DE2734607A1 - Verfahren zur herstellung von kugelfoermigen, expandierbaren styrolpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur herstellung von kugelfoermigen, expandierbaren styrolpolymerisatenInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen, expandierbaren
Styrolpolymerisaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen,
expandierbaren Styrolpolymerisaten mit enger Perlgrößenverteilung durch Polymerisation von Styrol, welches in
teilchenförmigen Styrolpolymerisaten absorbiert ist»
Kugelförmige, expandierbare Styrolpolymerisate werden üblicherweise
durch Polymerisation von Styrol in wäßriger Suspension in Gegenwart eines Treibmittels hergestellt. Dabei entsteht
eine Perlgrößenverteilung, die einer Gauss'sehen Verteilung entspricht.
Aus diesem Perlspektrum lassen sich meist nur ausgewählte Fraktionen auf dem Markt verkaufen, während andere aus
verarbeitungstechnischen Gründen nicht direkt verwertbar sind.
Dies gilt vor allem für solche Teilchen, deren Größe unter etwa 0,4 bis 0,5 mm liegt. Man versucht zwar, diese zwangsläufig anfallenden
Randfraktionen durch Wiederauflösen in monomerem Styrol erneut der Suspensionspolymerisation zuzuführen. Dabei
entstehen jedoch im allgemeinen Produkte minderer Qualität.
Man kann auch expandierbare Styrolpolymerisate in einem Extruder unter Druck bei erhöhten Temperaturen aufschmelzen, durch Düsen
auspressen und die entstandenen Polystyrolstränge in einem Wasserbad abkühlen und in einem Granulator in zylinderförmige expandierbare
Granulate einheitlicher Größe überführen. Diese Extrudergranulat-Teilchen lassen sich dann in wäßriger Suspension
bei Temperaturen oberhalb ihres Erweichungspunktes und erhöhten Drücken unter Rühren in ein im wesentlichen einheitliches,
kugelförmiges Perlmaterial umwandeln (DT-OS 25 31» 833). Man muß
allerdings bei verhältnismäßig hohen Temperaturen um etwa 125°C arbeiten, was zur Folge hat, daß die erhaltenen Styrolpolymerisat-Teilchen
einen verhältnismäßig hohen Innenwassergehalt aufweisen.
In der DT-OS 23 38 132 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem man ausgewählte Siebfraktionen von Styrolpolymerisaten in wäßriger
Phase suspendiert, zu dieser Suspension bei erhöhter Temperatur
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unter Rühren tropfenweise monomeres Styrol zusetzt und dieses in
Gegenwart eines organischen Peroxids und eines Polymerisationsverzögerers
polymerisiert. Bei diesem zeitraubenden Vorgehen wird erreicht, daß das zugegebene Styrol in den Polymerteilchen
absorbiert und dort polymerisiert wird, wobei je nach den Mengenverhältnissen unterschiedlich stark vergrößerte Teilchen mit
im wesentlichen einheitlicher Größe erhalten werden. Die Aufgabe des Polymerisat ionsverzögerers ist es hierbei, die Polymerisation
des monomeren Styrols zugunsten der Diffusion in die polymeren Teilchen zurückzudrängen. Würde man die Polymerisation ohne
Polymerisations verzögerer durchführen, so erhielte man neben
den erwünschten einheitlich großen Styrolpolymerisat-Perlen feinpulvriges Polystyrol.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen expandierbaren Styrolpolymerisaten
von im wesentlichen einheitlicher Teilchengröße zu entwickeln. Dabei sollte ausgegangen werden von teilchenförmigen
Styrolpolymerisaten, die durch Aufpolymerisieren von monomerem Styrol vergrößert werden, wobei die Form der Teilchen - sofern
sie nicht von vornherein schon kugelförmig ist - in eine kugelförmige Gestalt umgewandelt wird.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst wird, wenn man die teilchenförmigen Styrolpolymerisate in wäßriger Suspension
zunächst bei Temperaturen unter 100°C mit Styrol imprägniert und dann bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von organischen
Peroxiden polymerisiert.
Gegenstand der Erfindung ist demzufolge ein Verfahren zur Herstellung
von kugelförmigen, expandierbaren Styrolpolymerisaten durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von teilchenförmigen!,
treibmittelhaltigem Styro!polymerisat in wäßriger Suspension,
mit folgenden Verfahrenssehritten:
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A. treibmittelhaltiges Styrolpolymerisat einer Teilchengröße
zwischen 0,1 und 5 mm wird in wäßriger Suspension bei Temperaturen unterhalb von 1000C 0,5 bis 5 Stunden lang mit
bis 100 Gew.Ji (bezogen auf das treibmittelhaltige Polymerisat)
Styrol imprägniert,
B. das in den Styrolpolymerisat-Teilchen absorbierte Styrol wird anschließend in der wäßrigen Suspension bei Temperaturen
zwischen 90 und l40°C in Gegenwart von 0,01 bis 1 Gew.? (bezogen auf das Styrol) organischem Peroxid polymerisiert.
Unter Styrolpolymerisaten sind Homo- oder Copolymerisate des Styrols zu verstehen, die bis zu 50 Qevi.% Comonomere einpolymerisiert
enthalten können. Als Comonomere kommen dabei in Frage: ofc-Methylstyrol, kernhaIogenierte oder kernalkylierte
Styrole, Acrylnitril, Methacrylnitril, Ester der Acryl- und Methacrylsäure mit Alkoholen mit 1 bis 8 C-Atomen, Maleinsäureanhydrid
oder auch geringe Mengen an Verbindungen, die zwei polymerisierbare Doppelbindungen enthalten, wie Butadien,
Divinylbenzol oder Butandiolacrylat.
Die Styrolpolymerisate können übliche Zusatzstoffe enthalten,
wie z.B. Farbstoffe, insbesondere lichtechte Pigment farbstoffe, ferner Weichmacher, Stabilisatoren, andere Kunststoffe, z.B.
Polyäthylen oder Polyisobutylen, Füllstoffe, Zellregulatoren oder Flammschutzmittel.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Styrolpolymerisate enthalten in homogener Verteilung Treibmittel oder eine Treibmittelkombination,
die das Styrolpolymerisat nicht lösen und deren Siedepunkt unter dem Erweichungspunkt des entsprechenden Styrolpolymerisats
liegt, z.B. niedrig siedende aliphatische Kohlenwasserstoffe CnH2n + 2 (mit η = 3 bis 6), Cycloaliphaten oder halogenierte
aliphatische Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise in Mengen von 2 bis 12 Gew.?, bezogen auf das Polymerisat.
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Die Teilchengröße des eingesetzten Styrolpolymerisats kann in
weiten Grenzen zwischen 0,1 und 5 ram schwanken. Man kann z.B. ausgehen von unverkäuflichen oder schwer verkäuflichen Randfraktionen aus einem Styrol-Suspensionspolymerisat mit einem
mittleren Teilchendurchmesser zwischen 0,2 und 0,5 mm. Sie
werden zweckmäßigerweise durch Aussieben in Teilfraktionen mit
im wesentlichen einheitlicher Teilchengröße aufgetrennt. Man kann auch Mahlgut einsetzen, das durch Vermählen von Randfraktionen mit zu großem Teilchendurchmesser hergestellt wurde.
Auch dieses Mahlgut wird zweckmäßigerweise durch Sieben in Teilfraktionen mit einheitlicher Teilchengröße zerlegt.
Schließlich kann man Extrudergranulat verwenden, das aus Randfraktionen durch Aufschmelzen, Extrudieren durch Lochdüsen
und Granulieren gewonnen wurde. Bedingt durch die Herstellungsweise hat dieses Granulat im wesentlichen einheitliche Teilchengröße. Hier werden bevorzugt zylinderförmige Teilchen mit einem
Durchmesser zwischen 0,2 und 2 mm und einer Länge zwischen 0,3 und 3 mm eingesetzt.
Die treibmittelhaltigen Styrolpolymerisat-Teilchen werden, vorzugsweise unter Zusatz eines anorganischen oder organischen
Suspensions Stabilisators, unter Rühren in Wasser suspendiert.
Als Stabilisatoren kommen z.B. in Frage: wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Homo- oder Copolymerisate des Vinylpyrrolidons und der Acrylsäure, Polyvinylalkohole und Celluloseäther; ferner schwerlösliche Erdalkaliphosphate, -carbonate
oder -sulfate, gegebenenfalls zusammen mit Emulgatoren oder Tensiden. Sie werden vorzugsweise in Mengen von 0,01 bis
1J Gew.i, bezogen auf das Styrolpolymerisat, eingesetzt.
Dieser Suspension werden 10 bis 100, vorzugsweise 50 bis 90 Gew.% (bezogen auf das treibmittelhaltige Styrolpolymerisat)
monomeres Styrol zugesetzt. Das Styrol kann wieder zu bis zu
% seines Gewichts durch die oben genannten Comonomeren ersetzt sein. Die Suspension wird dann 0,5 bis 5 Stunden, vorzugsweise
1 bis 3 Stunden lang bei Temperaturen unter 1000C, vorzugsweise
zwischen 0 und 75°C und insbesondere zwischen 20 und 500C
gehalten. Dabei soll das Styrol-auch in Gegenwart von üblichen
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organischen Peroxiden - noch nicht polymerisieren. Es diffundiert jedoch in das Styrolpolymerisat ein, so daß dieses mit
Monomeren imprägniert wird. Die Diffusion der Monomeren in die Polymerteilchen ist dann besonders vollständig und gleichmäßig,
wenn das Imprägnieren unter Druck bis zu 20 bar, vorzugsweise zwischen 3 und 10 bar erfolgt, und wenn die Suspension, z.B.
durch kräftiges Rühren, in Bewegung gehalten wird.
Anschließend an den Imprägnierschritt A wird in einem Polymerisationsschritt
B das absorbierte Styrol durch Erhöhung der Temperatur auf 90 bis I1IO0C, vorzugsweise auf 100 bis 1250C
polymerisiert. Diese Polymerisation erfolgt zweckmäßigerweise direkt in der Suspension, die beim Imprägnierschritt A anfällt
in Gegenwart der selben Suspensionsstabilisatoren und unter dem gleichen Druck, ebenfalls unter Rühren. Die Polymerisation
wird durch organische Peroxide in Mengen von 0,01 bis 1 Gew./?
(bezogen auf die Monomeren) ausgelöst. Diese Peroxide können der Suspension entweder erst in der Polymerisationsstufe
zugesetzt werden, vorzugsweise sind sie jedoch bereits beim Imprägnierschritt in der Suspension anwesend. Dabei können sie
schon von der Polymerisation her im Styrolpolymerisat enthalten gewesen sein, oder sie können diesem beim Extrudieren zugemischt
worden sein. Es ist aber auch möglich, die Peroxide in Styrol gelöst der Suspension beim Imprägnierschritt zuzugeben.
Im Verlauf des Polymerisationsschritts nimmt das Volumen der Styrolpolymerisat-Teilchen entsprechend dem Mengenverhältnis
Polymerisat zu Monomeres zu, außerdem werden zylinderförmige
oder sonstwie unregelmäßig geformte Teilchen in kugelförmige umgewandelt.
Geht man im Fall von runden Teilchen von Randfraktionen mit zu geringer Teilchengröße aus, so gelingt es durch das erfindungsgemäße
Verfahren auf einfache Weise, die Teilchen so zu vergrößern, daß sie in der Praxis zur Herstellung von Schaumstoff-Formkörpern
Verwendung finden können. Man kann die Verfahrensschritte A + B dabei auch zwei oder mehrere Male wiederholen, wenn man
eine entsprechend starke Erhöhung der Teilchengröße erreichen will.
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Bei der Umwandlung von zylinderförmigern Extrudergranulat in
kugelförmige Perlen hat das erfindungsgemäße Verfahren darüber
hinaus noch den Vorteil, daß wegen der weichmachenden Wirkung der absorbierten Monomeren auf das Polymerisat die Behandlungstemperatur
um etwa 10 bis 15°C gesenkt werden kann. Dadurch sinkt der Innenwassergehalt der Styrolpolymerisat-Perlen und
diese brauchen nicht mehr so stark oder gar nicht mehr getrocknet werden. Außerdem ist es möglich, lösliche Hilfsstoffe, wie
Amine oder Bromverbindungen, gezielt in das Styrolpolymerisat einzuführen, wodurch eine einfache Regulierung der Zellstruktur
der anschließend hergestellten Schaumstoffe möglich wird.
Die erfindungsgemäß hergestellten expandierbaren Styrolpolymerisate
können auf übliche Weise durch Behandlung mit heißen Gasen unter Freisetzung der Treibmittel in Schaumstoffe überführt werden.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht.
In einen verschlossenen 10 1-Rührdruckkessel werden 17 1
Wasser gegeben. Anschließend werden 110 g Trinatriumphosphat und 13 kg eines kugelförmigen Polystyrols eingefüllt, welches
6,2 % Pentan als Treibmittel enthält, und einen mittleren Perldurchmesser von 0,5 mm aufweist. Die Suspension wird unter
Rühren mit 330 ml eines 35 iSigen CaIziumchlorid-Lösung versetzt,
danach werden 15 ml eines Arylakylsulfonates als
Emulgierhilfsmittels und 680 ml einer 10 ?igen wäßrigen Lösung von Polyvinylpyrrolidon eingefüllt. Dieser wäßrigen Lösung
werden 3,25 kg Styrol, welches 0,36 % tert.-Butylperbenzoat
enthält, zugegeben. Nach Aufpressen von 1 bar Stickstoff wird bei 20°C 1 Stunde lang gerührt, danach wird die Temperatur
innerhalb von 3 Stunden auf 900C und weitere 2,5 Stunden
auf 115°C erhöht und dort 6 Stunden belassen. Nach dem Abkühlen werden Perlen mit einem mittleren Durchmesser von 0,54 mm
erhalten, ohne daß nebenher feinpulvriges Polystyrol entstanden ist. Die Perlen werden von der wäßrigen Phase abgetrennt,
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gewaschen, getrocknet und mit 0,04 % Zinkstearat oberflächlich
beschichtet. Beim Vorschäumen mit Wasserdampf neigt das Produkt zum Verkleben. Beim Ausschäumen in einem Formkörperautomaten
bei einem Druck von 1,0 bar werden Mindestformverweilzeiten von 200 Sekunden erreicht.
Beispiel 1 wird wiederholt, wobei jedoch die expandierbaren Polystyrolperlen mit einem Pigment färbstoff dunkelblau eingefärbt
sind. Man erhält ein Produkt mit gleichmäßiger Farbverteilung in der Perle. Weiße, nicht eingefärbte Polystyrolteilchen,
die bei einer separaten Polymerisation des Styrols entstehen würden, werden nicht gebildet.
In einen 40 1-RÜhrdruckkessel werden 17 1 Wasser gegeben,
in dem 110 g Trinatriumphosphat gelöst sind. Hierzu werden innerhalb von 15 Minuten 330 ml einer 35 /?igen Calziumchlorid-Lösung
getropft. Dann werden 10,8 kg eines 6 % Pentan enthaltenden Polystyrols mit einem mittleren Perldurchmesser von
0,2 mm eingefüllt. Anschließend werden 5,42 kg Styrol, in
dem 19,5 g tert.-Butylperbenzoat gelöst sind, zugegeben. Nach einstündigem Rühren bei 200C werden 1,5 ml Emulgator
und 680 ml einer 10 iigen Polyvinylpyrrolidon-Lösung zugegeben.
Danach wird unter Rühren innerhalb von 5 Stunden auf 105°C aufgeheizt. Bei dieser Temperatur werden 1350 ml Pentan mit
Hilfe von Stickstoff dem Reaktionsgemisch zugedrückt. Anschließend
heizt man auf 115°C auf und beläßt bei dieser Temperatur für weitere 4 Stunden. Nach dem Abkühlen werden die erhaltenen
Perlen mit einem mittleren Durchmesser von 0,22 mm wie in Beispiel 1 beschrieben aufgearbeitet. Beim 6-minütigem Vorschäumen
mit Wasserdampf werden Schaumperlen mit sehr niedrigem Schüttgewicht von 10 g/l erhalten.
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Beispiel 1 wird wiederholt, wobei 100 % monomeres Styrol, bezogen auf expandierbares Polystyrol, eingesetzt wird, in dem
0,36 % tert.-Butylperbenzoat gelöst ist. Ferner werden 1,5 1
Pentan zugesetzt. Das entsprechend aufgearbeitete Endprodukt weist einen Treibmittelgehalt von 6,8 % auf und besitzt
einen mittleren Perldurchmesser von 0,6 im. Das mit 12 Zellen/mm sehr feinzellige Material zeigt das gleiche Schäumverhalten, wie in Beispiel 1 beschrieben.
In der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur werden 17 1 Wasser eingefüllt, in welchem 110 g Trinatriumphosphat gelöst
sind. Dazu gibt man 6,5 kg eines Polystyrolgranulates mit einer Länge von 0,5 mm und einem Durchmesser von 0,8 mm,
welches 5 % Pentan enthält. Danach werden 330 ml einer 35 iigen Calziumchloridlösung zugegeben, dann 15 ml eines
Emulgators und 68O ml einer 10 Jiigen wäßrigen Lösung von
Polyvinylpyrrolidon, und schließlich 6,5 kg Styrol, in dem 0,36 % tert.-Butylperbenzoat gelöst sind. Man rührt die
Mischung bei 200C 2 Stunden lang, preßt 5 bar Stickstoff
auf, danach wird innerhalb von 3 Stunden gleichmäßig auf 100°C erhitzt, wonach 700 g Pentan mit Stickstoff zugedrückt
werden. Dann wird innerhalb von 2 Stunden auf 115°C aufgeheizt. Diese Temperatur wird für 6 Stunden beibehalten. Die
nach der Aufarbeitung erhaltenen runden Perlen besitzen einen mittleren Durchmesser von 1,0 mm bei einer engen Verteilungsbreite. Das mit 0,04 % Zinkstearat beschichtete Produkt ergibt beim Vorschäumen Schaumperlen mit einem Schüttgewicht
unter 12 g/l und einer Zellzahl von 10 bis 12 Zellen/ran.
Beispiel 5 wird wiederholt, wobei jedoch ein treibmittelhaltiges Polystyrol-Extrudergranulat eingesetzt wird, dem 1 %
Hexabromcyclododecan und 1000 ppm n-Hexylamin beim Extrudieren
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zugesetzt wurden. Es entsteht ein perlförmiges Material
mit einem mittleren Durchmesser von 1,0 mm bei unverändert enger Verteilungsbreite. Beim Vorschäumen wird ein grobzelliges
Produkt mit 6 bis 3 Zellen/mm erhalten.
BASF Aktiengesellschaft
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Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen, expandierbaren
Styrolpolymerisaten durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von teilchenförmigen!, treibmittelhaltigem Styrolpolymerisat
in wäßriger Suspension, gekennzeichnet durch folgende Verfahrens schritte:
A. treibmittelhaltiges Styrolpolymerisat mit einer
Teilchengröße zwischen 0,1 und 5 mm wird in wäßriger Suspension bei Temperaturen unterhalb von 1000C 0,5
bis 5 Stunden lang mit 10 bis 100 Gew.% (bezogen auf das treibmittelhaltige Polymerisat) Styrol imprägniert ,
B. das in den Styrolpolymerisat-Teilchen absorbierte Styrol wird anschließend in der wäßrigen Suspension
bei Temperaturen zwischen 90 und l40°C in Gegenwart von 0,01 bis 1 Gew.?5 (bezogen auf das Styrol) organischem
Peroxid polymerisiert.
2. Verfahren zur Herstellung von Styrolpolymerisaten nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet» daß man in Stufe A ausgeht
von kugelförmigen Styrolpolymerisat-Teilchen mit einem mittleren Durchmesser zwischen 0,2 und 0,5 mm, wobei in
Stufe B durch das polymerasierende Styrol der Durchmesser
vergrößert wird.
3. Verfahren zur Herstellung von Styrolpolymerisaten nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe A ausgeht von zylinderförmigen Styrolpolymerisat-Teilchen mit
einem Durchmesser zwischen 0,2 und 2 mm und einer Länge zwischen 0,3 und 3 mm, wobei in Stufe B unter Volumenvergrößerung
durch das polymerisierende Styrol die Zylinderform in eine Kugelform umgewandelt wird.
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8141 | Disposal/no request for examination |