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DE281851C - - Google Patents

Info

Publication number
DE281851C
DE281851C DENDAT281851D DE281851DA DE281851C DE 281851 C DE281851 C DE 281851C DE NDAT281851 D DENDAT281851 D DE NDAT281851D DE 281851D A DE281851D A DE 281851DA DE 281851 C DE281851 C DE 281851C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
axis
movement
unrest
gear wheel
balance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT281851D
Other languages
English (en)
Publication of DE281851C publication Critical patent/DE281851C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B17/00Mechanisms for stabilising frequency
    • G04B17/04Oscillators acting by spring tension
    • G04B17/08Oscillators with coil springs stretched and unstretched axially

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Gear Transmission (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■ - JVr 281851 -KLASSE 47h. GRUPPE
GEBRÜDER THIEL G.m.b.H. in RUHLA i.Thür.
Hemmwerk für Laufwerke. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1912 ab.
Bei allen bislang gebräuchlichen oder sonst hekannt gewordenen Hemm werken führt die Unruhe oder der von dieser mittelbar oder unmittelbar beeinflußte Teil, des Hemmwerkes eine Schwingung, d. h. eine Drehbewegung um eine gegebene Achse aus. Diese Einrichtung der bekannten Hemmwerke hat nun, wenn es sich um Laufwerke handelte, die selbst einer drehenden Bewegung unterliegen, den wesentliehen Nachteil, daß die hier auftretende Fliehkraft einen schädlichen Einfluß auf die Unruhe und damit auf den Gang des Laufwerkes ausübt, so daß erhebliche Unregelmäßigkeiten veranlaßt werden.
Der vorstehend erwähnte Übelstand bzw. Mangel der bekannten Hemmwerke wird nun durch den Gegenstand der Erfindung, welcher den bislang beim Entwerfen von Hemmwerken beschrittenen Weg vollständig verläßt, beseitigt, und zwar im Wesentlichen dadurch, daß der Unruhe statt der bisher üblichen schwingenden oder drehenden Bewegung eine geradlinige hin und her gehende Bewegung, zweckmäßig in Richtung der Drehachse des Gangrades, erteilt wird. Zu diesem Zwecke kann die Unruhe selbst aus einem zylindrischen oder kegelförmigen, mit einer schräggeführten Nut bzw. Kurve versehenen Körper gebildet sein, der in geeigneten Lagern eine solche Führung findet, daß er eine geradlinige Bewegung in Richtung seiner eigenen, derjenigen des Gangrades gleichlaufenden Achse auszuführen vermag, wobei der Hingang des Unruhekörpers durch die Gangradzähne, der Rückgang aber durch eine regelbare Feder, gegebenenfalls bei Unterstützung durch den nächstfolgenden Gangradzahn, veranlaßt wird. Andernfalls kann man aber die Nut senkrecht zur Bewegungsachse der Unruhe anordnen und dann die Zähne des Gangrades bei entsprechender Verbreiterung mit einer schrägliegenden, arbeitenden Fläche versehen, oder aber sonst geeignete Mittel benutzen, um der Unruhe die geradlinige hin und her gehende Bewegung zu erteilen.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in zwei beispielswcisen Ausführungsformen, und zwar je in drei verschiedenen Stellungen.
Bei dem in Fig. 1 bis 3 gezeichneten Ausführungsbeispiel ist α das um die Achse b drehbare Gangrad, während c den eigentlichen Unruhekörper darstellt, der hier aus eimen kegelstumpf förrnigeri Teil c1 und der Achse c2 besteht, und der im übrigen auf seinem kegelstumpfförmigen Teil c1 mit einer schräggeführten Nut d versehen ist.. Der Unruhekörper steht dabei unter der Wirkung einer Feder e, welche sich auf die entsprechend abgesetzte Achse c2 stützt und in ihrer Spannung verändert werden kann, um die Regelung des Ganges zu ermögliehen. Die Achse c2 der Unruhe c ist hierbei in geeigneten, nicht dargestellten Lagern derart geführt, daß die Unruhe selbst eine Bewegung in Richtung ihrer Achse c2 auszuführen vermag. Um eine Drehung des Unruhekörpers c, c1 unter allen Umständen zu verhindern, kann gegebenenfalls an einem der zylindrischen Teile des Unruhekörpers c selbst oder aber an der
Achse c2 ein Stift o. dgl. vorgesehen sein, der in einem geradlinigen Schlitz einer geeigneten Führung bzw. der Lager für die Achse c2 gleitet.
Die Wirkungsweise des Erfindungsgegcn-Standes nach Fig. ι bis 3 ergibt sich an Hand der drei zeichnerischen Darstellungen wie folgt:
Jeder der Zähne 1, 2, 3 usw. des Gangrades a bewirkt bei der Drehung des Gangrades α in der Pfeilrichtung ein Aufwärtsgehen der Unruhe c gegen die Wirkung der regelbaren Feder e. Fig. ι der Zeichnung stellt den Augenblick dar, in welchem der Zahn 1 des Gangrades α in die Nut bzw. Kurve d des Unruhctciles c1 eintritt, womit das Anheben der Unruhe c beginnt. In Fig. 2 ist der Zahn 1 des Gangrades α bis in die Mitte fortgeschritten, wobei der Unruhekörper c, c1 um die Hälfte der Gesamthebung angehoben ist, während Fig. 3 endlich den Augenblick darstellt, in welchem der Zahn 1 des Gangrades α soeben aus der Nut bzw. Kurve d des Unruheteiles c1 austritt. In diesem Augenblicke hat nun die Unruhe denjenigen Hub erfahren, welcher der Steigung der Kurve d selbst entspricht. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, daß die Unruhe in der aus Fig. 3 er-. sichtlichen Stellung nicht sogleich zur Ruhe kommt, sondern infolge der bei der Hebung gewonnenen lebendigen Kraft noch über den höchsten Punkt ihrer durch das Gangrad bewirkten Hebung emporgeschleudert wird, wobei dieses Emporschleudern beim Beginn des Laufes des Uhrwerkes größer ist als beim Nachlassen der Federkraft, was dann den Vorteil mit sich bringt, daß die Zeitabschnitte, in welchen die Auf- und die jetzt noch zu berücksichtigende Abwärtsbewegung der Unruhe erfolgen, von Anfang bis zu Ende der Federkraft gleich.groß sind.
Während nun in vorstehend beschriebener Weise das Emporheben der Unruhe c durch die Zähne des Gangrades α erfolgt, erfährt die Unruhe c ihre rückläufige Bewegung, bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel also die Abwärtsbewegung, durch die regelbare Feder e, im weiteren aber noch durch denjenigen Gangradzahn, welcher dem zuvor zum Anheben der Unruhe benutzten Zahn folgt. Sobald nämlich der Zahn 1 des Gangrades α die Nut bzw. Kurve d durchlaufen hat und am Ende der genannten Nut d austritt, gelangt der nächstfolgende Gangradzahn 2 auf die kegelförmige Umfläche des Unruheteiles c1 und versucht, diesen Teil c1 zu verdrängen, was ein Abgleiten der Unruhe c nach unten zur Folge haben würde, auch wenn die Feder e nicht vorhanden wäre. Es ist also -ersichtlich, daß der nächstfolgende Gangradzahn 2 bei dem natürlichen Vorhandensein der regelbaren Feder e die auf Niederdrücken der Unruhe gerichtete Wirkung der letzteren unterstützt.
Aus Vorstehendem geht hervor, daß die Unruhe c, c1 gemäß der Erfindung eine abwechselnd hin und her gehende, geradlinige Bewegung unter Ausschluß der bislang üblichen Schwingungs- bzw. Drcliungsbcwegung ausführt, indem jeweils die Gangradzähne 1, 2, 3 usw. ein Anheben bzw. die hingehende Bewegung der Unruhe verursachen, während die Feder e mit Unterstützung des sogenannten Rückfalles die abwärts gerichtete, d. h. zurückgehende Bewegung der Unruhe verursacht.
Anstatt sich der sogenannten Rückfallwirkung zu bedienen, kann man den Rückgang auch allein durch die regelbare Feder e erfolgen lassen, in welchem Falle dann der Unruhekörper c auch auf dem Teile c1 vollständig zylindrisch ausgebildet werden kann, während natürlich die Nut bzw. Kurve d die gleiche bleibt.
In beiden Fällen ist die Wirkung die gleiche, d. h. die Unruhe erfährt — im Gegensatz zu den bisher bekannt gewordenen Hemmwerken — eine geradlinige, hin und her gehende Bewegung in Richtung ihrer Achse, d. h. parallel zur Achse des Gangrades a. Wird nun die Achse, in welcher die geradlinige Bewegung der Unruhe stattfindet, parallel zu derjenigen Achse angeordnet, um welche sich das Laufwerk selbst dreht, so ergibt sich ohne weiteres, daß diejenigen störenden Momente, welche bei den einer drehenden Bewegung unterliegenden Laufwerken die bei den bislang bekannt gewordenen Hemmwerken mit schwingender Unruhe auftretenden Unregelmäßigkeiten verursachten, nicht mehr auftreten können, und daß also die Einflüsse der Fliehkraft auf den Gang des Laufwerkes vollständig ausgeschaltet werden. Die Achse, auf welcher die geradlinige Bewegung der Unruhe gemäß der Erfindung erfolgt, kann auch in die Drehachse des Laufwerkes selbst verlegt werden. Das beschriebene Hemmwerk kann auch durch Äquivalente ersetzt werden. So kann man beispielsweise nach Fig. 4 bis 6 das Hemmwerk dahin ausbilden, daß die Nut d in der Unruhe senkrecht zur Bewegüngsachse c" der Unruhe gelegt wird und die Gangradzähne, entsprechend verbreitert, eine schräge Lage ihrer Arbeitsfläche 1,2... aufweisen, so daß diese Zähne bei ihrer Bewegung der Unruhe eine Bewegung in der Längsachse geben.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Hemmwerk für Laufwerke, dadurch gekennzeichnet, daß der Unruhe statt der bisher üblichen schwingenden oder drehenden Bewegung eine geradlinige, hin und her gehende Bewegung, zweckmäßig in Richtung der Drehachse des Gangrades, erteilt wird.
2. Ausführungsform des Hemmwerkes nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unruhe selbst aus einem zylindrischen oder kegelförmigen, mit einer schräggeführ-
ten Nut bzw. Kurve [d) versehenen Körper (c, c1) gebildet ist, der eine geradlinige Bewegung in Richtung seiner eigenen, derjenigen des Gangrades gleichlaufenden Achse (c2) auszuführen vermag, wobei der Hingang des Unruhekörpers durch die Gangradzähne i, 2, 3 usw., der Rückgang aber durch eine regelbare Feder (e), gegebenenfalls unter Mitwirkung des nächstfolgenden Gangradzahnes, veranlaßt wird (Fig. ι bis 3).
3. Ausführungsform des Hemm Werkes nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (d) in der Unruhe senkrecht zur Bewegungsachse (c2) derselben liegt und die entsprechend breit gehaltenen Zähne 1,2... des Gangrades eine schrägliegende Arbeitsfläche besitzen und dadurch die Bewegung der Unruhe in der Längsachse (c2) bewirken.
4. Ausführungsform des Hemmwerkes nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Laufwerken, welche einer drehenden Bewegung unterliegen, die Achse, nach welcher die geradlinige Bewegung der Unruhe (c, c1, c2) erfolgt, parallel zur Drehachse des Laufwerkes verläuft oder aber in die Drehachse des Laufwerkes selbst verlegt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT281851D Active DE281851C (de)

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DE (1) DE281851C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266087B (de) * 1960-04-19 1968-04-11 Licentia Gmbh Hemmwerk mit einer Steuerwalze
DE1523520B1 (de) * 1965-04-08 1970-10-01 Walter Holzer Antriebsvorrichtung für ein Schrittschaltwerk

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266087B (de) * 1960-04-19 1968-04-11 Licentia Gmbh Hemmwerk mit einer Steuerwalze
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