einem Expansionstank, der
teilweise mit dem flüssigen Medium gefüllt ist und der geeignete Vorrichtungen für das Anwenden eines
Druckes auf die Wasseroberfläche besitzt, kann der Autoklav leicht während der Temperaturbehandlung
der Kügelchenaufschlämmung aufgefüllt werden. Geeigneterweise wird das Gefäß durch Zugabe von
Wasser gefüllt gehalten. Es kann jedoch jede geeignete Flüssigkeit verwendet werden, wie beispielsweise
Verfahrenswasser aus einem Polymerisationsautoklav fßr expandierbare Kügelehen, wenn das Abstreifen in
einem von dem Autoklav getrennten Gefäß durchgeführt wird. Wird ein von dem Autoklav getrennte«.
Gefäß für das Abstreifverfahren verwendet, so fällt es natürlich in den Bereich der Erfindung, mehr flüssiges f»
Medium, z. B. Wasser, zuzugeben, um das Gefäß zu füllen oder einen Teil der nach der Polymerisation
erhaltenen Aufschlämmung von Kügelchen und Wasser dem Abstreifverfahren zu unterziehen.
Der Temperaturbereich zur Behandlung der Aufschlämmung kann innerhalb weiter Grenzen variiert
werden, wobei höhere Temperaturen ein wirksameres Abstreifen ergeben. Die Temperatur sollte 65° C
überschreiten und die obere Grenze hängt sehr stark von wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab und könnte auf
1500C festgesetzt werden. Gute Ergebnisse werden
erhalten, wenn die Temperatur die Glasübertrafungstemperatur des zur Rede stehenden Polymeren
überschreitet. Geeigneterweise liegt der Bereich im Intervall von 70 bis 1200C und vorzugsweise 75 bis
95°C. Die Abstreifgeschwindigkeit hängt auch von der Zeitdauer ab, während der die Aufschlämmung der
Temperaturbehandlung unterzogen wird und beispielsweise beträgt bei einer Temperatur von 75° C eine
geeignete Zeitdauer für Acrylnitril/Polyvinylidenchlorid-Kügelchen
15 Min. bis zu 8 Std. Bei höheren Temperaturen kann die Zeit vermindert werden und bei
einer Abstreiftemperatur von 95° C ergibt eine Zeit von 1 Std. eine ausreichende Reduktion des Monomerengehatts
der Kügelchen und des Verfahrenswassers.
Der für das gefüllte Gefäß erforderlicht Druck hängt
sowohl von der Temperatur als auch vom Typ des Treibmittels ab und kann leicht durch einfache Versuche
bestimmt werden. Ein Treibmittel mit einem niedrigen Siedepunkt erfordert natürlich einen höheren Druck, da
andernfalls die Kügelchen expandieren und der Druck in dem Gefäß einen Teil des flüssigen Mediums in den
Expansionstank zurückführen würde. Demgemäß sollte der minimale Druck in dem Expansionstank für ein
bestimmtes Treibmittel so hoch sein, daß kein flüssiges Medium in den Tank zurückgeführt wird. Der
erforderliche Druck, beispielsweise für Polystyrolkügelchen mit Pentan als Treibmittel, liegt im Bereich von 500
bis 200OkPa bei Temperaturen von 75 bis 950C,
während Isobutan, das einen Siedepunkt von ca. —12° C
besitzt, einen Druck im Bereich von 1000 bis 250OkPa
bei den gleichen Temperaturen erfordert
Als Beispiele füp geeignete wasserlbsL'che initiatoren
für äthylenisch ungesättigte Monomeren können allgemein
bekannte anorganische freie Radikale ergebende Initiatoren wie Wasserstoffperoxyd und Kalium- oder
Ammoniumpersulfate oder organische freie Radikale ergebend»1 Initiatoren wie Hydroperoxyde, Cyclohexanonperoxyd
oder Methyüsobutylketonperoxyd genann1 werden. Es fällt auch in den Bereich der Erfindung, eine
Mischung von wasserlöslichen Initiatoren oder eine Kombination eines wasserlöslichen und eines monomerenlöslichert
Initiators wie Peroxyde, ζ B. Laurylperoxyd, Peroxydicarbonate, /.. B. Cetylperoxydicarbonat
oder Azoverbindungen, zuzugeben. Die Menge an wasserlöslichem Initiator kann im Bereich von 0,01 bis
5% und vorzugsweise 0,1 bis 2%, bezogen auf das Gewicht des zugeführten Monomeren, betragen.
Geeignete flüssige flüchtige Treibmittel sind: Petroläther, Pentan, Isopentan, Neopentan, Hexan, Heptan,
Cyclopentan, Cyclohexan, Isobutylen, η-Butan und Isobutan. Die Treibmittel werden in bekannter Weise in
Mengen von 2 bis 95, vorzugsweise 5 bis 40%, bezogen auf das Gewicht der Monomeren, verwendet.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei sämtlichen äthylenisch ungesättigten Monomeren oder Mischungen
derartiger Monomeren verwendbar, die Treibmittel enthaltende Polymerenkügelchen bilden können. Als
Beispiele für Herartige Monomere können Styrol. Vinylidenchlorid, Acrylsäureester, Methacrylsäureester,
Acrylnitril und Methacrylnitril genannt werden.
Das Verfahren wird vorzugsweise bei expandierbaren Kügelchen von Styrol und bis zu 40% seines Gewichts
an copolymerisierbaren äthylenischen ungesättigten Monomeren, insbesondere für die Copolymerisation
von Styrol mit bis zu 40 Gew.-% Acrylnitril, bezogen auf ; das Styrol, oder die Copolymerisation von Vinylidenchlorid
mit bis zu 40 Gew.-% Acrylnitril oder Vinylchlorid, bezogen auf das Vinylidenchlorid, und
insbesond"re für die Copolymerisation von 65 bis 90 Gew.-% Vinylidenchlorid und 35 bis 10 Gew.-% in
Acrylnitril angewandt Am bevorzugtesten werden die Kügelchen durch Copolymerisation hergestellt, wobei
ein Comonomeres Acrylnitril oder Methacrylnitril ist.
Das wesentliche Merkmal des Verfahrens ist die Verwendung eines Gefäßes, das vollständig mit
Flüssigem Medium während der Temperaturbehandlung gefüllt ist Es versteht sich, daß sämtliche bekannten
Polymerisationsvorschriften für die Herstellung von expandierbaren Kügelchen aus den obigen Monomeren
anwendbar sind.
Es ist natürlich möglich, den Reaktor während der
Polymerisation oder des letzten Teils rrer Polymerisation vollgefüllt zu halten, indem man den Reaktor mit
einer äußeren Druckquelle oder einem Expansionstank verbindet, der teilweise mit Wasser gefüllt ist und der
geeignete Vorrichtungen zum Anwenden eines Drucks auf die Wasseroberfläche besitzt Gemäß einer Ausführungsform
wird die Polymerisation der Kügelchen unterbrochen, nachdem eine 70%ige, vorzugsweise
95%ige Umwandlung erfolgt ist, wonach der wasserlösliehe
Initiator zugeführt und der Autoklav gefüllt wird und die Temperatur erfindungsgemäß während der
endgültigen Polymerisation erhöht wird.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
(Vergleichsversuch)
(Vergleichsversuch)
Der Polymerisationsversuch wurde in einem 13-1-Reaktor,
der mit einem Rührer und einem Mantel zum Beheiz. π und Kühlen des Reaktionsmediums ausgestattet
war, durchgeführt. Der Reaktor war mit einem Außentank verbunden, der au<h für die Zufuhr der
Monomerenmischung zum Reak or verwendet wurde.
Man verwendete die folgende Vorschrift für die Bewertung des Systems:
50
Vinylidenchlorid/Acrylnitril- | 100,0 Teile |
Verhältnis70:30 | 10,0 Teile |
Treibmittel, Pentan | 1,0 Teil |
Suspendiermittel, Polyvinylalkohol | |
Suspendiermittel, | 0,5 Teile |
Kolloid vom Silicatyp | 1,0 Teil |
Initiator, Laurylperoxyd | 400,0 Teile |
Wasser | |
Man führte das Wasser, nämlich 8,01, mit den Suspendiermitteln dem Reaktor zu und evakuierte den
55 Reaktor 900 Sek. Man beschickte den Reaktor mit Vinylidenchlorid, Acrylnitril, Pentan und dem Initiator
(insgesamt 2,9 I) aus dem Außentank. Die Temperatur wurde auf 5511C erhöht und 12 Std. beibehalten.
Während der Polymerisation wurde die Verbindung des Reaktors mit dem Außentank unterbrochen und unter
diesen Bedingungen siieg der Druck auf ca. 500 kPa an.
Der Reaktor wurde von 55 auf ca. 25°C abgekühlt. Die gebildete Kügelchensuspension enthielt' keine
vorexpandierten Kügelchen und die auf einem DIN-60-Sieb gesammelte Abfallmenge betrug ca. 15 g je 1000 g
zugeführtes Monomeres.
Die Mengen an verbliebenen Monomeren in den Kügelchen waren: Acrylnitril 3200 mg/kg und Vinylidenchlorid
29 000 mg/kg. Die Menge an Acryinitrilmonomeren in dem Verfahrenswasser betrug 1410 mg/kg.
Beispiel 2
(Vergleichsversuch)
(Vergleichsversuch)
Die Polymerisation wurde ην* der gleichen Rezeptur
und dem gleichen Verfahren wie in Beispie! 1 durchgeführt Es wurden jedoch dem Reaktor nach
12 Std Polymerisation 1,0 Teil Kaliumpersulfat in einer Wasserlösung zugeführt und die Temperatur auf 75°C
erhöht und 4 Std. gehalten. Die Menge an Abfall betrug mehr als 100 g je 1000 g zugeführtes Monomeres.
Die Mengen an in den Kügelchen verbliebenen Monomeren waren: Acrylnitril 50 mg/kg und Vinylidenchlorid
1500 mg/kg und die Menge an Acrylnitril in dem Verfahrenswasser betrug 30 mg/kg. Wie aus
diesem Beispiel ersichtlich ist, wurde der Monomerengehalt in den Kügelchen und dem Verfahrenswasser
beträchtlich vermindert, jedoch war die Menge an vorexpandierten Kügelchen unannehmbar hoch.
Die Polymerisation wurde mit der gleichen Rezeptur und nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1
durchgeführt. Man beschickte jedoch den Reaktor nach 12stündiger Polymerisation mit l.OTeil Kaliumpersulfat
in einer Wasserlösung. Der Reaktor wurde mit dem Außentank verbunden und mit Wasser aus dem Tank
bei einem Druck von 850 kPa vollständig gefüllt gehalten. Die Temperatur wurde auf 75'C erhöht und
4 Std. beibehalten.
Die Abfallmenge betrug 15 g je 1000 g zugeführtes Monomeres. Die Menge an in den Kügelchen
verbliebenen Monomeren betrug: Acrylnitril 50 mg/kg und Vinylidenchlorid 1450 mg/kg. Die Acrylnitrilmenge
in dem Verfahrenswasser betrug 25 mg/kg.
Indem ma,i den Reaktor erfindungsgemäß mit
Wasser vollständig gefüllt hielt, konnte der Monomerengehalt
in den Kügelchen und dem Verfahrenswasser oeträchtlich vermindert werden und die Menge der
vorexpandierten Kügelchen konnte minima! gehalten werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Verminderung des Monomerengehalts in expandierbaren thermoplatischen Kügelchen,
hergestellt durch Polymerisation eines äthylenisch ungesättigten Monomeren oder einer Mischung
von Monomeren in wäßriger Suspension in Anwesenheit eines Treibmittels, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil der erhaltenen Aufschlämmung der expandierbaren Kügelchen und des Wassers in Anwesenheit eines in
Wasser löslichen Initiators für äthylenisch ungesättigte Monomere auf eine Temperatur oberhalb 65° C
in einem Gefäß erhitzt wird, das vollständig mit flüssigem Medium gefüllt ist, bis ein wesentlicher
Teil des Monomerengehalts vermindert ist.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß der Polymerisationsautoklav
ist
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur im Bereich von
65 bis 150° C liegt
4. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur im
Bereich von 70 bis 120° C liegt
5. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß das flüssige Medium
Wasser isu
6. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß ein Monomeres
Acrylnitril ist.
7. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 6.
dadurch gekennzeichnet, daß die erhaltene Aufschlämmung der expandierbaren Kügelchen bis zu
einer 70% überschreitenden Umwandlung polymerisiert wird, bevor die Zugabe des wasserlöslichen
Initiators erfolgt.
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