-
Hemmwerk mit einer Steuerwalze Die Erfindung betrifft ein Hemmwerk
mit einer Steuerwalze mit Quernut, in die ein sich drehender #.oppelhebi# Törmiger
Körper eingreift.
-
Bei der zentralen Meßwerterfassung begegnet man häufig der Schwierigkeit,
daß die an den einzelnen Meßstellen anfallenden Meßeinheiten nicht der Maßeinheit
der zu erfassenden Größe entsprechen und unter sich auch noch unterschiedlich sind.
Für den Fall, daß die Meßeinheiten an den Meßstellen durch Impulse dargestellt sind,
erfordert dies die Umsetzung der Impulse verschiedener Wertigkeit in solche einheitlicher
Wertigkeit. Für diesen Zweck sind mit einem Relais ausgerüstete Schaltungsanordnungen
bekanntgeworden, mittels deren eine Impulsfolge im Verhältnis 2: 1 untersetzbar
ist, d. h. die Wertigkeit eines Impulses verdoppelbar ist. Die Anordnung
von n Relaisstufen dieser Art in einer Kette ermöglicht eine Heraufsetzung der Impulswertigkeit
auf das 2n-fache der ursprünglichen Wertigkeit.
-
Derartige Anordnungen gestatten ausschließlich die Erhöhung der Impulswertigkeit,
jedoch nicht einmal auf beliebig viele ganzzahlige Mehrfache, sondern nur auf das
2-, 4-, 8-.. fache.
-
Größere Variationsmöglichkeit ist bei einer auf mechanischer Grundlage
aufgebauten Anordnung gegeben, bei welcher durch die Eingangsimpulse mittels Schrittmotoren
od. dgl. eine schrittweise Drehbewegung hervorgerufen wird, die über ein Zwisch#engetriebe
auf ein Abtriebsrad bzw. einen Ausgangsimpulsgeber einwirkt. Auswechselbare Getrieberäder
gestatten hierbei die Einstellung des Unter- bzw. übersetzungsverhältnisses in weiten
Grenzen. Derartige Anordnungen arbeiten üblicherweise so, daß jeder Eingangsimpuls
am Abtriebsrad einen Drehschritt um einen bestimmten, normalerweise weit unter
360' liegenden Winkel hervorruft.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Vorrichtung
zur Umsetzung einer Impulsfolge in eine schrittweise springende Drehbewegung zu
erstellen, die nach n Eingangsimpulsen einen Drehschritt eines Abtriebsrades um
z. B. 1801
auslöst.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Steuerwalze
mit dem Antrieb verbunden ist und mindestens zwei Quernuten aufweist, in die an
der getriebenen Welle elastisch angeordnete Arme eingreifen.
-
An einer in der Zeichnung dargestellten Anordnung zur Umsetzung, der
Impulswertigkeit wird ein Ausführun 'gsbeispiel der Erfindung erläutert. In F i
g. 1 ist der schematische Aufbau wiedergegeben, während F i g. 2 einen
wesentlichen Teil, nämlich das Hemmwerk, im Schnitt zeigt; in F i g. 3 ist
ein andersartig ausgebildetes Hemmwerk gezeichnet.
-
In den Figuren entsprechen sich Bauteile mit gleicher Bezeichnung.
-
In F i g. 1 bedeutet 1 ein Schrittschaltwerk, dessen
Achse sich bei jedem eintreffenden Impuls um einen definierten Winkel dreht. Auf
der Achse dieses Schrittschaltwerkes sitzt ein Ritzel 2, welches für ein nachgeschaltetes
Zwischengetriebe als Antriebsrad dient. Dieses Zwischengetriebe besteht aus einem
Zahnrad 3, welches mit dem Anriebs-ritzel 2 kämmt, einem Zahnrad 4, welches
mit dem Zahnrad 3 mittels einer gemeinsamen Welle fest verbunden ist, und
einem Zahnrad 5, welches in das Zahnrad 4 eingreift. Um das übersetzungsverhältnis
dieses Zwischengetriebes den speziellen Erfordernissen anpassen zu können, sind
die Zahnräder 4 und 5 als Wechselräder ausgeführt. Eine mit dem Zahnrad
5 fest verbundene Welle trägt ein weiteres Zahnrad 9 und außerdem
eine als Hemmdrehkörper dienende Steuerwalze 6 mit zwei sowohl in Achsrichtung
als auch in Umfangsrichtung, und zwar um 1801 gegeneinander versetzten Quernuten
7 und 8. Das Zahnrad 9 wirkt über ein Zwischenrad
10 auf ein Zahnrad 11 ein, welches frei drehbar auf einer Welle 12
angeordnet ist. Eine als Spiralfeder ausgebildete Triebfeder 13 ist mit ihrem
einen Ende am Zahnrad 11 und mit ihrem anderen Ende an der Welle 12 befestigt.
Die Welle 12 besitzt zwei in entgegengesetzter Richtung von ihr abstehende Arme
14 und 15 mit einer an die, axiale Lage der Quernuten 7 und
8 angepaßten axialen Versetzung und Anordnung. In der Zeichnung berührt der
Arm 14 mit einem gewissen von der Triebfeder 13 her stammenden Druck den
Umfang der Steuerwalze 6. Die Arme 14 und 15 stellen außerdem das
Betätigungsmittel
für einen Kontakt 16 dar. Ist außer der Impulsabgabe eine schrittartige Ausgangsdrehbewegun
'g erwünscht, so kann man auf der Welle 12 ein Abtriebsritzel 17 in
fester Verbindung vorsehen.
-
In F i g. 2, die den Schnitt entlang der Linie A-B nach F i
g. 1 zeigt, ist die Ausbildung der Nut 8 klar ersichtlich. Der Nutengrund
der Nut 7 ist hierin gestrichelt eingezeichnet.
-
Es sei angenommen, daß die Drehsehritte am Schrittschaltwerk
1 bei ankommenden Impulsen die Steuerwalze 1 in der Richtung des Pfeiles
in F i g. 2 bewegen. Dreht sich diese Steuerwalze hierbei nur geringfügig
weiter, so wird der Arm 14 freigegeben, und die Welle 12 kann sich infolge der Vorspannung
der Triebfeder 13 drehen, bis nach einem Drehwinkel von 180' der Arm
15 am Umfang der Steuerwalze 6
anliegt. Dieser Schaltarm kann in der
Folge erst nach einer halben Drehung der Steuerwalze in die Nut 7
ausweichen,
wobei die inzwischen mittels des Zahnrades 11 erneut gespannte Triebfeder
13 das erforderliche Drehmoment aufbringt. Bei jedem Schritt der Welle 12
betätigt der Arm 14 oder der Arm 15 den Kontakt 16, der als Ausgangsimpulsgeber
dient.
-
F i g. 3 zeigt ein Hemmwerk, bei dem die Steuerwalze
6 nach F i g. 1 und 2 durch ein Zahnrad 20 und die Zweiarmanordnung
14 und 15 durch eine zweiannige Klinke 21 ersetzt wurde. Die Drehrichtungen
des Zahnrades 20 und der Klinke 21 sind hierbei entgegengesetzt, so daß sich das
Zwischenrad 10 erübrigt. Da das Zahnrad 20 mit acht Zähnen versehen ist,
wird während einer vollen Drehung desselben die Klinke 21 achtmal freigegeben und
kann sich jeweils infolge einer Federkraft so weit drehen, bis nach etwa
1801 der andere Arm der Klinke von dem auf den freigebenden Zahn folgenden
Zahn festgehalten wird.